Archiv für den Monat September 2010

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Sepehr Atefi, Ali Kantouri and Hesam Misaghi in Berlin (photo: Tobias Kruse)

Sepehr Atefi, Ali Kantouri and Hesam Misaghi in Berlin (photo: Tobias Kruse)

4000 Iraner flohen vergangenes Jahr in die Türkei. 50 von ihnen finden jetzt in Deutschland Asyl, 3 haben wir in Berlin besucht.

Eine Wohnung in Berlins Mitte wird neu bezogen. Ali bekommt das größte Zimmer. Sepehr nimmt das hellste Zimmer. Hesam begnügt sich mit dem kleinen Zimmer zum Innenhof hin, dafür will er aber die Ecke im Flur, »da kommt die Bar hin«. – »Nee, das wird der Meditationsraum«, witzelt Sepehr.

Drei junge Männer ergreifen Besitz von ihrem neuen Zuhause, Reviermarkierung, WG-Gefrotzel. Als Hesam das Fenster öffnet, sagt er: »Wenn der iranische Nachrichtendienst kommt, können wir hier über die Balustrade flüchten.« Alle drei lachen darüber, jetzt, da sie in Sicherheit sind. Sie leben wieder auf nach Monaten der Angst und Ungewissheit. Sie haben es nach Deutschland geschafft.

Im Sommer 2009 gab es in Iran eine umstrittene Präsidentschaftswahl. Die Opposition sprach von Betrug, es kam zu heftigen Protesten auf den Straßen Teherans. Die Regierung schlug die Grüne Revolution schließlich nieder und verfolgte die Aktivisten. 4000 Iraner flohen in die Türkei, wo sie seither unter schwierigen Bedingungen leben. Lies den Rest dieses Artikels

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