Archiv des Autors:

Despotenfreund zu Besuch

Die evangelische Akademie Loccum lädt den iranischen Botschafter Ali Reza Sheikh Attar zu einer Veranstaltung ein – einen mutmaßlichen Mörder und Repräsentanten des iranischen Mullahregimes

VON M. BRUMLIK UND H. FUNKE
Der von Mullahs und Pasdaran beherrschte Iran, eine klerikalfaschistische Militärdiktatur, gehört zu den Top Five jener Länder, die Todesstrafen verhängen. Die oft mörderische Repression in den Gefängnissen, wie sie gegenwärtig zum Beispiel aus dem Evin-Gefängnis in Teheran berichtet wird, richtet sich auf die psychische und physische Zerstörung der den Folterknechten Überlassenen. Lies den Rest dieses Artikels

Obama wirbt per Video bei Iranern für Verständnis

Barack Obama trifft an diesem Mittwoch in Israel ein. Kurz vor dem Besuch, bei dem es auch um das Atomprogramm des Iran gehen wird, wendet sich US-Präsident per Videobotschaft an das iranische Volk. (Quelle)

Unverheiratet unter einem Dach

Im Iran leben immer mehr unverheiratete Paare zusammen, unter Missachtung der geltenden Gesetze. Eine Entwicklung, die der Staat nicht aufhalten kann, auch wenn das die religiösen Kräfte gerne täten. Yalda Zarbakhch informiert.

Der Iran ist ein Gottesstaat. Das islamische Recht ist allgegenwärtig und die Regierung setzt es mit drakonischen Strafen durch. Aber die strengen Gesetze kollidieren oft mit der Lebenswirklichkeit der Menschen. Vor allem junge Iranerinnen und Iraner suchen Wege, die ihren eigenen Lebensvorstellungen mehr entsprechen. Lies den Rest dieses Artikels

EU belegt iranische Internetkontrolleure mit Sanktionen

Die Europäische Union hat unter anderem die iranische Internetpolizei, Vertreter des staatlichen Medienapparats und Richter des Landes auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Das geht aus dem Amtsblatt der EU von heute hervor.

Die EU-Außenminister hatten gestern bei einem Treffen in Brüssel beschlossen, wegen „ernster Verstöße gegen die Menschenrechte“ eine Behörde und neun weitere Vertreter der Regierung in Teheran mit Strafmaßnahmen zu belegen. Lies den Rest dieses Artikels

Wassermangel führt zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Bauern

Wütende Bauern in Isfahan setzen Busse in Brand. Screenshot aus einem Video.

Wütende Bauern in Isfahan setzen Busse in Brand. Screenshot aus einem Video.

Ein anony­mes YouTube-Video zeigt auf­ge­brachte Bauern, die im Westen von Isfahan (Iran) am Mittwoch, 27. Februar 2013, inmit­ten bren­nen­der Busse gegen die Wasserknappheit pro­tes­tie­ren. Zuverlässige Quellen berich­ten von Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften, aber es ist schwie­rig, genauere Informationen zu erhal­ten und die staat­li­chen Medien blei­ben stumm.

Ein ande­res Video zeigt, dass nur einige Tage vor­her einige Bauern wäh­rend ihrer Proteste für einen Zugang zum Wasser, der für ihren Anbau lebens­not­wen­dig ist, ein Wasserrohr zer­stört haben und das Wasser des Flusses Zayandeh nach Yazd gebracht haben. Lies den Rest dieses Artikels

Internetsperren in Iran: Behörden schließen Schlupfloch gegen Zensur

Iranische Behörden blockieren VPN-Verbindungen – ein Tool, mit dem sich die umfassenden Internetsperren der Islamischen Republik umgehen ließen. Damit unterbinden Irans Machthaber vor der Wahl im Juni eine der letzten Ausfluchten aus der Zensur.

Dubai – Die iranischen Behörden perfektionieren ihre Kontrolle über das Internet: VPN-Verbindungen, die nicht registriert wurden, sind fortan gesperrt. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag. Mittels VPN-Verbindungen haben bisher viele Iraner die Internetzensur umgangen: Sperrte ein Filter des Regimes den Zugang zu “anstößigen oder kriminellen” Web-Angeboten, ließ er sich mit speziellen VPN-Tools (Virtual Private Network) austricksen. Denn durch VPN wird die Verbindung wie durch einen Tunnel auf einen Server im Ausland umgeleitet. Lies den Rest dieses Artikels

EU-Sanktionen treffen die Menschen im Iran

Die EU hat am Montag (15.10.) den Import von Erdgas aus dem Iran verboten – als Reaktion auf die stockenden Atomgespräche. Doch wer trägt die Last der Sanktionen: die Machthaber oder die Bevölkerung?

Die neuen Sanktionen der EU sollen das iranische Regime da treffen, wo es am meisten weh tut – im Energiesektor. Zusätzlich zum bereits bestehenden Ölembargo seit Juli 2012 ist nun auch der Gasimport verboten, obwohl die EU aus dem Iran derzeit kein Erdgas bezieht. Das umfassende Paket beinhaltet außerdem Geschäftsverbote mit 34 iranischen Unternehmen, die Verbindungen zur Regierung unterhalten.

Wen treffen die Sanktionen am härtesten?

Das Volk leidet. Das glaubt der iranische Wirtschaftsexperte Hassan Mansour. Die Sanktionen führten nicht zum Ziel: “Der Westen glaubt, dass mit der Verschärfung der Sanktionen das Leben des iranischen Volks unerträglicher werden und somit auch der Druck auf die Regierung größer würde.” Dies sei nach Mansour aber eine Fehlkalkulation, denn diktatorische Systeme – unter anderem auch das iranische – hören nicht auf das Volk. “Das Volk wird unter der enormen Last der Sanktionen zerdrückt. Die Menschen können nicht mehr für ihren Lebensunterhalt aufkommen. Und was macht das Staatsoberhaupt Khamenei? Er weicht keinen Schritt zurück.”

Dieselbe Position vertritt auch Mehrdad Emadi, Iran-Berater der Europäischen Union. Leidtragende seien die einfachen Menschen. Für die negative wirtschaftliche Entwicklung des Irans sieht er aber in erster Linie das iranische Regime selbst verantwortlich. Die Wirtschaftspolitik der Regierung und die fehlende Kontrolle bei Staatsausgaben hätten die verheerenden Probleme verursacht.

[Quelle: Deutsche Welle]

Festnahmen wegen Verdachts illegaler Iran-Lieferungen

Spezialventile waren offiziell für Abnehmer in der Türkei und Aserbaidschan bestimmt

Karlsruhe – Wegen des Verdachts illegaler Lieferungen für das iranische Atomprogramm haben deutsche Behörden vier Männer festgenommen. Sie sollen in den Jahren 2010 und 2011 an der Lieferung von Spezialventilen für den Bau eines Schwerwasserreaktors im Iran mitgewirkt und dadurch gegen das Iran-Embargo verstoßen haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Offiziell seien die Ventile für Abnehmer in der Türkei und Aserbaidschan bestimmt gewesen. Die vier in Hamburg, Oldenburg und Weimar festgenommenen Deutschen, von denen drei auch die iranische Staatsbürgerschaft besitzen, sollen aber gewusst haben, dass es sich dabei um Tarnfirmen handelte, die die Ventile dann in den Iran weiter lieferten.

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Israel geht von Vier-Wochen-Krieg gegen Iran aus

Israel konkretisiert seine Überlegungen für einen möglichen Militäranschlag gegen den Iran. Unumstritten sind die Pläne jedoch nicht. Sowohl das Militär als auch das Sicherheitskabinett sehen einen Krieg kritisch.

Jerusalem: Die israelische Regierung geht davon aus, dass ein Angriff auf die iranischen Atomanlagen in einen einmonatigen Konflikt münden würde. „Die Analysen deuten auf einen Krieg an mehreren Fronten hin, der 30 Tage dauern würde”, sagte Zivilschutz-Minister Matan Vilani der Zeitung “Maariv” (Mittwochausgabe). Er bestätigte die Einschätzung von Verteidigungsminister Ehud Barak, dass etwa 500 Israelis sterben dürften, wenn jeden Tag Hunderte Raketen auf die Städte des Landes niedergingen. „Es gibt keinen Anlass zur Hysterie”, sagte Vilani. Der Zivilschutz sei so gut vorbereitet wie nie zuvor.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Barak befürworten einem Zeitungsbericht vom Freitag zufolge einen Schlag gegen den Iran noch vor der US-Präsidentenwahl im November. Allerdings fehle beiden Politikern dazu die entscheidende Unterstützung sowohl im Militär als auch im Sicherheitskabinett.

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Israel droht mit 30-Tage-Krieg

JERUSALEM – Laut israelischen Medienberichten können sich Ministerpräsident Netanjahu und Verteidigungsminister Barak derzeit einen Schlag gegen den Iran vorstellen, sogar noch vor der US-Präsidentenwahl im November. Mehr Einsatz im Iran-Konflikt erwartet Israel derweil auch von den USA.

Während der Botschafter seine Botschaft an die Obama-Regierung noch ein wenig diplomatisch verbrämte, wurde in Jerusalem der scheidende Zivilschutzminister Matan Vilnai sehr viel deutlicher. Die Regierung rechne damit, dass ein israelischer Angriff auf die iranischen Atomanlagen einen rund 30 Tage langen Krieg auslösen dürfte, in dem in Israel etwa 500 Menschen durch iranische Raketentreffer ums Leben kommen würden, sagte er der Zeitung Maariv. Die Streitkräfte seien darauf vorbereitet, an mehreren Fronten Krieg zu führen.

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Obama ordnet im Atomstreit neue Sanktionen an

Die USA verschärfen ihre Sanktionen gegen den Iran. Präsident Barack Obama erließ eine Anordnung, die es Firmen aus anderen Ländern erschweren soll, iranisches Öl zu kaufen.

US-Präsident Barack Obama hat im Atomstreit mit dem Iran neue Sanktionen verhängt. Die Strafmaßnahmen zielten auf die chinesische Bank Kunlun und das irakische Kreditinstitut Elaf Islamic, die der Regierung in Teheran bei der Umgehung internationaler Sanktionen helfen würden, teilte das Weiße Haus am Dienstag in einer Stellungnahme mit. Lies den Rest dieses Artikels

Emirate beschneiden Irans Ölmacht

Die Straße von Hormus ist das Nadelöhr der globalen Ölwirtschaft. Teheran kann die Wasserstraße sperren und so seine Macht im Streit um das Atomprogramm des Landes ausspielen. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben deshalb eine Umleitung eingerichtet.

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben eine Pipeline in Betrieb genommen, über die sie im Falle einer Sperrung der Straße von Hormus weiter Öl exportieren könnten. Ein Regierungsbeamter sagte in Abu Dhabi, nach umfangreichen Tests sei erstmals Öl durch die 360 Kilometer lange Pipeline transportiert und nach Pakistan verschifft worden. Lies den Rest dieses Artikels

USA verschärfen Sanktionen gegen Iran

Die USA erhöhen im Atomstreit mit Iran den Druck auf Teheran: Das US-Finanzministerium kündigte weitere Strafmaßnahmen gegen das Regime an – mehreren Unternehmen und Einrichtungen soll der Geldhahn zugedreht werden.

Washington – In der Auseinandersetzung um das mutmaßliche iranische Atomwaffenprogramm haben die USA weitere Sanktionen gegen Teheran verhängt. Das US-Finanzministerium kündigte am Donnerstag Restriktionen gegen elf Unternehmen an, die Geschäftskontakte zum iranischen Verteidigungsministerium, der Revolutionsgarde und einer staatlichen Reederei unterhalten und damit dem Programm Vorschub leisten sollen. Lies den Rest dieses Artikels

Wegen Alkoholkonsum zum Tod verurteilt

Teheran (RPO). Zwei Männer aus dem Iran sollen hingerichtet werden, weil sie Alkohol getrunken haben. “Wir behandeln das Trinken von Alkohol als Schwerverbrechen”, erklärte ein Geistlicher. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

“Die beiden Personen wurden zum dritten Mal des Konsumierens alkoholischer Getränke schuldig gesprochen und wurden zum Tode verurteilt”, sagte Hassan Schariati, das Oberhaupt der Justiz der Region Chorassan Rasawin im Nordosten des islamischen Landes am Sonntag.

“Das Todesurteil wird vollstreckt, sobald es vom Obersten Gerichtshof bestätigt ist”, sagte Schariati, ein Geistlicher, der iranischen Agentur Isna zufolge. “Wir behandeln das Trinken von Alkohol nicht anders als andere Gesetzesbrüche und betrachten es als Schwerverbrechen.”

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Der Konflikt spitzt sich zu

BERLIN. (hpd) Der gest­rige Angriff auf die bri­ti­sche Botschaft in Teheran erin­nert sicher­lich nicht nur zufäl­lig und nicht nur mich an die Besetzung der US-amerikanischen Botschaft im Jahre 1979. Seinerzeit dau­erte die Besetzung 444 Tage und wird für einen der Auslöser für das noch immer gestörte Verhältnis zwi­schen Iran und den USA gese­hen.

von Jan Weber (30.11.2011)

Wie den ges­tern Abend den über die Fernsehbildschirme flim­mern­den Bildern zu ent­neh­men war, han­delte es sich bei den erst Demonstrierenden und spä­ter die Botschaft Stürmenden kei­nes­wegs um die Studenten, wie sie aus den Unruhen nach der Wahlfälschung vor zwei Jahren bekannt sind. Bärtige und Hassparolen brül­lende Basidji über­rann­ten nicht nur sicht­bar über­for­derte, son­dern auch mit dem Mob sym­pa­ti­sie­rende Polizisten.

Die Stürmung der Botschaft hängt eng mit den aktu­el­len Verschärfungen der Saktionen gegen den Iran zusam­men. Großbritannien hatte nach dem letz­ten Bericht der Internationalen Atombehörde alle Finanztransaktionen zum Iran unter­bun­den. Ähnlich ver­fuhr Kanada. Frankreich und Deutschland ver­hiel­ten sich rück­hal­ten­der. [...]

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Berlinale und Filmakademie zeigen Panahis neuen Film

Regisseur Jafar Panahi © dpa

Regisseur Jafar Panahi © dpa

Berlin (dpa) Mit einer Aufführung seines jüngsten Werks “This Is Not a Film” wird in Berlin an das Schicksal des zu Gefängnis verurteilten iranischen Filmemachers Jafar Panahi erinnert. Als öffentlichen Protest und als Anerkennung des Mutes iranischer Filmemacher zeigen die Berlinale und die Deutsche Filmakademie den Film von Panahi und Mojtaba Mirtahmasb am 9. November. Der Film, der keiner ist, zeige einen Tag im Leben von Panahi, der in seiner Heimat in monatelangem Hausarrest auf seine Verurteilung warten musste, teilte die Berlinale am Montag mit.

Der regimekritische Filmregisseur Panahi war in diesem Jahr Mitglied der Berlinale-Jury, durfte aber nicht nach Deutschland ausreisen. Zu der Filmvorführung werden neben Berlinale-Direktor Dieter Kosslick auch Fred Breinersdorfer, Projektleiter von Filmmakers in Prison, und Ali Samadi Ahadi, Regisseur des Dokumentarfilms “The Green Wave” erwartet. “Die Verurteilungen von Künstlern und Berufsverbote sind ein Verstoß gegen die Menschenrechte, die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst”, wird Kosslick zitiert. “Wir verurteilen dies aufs Schärfste und demonstrieren mit dieser Vorführung unsere Solidarität.”

[Quelle]

Iranischer Botschafter kommt nicht nach Neuhardenberg

“Nach heftigen Protesten gegen den für Sonnabend geplanten Auftritt des Iranischen Botschafters, Ali Reza Sheikh Attar, in Neuhardenberg, hat die Stiftung Schloss Neuhardenberg den Termin abgesagt.

Die Stiftung teilte heute mit, sie sehe sich angesichts der im Vorfeld laut gewordenen vehementen Vorwürfe nicht in der Lage, vor allem das Podiumsgespräch störungsfrei und mit der gebotenen Sicherheit für Podiumsgäste und Publikum abhalten zu können.

Es sollte die Akzeptanz der beiden Nationaldichter Hafiz und Goethe in ihren jeweiligen Ländern diskutiert werden. Unter anderem die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte hatte den geplanten Auftritt Attars verurteilt, da der Politiker ein “menschenverachtendes Regime” repräsentiere.”

[Quelle: MAZ]

Na, ein wenig über Geschäfte mit Iran reden?

Liebe Mitglieder, liebe Freunde,

Fragen zu dem aktuellen Stand der Deutsch-Iranischen Wirtschaftsbeziehungen und der Sanktionierung der Europäisch-Iranischen Handelsbank AG sind in unserer Kammer in diesen Wochen Hauptthemen unserer Arbeit. Aus diesem Grund laden wir Sie gern zu einem Business-Dinner ein, um den aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen und die daraus resultierenden Konsequenzen in einer gemütlichen Atmosphäre auszutauschen. Lies den Rest dieses Artikels

Bilder der Revolution

Die iranische Graphic Novel “Zahra’s Paradise”

In Iran im Juni 2009 verabredeten sich eine Million Iraner im Internet. Sie demonstrierten gegen Mahmud Ahmadinedschad und gegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen. Das Internet trägt den Protest in die Welt. Jeder kann jetzt sehen, wie der Gottesstaat zuschlägt. Doch die schlimmsten Bilder sind die, die man nicht sieht. Die zeigt die Internet-Graphic Novel “Zahra’s Paradise”, das Tagebuch einer Suche nach verschwundenen Kindern im Iran.

"Zahra's Paradise" war ursprünglich ein iranischer Comic-Blog im Internet. © Knesebeck

"Zahra's Paradise" war ursprünglich ein iranischer Comic-Blog im Internet. © Knesebeck

Amir, ein Exil-Iraner und Journalist, und Khalil, ein Araber, haben “Zahra’s Paradise” entwickelt und ins Netz gestellt. “Auch wenn wir nicht mehr im Iran leben, sind wir im ständigen Kontakt mit unseren Familien”, sagt Amir. “Unsere Familien wissen, dass wir sie nie im Stich lassen. In den vergangenen 30 Jahren haben wir gemeinsam der Islamischen Republik widerstanden. Wir wollen nicht, dass unsere Kultur getötet wird. Dagegen kämpfen wir an, genauso wie gegen das Lügen, das Morden, das Vergewaltigen. Unser Comic ‘Zahra’s Paradise’ ist ein Zeichen unserer Solidarität mit der grünen Revolution.”

Internet als Sprachrohr der Revolution

Im Netz wurde die Graphic Novel zum vielbeachteten Phänomen. Sie startete vier Tage nach dem Wahlbetrug mit 14.000 Klicks täglich. Jetzt erscheint sie in elf Sprachen als Buch. Jasmin Tabatabai verfolgt das Comic-Tagebuch seit 2010. “All diese Bilder, die uns 2009 so aufgebracht und die grüne Bewegung ins Ausland gebracht haben, hat es letzten Endes wegen des Internets gegeben. 1986 zum Beispiel wussten wir alle, wie die Islamische Republik tickt, es war eigentlch bekannt. Ich sage ‘eigentlich’, denn wenn dir die Bilder fehlen, kannst du dir den Mund fusselig reden. Das kommt nicht so an.”
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Iran Mahnwache Berlin

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Fotoquelle: Nics Bloghaus

Iran Mahnwache Berlin

Heute gibt es wie­der einige Bil­der von der Iran Mahn­wa­che auf dem Pari­ser Platz:

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[Fotoquelle: Nicsbloghaus.org]

Wie der Iran mit Hilfe einer niederländischen Firma GMAIL abhörte

Die in Hol­land ansäs­sige Firma Digi­no­tar hat der ira­ni­schen Regie­rung offen­bar zu einem SSL-Zertifikat ver­hol­fen, mit dem ver­schlüs­selte SSL-Verbindungen zu Gmail abge­hört wer­den konnten.

Die Her­aus­for­de­rung bei ver­schlüs­sel­ten Ver­bin­dun­gen ist, dass sicher­ge­stellt wer­den muss, dass man nicht nur ver­schlüs­selt, son­dern auch so ver­schlüs­selt, dass nie­mand ande­res mit­hö­ren kann. Mit­hö­ren könnte ja zum Bei­spiel ein man-in-the-middle-Angreifer, indem er sich zwi­schen die bei­den kom­mu­ni­zie­ren­den Rech­ner (Cli­ent & Ser­ver) klinkt, eine ver­schlüs­selte Ver­bin­dung zum Nut­zer mit einem eige­nen Zer­ti­fi­kat auf­baut, diese abhört, und dann erst mit dem rich­ti­gen Zer­ti­fi­kat ver­schlüs­selt an den rich­ti­gen Ser­ver weiterleitet. Um das zu ver­hin­dern, sol­len die zur Ver­schlüs­se­lung genutz­ten Zer­ti­fi­kate immer von einer ver­trau­ens­wür­di­gen Instanz signiert sein.

Einem übli­chen Brow­ser wie Fire­fox wer­den des­halb eine ganze Reihe an root-CAs mit­ge­lie­fert, denen stan­dard­mä­ßig ver­traut wird. Wenn ein Zer­ti­fi­kat von einer Instanz signiert ist, deren CA nicht um Brow­ser (per default oder nach­träg­lich) instal­liert ist, kommt die alt­be­kannte Warn­mel­dung “Die­ser Ver­bin­dung wird nicht ver­traut” – Der Nut­zer muss das Zer­ti­fi­kat dann selbst prü­fen und ihm quasi ein­mal das Ver­trauen aus­spre­chen. Die glei­che (oder bei man­chen Brow­sern sehr ähnli­che) War­nung bekommt ihr, wenn ein mit­tel­lo­ser Hacker euch zum Ziel einer man-in-the-middle-Attacke aus­er­wählt hat, aber nicht im Besitz eines signier­ten Zer­ti­fi­kats ist.

Die Fir­men im Besitz der stan­dard­mä­ßig mit­ge­lie­fer­ten CAs ver­die­nen also gutes Geld, weil sie der ein­zige Weg sind, einem DAU die ver­meint­lich sichere Nut­zung der Seite ohne unver­ständ­li­che Feh­ler­mel­dun­gen zu ermög­li­chen. Noch mehr Geld aber kön­nen sie natür­lich damit ver­die­nen, bösen Men­schen Zer­ti­fi­kate für Domains aus­zu­stel­len, die sie gar nicht besitzen.

So bei­spiels­weise der ira­ni­schen Regie­rung, wenn diese gerne GMAIL-Verbindungen ihrer Bür­ger abhö­ren möchte…

http://netzpolitik.org/2011/wie-der-iran-mit-hilfe-einer-niederlandischen-firma-gmail-abhorte/

Can You Solve This?

Den Zugang zu Bildung verstehen die Menschen nicht nur hierzulande als ihr gutes Recht. Bildung und Ausbildung sind geradezu selbstverständlich, zumal sie beinahe kostenlos wahrgenommen werden.

Wer sich jedoch einmal selbst fragt, wo er stünde, hätte er nicht all die Möglichkeiten dieses Bildungssystems gehabt, versteht schnell, wie wichtig und essentiell Bildung für den persönlichen Werdegang, die eigene berufliche Situation und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist. Eine Verweigerung des Rechts auf Bildung hätte für jeden verheerende Konsequenzen.

Im Iran müssen sich junge Menschen jedoch genau mit dieser Realität abfinden: Systematisch wird ihnen der Zugang zu Universitäten verweigert. Und das nicht, weil es sie nicht gibt, sondern, weil diese jungen Menschen eine andere politische Meinung oder eine vermeintlich falsche religiöse Zugehörigkeit haben. Lies den Rest dieses Artikels

Ballons für den Iran

Am Rande der Wochenendaktion für Iran wurden auch Ballons mit der Botschaft “Freiheit für Iran” in den Himmel über Berlin fliegen gelassen.

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Iran zensiert Klassiker “Chosrou und Schirin”

Irans Kulturministerium will nach mehr als acht Jahrhunderten ein berühmtes Liebesepos der persischen Literatur zensieren. Teile des Buchs “Chosrou und Schirin” sollen nach 831 Jahren verboten werden, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr. Das Ministerium habe den zuständigen Verlag gebeten, Passagen zu streichen, sagte Fariba Nabati vom Verlag Peydayesh, der das Liebesepos seit Jahren herausbringt.

Das Liebesdrama um Chosrou und Schirin wurde 1177 von Nesami Gandschawi geschrieben und 1180 veröffentlicht. Seitdem zählt es zu den berühmtesten Epen der persischen Literatur.

Der Verlag wollte das Layout für die achte Auflage ändern und schickte es an das Ministerium, um die Genehmigung für die Publikation zu erhalten, berichtete Nabati. Sie sei schockiert gewesen, als das Ministerium ihr mitteilte, dass Passagen zensiert werden müssen. Darunter sollen auch Satzteile sein wie “irgendwo hingehen, wo wir alleine sein können” oder “Hände halten”.

http://www.n-tv.de/politik/Iran-zensiert-Klassiker-article4053236.html

Muss man dazu noch etwas sagen?

Iran Mahnwache Berlin

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Alle Fotos gibt es hier.

Iran-Mahnwache Berlin

Fotos von heute:

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“Auge-um-Auge”-Prinzip

Blindes Säureopfer im Iran verzichtet auf Vergeltung

Ameneh Bahrami aus dem Iran, die nach dem Säure-Attentat eines Verehrers blind ist, hat ihrem Peiniger verziehen und verzichtet auf Rache.

Teheran. Sie nimmt doch keine Rache! Die nach einem Säure-Attentat eines verschmähten Verehrers entstellte Iranerin Ameneh Bahrami hat laut Webseite des staatlichen Senders IRIB auf die Bestrafung ihres Peinigers verzichtet. Die umstrittene Bestrafung nach dem “Auge-um-Auge“-Prinzip, bei der die Frau ihren Peiniger mit ätzender Flüssigkeit blenden sollte, sei für Sonntag geplant gewesen. Aber Bahrami habe in letzter Sekunde auf die Vergeltung verzichtet, hieß es in dem Bericht. Lies den Rest dieses Artikels

Wohnungen für Flüchtlinge: Senat und Wohnungsunternehmen unterzeichnen Kooperationsvertrag

Berlin. Die städtischen Wohnungsunternehmen stellen zusätzlichen Wohnraum für Flüchtlinge bereit. Darauf haben sie sich mit Sozialsenatorin Carola Bluhm verständigt. Mit einem festen Kontingent von jährlich 275 Wohnungen wollen sie dazu beitragen, dass Flüchtlinge in Berlin möglichst schnell eigene Wohnungen beziehen können. Asylsuchende müssen die ersten sechs Wochen in einer Erstaufnahmeeinrichtung verbringen – das ist bundesgesetzlich festgelegt – und können danach in ein Wohnheim oder in eine eigene Wohnung ziehen.

In den vergangenen Monaten ist es angesichts gestiegener Flüchtlingszahlen und einem angespannteren Wohnungsmarkt für Asylsuchende schwieriger geworden, eine Wohnung auf dem freien Markt zu finden. Insgesamt 125 Einzimmer- und 150 Mehrzimmerwohnungen werden die sechs großen städtischen Wohnungsgesellschaften WBM, degewo, GESOBAU, STADT UND LAND, GEWOBAG sowie HOWOGE nun bereitstellen. Lies den Rest dieses Artikels

Frauenfußball in Iran

“Bei der nächsten WM sind wir dabei – mit Schleier”

FAZ.net: In Iran dürfen Spielerinnen nur streng verhüllt Fußball spielen. Auch Zuschauer sind verboten. Dennoch hoffen die Kickerinnen auf internationale Anerkennung.

In einem islamischen Land wie Iran, wo alle Frauen in der Öffentlichkeit verhüllt sein müssen, haben Fußballerinnen es nicht leicht. Sowohl im Training als auch bei Pflichtspielen müssen alle mit Schleier, langem Trikot und Trainingshose auflaufen. Diese ideologische Vorschrift hat erst kürzlich zum Streit mit dem Internationalen Fußball-Verband (Fifa) geführt. Wegen des islamischen Ganzkörper-Outfits wurde die iranische Frauenfußball-Nationalelf vom Olympia-Qualifikationsspiel in Jordanien ausgeschlossen.

Die Fifa verbietet aus Sicherheitsgründen das Tragen des sogenannten Hijab-Schals (Schleier). Damit platzte auch der Olympia-Traum von Nationalspielerin Katajun Chosrojar. „Klar ist das Outfit international nicht Standard, aber es muss doch einen Weg geben, damit auch wir Muslime international kicken können“, sagt die 23-Jährige. Der Rollkragen des Hijab-Schals sei natürlich gefährlich, sagt sie, aber das Problem könne man mit einem angemessenen Design mühelos lösen. [...]

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