Archiv des Autors: Nic

Festnahmen wegen Verdachts illegaler Iran-Lieferungen

Spezialventile waren offiziell für Abnehmer in der Türkei und Aserbaidschan bestimmt

Karlsruhe – Wegen des Verdachts illegaler Lieferungen für das iranische Atomprogramm haben deutsche Behörden vier Männer festgenommen. Sie sollen in den Jahren 2010 und 2011 an der Lieferung von Spezialventilen für den Bau eines Schwerwasserreaktors im Iran mitgewirkt und dadurch gegen das Iran-Embargo verstoßen haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Offiziell seien die Ventile für Abnehmer in der Türkei und Aserbaidschan bestimmt gewesen. Die vier in Hamburg, Oldenburg und Weimar festgenommenen Deutschen, von denen drei auch die iranische Staatsbürgerschaft besitzen, sollen aber gewusst haben, dass es sich dabei um Tarnfirmen handelte, die die Ventile dann in den Iran weiter lieferten.

weiterlesen

Israel geht von Vier-Wochen-Krieg gegen Iran aus

Israel konkretisiert seine Überlegungen für einen möglichen Militäranschlag gegen den Iran. Unumstritten sind die Pläne jedoch nicht. Sowohl das Militär als auch das Sicherheitskabinett sehen einen Krieg kritisch.

Jerusalem: Die israelische Regierung geht davon aus, dass ein Angriff auf die iranischen Atomanlagen in einen einmonatigen Konflikt münden würde. „Die Analysen deuten auf einen Krieg an mehreren Fronten hin, der 30 Tage dauern würde”, sagte Zivilschutz-Minister Matan Vilani der Zeitung “Maariv” (Mittwochausgabe). Er bestätigte die Einschätzung von Verteidigungsminister Ehud Barak, dass etwa 500 Israelis sterben dürften, wenn jeden Tag Hunderte Raketen auf die Städte des Landes niedergingen. „Es gibt keinen Anlass zur Hysterie”, sagte Vilani. Der Zivilschutz sei so gut vorbereitet wie nie zuvor.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Barak befürworten einem Zeitungsbericht vom Freitag zufolge einen Schlag gegen den Iran noch vor der US-Präsidentenwahl im November. Allerdings fehle beiden Politikern dazu die entscheidende Unterstützung sowohl im Militär als auch im Sicherheitskabinett.

weiterlesen

Israel droht mit 30-Tage-Krieg

JERUSALEM – Laut israelischen Medienberichten können sich Ministerpräsident Netanjahu und Verteidigungsminister Barak derzeit einen Schlag gegen den Iran vorstellen, sogar noch vor der US-Präsidentenwahl im November. Mehr Einsatz im Iran-Konflikt erwartet Israel derweil auch von den USA.

Während der Botschafter seine Botschaft an die Obama-Regierung noch ein wenig diplomatisch verbrämte, wurde in Jerusalem der scheidende Zivilschutzminister Matan Vilnai sehr viel deutlicher. Die Regierung rechne damit, dass ein israelischer Angriff auf die iranischen Atomanlagen einen rund 30 Tage langen Krieg auslösen dürfte, in dem in Israel etwa 500 Menschen durch iranische Raketentreffer ums Leben kommen würden, sagte er der Zeitung Maariv. Die Streitkräfte seien darauf vorbereitet, an mehreren Fronten Krieg zu führen.

weiterlesen

Obama ordnet im Atomstreit neue Sanktionen an

Die USA verschärfen ihre Sanktionen gegen den Iran. Präsident Barack Obama erließ eine Anordnung, die es Firmen aus anderen Ländern erschweren soll, iranisches Öl zu kaufen.

US-Präsident Barack Obama hat im Atomstreit mit dem Iran neue Sanktionen verhängt. Die Strafmaßnahmen zielten auf die chinesische Bank Kunlun und das irakische Kreditinstitut Elaf Islamic, die der Regierung in Teheran bei der Umgehung internationaler Sanktionen helfen würden, teilte das Weiße Haus am Dienstag in einer Stellungnahme mit. Lies den Rest dieses Beitrags

Emirate beschneiden Irans Ölmacht

Die Straße von Hormus ist das Nadelöhr der globalen Ölwirtschaft. Teheran kann die Wasserstraße sperren und so seine Macht im Streit um das Atomprogramm des Landes ausspielen. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben deshalb eine Umleitung eingerichtet.

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben eine Pipeline in Betrieb genommen, über die sie im Falle einer Sperrung der Straße von Hormus weiter Öl exportieren könnten. Ein Regierungsbeamter sagte in Abu Dhabi, nach umfangreichen Tests sei erstmals Öl durch die 360 Kilometer lange Pipeline transportiert und nach Pakistan verschifft worden. Lies den Rest dieses Beitrags

USA verschärfen Sanktionen gegen Iran

Die USA erhöhen im Atomstreit mit Iran den Druck auf Teheran: Das US-Finanzministerium kündigte weitere Strafmaßnahmen gegen das Regime an – mehreren Unternehmen und Einrichtungen soll der Geldhahn zugedreht werden.

Washington – In der Auseinandersetzung um das mutmaßliche iranische Atomwaffenprogramm haben die USA weitere Sanktionen gegen Teheran verhängt. Das US-Finanzministerium kündigte am Donnerstag Restriktionen gegen elf Unternehmen an, die Geschäftskontakte zum iranischen Verteidigungsministerium, der Revolutionsgarde und einer staatlichen Reederei unterhalten und damit dem Programm Vorschub leisten sollen. Lies den Rest dieses Beitrags

Wegen Alkoholkonsum zum Tod verurteilt

Teheran (RPO). Zwei Männer aus dem Iran sollen hingerichtet werden, weil sie Alkohol getrunken haben. “Wir behandeln das Trinken von Alkohol als Schwerverbrechen”, erklärte ein Geistlicher. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

“Die beiden Personen wurden zum dritten Mal des Konsumierens alkoholischer Getränke schuldig gesprochen und wurden zum Tode verurteilt”, sagte Hassan Schariati, das Oberhaupt der Justiz der Region Chorassan Rasawin im Nordosten des islamischen Landes am Sonntag.

“Das Todesurteil wird vollstreckt, sobald es vom Obersten Gerichtshof bestätigt ist”, sagte Schariati, ein Geistlicher, der iranischen Agentur Isna zufolge. “Wir behandeln das Trinken von Alkohol nicht anders als andere Gesetzesbrüche und betrachten es als Schwerverbrechen.”

weiterlesen bei rp-online

Der Konflikt spitzt sich zu

BERLIN. (hpd) Der gest­rige Angriff auf die bri­ti­sche Botschaft in Teheran erin­nert sicher­lich nicht nur zufäl­lig und nicht nur mich an die Besetzung der US-amerikanischen Botschaft im Jahre 1979. Seinerzeit dau­erte die Besetzung 444 Tage und wird für einen der Auslöser für das noch immer gestörte Verhältnis zwi­schen Iran und den USA gese­hen.

von Jan Weber (30.11.2011)

Wie den ges­tern Abend den über die Fernsehbildschirme flim­mern­den Bildern zu ent­neh­men war, han­delte es sich bei den erst Demonstrierenden und spä­ter die Botschaft Stürmenden kei­nes­wegs um die Studenten, wie sie aus den Unruhen nach der Wahlfälschung vor zwei Jahren bekannt sind. Bärtige und Hassparolen brül­lende Basidji über­rann­ten nicht nur sicht­bar über­for­derte, son­dern auch mit dem Mob sym­pa­ti­sie­rende Polizisten.

Die Stürmung der Botschaft hängt eng mit den aktu­el­len Verschärfungen der Saktionen gegen den Iran zusam­men. Großbritannien hatte nach dem letz­ten Bericht der Internationalen Atombehörde alle Finanztransaktionen zum Iran unter­bun­den. Ähnlich ver­fuhr Kanada. Frankreich und Deutschland ver­hiel­ten sich rück­hal­ten­der. [...]

weiterlesen

Berlinale und Filmakademie zeigen Panahis neuen Film

Regisseur Jafar Panahi © dpa

Regisseur Jafar Panahi © dpa

Berlin (dpa) Mit einer Aufführung seines jüngsten Werks “This Is Not a Film” wird in Berlin an das Schicksal des zu Gefängnis verurteilten iranischen Filmemachers Jafar Panahi erinnert. Als öffentlichen Protest und als Anerkennung des Mutes iranischer Filmemacher zeigen die Berlinale und die Deutsche Filmakademie den Film von Panahi und Mojtaba Mirtahmasb am 9. November. Der Film, der keiner ist, zeige einen Tag im Leben von Panahi, der in seiner Heimat in monatelangem Hausarrest auf seine Verurteilung warten musste, teilte die Berlinale am Montag mit.

Der regimekritische Filmregisseur Panahi war in diesem Jahr Mitglied der Berlinale-Jury, durfte aber nicht nach Deutschland ausreisen. Zu der Filmvorführung werden neben Berlinale-Direktor Dieter Kosslick auch Fred Breinersdorfer, Projektleiter von Filmmakers in Prison, und Ali Samadi Ahadi, Regisseur des Dokumentarfilms “The Green Wave” erwartet. “Die Verurteilungen von Künstlern und Berufsverbote sind ein Verstoß gegen die Menschenrechte, die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst”, wird Kosslick zitiert. “Wir verurteilen dies aufs Schärfste und demonstrieren mit dieser Vorführung unsere Solidarität.”

[Quelle]

Iranischer Botschafter kommt nicht nach Neuhardenberg

“Nach heftigen Protesten gegen den für Sonnabend geplanten Auftritt des Iranischen Botschafters, Ali Reza Sheikh Attar, in Neuhardenberg, hat die Stiftung Schloss Neuhardenberg den Termin abgesagt.

Die Stiftung teilte heute mit, sie sehe sich angesichts der im Vorfeld laut gewordenen vehementen Vorwürfe nicht in der Lage, vor allem das Podiumsgespräch störungsfrei und mit der gebotenen Sicherheit für Podiumsgäste und Publikum abhalten zu können.

Es sollte die Akzeptanz der beiden Nationaldichter Hafiz und Goethe in ihren jeweiligen Ländern diskutiert werden. Unter anderem die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte hatte den geplanten Auftritt Attars verurteilt, da der Politiker ein “menschenverachtendes Regime” repräsentiere.”

[Quelle: MAZ]

%d Bloggern gefällt das: