Archiv für den Monat Januar 2011

Zahra Bahrami wurde heute früh hingerichtet

Zahra Bahrami in einem älteren Film von Majid Majidi

Zahra Bahrami in einem älteren Film von Majid Majidi

Als ich es heute früh in den Nachrichten hörte, meinte ich erst, mich geirrt zu haben. Doch es ist inzwischen traurige Gewissheit: Zahra Bahrami wurde heute früh erhängt.

[Sie wurde] am … 2. Januar, wegen Schmuggel und Drogenhandel schuldig gesprochen. Das Gericht verurteilte die Niederländerin, die auch die iranische Staatsbürgerschaft hat, zum Tode und ließ deren ganzes Vermögen beschlagnahmen. Der Anwalt der Verurteilten sei angewiesen worden, keine Kommentare für Medien zu machen… Nach Angaben der iranischen Opposition gab Bahrami vor Gericht an, sie sei beim Verhör gefolgert worden. (Quelle)

Das Regime wird immer blutrünstiger. In den letzten Wochen sind in Iran weit mehr als 100 Menschen gehängt worden. Damit dürfte Iran auch im Jahre 2011 den traurigen und verabscheuenswürdigen Rekord erreichen, das Land mit den meisten vollstreckten Todesurteilen zu sein. Lies den Rest dieses Artikels

saroomad zemestoon

Wichtig! Mail Postcards Urging a Halt to Executions!

On January 16, the International Campaign for Human Rights in Iran (ICHRI) reported that the Islamic Republic of Iran (IRI) has executed over 97 people in the past 30 days, among whom four were prisoners of conscience. The IRI is averaging one execution every eight hours since the start of 2011. Currently, the IRI executes more people per capita than any other country in the world, and is second only to China in number of executions overall.

This past Monday (January 24, 2010), the IRI executed two post-election protesters, Mr. Jafar Kazemi and Mr. Mohammad Ali Haj Aghaee on charges of “moharebeh” (enmity against God) – a charge that, under Iranian law, is dealt to those who take up arms against the state. No such evidence was presented in the cases of Mr. Kazemi and Mr. Aghaee, and in the end, the evidence used against them included sending footage of election protests abroad. As the ICHRI notes, “Moharebeh has become the Iranian Judiciary’s catch-all justification for killing political dissidents.”

Organizations and activists worldwide are urging the IRI to halt its “execution binge,” institute an immediate moratorium on executions, conduct independent reviews of pending death penalty cases, and abolish the death penalty all together. Take action today and mail postcards to officials worldwide urging a halt to executions in Iran.

Directions
The postcard can be downloaded and printed on your home computer, folded it in half, addressed, stamped, and mailed. To download a postcard, click the download link next to the postcard you want and save the PDF onto your computer.  If you have any trouble downloading the postcards, send us an e-mail and we’ll be happy to help.

Also available are postcards  pre-addressed to various IRI officials and the UN High Commissioner for Human Rights. We also encourage the activist community to mail postcards to your country’s IRI embassy. Addresses for IRI embassies worldwide can be found here. Simply use the blank card provided to hand address your postcard.

*Note: Please make sure to put enough postage on your postcard!


Postcard Front

Postcard Back


Download Postcards

Blank Postcards to Hand Address and Send Worldwide
[Download BLANK Postcard]

United Nations (Pre-Addressed)

Inside Iran (Pre-Addressed)

Hungerstreiks und Proteskampagne im Iran

Proteste gegen Hinrichtungswelle

Einem Hungerstreik politischer Gefangener in Urmiye aus Protest gegen die Hinrichtung von Hüseyin Xizrî durch das iranische Regime haben sich weitere Gefangene angeschlossen. Hebibullah Hulperi Pur und Ahmed Temuye traten nach Angaben lokaler Quellen bereits am 4. Januar in den Hungerstreik; im Gefängnis Qezin schlossen sich Muhamed Budaqi, Ercan Qereyl und Yashar Qere am 17. Januar an. Am 17. Januar wurde der Gefangne Alo Ahmed Suleyman aus seiner Zelle im Gefängnis Urmiye geholt, ohne, dass es weitere Nachrichten über seinen Verbleib gibt. Cehangir Baduzade und Muhemed Amin Abdullahi, die im Gefängnis Urmiye gefangen waren und sich seit dem 17. Januar am Hungerstreik beteiligt hatten, wurden aus ihrer Zelle geholt und zum Geheimdienst in Urmiye gebracht. Ihre Zukunft ist ungewiss. Der Hungerstreik der anderen Gefangenen, Musfafa Ali Ahmed, Husen Mirzaye, Fezaye Yaman, und Abdullah Huseni, im Urmiye Gefängnis soll weiter andauern. Eine Gruppe weiterer Gefangener in den Gefängnissen von Awin Ardebil, Muhabad, Dizil Awa, und Sine beteiligen sich ebenfalls an den Protesthungerstreiks.

11 weitere Personen in Urmiye hingerichtet

Im Gefängnis Urmiye wurden am Mittwoch und Donnerstag insgesamt 11 Personen hingerichtet. Nach den Hinrichtungen kamen ca. 300 Verwandte und nahestehende Personen der Hingerichteten beim Gericht von Urmiye zusammen, um ihren Protest zum Ausdruck zu bringen. Lies den Rest dieses Artikels

Hinweis zum Blog

Dieses Blog ist noch im Aufbau! Auf neue Artikel wird bereits per Twitter und Facebook hingewiesen. Artikel aus der bisherigen statischen Seite werden nach und nach hier eingepflegt.

Bremen will Flüchtlinge aus dem Iran aufnehmen

Iranradio bremen: Bremen ist bereit, weitere Flüchtlinge aus dem Iran aufzunehmen, wenn auch andere Bundesländer dies tun. Der Bremer Senat soll nun eine entsprechende Bundesratsinitiative einleiten. Das hat die Bremische Bürgerschaft am Donnerstag nahezu einstimmig beschlossen.

Für rund 5.000 Flüchtlinge aus dem Iran sucht das Hilfswerk der Vereinten Nationen “sichere Staaten” im Westen. Die meisten der Betroffenen waren nach den Unruhen im vergangenen Jahr aus dem Iran geflohen und sitzen derzeit in der Türkei fest. Es gehe darum, Menschen, die in lang anhaltenden und ausweglosen Situationen leben, eine sichere Heimat zu geben, sagte die SPD-Abgeordnete Ulrike Hiller. Die Grüne Parlamentarierin Zarah Mohammadzadeh bezeichnete die Lage dieser Flüchtlinge als “schwierig”. Sie hätten weder eine Gesundheitsversorgung noch Arbeitsmöglichkeiten und lebten in menschenunwürdigen Unterkünften. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hofft nun, weitere deutsche Bundesländer zur Aufnahme von Flüchtlingen bewegen zu können. Auch CDU, FDP und Die Linke stimmten dem Antrag zu.

Vernunft ist erfrischend!

Warum Kulturrelativismus Grundrechte von Bürgerinnen ignoriert, IslamkritikerInnen über Rechtspopulisten aufgeklärt werden müssen und was hinter dem Begriff Ex-Muslime steckt

Ein Interview mit Maryam Namazie : Humanistin, Menschenrechtsaktivistin, Sprecherin der Ex-Muslime in England.

Warum finden Sie es notwendig zu betonen, dass jemand „Ex-Muslim(a)“ ist? Das Council of Ex-Muslims in England ist mittlerweile eine bekannte Institution und ist vernetzt mit ähnlichen Gruppierungen weltweit.

Maryam Namazie: Ich habe, offen gesagt, selbst Probleme mit dem Begriff Ex-Muslime.
Ich lehne jede Form von „Identität“, die sich konstruiert aus Ethnizität, Geschlecht oder Religion ab. Die menschliche Identität ist die wichtige, sie trennt uns nicht voneinander sondern verbindet uns. Es soll hier also keine neue Identität zu all den anderen Millionen bereits existierenden Identitäten geschaffen werden. Erst recht keine, die aus Ablehnung einer anderen besteht. Jedoch ist es tatsächlich genau in diesem Fall wichtig, ein politisches Statement abzugeben. Lies den Rest dieses Artikels

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