Die in Holland ansässige Firma Diginotar hat der iranischen Regierung offenbar zu einem SSL-Zertifikat verholfen, mit dem verschlüsselte SSL-Verbindungen zu Gmail abgehört werden konnten.
Die Herausforderung bei verschlüsselten Verbindungen ist, dass sichergestellt werden muss, dass man nicht nur verschlüsselt, sondern auch so verschlüsselt, dass niemand anderes mithören kann. Mithören könnte ja zum Beispiel ein man-in-the-middle-Angreifer, indem er sich zwischen die beiden kommunizierenden Rechner (Client & Server) klinkt, eine verschlüsselte Verbindung zum Nutzer mit einem eigenen Zertifikat aufbaut, diese abhört, und dann erst mit dem richtigen Zertifikat verschlüsselt an den richtigen Server weiterleitet. Um das zu verhindern, sollen die zur Verschlüsselung genutzten Zertifikate immer von einer vertrauenswürdigen Instanz signiert sein.
Einem üblichen Browser wie Firefox werden deshalb eine ganze Reihe an root-CAs mitgeliefert, denen standardmäßig vertraut wird. Wenn ein Zertifikat von einer Instanz signiert ist, deren CA nicht um Browser (per default oder nachträglich) installiert ist, kommt die altbekannte Warnmeldung “Dieser Verbindung wird nicht vertraut” – Der Nutzer muss das Zertifikat dann selbst prüfen und ihm quasi einmal das Vertrauen aussprechen. Die gleiche (oder bei manchen Browsern sehr ähnliche) Warnung bekommt ihr, wenn ein mittelloser Hacker euch zum Ziel einer man-in-the-middle-Attacke auserwählt hat, aber nicht im Besitz eines signierten Zertifikats ist.
Die Firmen im Besitz der standardmäßig mitgelieferten CAs verdienen also gutes Geld, weil sie der einzige Weg sind, einem DAU die vermeintlich sichere Nutzung der Seite ohne unverständliche Fehlermeldungen zu ermöglichen. Noch mehr Geld aber können sie natürlich damit verdienen, bösen Menschen Zertifikate für Domains auszustellen, die sie gar nicht besitzen.
So beispielsweise der iranischen Regierung, wenn diese gerne GMAIL-Verbindungen ihrer Bürger abhören möchte…
http://netzpolitik.org/2011/wie-der-iran-mit-hilfe-einer-niederlandischen-firma-gmail-abhorte/
Archiv des Autors:
Despotenfreund zu Besuch
Die evangelische Akademie Loccum lädt den iranischen Botschafter Ali Reza Sheikh Attar zu einer Veranstaltung ein – einen mutmaßlichen Mörder und Repräsentanten des iranischen Mullahregimes
VON M. BRUMLIK UND H. FUNKE
Der von Mullahs und Pasdaran beherrschte Iran, eine klerikalfaschistische Militärdiktatur, gehört zu den Top Five jener Länder, die Todesstrafen verhängen. Die oft mörderische Repression in den Gefängnissen, wie sie gegenwärtig zum Beispiel aus dem Evin-Gefängnis in Teheran berichtet wird, richtet sich auf die psychische und physische Zerstörung der den Folterknechten Überlassenen. Lies den Rest dieses Artikels
Obama wirbt per Video bei Iranern für Verständnis
Barack Obama trifft an diesem Mittwoch in Israel ein. Kurz vor dem Besuch, bei dem es auch um das Atomprogramm des Iran gehen wird, wendet sich US-Präsident per Videobotschaft an das iranische Volk. (Quelle)
Unverheiratet unter einem Dach
Im Iran leben immer mehr unverheiratete Paare zusammen, unter Missachtung der geltenden Gesetze. Eine Entwicklung, die der Staat nicht aufhalten kann, auch wenn das die religiösen Kräfte gerne täten. Yalda Zarbakhch informiert.
Der Iran ist ein Gottesstaat. Das islamische Recht ist allgegenwärtig und die Regierung setzt es mit drakonischen Strafen durch. Aber die strengen Gesetze kollidieren oft mit der Lebenswirklichkeit der Menschen. Vor allem junge Iranerinnen und Iraner suchen Wege, die ihren eigenen Lebensvorstellungen mehr entsprechen. Lies den Rest dieses Artikels
EU belegt iranische Internetkontrolleure mit Sanktionen
Die Europäische Union hat unter anderem die iranische Internetpolizei, Vertreter des staatlichen Medienapparats und Richter des Landes auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Das geht aus dem Amtsblatt der EU von heute hervor.
Die EU-Außenminister hatten gestern bei einem Treffen in Brüssel beschlossen, wegen „ernster Verstöße gegen die Menschenrechte“ eine Behörde und neun weitere Vertreter der Regierung in Teheran mit Strafmaßnahmen zu belegen. Lies den Rest dieses Artikels
Wassermangel führt zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Bauern

Wütende Bauern in Isfahan setzen Busse in Brand. Screenshot aus einem Video.
Ein anonymes YouTube-Video zeigt aufgebrachte Bauern, die im Westen von Isfahan (Iran) am Mittwoch, 27. Februar 2013, inmitten brennender Busse gegen die Wasserknappheit protestieren. Zuverlässige Quellen berichten von Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften, aber es ist schwierig, genauere Informationen zu erhalten und die staatlichen Medien bleiben stumm.
Ein anderes Video zeigt, dass nur einige Tage vorher einige Bauern während ihrer Proteste für einen Zugang zum Wasser, der für ihren Anbau lebensnotwendig ist, ein Wasserrohr zerstört haben und das Wasser des Flusses Zayandeh nach Yazd gebracht haben. Lies den Rest dieses Artikels
Internetsperren in Iran: Behörden schließen Schlupfloch gegen Zensur
Iranische Behörden blockieren VPN-Verbindungen – ein Tool, mit dem sich die umfassenden Internetsperren der Islamischen Republik umgehen ließen. Damit unterbinden Irans Machthaber vor der Wahl im Juni eine der letzten Ausfluchten aus der Zensur.
Dubai – Die iranischen Behörden perfektionieren ihre Kontrolle über das Internet: VPN-Verbindungen, die nicht registriert wurden, sind fortan gesperrt. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag. Mittels VPN-Verbindungen haben bisher viele Iraner die Internetzensur umgangen: Sperrte ein Filter des Regimes den Zugang zu “anstößigen oder kriminellen” Web-Angeboten, ließ er sich mit speziellen VPN-Tools (Virtual Private Network) austricksen. Denn durch VPN wird die Verbindung wie durch einen Tunnel auf einen Server im Ausland umgeleitet. Lies den Rest dieses Artikels
EU-Sanktionen treffen die Menschen im Iran
Die EU hat am Montag (15.10.) den Import von Erdgas aus dem Iran verboten – als Reaktion auf die stockenden Atomgespräche. Doch wer trägt die Last der Sanktionen: die Machthaber oder die Bevölkerung?
Die neuen Sanktionen der EU sollen das iranische Regime da treffen, wo es am meisten weh tut – im Energiesektor. Zusätzlich zum bereits bestehenden Ölembargo seit Juli 2012 ist nun auch der Gasimport verboten, obwohl die EU aus dem Iran derzeit kein Erdgas bezieht. Das umfassende Paket beinhaltet außerdem Geschäftsverbote mit 34 iranischen Unternehmen, die Verbindungen zur Regierung unterhalten.
Wen treffen die Sanktionen am härtesten?
Das Volk leidet. Das glaubt der iranische Wirtschaftsexperte Hassan Mansour. Die Sanktionen führten nicht zum Ziel: “Der Westen glaubt, dass mit der Verschärfung der Sanktionen das Leben des iranischen Volks unerträglicher werden und somit auch der Druck auf die Regierung größer würde.” Dies sei nach Mansour aber eine Fehlkalkulation, denn diktatorische Systeme – unter anderem auch das iranische – hören nicht auf das Volk. “Das Volk wird unter der enormen Last der Sanktionen zerdrückt. Die Menschen können nicht mehr für ihren Lebensunterhalt aufkommen. Und was macht das Staatsoberhaupt Khamenei? Er weicht keinen Schritt zurück.”
Dieselbe Position vertritt auch Mehrdad Emadi, Iran-Berater der Europäischen Union. Leidtragende seien die einfachen Menschen. Für die negative wirtschaftliche Entwicklung des Irans sieht er aber in erster Linie das iranische Regime selbst verantwortlich. Die Wirtschaftspolitik der Regierung und die fehlende Kontrolle bei Staatsausgaben hätten die verheerenden Probleme verursacht.
[Quelle: Deutsche Welle]
Festnahmen wegen Verdachts illegaler Iran-Lieferungen
Spezialventile waren offiziell für Abnehmer in der Türkei und Aserbaidschan bestimmt
Karlsruhe – Wegen des Verdachts illegaler Lieferungen für das iranische Atomprogramm haben deutsche Behörden vier Männer festgenommen. Sie sollen in den Jahren 2010 und 2011 an der Lieferung von Spezialventilen für den Bau eines Schwerwasserreaktors im Iran mitgewirkt und dadurch gegen das Iran-Embargo verstoßen haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch mit.
Offiziell seien die Ventile für Abnehmer in der Türkei und Aserbaidschan bestimmt gewesen. Die vier in Hamburg, Oldenburg und Weimar festgenommenen Deutschen, von denen drei auch die iranische Staatsbürgerschaft besitzen, sollen aber gewusst haben, dass es sich dabei um Tarnfirmen handelte, die die Ventile dann in den Iran weiter lieferten.
Israel geht von Vier-Wochen-Krieg gegen Iran aus
Israel konkretisiert seine Überlegungen für einen möglichen Militäranschlag gegen den Iran. Unumstritten sind die Pläne jedoch nicht. Sowohl das Militär als auch das Sicherheitskabinett sehen einen Krieg kritisch.
Jerusalem: Die israelische Regierung geht davon aus, dass ein Angriff auf die iranischen Atomanlagen in einen einmonatigen Konflikt münden würde. „Die Analysen deuten auf einen Krieg an mehreren Fronten hin, der 30 Tage dauern würde”, sagte Zivilschutz-Minister Matan Vilani der Zeitung “Maariv” (Mittwochausgabe). Er bestätigte die Einschätzung von Verteidigungsminister Ehud Barak, dass etwa 500 Israelis sterben dürften, wenn jeden Tag Hunderte Raketen auf die Städte des Landes niedergingen. „Es gibt keinen Anlass zur Hysterie”, sagte Vilani. Der Zivilschutz sei so gut vorbereitet wie nie zuvor.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Barak befürworten einem Zeitungsbericht vom Freitag zufolge einen Schlag gegen den Iran noch vor der US-Präsidentenwahl im November. Allerdings fehle beiden Politikern dazu die entscheidende Unterstützung sowohl im Militär als auch im Sicherheitskabinett.
Israel droht mit 30-Tage-Krieg
JERUSALEM – Laut israelischen Medienberichten können sich Ministerpräsident Netanjahu und Verteidigungsminister Barak derzeit einen Schlag gegen den Iran vorstellen, sogar noch vor der US-Präsidentenwahl im November. Mehr Einsatz im Iran-Konflikt erwartet Israel derweil auch von den USA.
Während der Botschafter seine Botschaft an die Obama-Regierung noch ein wenig diplomatisch verbrämte, wurde in Jerusalem der scheidende Zivilschutzminister Matan Vilnai sehr viel deutlicher. Die Regierung rechne damit, dass ein israelischer Angriff auf die iranischen Atomanlagen einen rund 30 Tage langen Krieg auslösen dürfte, in dem in Israel etwa 500 Menschen durch iranische Raketentreffer ums Leben kommen würden, sagte er der Zeitung Maariv. Die Streitkräfte seien darauf vorbereitet, an mehreren Fronten Krieg zu führen.
Obama ordnet im Atomstreit neue Sanktionen an
Die USA verschärfen ihre Sanktionen gegen den Iran. Präsident Barack Obama erließ eine Anordnung, die es Firmen aus anderen Ländern erschweren soll, iranisches Öl zu kaufen.
US-Präsident Barack Obama hat im Atomstreit mit dem Iran neue Sanktionen verhängt. Die Strafmaßnahmen zielten auf die chinesische Bank Kunlun und das irakische Kreditinstitut Elaf Islamic, die der Regierung in Teheran bei der Umgehung internationaler Sanktionen helfen würden, teilte das Weiße Haus am Dienstag in einer Stellungnahme mit. Lies den Rest dieses Artikels
Emirate beschneiden Irans Ölmacht
Die Straße von Hormus ist das Nadelöhr der globalen Ölwirtschaft. Teheran kann die Wasserstraße sperren und so seine Macht im Streit um das Atomprogramm des Landes ausspielen. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben deshalb eine Umleitung eingerichtet.
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben eine Pipeline in Betrieb genommen, über die sie im Falle einer Sperrung der Straße von Hormus weiter Öl exportieren könnten. Ein Regierungsbeamter sagte in Abu Dhabi, nach umfangreichen Tests sei erstmals Öl durch die 360 Kilometer lange Pipeline transportiert und nach Pakistan verschifft worden. Lies den Rest dieses Artikels
USA verschärfen Sanktionen gegen Iran
Die USA erhöhen im Atomstreit mit Iran den Druck auf Teheran: Das US-Finanzministerium kündigte weitere Strafmaßnahmen gegen das Regime an – mehreren Unternehmen und Einrichtungen soll der Geldhahn zugedreht werden.
Washington – In der Auseinandersetzung um das mutmaßliche iranische Atomwaffenprogramm haben die USA weitere Sanktionen gegen Teheran verhängt. Das US-Finanzministerium kündigte am Donnerstag Restriktionen gegen elf Unternehmen an, die Geschäftskontakte zum iranischen Verteidigungsministerium, der Revolutionsgarde und einer staatlichen Reederei unterhalten und damit dem Programm Vorschub leisten sollen. Lies den Rest dieses Artikels
Wegen Alkoholkonsum zum Tod verurteilt
Teheran (RPO). Zwei Männer aus dem Iran sollen hingerichtet werden, weil sie Alkohol getrunken haben. “Wir behandeln das Trinken von Alkohol als Schwerverbrechen”, erklärte ein Geistlicher. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.
“Die beiden Personen wurden zum dritten Mal des Konsumierens alkoholischer Getränke schuldig gesprochen und wurden zum Tode verurteilt”, sagte Hassan Schariati, das Oberhaupt der Justiz der Region Chorassan Rasawin im Nordosten des islamischen Landes am Sonntag.
“Das Todesurteil wird vollstreckt, sobald es vom Obersten Gerichtshof bestätigt ist”, sagte Schariati, ein Geistlicher, der iranischen Agentur Isna zufolge. “Wir behandeln das Trinken von Alkohol nicht anders als andere Gesetzesbrüche und betrachten es als Schwerverbrechen.”
Der Konflikt spitzt sich zu
BERLIN. (hpd) Der gestrige Angriff auf die britische Botschaft in Teheran erinnert sicherlich nicht nur zufällig und nicht nur mich an die Besetzung der US-amerikanischen Botschaft im Jahre 1979. Seinerzeit dauerte die Besetzung 444 Tage und wird für einen der Auslöser für das noch immer gestörte Verhältnis zwischen Iran und den USA gesehen.
von Jan Weber (30.11.2011)
Wie den gestern Abend den über die Fernsehbildschirme flimmernden Bildern zu entnehmen war, handelte es sich bei den erst Demonstrierenden und später die Botschaft Stürmenden keineswegs um die Studenten, wie sie aus den Unruhen nach der Wahlfälschung vor zwei Jahren bekannt sind. Bärtige und Hassparolen brüllende Basidji überrannten nicht nur sichtbar überforderte, sondern auch mit dem Mob sympatisierende Polizisten.
Die Stürmung der Botschaft hängt eng mit den aktuellen Verschärfungen der Saktionen gegen den Iran zusammen. Großbritannien hatte nach dem letzten Bericht der Internationalen Atombehörde alle Finanztransaktionen zum Iran unterbunden. Ähnlich verfuhr Kanada. Frankreich und Deutschland verhielten sich rückhaltender. [...]
Berlinale und Filmakademie zeigen Panahis neuen Film

Regisseur Jafar Panahi © dpa
Berlin (dpa) Mit einer Aufführung seines jüngsten Werks “This Is Not a Film” wird in Berlin an das Schicksal des zu Gefängnis verurteilten iranischen Filmemachers Jafar Panahi erinnert. Als öffentlichen Protest und als Anerkennung des Mutes iranischer Filmemacher zeigen die Berlinale und die Deutsche Filmakademie den Film von Panahi und Mojtaba Mirtahmasb am 9. November. Der Film, der keiner ist, zeige einen Tag im Leben von Panahi, der in seiner Heimat in monatelangem Hausarrest auf seine Verurteilung warten musste, teilte die Berlinale am Montag mit.
Der regimekritische Filmregisseur Panahi war in diesem Jahr Mitglied der Berlinale-Jury, durfte aber nicht nach Deutschland ausreisen. Zu der Filmvorführung werden neben Berlinale-Direktor Dieter Kosslick auch Fred Breinersdorfer, Projektleiter von Filmmakers in Prison, und Ali Samadi Ahadi, Regisseur des Dokumentarfilms “The Green Wave” erwartet. “Die Verurteilungen von Künstlern und Berufsverbote sind ein Verstoß gegen die Menschenrechte, die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst”, wird Kosslick zitiert. “Wir verurteilen dies aufs Schärfste und demonstrieren mit dieser Vorführung unsere Solidarität.”
[Quelle]
Iranischer Botschafter kommt nicht nach Neuhardenberg
“Nach heftigen Protesten gegen den für Sonnabend geplanten Auftritt des Iranischen Botschafters, Ali Reza Sheikh Attar, in Neuhardenberg, hat die Stiftung Schloss Neuhardenberg den Termin abgesagt.
Die Stiftung teilte heute mit, sie sehe sich angesichts der im Vorfeld laut gewordenen vehementen Vorwürfe nicht in der Lage, vor allem das Podiumsgespräch störungsfrei und mit der gebotenen Sicherheit für Podiumsgäste und Publikum abhalten zu können.
Es sollte die Akzeptanz der beiden Nationaldichter Hafiz und Goethe in ihren jeweiligen Ländern diskutiert werden. Unter anderem die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte hatte den geplanten Auftritt Attars verurteilt, da der Politiker ein “menschenverachtendes Regime” repräsentiere.”
[Quelle: MAZ]
Na, ein wenig über Geschäfte mit Iran reden?
Liebe Mitglieder, liebe Freunde,
Fragen zu dem aktuellen Stand der Deutsch-Iranischen Wirtschaftsbeziehungen und der Sanktionierung der Europäisch-Iranischen Handelsbank AG sind in unserer Kammer in diesen Wochen Hauptthemen unserer Arbeit. Aus diesem Grund laden wir Sie gern zu einem Business-Dinner ein, um den aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen und die daraus resultierenden Konsequenzen in einer gemütlichen Atmosphäre auszutauschen. Lies den Rest dieses Artikels
Bilder der Revolution
Die iranische Graphic Novel “Zahra’s Paradise”
In Iran im Juni 2009 verabredeten sich eine Million Iraner im Internet. Sie demonstrierten gegen Mahmud Ahmadinedschad und gegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen. Das Internet trägt den Protest in die Welt. Jeder kann jetzt sehen, wie der Gottesstaat zuschlägt. Doch die schlimmsten Bilder sind die, die man nicht sieht. Die zeigt die Internet-Graphic Novel “Zahra’s Paradise”, das Tagebuch einer Suche nach verschwundenen Kindern im Iran.
Amir, ein Exil-Iraner und Journalist, und Khalil, ein Araber, haben “Zahra’s Paradise” entwickelt und ins Netz gestellt. “Auch wenn wir nicht mehr im Iran leben, sind wir im ständigen Kontakt mit unseren Familien”, sagt Amir. “Unsere Familien wissen, dass wir sie nie im Stich lassen. In den vergangenen 30 Jahren haben wir gemeinsam der Islamischen Republik widerstanden. Wir wollen nicht, dass unsere Kultur getötet wird. Dagegen kämpfen wir an, genauso wie gegen das Lügen, das Morden, das Vergewaltigen. Unser Comic ‘Zahra’s Paradise’ ist ein Zeichen unserer Solidarität mit der grünen Revolution.”
Internet als Sprachrohr der Revolution
Im Netz wurde die Graphic Novel zum vielbeachteten Phänomen. Sie startete vier Tage nach dem Wahlbetrug mit 14.000 Klicks täglich. Jetzt erscheint sie in elf Sprachen als Buch. Jasmin Tabatabai verfolgt das Comic-Tagebuch seit 2010. “All diese Bilder, die uns 2009 so aufgebracht und die grüne Bewegung ins Ausland gebracht haben, hat es letzten Endes wegen des Internets gegeben. 1986 zum Beispiel wussten wir alle, wie die Islamische Republik tickt, es war eigentlch bekannt. Ich sage ‘eigentlich’, denn wenn dir die Bilder fehlen, kannst du dir den Mund fusselig reden. Das kommt nicht so an.”
Lies den Rest dieses Artikels
Iran Mahnwache Berlin
Heute gibt es wieder einige Bilder von der Iran Mahnwache auf dem Pariser Platz:
[Fotoquelle: Nicsbloghaus.org]
Wie der Iran mit Hilfe einer niederländischen Firma GMAIL abhörte
Can You Solve This?
Den Zugang zu Bildung verstehen die Menschen nicht nur hierzulande als ihr gutes Recht. Bildung und Ausbildung sind geradezu selbstverständlich, zumal sie beinahe kostenlos wahrgenommen werden.
Wer sich jedoch einmal selbst fragt, wo er stünde, hätte er nicht all die Möglichkeiten dieses Bildungssystems gehabt, versteht schnell, wie wichtig und essentiell Bildung für den persönlichen Werdegang, die eigene berufliche Situation und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist. Eine Verweigerung des Rechts auf Bildung hätte für jeden verheerende Konsequenzen.
Im Iran müssen sich junge Menschen jedoch genau mit dieser Realität abfinden: Systematisch wird ihnen der Zugang zu Universitäten verweigert. Und das nicht, weil es sie nicht gibt, sondern, weil diese jungen Menschen eine andere politische Meinung oder eine vermeintlich falsche religiöse Zugehörigkeit haben. Lies den Rest dieses Artikels
Ballons für den Iran
Am Rande der Wochenendaktion für Iran wurden auch Ballons mit der Botschaft “Freiheit für Iran” in den Himmel über Berlin fliegen gelassen.
Iran zensiert Klassiker “Chosrou und Schirin”
Irans Kulturministerium will nach mehr als acht Jahrhunderten ein berühmtes Liebesepos der persischen Literatur zensieren. Teile des Buchs “Chosrou und Schirin” sollen nach 831 Jahren verboten werden, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr. Das Ministerium habe den zuständigen Verlag gebeten, Passagen zu streichen, sagte Fariba Nabati vom Verlag Peydayesh, der das Liebesepos seit Jahren herausbringt.
Das Liebesdrama um Chosrou und Schirin wurde 1177 von Nesami Gandschawi geschrieben und 1180 veröffentlicht. Seitdem zählt es zu den berühmtesten Epen der persischen Literatur.
Der Verlag wollte das Layout für die achte Auflage ändern und schickte es an das Ministerium, um die Genehmigung für die Publikation zu erhalten, berichtete Nabati. Sie sei schockiert gewesen, als das Ministerium ihr mitteilte, dass Passagen zensiert werden müssen. Darunter sollen auch Satzteile sein wie “irgendwo hingehen, wo wir alleine sein können” oder “Hände halten”.
http://www.n-tv.de/politik/Iran-zensiert-Klassiker-article4053236.html
Muss man dazu noch etwas sagen?
“Auge-um-Auge”-Prinzip
Blindes Säureopfer im Iran verzichtet auf Vergeltung
Ameneh Bahrami aus dem Iran, die nach dem Säure-Attentat eines Verehrers blind ist, hat ihrem Peiniger verziehen und verzichtet auf Rache.
Teheran. Sie nimmt doch keine Rache! Die nach einem Säure-Attentat eines verschmähten Verehrers entstellte Iranerin Ameneh Bahrami hat laut Webseite des staatlichen Senders IRIB auf die Bestrafung ihres Peinigers verzichtet. Die umstrittene Bestrafung nach dem “Auge-um-Auge“-Prinzip, bei der die Frau ihren Peiniger mit ätzender Flüssigkeit blenden sollte, sei für Sonntag geplant gewesen. Aber Bahrami habe in letzter Sekunde auf die Vergeltung verzichtet, hieß es in dem Bericht. Lies den Rest dieses Artikels
Wohnungen für Flüchtlinge: Senat und Wohnungsunternehmen unterzeichnen Kooperationsvertrag
Berlin. Die städtischen Wohnungsunternehmen stellen zusätzlichen Wohnraum für Flüchtlinge bereit. Darauf haben sie sich mit Sozialsenatorin Carola Bluhm verständigt. Mit einem festen Kontingent von jährlich 275 Wohnungen wollen sie dazu beitragen, dass Flüchtlinge in Berlin möglichst schnell eigene Wohnungen beziehen können. Asylsuchende müssen die ersten sechs Wochen in einer Erstaufnahmeeinrichtung verbringen – das ist bundesgesetzlich festgelegt – und können danach in ein Wohnheim oder in eine eigene Wohnung ziehen.
In den vergangenen Monaten ist es angesichts gestiegener Flüchtlingszahlen und einem angespannteren Wohnungsmarkt für Asylsuchende schwieriger geworden, eine Wohnung auf dem freien Markt zu finden. Insgesamt 125 Einzimmer- und 150 Mehrzimmerwohnungen werden die sechs großen städtischen Wohnungsgesellschaften WBM, degewo, GESOBAU, STADT UND LAND, GEWOBAG sowie HOWOGE nun bereitstellen. Lies den Rest dieses Artikels
Frauenfußball in Iran
“Bei der nächsten WM sind wir dabei – mit Schleier”
FAZ.net: In Iran dürfen Spielerinnen nur streng verhüllt Fußball spielen. Auch Zuschauer sind verboten. Dennoch hoffen die Kickerinnen auf internationale Anerkennung.
In einem islamischen Land wie Iran, wo alle Frauen in der Öffentlichkeit verhüllt sein müssen, haben Fußballerinnen es nicht leicht. Sowohl im Training als auch bei Pflichtspielen müssen alle mit Schleier, langem Trikot und Trainingshose auflaufen. Diese ideologische Vorschrift hat erst kürzlich zum Streit mit dem Internationalen Fußball-Verband (Fifa) geführt. Wegen des islamischen Ganzkörper-Outfits wurde die iranische Frauenfußball-Nationalelf vom Olympia-Qualifikationsspiel in Jordanien ausgeschlossen.
Die Fifa verbietet aus Sicherheitsgründen das Tragen des sogenannten Hijab-Schals (Schleier). Damit platzte auch der Olympia-Traum von Nationalspielerin Katajun Chosrojar. „Klar ist das Outfit international nicht Standard, aber es muss doch einen Weg geben, damit auch wir Muslime international kicken können“, sagt die 23-Jährige. Der Rollkragen des Hijab-Schals sei natürlich gefährlich, sagt sie, aber das Problem könne man mit einem angemessenen Design mühelos lösen. [...]




