Archiv für den Tag 7. Januar 2012

Iranischer Menschenrechtskommissar nennt Homosexualität “Krankheit”

TEHERAN. Der Iran hat dem Westen vorgeworfen, ihm eine neue Sicht auf Homosexualität aufdrängen zu wollen. “Der Westen sagt, dass die Ehe von Homosexuellen laut Menschenrechtscharta frei und erlaubt sein soll, aber wir sehen darin Sittenlosigkeit und sexuelle Krankheit”, sagte Mohammad-Jawad Larijani, der Leiter der Menschenrechtskommission in der iranischen Judikative, am Samstag.

Larijani äußerte sich bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden des deutschen Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Tom Koenigs (Grüne), in Teheran, berichtete die halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars.

Der Westen, wo noch bis vor 20 Jahren Homosexualität als Unsittlichkeit angesehen worden sei, spreche nun von Menschenrechtsverletzungen, kritisierte Laridjani. “Wieso sollen wir eine Krankheit als neues Lebensmodell anerkennen, statt unsere Kriterien bezüglich Homosexualität beizubehalten und dementsprechend zu handeln?”

Im Gottesstaat Iran ist Homosexualität verboten. Präsident Mahmoud Ahmadinejad hatte vor zwei Jahren mit der Bemerkung, es gebe im Iran keine Homosexuellen, international für Empörung gesorgt. Wegen drakonischer Strafen bis hin zur Todesstrafe leben Homosexuelle im Iran im Verborgenen.

The Latest from Iran (7 January): “We are in an Economic War”

1340 GMT: Political Prisoner Watch. Rah-e Sabz reports that a Revolutionary Court has handed down a death sentence on blogger Vahid Ashgari.

A student in India, Ashgari was arrested on 11 May 2008 at Tehran airport for possessing several credit cards. He later was charged with organising a pornographic network that blasphemed Islam and criticised the government to pervert Iranian youth.

Ashgari, who hosting websites, including those of regime opponents, was allegedly tortured to make him “confess” to his crimes.

Iran Prosecutor General Gholam-Hossein Mohseni-Ejei has defended the sentence imposed on Faezeh Hashemi, women’s rights activist and daughter of former President Hashemi Rafsanjani.

Last week, Hashemi was given a six-month prison sentence and a five-year ban on political, cultural, and media activities for “anti-regime propaganda”.

1230 GMT: Picture of the Day. An Iranian sailor hugs one of the American forces who freed him from Somalian captors — 13 Iranian hostages were freed by a US Navy team:

1225 GMT: Oil Watch. In an apparent effort to block possible European Union suspension of Iran’s oil shipments, the National Iranian Oil Company has claimed that it does not owe $2 billion in supplies claimed by Italian oil firm ENI. Lies den Rest dieses Beitrags

Iran Audio Feature: Scott Lucas on Iran, Europe, and the Oil Sanctions

I spoke at length with London’s Monocle Radio on Friday night about the European Union’s forthcoming cut-off of oil imports from Iran, the timing and manner of its implementation, and the consequences for Tehran.

There are lots of take-away points from the interview but the headlines may be: 1) the EU decision is going to be announced at the end of January, but probably will not take effect until months later, as alternative supplies are assured; 2) yes, this will be a major blow to Iran, both in symbolism and in economic impact.

The discussion begins at the 6:08 mark.

Süddeutsche: Internet – Iran: Ajatollah nennt Facebook «eine unislamische Sünde»

Teheran (dpa) – Ein iranischer Ajatollah hat Facebook als «unislamisch» und die Mitgliedschaft in dem sozialen Netzwerk als «Sünde» bezeichnet.

«Im Grunde ist es unislamisch und nicht erlaubt, auf eine Internetseite zu gehen, die Unsittlichkeiten propagiert und den religiösen Glauben schwächen könnte», sagte Ajatollah Lotfollah Safi-Golpaygani laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Isna am Samstag. Die Mitgliedschaft sei daher «haram» (eine Sünde). Hohe Geistliche werden im Iran immer wieder zu sozialen Themen befragt. Ihre Aussagen gelten als eine Art Dekret.

Der Ajatollah lehnt das Internet nach eigenen Worten aber nicht grundsätzlich ab. «Unproblematisch ist die Nutzung von Internetseiten, die religiöse Kriterien propagieren und nicht zu Unsittlichkeiten führen.»

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Spiegel: Irans Filmstar Farahani

Schauspielerin Golshifteh Farahani: Iranischer Filmstar im Exil

Fotos
Getty Images

Als sie sich mit Hollywood einließ, fing das iranische Regime an, Golshifteh Farahani zu terrorisieren. Am Ende blieb ihr keine andere Wahl, als auszuwandern. Mit SPIEGEL ONLINE sprach die Schauspielerin über den Verlust ihrer Heimat, ihren Film “Huhn mit Pflaumen” - und mieses deutsches Wetter.

Golshifteh Farahani ist Irans beliebteste und erfolgreichste Schauspielerin. Die 28-Jährige studierte klassische Musik, spielte in einer Underground-Rockband und debütierte mit 14 vor der Kamera. Mit ihrem Film “Mim mesle Madar” bewarb sich Iran 2006 für den Oscar für den besten ausländischen Film. 2008 machte Ridley Scotts Thriller “Der Mann, der niemals lebte” (“Body of Lies”) sie zum ersten iranischen Star, der nach der Islamischen Revolution in einer Hollywood-Großproduktion mitspielte. Doch die Folgen sollten schwer wiegen: Sie wurde in ihrer Heimat so lange schikaniert, bis sie sich gezwungen sah, ins Exil zu gehen. Lies den Rest dieses Beitrags

Kurier (at): Iran/USA: Befreiung und Konfrontation

US-Soldaten beglückwünschen die befreiten iranischen Fischer

Der Reihe nach stellen sich die US-Soldaten an, um den iranischen Fischer herzlich zu umarmen. „Es ist, als ob Gott euch geschickt hätte“, wird der erleichterte Mann in der New York Times zitiert. Am Donnerstag hatten die Amerikaner ihn und zwölf Kollegen im Arabischen Meer aus der Hand somalischer Piraten befreit. Vor eineinhalb Monaten waren die Fischer verschleppt worden, 15 Entführer wurden jetzt festgenommen.

Eigentlich eine gute Nachricht – doch Irans Staatsmedien haben gar keine Freude damit, dass ausgerechnet der Erzfeind ihre Landsleute befreit hat. Auch das Außenamt sprach zurückhaltend von einer „positiven humanitären Geste“. Dabei stehen die Zeichen auf Sturm.

Der Zerstörer „USS Kid“, der den Piraten zum Verhängnis wurde, gehört zur Begleitflotte des Flugzeugträgers „John C. Stennis“. Dessen Auftrag ist es, die Straße von Hormuz offen zu halten, durch die ein Großteil des Öls für Westeuropa, Japan und die USA transportiert wird.

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BILD:NOTFALLPLAN FÜR ÖLVERSORGUNG – Westen rüstet sich für eine Iran-Krise

Iranische Schiffe Anfang Januar bei einem Manöver in der Nähe der Straße von Hormus.

Foto: Reuters

Der Westen rüstet sich für eine Iran-Krise! Westliche Länder haben in dieser Woche einen Notfallplan zur Sicherung der Ölversorgung in Europa und den USA vorbereitet, sollte der Iran die Straße von Hormus wie angedroht blockieren.

Führende Vertreter der Internationalen Energieagentur (IEA) sollen am Donnerstag darüber beraten haben, im Ernstfall eine Rekordmenge aus den strategischen Ölreserven freizugeben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Im Gespräch seien bis zu 14 Millionen Barrel pro Tag, fünfmal so viel wie das historische Öl-Volumen, das 1990 in Reaktion auf den Einmarsch Iraks in Kuwait auf die Märkte gelangte.

Die in Staatsbesitz befindlichen Ölvorräte sind in den USA, Europa, Japan und weiteren Ländern gelagert. 

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