Die in Holland ansässige Firma Diginotar hat der iranischen Regierung offenbar zu einem SSL-Zertifikat verholfen, mit dem verschlüsselte SSL-Verbindungen zu Gmail abgehört werden konnten. (weiterlesen…)
Archiv des Autors:
Der Konflikt spitzt sich zu
BERLIN. (hpd) Der gestrige Angriff auf die britische Botschaft in Teheran erinnert sicherlich nicht nur zufällig und nicht nur mich an die Besetzung der US-amerikanischen Botschaft im Jahre 1979. Seinerzeit dauerte die Besetzung 444 Tage und wird für einen der Auslöser für das noch immer gestörte Verhältnis zwischen Iran und den USA gesehen.
von Jan Weber (30.11.2011)
Wie den gestern Abend den über die Fernsehbildschirme flimmernden Bildern zu entnehmen war, handelte es sich bei den erst Demonstrierenden und später die Botschaft Stürmenden keineswegs um die Studenten, wie sie aus den Unruhen nach der Wahlfälschung vor zwei Jahren bekannt sind. Bärtige und Hassparolen brüllende Basidji überrannten nicht nur sichtbar überforderte, sondern auch mit dem Mob sympatisierende Polizisten.
Die Stürmung der Botschaft hängt eng mit den aktuellen Verschärfungen der Saktionen gegen den Iran zusammen. Großbritannien hatte nach dem letzten Bericht der Internationalen Atombehörde alle Finanztransaktionen zum Iran unterbunden. Ähnlich verfuhr Kanada. Frankreich und Deutschland verhielten sich rückhaltender. [...]
Berlinale und Filmakademie zeigen Panahis neuen Film

Regisseur Jafar Panahi © dpa
Berlin (dpa) Mit einer Aufführung seines jüngsten Werks “This Is Not a Film” wird in Berlin an das Schicksal des zu Gefängnis verurteilten iranischen Filmemachers Jafar Panahi erinnert. Als öffentlichen Protest und als Anerkennung des Mutes iranischer Filmemacher zeigen die Berlinale und die Deutsche Filmakademie den Film von Panahi und Mojtaba Mirtahmasb am 9. November. Der Film, der keiner ist, zeige einen Tag im Leben von Panahi, der in seiner Heimat in monatelangem Hausarrest auf seine Verurteilung warten musste, teilte die Berlinale am Montag mit.
Der regimekritische Filmregisseur Panahi war in diesem Jahr Mitglied der Berlinale-Jury, durfte aber nicht nach Deutschland ausreisen. Zu der Filmvorführung werden neben Berlinale-Direktor Dieter Kosslick auch Fred Breinersdorfer, Projektleiter von Filmmakers in Prison, und Ali Samadi Ahadi, Regisseur des Dokumentarfilms “The Green Wave” erwartet. “Die Verurteilungen von Künstlern und Berufsverbote sind ein Verstoß gegen die Menschenrechte, die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst”, wird Kosslick zitiert. “Wir verurteilen dies aufs Schärfste und demonstrieren mit dieser Vorführung unsere Solidarität.”
[Quelle]
Iranischer Botschafter kommt nicht nach Neuhardenberg
“Nach heftigen Protesten gegen den für Sonnabend geplanten Auftritt des Iranischen Botschafters, Ali Reza Sheikh Attar, in Neuhardenberg, hat die Stiftung Schloss Neuhardenberg den Termin abgesagt.
Die Stiftung teilte heute mit, sie sehe sich angesichts der im Vorfeld laut gewordenen vehementen Vorwürfe nicht in der Lage, vor allem das Podiumsgespräch störungsfrei und mit der gebotenen Sicherheit für Podiumsgäste und Publikum abhalten zu können.
Es sollte die Akzeptanz der beiden Nationaldichter Hafiz und Goethe in ihren jeweiligen Ländern diskutiert werden. Unter anderem die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte hatte den geplanten Auftritt Attars verurteilt, da der Politiker ein “menschenverachtendes Regime” repräsentiere.”
[Quelle: MAZ]
Na, ein wenig über Geschäfte mit Iran reden?
Liebe Mitglieder, liebe Freunde,
Fragen zu dem aktuellen Stand der Deutsch-Iranischen Wirtschaftsbeziehungen und der Sanktionierung der Europäisch-Iranischen Handelsbank AG sind in unserer Kammer in diesen Wochen Hauptthemen unserer Arbeit. Aus diesem Grund laden wir Sie gern zu einem Business-Dinner ein, um den aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen und die daraus resultierenden Konsequenzen in einer gemütlichen Atmosphäre auszutauschen. Read the rest of this entry
Bilder der Revolution
Die iranische Graphic Novel “Zahra’s Paradise”
In Iran im Juni 2009 verabredeten sich eine Million Iraner im Internet. Sie demonstrierten gegen Mahmud Ahmadinedschad und gegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen. Das Internet trägt den Protest in die Welt. Jeder kann jetzt sehen, wie der Gottesstaat zuschlägt. Doch die schlimmsten Bilder sind die, die man nicht sieht. Die zeigt die Internet-Graphic Novel “Zahra’s Paradise”, das Tagebuch einer Suche nach verschwundenen Kindern im Iran.
Amir, ein Exil-Iraner und Journalist, und Khalil, ein Araber, haben “Zahra’s Paradise” entwickelt und ins Netz gestellt. “Auch wenn wir nicht mehr im Iran leben, sind wir im ständigen Kontakt mit unseren Familien”, sagt Amir. “Unsere Familien wissen, dass wir sie nie im Stich lassen. In den vergangenen 30 Jahren haben wir gemeinsam der Islamischen Republik widerstanden. Wir wollen nicht, dass unsere Kultur getötet wird. Dagegen kämpfen wir an, genauso wie gegen das Lügen, das Morden, das Vergewaltigen. Unser Comic ‘Zahra’s Paradise’ ist ein Zeichen unserer Solidarität mit der grünen Revolution.”
Internet als Sprachrohr der Revolution
Im Netz wurde die Graphic Novel zum vielbeachteten Phänomen. Sie startete vier Tage nach dem Wahlbetrug mit 14.000 Klicks täglich. Jetzt erscheint sie in elf Sprachen als Buch. Jasmin Tabatabai verfolgt das Comic-Tagebuch seit 2010. “All diese Bilder, die uns 2009 so aufgebracht und die grüne Bewegung ins Ausland gebracht haben, hat es letzten Endes wegen des Internets gegeben. 1986 zum Beispiel wussten wir alle, wie die Islamische Republik tickt, es war eigentlch bekannt. Ich sage ‘eigentlich’, denn wenn dir die Bilder fehlen, kannst du dir den Mund fusselig reden. Das kommt nicht so an.”
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Iran Mahnwache Berlin
Heute gibt es wieder einige Bilder von der Iran Mahnwache auf dem Pariser Platz:
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[Fotoquelle: Nicsbloghaus.org]
Can You Solve This?
Den Zugang zu Bildung verstehen die Menschen nicht nur hierzulande als ihr gutes Recht. Bildung und Ausbildung sind geradezu selbstverständlich, zumal sie beinahe kostenlos wahrgenommen werden.
Wer sich jedoch einmal selbst fragt, wo er stünde, hätte er nicht all die Möglichkeiten dieses Bildungssystems gehabt, versteht schnell, wie wichtig und essentiell Bildung für den persönlichen Werdegang, die eigene berufliche Situation und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist. Eine Verweigerung des Rechts auf Bildung hätte für jeden verheerende Konsequenzen.
Im Iran müssen sich junge Menschen jedoch genau mit dieser Realität abfinden: Systematisch wird ihnen der Zugang zu Universitäten verweigert. Und das nicht, weil es sie nicht gibt, sondern, weil diese jungen Menschen eine andere politische Meinung oder eine vermeintlich falsche religiöse Zugehörigkeit haben. Read the rest of this entry
Ballons für den Iran
Am Rande der Wochenendaktion für Iran wurden auch Ballons mit der Botschaft “Freiheit für Iran” in den Himmel über Berlin fliegen gelassen.
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Iran zensiert Klassiker “Chosrou und Schirin”
Irans Kulturministerium will nach mehr als acht Jahrhunderten ein berühmtes Liebesepos der persischen Literatur zensieren. Teile des Buchs “Chosrou und Schirin” sollen nach 831 Jahren verboten werden, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr. Das Ministerium habe den zuständigen Verlag gebeten, Passagen zu streichen, sagte Fariba Nabati vom Verlag Peydayesh, der das Liebesepos seit Jahren herausbringt.
Das Liebesdrama um Chosrou und Schirin wurde 1177 von Nesami Gandschawi geschrieben und 1180 veröffentlicht. Seitdem zählt es zu den berühmtesten Epen der persischen Literatur.
Der Verlag wollte das Layout für die achte Auflage ändern und schickte es an das Ministerium, um die Genehmigung für die Publikation zu erhalten, berichtete Nabati. Sie sei schockiert gewesen, als das Ministerium ihr mitteilte, dass Passagen zensiert werden müssen. Darunter sollen auch Satzteile sein wie “irgendwo hingehen, wo wir alleine sein können” oder “Hände halten”.
http://www.n-tv.de/politik/Iran-zensiert-Klassiker-article4053236.html
Muss man dazu noch etwas sagen?
“Auge-um-Auge”-Prinzip
Blindes Säureopfer im Iran verzichtet auf Vergeltung
Ameneh Bahrami aus dem Iran, die nach dem Säure-Attentat eines Verehrers blind ist, hat ihrem Peiniger verziehen und verzichtet auf Rache.
Teheran. Sie nimmt doch keine Rache! Die nach einem Säure-Attentat eines verschmähten Verehrers entstellte Iranerin Ameneh Bahrami hat laut Webseite des staatlichen Senders IRIB auf die Bestrafung ihres Peinigers verzichtet. Die umstrittene Bestrafung nach dem “Auge-um-Auge“-Prinzip, bei der die Frau ihren Peiniger mit ätzender Flüssigkeit blenden sollte, sei für Sonntag geplant gewesen. Aber Bahrami habe in letzter Sekunde auf die Vergeltung verzichtet, hieß es in dem Bericht. Read the rest of this entry
Wohnungen für Flüchtlinge: Senat und Wohnungsunternehmen unterzeichnen Kooperationsvertrag
Berlin. Die städtischen Wohnungsunternehmen stellen zusätzlichen Wohnraum für Flüchtlinge bereit. Darauf haben sie sich mit Sozialsenatorin Carola Bluhm verständigt. Mit einem festen Kontingent von jährlich 275 Wohnungen wollen sie dazu beitragen, dass Flüchtlinge in Berlin möglichst schnell eigene Wohnungen beziehen können. Asylsuchende müssen die ersten sechs Wochen in einer Erstaufnahmeeinrichtung verbringen – das ist bundesgesetzlich festgelegt – und können danach in ein Wohnheim oder in eine eigene Wohnung ziehen.
In den vergangenen Monaten ist es angesichts gestiegener Flüchtlingszahlen und einem angespannteren Wohnungsmarkt für Asylsuchende schwieriger geworden, eine Wohnung auf dem freien Markt zu finden. Insgesamt 125 Einzimmer- und 150 Mehrzimmerwohnungen werden die sechs großen städtischen Wohnungsgesellschaften WBM, degewo, GESOBAU, STADT UND LAND, GEWOBAG sowie HOWOGE nun bereitstellen. Read the rest of this entry
Frauenfußball in Iran
“Bei der nächsten WM sind wir dabei – mit Schleier”
FAZ.net: In Iran dürfen Spielerinnen nur streng verhüllt Fußball spielen. Auch Zuschauer sind verboten. Dennoch hoffen die Kickerinnen auf internationale Anerkennung.
In einem islamischen Land wie Iran, wo alle Frauen in der Öffentlichkeit verhüllt sein müssen, haben Fußballerinnen es nicht leicht. Sowohl im Training als auch bei Pflichtspielen müssen alle mit Schleier, langem Trikot und Trainingshose auflaufen. Diese ideologische Vorschrift hat erst kürzlich zum Streit mit dem Internationalen Fußball-Verband (Fifa) geführt. Wegen des islamischen Ganzkörper-Outfits wurde die iranische Frauenfußball-Nationalelf vom Olympia-Qualifikationsspiel in Jordanien ausgeschlossen.
Die Fifa verbietet aus Sicherheitsgründen das Tragen des sogenannten Hijab-Schals (Schleier). Damit platzte auch der Olympia-Traum von Nationalspielerin Katajun Chosrojar. „Klar ist das Outfit international nicht Standard, aber es muss doch einen Weg geben, damit auch wir Muslime international kicken können“, sagt die 23-Jährige. Der Rollkragen des Hijab-Schals sei natürlich gefährlich, sagt sie, aber das Problem könne man mit einem angemessenen Design mühelos lösen. [...]
Terre des femmes: Iranische Sportjournalistin verschwunden

Seit dem 17. Juni 2011 ist die iranische Sportjournalistin Maryam Majd verschwunden. Sie befand sich bereits auf dem Weg nach Deutschland, wo sie die Spiele der Frauen-Fußballweltmeisterschaft besuchen und dokumentieren wollte. Als Maryam Majd in Deutschland allerdings nicht aus dem Flugzeug stieg, schlug ihre deutsche Gastgeberin Petra Landers, ehemalige Fußballnationalspielerin, Alarm und informierte das Auswärtige Amt über das Verschwinden der iranischen Journalistin. Beteiligen auch Sie sich an der Protestaktion!
Mittlerweile ist auch von offizieller Seite bestätigt, dass Maryam Majd verhaftet und in das Teheraner Gefängnis von Evin gebracht worden ist. Zu den näheren Umständen und den Gründen ihrer Verhaftung ist allerdings immer noch nichts bekannt.
Maryam Majd ist in ihrer Heimat nicht nur für ihre sportjounalistische Arbeit sondern auch für ihr Engagement für Frauenrechte bekannt. So arbeitet die Journalistin für eine Kampagne, die Frauen den uneingeschränkten Zugang zu Sportstadien ermöglichen will. Bisher dürfen Frauen im Iran nur Veranstaltungen des Frauensports besuchen.
Die Internetplattform Women Living under Muslim Law hat eine Protestaktion gestartet, mit der sie die sofortige Freilassung von Maryam Majd erwirken will. TERRE DES FEMMES unterstützt die Forderung nach der Freilassung von Maryam Majd.
Fordern Sie Maryam Majds Freilassung!
Hier kommen Sie direkt zum Online-Formular der Protestaktion.
Erfahren Sie mehr über Maryam Majd und die Situation im Iran in einem ZDF-Beitrag!
Iran 2011 – 3. Internationales Investitionsforum in Tabriz, Ost Aserbeidschan endet mit hohem Abschlussvolumen
Pressemitteilung von: German Global Trade Forum Berlin
Berlin/Tabriz/Baku: Sanktionen Beleben. Nicht nur die Wirtschaft. Die soeben beendete 3. internationale Investitions- und Kooperationskonferenz in der nordiranischen Metropole Tabriz, Provinzhauptstadt von Ost Aserbeidschan, wird nicht nur den über 300 ausländischen Unternehmensvertretern und ihren mehr als 1200 iranischen Gesprächspartnern aus Unternehmen, Politik und Gesellschaft als besonderes Ereignis in Erinnerung bleiben. Sie hat für die vielen Teilnehmer aus Asien, Europa und Südamerika eine Signalwirkung. Dabei stehen nicht allein das beachtliche Abschlussvolumen von 2 Milliarden US-Dollar im Fokus des Interesses oder die dynamische Wirtschaftsentwicklung, die nächstes Jahr im Mai auch von einer ganz anderen Seite unterstrichen wird, wenn in (Nord-) Aserbaidschans Hauptstadt Baku der European Song Contest die enge Nachbarschaft zwischen Europa, seinen Anrainerstaaten und dem Iran deutlich machen wird. Vielmehr zeichnet sich eine spürbare Hinwendung des Irans zu einer pragmatischen Wirtschaftspolitik ab, die international nicht nur wettbewerbsfähig ist, sondern aufgrund der garantierten Gewinne für genehmigte Direktinvestitionen ihres gleichen sucht. Durch die Errichtung der Aras Commercial Industries Free Zone im nördlichen Grenzgebiet von Ost Aserbaidschan werden internationalen Investoren nicht nur Anreize im logistischen Sektor geboten. Vielmehr dynamisiert der Iran seine derzeit vornehmlich durch Investoren aus der Region geprägten Direktinvestitionen in sein Land. Tabriz profiliert sich gegenüber internationalen Investoren dabei als erste und möglichst beste Adresse. Ansätze dafür, dass sich Anspruch und Wirklichkeit weiter annähern, sind durchaus vorhanden.[...]
kompletten Artikel lesen: www.openpr.de
Anonymous gelingt Angriff auf iranisches Außenministerium
Dem Anonymous-Netzwerk ist es offenbar gelungen, einen Servers des iranischen Außenministeriums zu kapern. Die Aktivisten wollen damit die Unterstützung der iranischen Opposition demonstrieren.
Im Iran herrsche ein “barbarisches” Regime und man sei dessen “miese Lügen” leid, sagte ein Aktivist mit Pseudonym “Arash” gegenüber dem Nachrichtenmagazin ‘Focus’. Dieser hatte seit Wochen eine “größere Aktion” gegen die islamische Regierung angekündigt. Bei ihrem aktuellen Angriff stahlen Anonymous-Unterstützer rund 10.000 E-Mails.[...]
http://weblauscher.blogspot.com/2011/06/anonymous-gelingt-angriff-auf.html
Iran Mahnwache auf dem Pariser Platz

Alle Fotos gibt es im Bloghaus.
DETAINED HUMAN RIGHTS ACTIVIST RISKS TORTURE
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Women’s rights activist Maryam Bahreman was arrested on 11 May 2011 by security officials, believed to be from the Ministry of Intelligence, who searched her home for three hours and then took her away as well as some of her personal possessions. She is at risk of torture or other ill-treatment. Amnesty International considers her to be a prisoner of conscience, held solely for the peaceful exercise of her rights to freedom of expression and association.
Maryam Bahreman is a member of the One Million Signatures Campaign, also known as the Campaign for Equality, in the city of Shiraz, and was also General Secretary of Pars Women’s Organization (Sazman-e Zanan Pars), which was closed in 2007. She attended the 55th session of the UN Commission on the Status of Women, in New York in February-March 2011, where she spoken publicly on “Information and Communications Technologies in Iran from a gender perspective”. Shortly before her arrest, she had written a letter addressed to opposition leader Mir Hossein Mousavi, and his wife, political activist Zahra Rahnevard, on her blog which condemned their continuing house arrest.
The officials who arrested her had an arrest warrant issued by the Revolutionary Court in Shiraz which apparently accused her of “acting against state security”. Maryam Bahreman’s whereabouts are unknown and she is believed to be held in conditions amounting to an enforced disappearance. Her family has had no news from her since her arrest. Read the rest of this entry
Nasrin Sotoudeh’s Brief an ihren Sohn Nima
geschrieben auf Papiertaschentüchern. März 2011
With special thanks to Petra Plötz – for German translation International Campaign in support of Nasrin Sotoudeh facebook.com/NasrinSotoudeh
Mein lieber Nima,
es ist so schwer, Dir zu schreiben. Du bist so klein und unschuldig, dass ich es nicht übers Herz bringe, Dir zu erzählen, von wo ich Dir gerade schreibe. Wie könnte ich auch, wo Du doch keine Vorstellung hast, was ein Gefängnis bedeutet, oder eine Verhaftung. Verurteilung, Gerichtshof, Ungerechtigkeit, Zensur, Unterdrückung oder aber Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit für alle? Wie könnte ich, wenn all dies in Deinen unschuldigen Gedanken nicht existiert?
Wie kann ich zu Dir sprechen, zu Dir, als Kind und nicht als ob Du ein Erwachsener wärest? Wie kann ich Dir erklären, dass es nicht in meiner Hand liegt, zu entscheiden, zu Dir zurückzukehren. Könnte ich, würde ich sofort losfliegen, um bei Dir zu sein. Du hast Deinem Vater aufgetragen, mir zu sagen, dass ich nun meine Arbeit beenden und nach Hause kommen soll. Wie kann ich Dir sagen, dass es nicht meine Arbeit ist, die mich nicht in Deiner Nähe sein lassen wird? Das ist richtig, Nima, keine „Arbeit“ erlaubt es, mich solange von Dir fern zu halten. Keine „Arbeit“ der Welt hat das Recht, mich an den Punkt zu bringen, die Rechte meiner Kinder nicht mehr zu sehen. Keine „Arbeit“ der Welt hat das Recht zu entscheiden, dass ich in den letzten sechs Monaten meine Kinder nur ein einziges Mal für eine Stunde sehen durfte. Was soll ich Dir sagen, mein liebes Kind? Als Du mich in der letzten Woche fragtest, „Maman, wann kommst Du nach Hause?“, musste ich antworten während die wachhabenden Gefängniswärter mir gegenüber standen, „Meine Arbeit dauert noch etwas länger, ich bin erst später zurück“. Dann hast Du zum Einverständnis Deinen kleinen Kopf geschüttelt, meine Hände genommen und mit Deinen kleinen Lippen meine Hände geküsst. Read the rest of this entry
blogintern
Seit heute gibt es ein Impressum im Blog sowie in der Seitenleiste einen Kalender.
Wer immer Termine hat, von denen er meint, diese könnten für Andere hilfreich sein: unter dem Kalender gibt es einen Link, mit dem man Termine anmelden kann. (die Termine werden von uns freigegeben und sollten schon irgendetwas mit dem Thema des Blogs zu tun haben
Aufklärung zur Abschiebung eines Iraners in den Iran
Vor einigen Tagen berichtete ich über die Abschiebung eines Iraners in sein Heimatland. Inzwischen hat das Netzwerk recherchiert und Lutz konnte heute (bei Facebook) vermelden:
…es hat etwas gedauert, ehe wir jetzt weitere Infos nachreichen wollen. Der Sachverhalt ist etwas anders, als wir alle vermutet haben.
Der Iraner ist freiwillig in den Iran ausgeflogen. Er hat den kompletten Rechtsweg bestritten. Seine Rückführung erfolgte mit seinem Einverständnis. Er ist keiner, der seit 2009 in die Bundesrepublik gekommen ist. Bei ihm liegen auch keine politischen Aktivitäten vor, er unterliegt auch keiner Verfolgung wegen politischer, religöser oder ähnlicher Gründe.
Wir werden diesen Vorgang nicht weiter verfolgen.
Panahi-Film in Cannes
SPON: Eingesperrt – und trotzdem im Kino präsent: Bei den Filmfestspielen von Cannes, die am 11. Mai starten, wird in einer Spezialvorführung der neue Film des gefeierten und verfolgten iranischen Regisseur Jafar Panahi gezeigt.
Schon auf der letzten Berlinale war die Solidarität mit ihm enorm, jetzt erhält der iranische Filmemacher auf einem weiteren großen europäischen Filmfestival Unterstützung: Der neue Film des zu jahrelanger Haft verurteilten Dschafar Panahi wird beim Festival in Cannes gezeigt. “In Film Nist” (“Dies ist kein Film”) sei für eine Spezialvorstellung ausgewählt worden, teilten die Organisatoren am Samstag mit. [...]
NEGATIV: Zwei Filme der iranischen Regisseure Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof erreichten in den letzten Tagen das Festival. Die Regisseure befinden sich gerade für sechs Jahre in Haft, und haben für die nächsten 20 Jahre Berufsverbot. Read the rest of this entry
Reuters: Cannes film festival honors jailed Iran directors
PARIS (Reuters) – Jailed Iranian film directors Jafar Panahi and Mohammad Rasoulof will be honored at the Cannes film festival this year, organizers said on Sunday.
Rasoulof’s “Good Bye” — the story of a young Tehran lawyer trying to get a visa to leave Iran, and “This is not a film” — Panahi’s depiction of a day in his life as he waits for the verdict of a court appeal, will be shown at the festival, they said. Read the rest of this entry
Neue Links in der Blogroll
In der Blogroll bzw. in der Linkliste gibt es nun auch die zu Amnesty International:
Sie lieben uns weil wir sie lieben
Ich weiß nicht, was die Online-Redaktion von n-tv geritten hat, als sie einen Artikel unkommentiert einstellten, in dem dem Verbrecher aus der Podbielskiallee ein Forum gegeben wird.
Unter der Überschrift “Iran liebt Deutschland” läßt n-tv den iranischen Botschafter in Deutschland, Ali-Resa Scheikhattar zu Wort kommen:
Deutschland sei das Lieblingsland des Irans in der Europäischen Union, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. “Iran fühlt sich wohler im Dialog mit Deutschland als mit den anderen EU-Staaten”, sagte Scheikhattar. Außerdem wolle Berlin gar nicht “manche der (anti-iranischen) Entscheidungen der EU akzeptieren, ist aber dazu gezwungen”.
Als Begründung führt er an:
…wegen der Geschichte Deutschlands im Zweiten Weltkrieg müssen die Deutschen dem Druck der zionistischen (jüdischen) Lobbys nachgeben und sich den Sanktionen anschließen…
Und das steht unkommentiert auf einer deutschen Newsplattform! Das ist für mich ein doppelter Skandal. Einmal, dass dieser Verbrecher überhaupt zu Wort kommt resp. zitiert wird und dann noch der antisemitische Schlag dabei.
Es ist widerlich, wie sich hier eine Nachrichtenagentur vor dem Karren des islamistischen Regimes spannen läßt.
Aber woher der Wind weht, der n-tv diese Zeilen drucken läßt, zeigt sich am Ende des (kurzen) Artikels:
Ahmadinejad wird öffentlich demontiert

Mahmoud Ahmadinejad (Foto: Wikipedia)
Wie der Standard meldet, gibt es zwischen dem aufgrund von Wahlfälschung amtierenden Präsidenten der IR Iran und dem sog. “geistlichen Führer”, Ali Khamenei immer stärkere Spannungen.
Darauf dass Mahmud Ahmadi-Nejad die nächsten zwei Jahre, bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit, Regierungschef bleibt, will im Iran im Moment keiner eine Wette abschließen.
Dieses gerade vor den Augen der Weltöffentlichkeit stattgefundene Hin und Her um den Rücktritt des Geheimdienst- und Informationsministers Heydar Moslehi spricht eine deutliche Sprache. Zumindest für die, die sich mit der Innenpolitik des Iran auseinander setzen.
Hier eine kleine Chronologie der Ereignisse (alle Links gehen zu Julias Blog):
- Iranischer Geheimdienstminister tritt zurück
- Khamenei setzt Geheimdienstminister wieder ein
- Khamenei stellt sich hinter seinen Ex- und Wieder-Geheimdienstminister
- Irans Generalstaatsanwalt kritisiert Mahmoud Ahmadinejad
- Die Affäre Moslehi zieht weiter Kreise
- Khamenei: „Islamische Republik ist nicht gespalten“
Zweierlei wird dadurch klar: Read the rest of this entry
Teheran im Bauch
Oldenburger Lokalteil: Mathias Kopetzki, Jahrgang 1973, wuchs in Hude auf und machte in Oldenburg sein Abitur. Erst nach und nach entschlüsselte er das Geheimnis seiner Herkunft. Sein leiblicher Vater ist Iraner und nahm irgendwann, als Mathias längst erwachsen war, Kontakt zu seinem Sohn auf. Über diese späte Begegnung mit seinem Vater und seiner Familie in Teheran hat Mathias das Buch “Teheran im Bauch – Wie meines Vaters Land mich fand” geschrieben, das am 25. April erscheint. Der Oldenburger Lokalteil druckt einen Auszug mit Lokalkolorit.
Der Wind blies mir in den Mantel und auf dem Bahnhofsvorplatz roch es nach Schnee. Saeed trug einen Parker, hatte einen buschigen Schnurrbart. Seine Halbglatze glänzte mir entgegen, da er die Mütze abnahm, um mich zu begrüßen. Offensichtlich kannte er mein Aussehen. Am liebsten wäre ich umgekehrt.
,,Salaam, Mathias!”, rief er und drückte mich an sich.
Er stank nach Rauch und Schweiß. Mehr aus Höflichkeit erwiderte ich seine Umarmung.
Er starrte mich an. ,,Ich habe dich sofort erkannt, du siehst deinem Vater sehr ähnlich – wie bei ihm wachsen deine Augenbrauen zusammen! Im Iran ein Zeichen männlicher Schönheit!” Read the rest of this entry









