Archiv für den Tag 9. Januar 2012

URGENT ACTION: GEFAHR DER HINRICHTUNG

Sakineh Mohammadi Ashtiani: © privatSakineh Mohammadi Ashtiani: © privat

 

Meldungen in den iranischen Medien von Ende Dezember 2011 lassen erneut befürchten, dass die zum Tod verurteilte Sakineh Mohammadi Ashtiani schon bald durch den Strang – nicht durch Steinigung – hingerichtet werden könnte.

Sakineh Mohammadi Ashtiani, 44 Jahre alt und Mutter von zwei Kindern, stammt aus der im Nordwesten Irans gelegenen Provinz Ost-Aserbaidschan. Sie war im Jahr 2005 festgenommen worden, nachdem ihr Ehemann ermordet worden war. Ein Gericht hatte Sakineh Mohammadi Ashtiani in einem unfairen Prozess des “Ehebruchs” und in einem weiteren Verfahren der Mittäterschaft an dem Mord an ihrem Ehemann schuldig gesprochen. Wegen des Tatvorwurfs der Mittäterschaft war sie zu zehn Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden, ein Strafmaß, das später möglicherweise auf fünf Jahre herabgesetzt worden ist und somit abgelaufen wäre. Der Tatbestand des “Ehebruchs” wird in Iran mit Steinigung bestraft. Der Rechtsanwalt von Sakineh Mohammadi Ashtiani hatte im Juli 2010 eine gerichtliche Überprüfung des Urteils der Steinigung beantragt. Ob seinem Antrag stattgegeben worden ist, entzieht sich der Kenntnis von Amnesty International. Sollte Sakineh Mohammadi Ashtiani allein wegen einvernehmlicher sexueller Beziehungen in Haft gehalten werden, würde Amnesty International sie als gewaltlose politische Gefangene betrachten und sich für ihre unverzügliche und bedingungslose Freilassung einsetzen. Lies den Rest dieses Beitrags

NYT: Iran Imposes Death Sentence on U.S. Man Accused of Spying

Iran Imposes Death Sentence on U.S. Man Accused of Spying
By Harvey Morris
Published: January 9, 2012

LONDON — Iran’s Revolutionary Court has sentenced to death a former United States Marine of Iranian descent for spying for the Central Intelligence Agency, the semiofficial Fars news agency reported on Monday.

The Marine was named as Amir Mirzaei Hekmati, 28. Prosecutors charged that he received espionage training at American bases in Afghanistan and Iraq before infiltrating Iran.

The agency said he was sentenced to death for “cooperating with the hostile country and spying for the C.I.A.” Lies den Rest dieses Beitrags

The AP: Ex-Marine’s family says he wasn’t spying in Iran

January 9, 2012

WASHINGTON (AP) — The family of an American man sentenced to death in Iran for allegedly being a CIA agent said Monday he was visiting relatives there and not spying.

Behnaz Hekmati, mother of Amir Mirzaei Hekmati, said in an email to The Associated Press that she and her husband Ali are “shocked and terrified” that their son has been sentenced to death. She said the verdict is “the result of a process that was neither transparent nor fair.”

Iran charged that Hekmati received special training and had served at U.S. military bases in Iraq and Afghanistan before heading to Iran for an intelligence mission. A court convicted him of working with a hostile country, belonging to the CIA and trying to accuse Iran of involvement in terrorism, according to a state radio report Monday. Lies den Rest dieses Beitrags

“Iranian Judiciary Must Reverse American Citizen’s Death Sentence”

International Campaign for Human Rights in Iran
Jan. 9, 2012

Judgment Issued in Summary Trial Without Due Process

The Iranian judiciary should immediately rescind the death sentence in the appeals court issued for Iranian-American citizen Amir Mirzaei Hekmati, the International Campaign for Human Rights in Iran said today. In addition, the judiciary should provide a fair trial with full access to his lawyer and put an end to more than four months of isolation and lack of transparency about his arrest and prosecution, the Campaign said.

This is the first time an American citizen has been sentenced to death by the Iranian judiciary. Lies den Rest dieses Beitrags

Amnesty International Press Release in support of imprisoned Iranian-American Amir Hekmati

9 January 2011

Iran urged to halt execution of US national in ‘spying’ case

Iran must not execute a US national sentenced to death after an unfair trial, Amnesty International said today amid fears he could be executed within weeks.

Amir Hekmati, an Arizona-born Iranian-American who had served as an Arabic translator in the US Marine Corps, was accused of spying for the CIA and sentenced to death for “collaboration with a hostile government”. His appeal against this conviction and sentence must be lodged within 20 days.

Hekmati was held without access to his family, a lawyer or consular assistance after his arrest in August last year, in violation of international law. Lies den Rest dieses Beitrags

Iran: Die verborgene Opposition – 10.01.2012 19:15 bis 20:00 Deutschlandfunk

Während 2011 in vielen arabischen Ländern meist von der Jugend geführte Oppositionsbewegungen demokratische Umstürze initiierten, herrscht im Iran gespenstische Ruhe. Dabei war es gerade die iranische Studentenbewegung, die 2009 mit Massenprotesten ein Beispiel für die Nutzung neuer Medien im Widerstand gegen autoritäre Regime gab.

 

Iranische Studenten bei Demonstration, Quelle: picture alliance/dpa

Aber anders als in Tunesien oder Ägypten wurden die Proteste im Iran niedergeschlagen. Viele Studenten wurden ermordet, landeten im Gefängnis oder flohen ins Ausland. Und viele kehrten zurück an die Universitäten, ohne weitere Hoffnung auf demokratische Veränderungen. Es folgte die bis heute andauernde radikale Islamisierung des Bildungssystems. Schulbücher werden umgeschrieben, Bücher und Filme zensiert und verboten, Zeitungen und Zeitschriften geschlossen, Facebook und Twitter verboten. Nach 30 Jahren eine zweite islamische Kulturrevolution. Wie reagieren die Studierenden auf ihre totale Überwachung?
Von Christoph Burgmer
Produktion: DLF/SWR/WDR 2012

Berlinale 2012: Amnesty-Jury komplett

Ayat Najafi & Birgit Minichmayr für Internationalen Filmpreis

Die Amnesty-Jury auf der diesjährigen Berlinale ist komplett: Schauspielerin Birgit Minichmayr (“Alle Anderen”, “Der Knochenmann”, “Kirschblüten – Hanami” u.a.) und Regisseur Ayat Najafi (“Football Under Cover” u.a.) werden gemeinsam mit Markus Beeko (Amnesty International) über den Amnesty International Filmpreis auf der Berlinale 2012 entscheiden. Nominiert werden Filme aus den Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum und erstmals Generation. Amnesty International vergibt auf der Berlinale zum achten Mal einen Filmpreis.

“Ich sehe mit Spannung den vielen Beiträgen entgegen. Es ist mir eine Freude und Ehre Amnesty International mit öffentlicher Aufmerksamkeit unterstützen zu können“, erklärt Birgit Minichmayr ihr Engagement. „Mit dem Amnesty-Filmpreis zeichnen wir Filmemacher aus, die, oft unter härtesten Bedingungen, unbeirrbar in ihrem Willen und Mut den Blick auf Menschenrechtsverletzungen legen. Wir brauchen all jene Filmschaffende, die sich über die reine Unterhaltung hinwegsetzen und uns in Welten führen, in denen die Grundrechte für Menschen keine Selbstverständlichkeit sind.”  Lies den Rest dieses Beitrags

Berlin: LIVE – SHAHIN NAJAFI – UNPLUGGED, Sa, 28.1.2012 – 20:00

Eintritt:    Vorverkauf: 21 Euro      Abendkasse: 26 Euro    Studenten: 16 Euro (nur Abendkasse)
Nach drei Rapalben kehrt Shahin Najafi zu seinen musikalischen Wurzeln in Iran zurück. Rapmusic war für ihn eine Sprache, um sich Gehör zu beschaffen, sagt er immer. Seine Leidenschaft aber gehörte immer der Blues/Folkrock und Flamenco. Seine letzten Konzerte sorgten für große Begeisterung. Erst jetzt sieht man, was für ein begnadeter Sänger und vielschichtiger Künstler Shahin Najafi ist. In Babylon Berlin wird er mit seiner Akustikband nicht nur einige seiner neuen Songs aus dem kommenden Album (Hich Hich Hich) performen, sondern auch seine alten Songs wurden für dieses Konzert extra neu arrangiert.

Shahin Najafi wurde 1980 in Bandar-e Anzali in der iranischen Provinz Gilan geboren. Er studierte Soziologie. Während er zunächst als Dichter im Iran arbeitete, erhielt er nebenher auch eine Ausbildung in klassischer und Flamenco-Gitarre. Dann entdeckte er das Songwriting in Blues/Folkrockmusic für sich. Er begann auch eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Underground-Musik-Gruppen im Iran. Unter dem Druck der iranischen Regierung, seine politischen und gesellschaftskritischen Botschaften aus seiner Musik zu entfernen, wanderte er 2005 nach Deutschland aus. In Deutschland fing er an Raptexte zu schreiben und nahm 2008 sein erstes Album ‚Ma Mard Nistim’( We are not men) mit der Gruppe ‘Tapesh 2012′ auf. Das Album erhielt den Weltmusikpreis in NRW. Sein erstes Soloalbum ‘Illusion’ kam direkt ein Jahr danach auf dem Markt und war genauso erfolgreich. Ende 2010 kam das Album ‘Saale Khoon’ (The year of blood) auf dem Markt und war einer der erfolgreichsten Alben in der iranischen Alternativmusikszene. Das Album war in Iran trotz Verbot weit verbreitet und wurde sogar in den Taxen abgespielt.Seine Gesangsform wurde rhythmischer und in seine Rapsongs flossen Blues und Rockelemente ein.
Mittlerweile ist Shahin Najafi einer der weltweit erfolgreichsten iranischen Alternativkünstler.Frühjahr 2012 kommt sein neues Album ‘Hich Hich Hich’ auf dem Markt. Es ist das erste Album, in dem er nicht nur seine eigenen Texte singt, sondern mit einigen Poeten aus dem Iran Zusammenarbeitet, unter anderem Yaghma Golrouee und Seyed Mehdi Mousavi.
 www.shahinnajafimusic.com

Deutschland: Hilfe für ALG II-Bezieher / Leistungen des Sozialamtes

Es gibt eine Optikerstiftung für Bedürftige: Kröner-Stiftung, c/o Dr. Keller, Obere Bahnhofstraße 62, 82110 Germering, Tel. 089/ 163006,                 Fax 089-162022.

Verfahren wird folgendermaßen: Formlosen Antrag stellen, diesem werden ein Kostenvoranschlag ( nur !) von der Firma Fielmann beigelegt und die erste Seite des ALG-II bezw. Sozialhilfebescheids. Die Stiftung überweist dann direkt an die Firma Fielmann.

Bevor das erste Mal ein Antrag gestellt wird, empfiehlt es sich, telefonisch mit Herrn Dr. Keller Kontakt aufzunehmen.

Andere Möglichkeit:

Umsonst ist toll.
Man kann auch bei Fielmann eine Brillenversicherung für 10 Euro im Jahr abschließen ohne sich zu outen. Dafür bekommt man alle zwei Jahre eine neue Brille. Natürlich nicht aus dem ganzen Sortiment aber durchaus vernünftige. Das können sich auch Bedürftige leisten.
Mache ich bei einzelnen Betreuten so. http://www.fielmann.de/brillen/nulltarif

Iran News Round Up (Jan. 9)

Supreme Leader urges Iranians to take part in upcoming parliamentary polls; senior Iranian lawmaker warns E.U. over oil embargo; Iran’s oil minister claims self-sufficiency in drilling industry
Politics

  • Supreme Leader Ali Khamenei addresses the people of Qom:
    • “For a long time, there have been great efforts on the part of proponents of disbelief and arrogance and their lackeys both inside and outside the country… to decrease popular participation in parliamentary elections, but thanks to divine benevolence and wisdom, popular presence in this coming [parliamentary] election will crush the enemy.”
    • Supreme Leader in Tehran: “…the people’s presence in the upcoming parliamentary elections which is a manifestation and an instance of people’s partnership in (deciding) the country’s fate will be synonymous with an enthusiastic and enemy-defeating presence.”
  • According to Abbas Salimi-Namin, head of the Historical Studies Center, Ahmadinejad has on numerous occasions ignored Khamenei’s orders to participate in Expediency Council meetings. Lies den Rest dieses Beitrags
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