Archiv der Kategorie: Interview

Spielfilm ”Manuscripts don’t burn” – Iranische Agenten als Killer

Erstmals stellt ein Spielfilm den Geheimdienst der Islamischen Republik bloß, indem er die Morde an iranischen Schriftstellern und regimekritischen Politikern vor 15 Jahren thematisiert. Stefan Buchen stellt den neuen Film des Regisseurs Mohammed Rasoulof vor.

Es geht um Mord. Das ahnt man in der ersten Szene. Ein hagerer Mann mit Vollbart und Blut an den Fingern rennt zu einem Auto, in dem ein Mann mit Bauchansatz und Lederjacke wartet. Die Szenerie verheißt nichts Gutes: staubige Einsamkeit, im Hintergrund zeichnet sich ein baufälliges Gemäuer ab. Die beiden Männer rasen davon.

Am Anfang ist alles rätselhaft. Aus welchem Motiv und in wessen Auftrag die beiden Täter handeln und wer ihre Opfer sind, das begreift man erst allmählich im neuen Film des iranischen Regisseurs Mohammad Rasoulof, der bei den Kinofestspielen in Cannes diesen Freitag (24.5.) Weltpremiere hat.

Man hätte die beiden Männer für Mafiosi halten können, die vom Baron eines Verbrechersyndikats losgeschickt wurden. Aber sie sind Agenten des staatlichen Geheimdienstes. Sie verfolgen einen inneren Feind: Schriftsteller und Intellektuelle, denen Verrat am Staat und Verbindung zum äußeren Feind zur Last gelegt werden.

Beiläufig erfährt der Zuschauer, dass es ein “Scharia-Urteil” gibt, das dem Handeln der beiden Männer zu Grunde liegt. Aus ihrer eigenen Perspektive morden sie nicht, sondern führen legale Hinrichtungsbefehle aus.

Spiegel der Vergangenheit

Der iranische Schriftsteller Hushang Golshiri; Foto: 'iran emrooz'
Engagiert im Kampf für die Meinungsfreiheit und die Abschaffung der Zensur im Iran: Der renommierte persische Autor Hushang Golshiri war einer der Mitbegründer des iranischen Schriftstellerverbandes.Der Film “Manuscripts don’t burn” (“Dastneveshteha ne-misuzand”) greift eine zeitgeschichtliche Ereigniskette auf, die den Iran Ende der Neunziger Jahre erschütterte, aber heute in Vergessenheit geraten ist. In der Auseinandersetzung mit dem Schriftstellerverband, der als letzte Institution im autoritären Staat auf seiner politischen Unabhängigkeit beharrte und die uneingeschränkte Meinungsfreiheit einforderte, griff der Geheimdienst zu immer brutaleren Mitteln.

Einige Literaten wie Hushang Golshiri sperrte er ein, andere legte er um, wie den Dichter Mohammad Mokhtari und den Schriftsteller Mohammad Jafar Puyandeh. Das Politikerehepaar Parwaneh und Dariush Forouhar, das Kontakte in diese Szene hatte und sich geistig auf den früheren demokratischen Ministerpräsidenten Mosaddegh berief, wurde im Zuge der Mordserie im November 1998 in der eigenen Wohnung mit Dutzenden Messerstichen hingerichtet.

Keine dieser historischen Figuren wird in Rasoulofs Film exakt nachgezeichnet. Aber es wimmelt von Anspielungen auf das tatsächlich Geschehene. Im Zentrum der Geschichte steht die Erinnerung an das Attentat auf einen Bus, in dem 21 iranische Schriftsteller zu einem Kongress in Armenien unterwegs waren.

Während der Fahrt durch die Berge versucht der Fahrer, den Bus in den Abgrund zu stürzen. Er reißt das Steuer herum und springt hinaus. Aber das Attentat scheitert. Der Bus wird von einem Felsbrocken vor dem Sturz in die Tiefe bewahrt. Der Fahrer war ein Mitarbeiter des Geheimdienstes.

Diese Szene taucht nicht im Bild, sondern nur in den Erinnerungen der Charaktere auf. Sie ist der Resonanzraum, in den der ganze Film hineinruft. Der Schriftsteller Kasra hat das Attentat miterlebt und einen Augenzeugenbericht geschrieben. Weil er weiß, dass der Geheimdienst das Manuskript bei ihm finden und vernichten könnte, hat er Kopien bei Freunden versteckt.

Im Visier der Agenten

Der Geheimdienstagent Khosro war damals der Busfahrer. Jetzt hat er den Befehl, zusammen mit seinem Vorgesetzten sämtliche Besitzer des Manuskripts aufzuspüren und unschädlich zu machen. So soll die Veröffentlichung verhindert und die Erinnerung an das gescheiterte Bus-Attentat ausgelöscht werden.

Faraj Sarkohi; Foto: DW
“Das erste Mal in der iranischen Kinogeschichte stellt ein Film den Geheimdienst bloß”, meint der Literaturkritiker Faraj Sarkohi, der 1996 als einer der Wortführer einer Schriftsteller-Initiative gegen Zensur verhaftet und ein Jahr darauf in einem geheimen Verfahren zum Tode verurteilt wurde.”Noch nie hat es ein Regisseur gewagt, die Morde des Geheimdienstes zum Thema eines Spielfilms zu machen. Das erste Mal in der iranischen Kinogeschichte stellt ein Film den Geheimdienst bloß”, meint der Literaturkritiker Faraj Sarkohi. Er hat als einer der ersten die Endfassung des Films gesehen. “Aus der Sicht des Regimes ist das schwerwiegender, als wenn jemand schlecht über den Revolutionsführer redet.”

Tatsächlich saß Sarkohi damals in dem Bus, der beinahe in die Schlucht gestürzt wäre, und hatte einen Bericht darüber aufgeschrieben. Sarkohi überlebte nicht nur das Attentat auf den Bus, sondern auch Haft und extreme Folter in den Kerkern des Geheimdienstes. Er kam dank der Intervention von Menschenrechtsorganisationen und europäischen Regierungen frei und lebt heute in Frankfurt. Ihm und den Mordopfern setzt Rasoulofs Film ein Denkmal.

Dabei ist der Film keine Doku-Fiction. Er zerlegt die Realität und schafft sie neu, so wie es jede gute Kunst tun muss. Die Zeitebenen verschwimmen. Einerseits fühlt sich der Zuschauer in das Geschehen vor 15 Jahren zurückversetzt. Andererseits glaubt er sich in der Gegenwart, weil die Protagonisten im Film das Bus-Attentat vor 15 Jahren nicht erleben, sondern sich lediglich daran “erinnern”.

Auch die Diskussionen unter den Intellektuellen über den Sinn von Widerstand und substantieller Regimekritik im Zeitalter von Twitter und “Network-Generation” wecken Assoziationen zum Hier und Jetzt.

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Der Aufstand der Händchenhalter

 

Reportage: Die Wahl kümmert die Jugend des Landes kaum. Sie wollen mehr Freiheit – oder einfach fort.

Die Präsidentenwahl hin oder her, Politik interessiert Farough und seine Freunde einfach nicht mehr. „Ständig mischt sich diese Politik überall in mein Leben ein“, ärgert sich der 23-jährige Student: „Ich kann keine Party machen, keine Ausstellung, nichts, ohne dass ich mich hundert Mal anmelden muss und ständig kontrolliert werde.“ Doch das ist nur einer der Gründe, warum der angehende Bauingenieur an diesem Vormittag vor der deutschen Botschaft in Teheran Schlange steht. Er und seine Freunde – Physiker, Mathematiker, Informatiker sind darunter – wollen weg, und Deutschland ist derzeit das westliche Land, bei dem junge Iraner die besten Chancen auf ein Visum und einen Studienplatz haben.

No Future

Jeder dritte Junge aus dem Mullah-Staat spielt ernsthaft mit dem Gedanken, seine Heimat zu verlassen – und das in einer Gesellschaft, in der mehr als 60 Prozent unter 30 sind. Es sind die gut ausgebildeten, urbanen Iraner, die gehen, einfach, wie es Nariz, eine Englischlehrerin aus Isfahan, ganz simpel deutlich macht, „weil wir eine Zukunft haben wollen“.

Und die kann ihnen dieses Land immer weniger bieten. Die Sanktionen des Westens haben die chronische Wirtschaftskrise weiter verschärft. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt offiziell bei 20 Prozent, die realistische Zahl ist weit darüber.

Mehr als 30 Jahre nach der Islamischen Revolution, sind bei den meisten die Träume von einer Reform des Mullah-Regimes verflogen. Dass ältere Iraner auf Hashemi Rafsandjani, den 76-jährigen millionenschweren Ayatollah, als Präsidenten setzen und von ihm mehr politische und gesellschaftliche Freiheiten erhoffen, darüber können viele Junge nur bitter scherzen. „Ein 76-jähriger schwerreicher Geistlicher. So einem wollte ich schon immer meine Sorgen anvertrauen“, will Saeed beim Plaudern in einem Teheraner Teehaus von derartigen Aussichten nichts wissen.

Kleines Stück Freiheit

Die Teehäuser, das ist ein kleines Stück alltäglicher Freiheit, das sich junge Iraner geschaffen haben. Hier trifft man sich zum Rauchen der Shisha, der Wasserpfeife, zum Teetrinken und einfach, um einmal locker und entspannt beieinanderzusitzen: Burschen und Mädchen gemeinsam.

Keine Alltäglichkeit in diesem Land, wo die Behörden das Zusammentreffen der Geschlechter überall mit Argwohn verfolgen. In den öffentlichen Parks, wo Pärchen die angenehme Frühlingssonne genießen, sind regelmäßig Polizisten oder Vertreter der Revolutionsgarden als Sittenwächter unterwegs.

Doch auch wenn die meist in Zivil auftreten, die Jugendlichen sind viel zu erfahren im Umgang mit dem Sitten-Diktat des Regimes, um nicht zu wissen, mit wem sie es da zu tun haben. Sobald die üblichen Verdächtigen durch den Park streifen, rücken die Pärchen ein Stück auseinander, werden die Kopftücher der Mädchen wieder ein paar Zentimeter tiefer in die Stirn gezogen.

Kleine Rebellion

Manche Jugendliche aber nehmen die Herausforderung inzwischen an. „Ich lass mir das Händchenhalten mit meiner Freundin nicht verbieten“, macht sich ein Parkbesucher in Isfahan stark: „Denen erzählen wir einfach, dass wir schon verlobt sind.“ Solche kleinen Rebellionen können allerdings auch übel ausgehen, immer wieder passiert es Mädchen, dass sie von den Sittenwächtern Prügel kassieren.

Doch im Allgemeinen hält sich Ahmadinejads Regime – bei aller radikalen Rhetorik – mit öffentlicher Gewalt zurück. Da versucht man lieber, mit neuen bürokratischen Hindernissen den Freiheitsdrang der Jugendlichen auszubremsen. In Städten wie Isfahan und Shiraz sperren die lokalen Behörden immer häufiger Teehäuser zu. Einen Vorwand, irgendeine vernachlässigte Vorschrift findet sich immer, um wieder einen dieser Treffpunkte stillzulegen.

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Schwul und gottlos in Teheran

Viele Homosexuelle im Iran wurden öffentlich gehängt (Bild: picture alliance / dpa / Abedin Taherkenareh)Viele Homosexuelle im Iran wurden öffentlich gehängt (Bild: picture alliance / dpa / Abedin Taherkenareh)

Schwul und gottlos in Teheran (Beitrag hören)

Das gefährliche Leben Homosexueller im Iran

Von Reinhard Baumgarten

Seit Beginn der Islamischen Revolution 1979 wurden im Iran bis zu 8000 schwule Männer und Jugendliche hingerichtet. Sie leben in Angst und Schrecken und können sich nur heimlich auf privaten Partys oder im Internet treffen.

Wir treffen uns in einer Pizzeria im Westen Teherans. Mehdi ist 32, knapp 1,70 Meter groß, hager, hohe Wangenknochen, markante Nase. Bis ungefähr 20 war ich religiös, sagt Mehdi. Er habe gebetet und gefastet, er habe an Gott und seine Propheten geglaubt. Mehdi wird 1980 im ostiranischen Nishapur geboren. Es ist die Geburtsstadt von Omar Khayyam, dem Genie, dem Dichter, dem Zweifler. Mehdi geht nach der Schule zum Studium nach Mashhad, der wichtigsten schiitischen Pilgerstadt im Iran. Dort studiert der Sohn einer strenggläubigen Familie Physik. In der “Heiligen Stadt” Mashhad verliert Mehdi seinen Glauben. Religion, so stellt er fest, passt nicht mehr zu seinem Leben.

“Mir wurde klar, dass ich schwul bin. Das war wichtig für mich und es war auch ein Auslöser. Ich denke, ein religiöses Leben kann mir nicht das geben, was ich möchte. Ich glaube nicht an Gott, irgendeine Religion oder metaphysische Macht. Nichts.”

Friedrich Nietzsche, Omar Khayyam und Richard Brautigan – das sind Mehdis Lieblingsschriftsteller. Tief beeindruckt haben ihn Leibnitz, Kant und Hegel. Nach seinem Physikstudium in Mashhad geht Mehdi nach Teheran und studiert Philosophie der Wissenschaften. Er glaube an sich selbst und an die Macht von Logik und Rationalität. Religion, sagt der schmale Mann, sei für viele nur ein bequemer Weg, sich vor eigenen Anstrengungen zu drücken. Im Glauben an Gott finde er weder Trost noch Antworten auf bohrende Fragen.

“Wenn ich durch mich selbst eine Lösung gefunden habe, ist das ein ziemlich gutes Gefühl und auch ein guter Weg, Schwierigkeiten zu meistern. Wenn du religiös bist, dann hast du eine einfache Methode, all das zu beschreiben, was du nicht weißt und wovon du keine Ahnung hast.”
Gottlos in Teheran. Mehdi weiß, dass Glaubensabfall in der Islamischen Republik gefährlich ist. Schlimmstenfalls droht die Hinrichtung, sagt Mehdi und lacht ein unsicheres Lachen.

“Wenn ich offen sage, dass ich nicht an Gott glaube und dass ich schwul bin, dann wird mir das als Werbung für diese Ideen ausgelegt. Da sind sie dagegen. Wenn du aber für dich bleibst und ihnen das auch klar ist, dann ist es nicht sehr gefährlich. Aber es ist nicht vorhersagbar.”
Mehdi arbeitet heute in einer Werbeagentur in Teheran. Er komme gut zurecht, sagt er, er habe sein Auskommen und er sei nicht allein. Es gebe andere Atheisten, es gebe andere Schwule im Land. Deren ständiger Begleiter sei die Unsicherheit.

“Wenn du anders bist und zu einer Minderheit gehörst, dann fürchtest du dich aus vielerlei Gründen: Regierung, Leute, Familie, Freunde, Arbeitskollegen – sie alle können Druck auf dich ausüben, können dich diskriminieren.”
Und wenn es ganz doof läuft, auch ans Messer liefern. Denn Glaubensabfall und Homosexualität stehen in der Islamischen Republik unter Strafe.

Quelle: Deutschlandfunk

ZENSUR IM IRAN – Internet an die Kette

Im Iran werden kurz vor der Wahl verstärkt ausländische Webseiten gefiltert und die ohnehin langsame Surfgeschwindigkeit nochmals gedrosselt. Damit sei das iranische Intranet – auch Halal genannt – weitgehend fertig, sagen Aktivisten.

Die letzte Stufe der Einführung des Halal-Internets, das den Iran nach chinesischem Vorbild vom internationalen Internet abschotten will, ist erreicht, wie Aktivisten der britischen NGO Small Media berichten. Im Vorfeld der iranischen Präsidentschaftswahlen am 14. Juni 2013 setzt die Zensurbehörde verstärkt auf Filter. Damit werden ausländische Webseiten geblockt, auf die Iraner bislang noch über Tor oder Vpngate zugreifen konnten. Zuvor hatte der Iran nichtregistrierte VPNs gesperrt. Auch das ohnehin langsame Internet wurde nochmals gedrosselt, was den Zugriff auf wieder verfügbare Webseiten wie Google, Google+ oder Gmail zusätzlich erschwert.

Offensichtlich wollten die iranischen Behörden noch vor der Wahl das von der Regierung 2011 angekündigte nationale Computernetz namens Halal vervollständigen. Nutzer im Iran sprechen inzwischen über Twitter von einem#Filternet und geben dort Tipps, wie das Filtern umgangen werden kann. Ein Addon für Firefox, das den Aufruf zensierter Webseiten an die iranischen Behörden melden sollte und zunächst den irreführenden Namen “Filter” und später “Anti Spam” trug, hat Mozilla inzwischen wieder entfernt.

Selbst Verbindungen über Werkzeuge wie Tor oder Vpngate, deren Nutzung inzwischen teilweise illegal ist, würden nach 60 Sekunden von den Internetwächtern abgebrochen, berichten Aktivisten. Damit sind auch Skype-Verbindungen zu Angehörigen im Ausland kaum noch möglich. Das deute ebenfalls darauf hin, dass die iranischen Zensurbehörden nochmals verstärkt auf Filterwerkzeuge setzen, berichten die Aktivisten der NGO Small Media, die seit Jahren die Netzaktivitäten im Iran analysieren. Der Iran schließt damit in mehreren Stufen eine der letzten Lücken in seiner nationalen Firewall: dem Halal-Netz.

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Badische Zeitung: “Drei Tage in einem Lkw versteckt”

ZISCHUP-INTERVIEW mit Mahdi Mohseni: Der Schüler flüchtete ohne seine Familie aus dem Iran nach Deutschland.

Mahdi Mohseni ist 2011 als 15-Jähriger allein ohne seine Familie aus dem Iran nach Deutschland geflohen. Zischup-Reporterin Dorentina Marina, Schülerin der Klasse 8b an der Hebelschule Freiburg, sprach mit ihm über seine Flucht.

Zischup: Wann bist du los gegangen?
Mahdi Mohseni: Am 12.06.1390
Zischup: Das kann doch nicht sein.
Mahdi: Doch, der Iran und Afghanistan haben einen anderen Kalender.
Zischup: Aha, okay. Wie war es an diesem Tag?
Mahdi: Einen Tag vorher machte ich mit einem Schmuggler einen Treffpunkt aus. Dann kam er Montag früh mit seinem Auto, klingelte an meiner Tür und sagte: “Los geht’s, nach Azadi.” Dort erwartete uns ein Freund des Schmugglers mit einem privaten Taxi.
Zischup: Wohin seid ihr dann gefahren?
Mahdi: Der Taxifahrer sagte zu mir: “Wir warten noch auf fünf Personen.” Nach einer Stunde kamen die anderen und wir fuhren los nach Orumiye, eine Stadt an der Grenze der Türkei.

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Iran’s Pre-Election Crackdown on Journalists

With Iran’s presidential approaching in June 2013, Iranian security forces are engaging in a severe crackdown on journalists and publications, which began in January on a day now referred to as “Black Sunday.”

MIG: Ein Iraner in Italien – „Ich sehe die Welt aus zwei Blickwinkeln“

Hamid Ziarati, geboren 1966, kam als Jugendlicher aus dem Iran nach Italien. Er lebte dort bei seinen älteren Geschwistern, beendete die Schule und studierte später Ingenieurswissenschaften. 2006 erschien sein erstes Buch. Sein neuester Roman „Fast zwei“ wird nun auch in Deutschland veröffentlich. Das MiGAZIN sprach mit Hamid über Migration und Literatur.

 Ein Iraner in Italien: „Ich sehe die Welt aus zwei Blickwinkeln“

Hamid Ziarati © privat

MiGAZIN: Hamid, Sie sind als Jugendlicher aus dem Iran nach Turin gekommen. Wie haben Sie diese Umstellung empfunden?

Hamid Ziarati: Ich kam im Dezember ’81 aus gesundheitlichen Gründen nach Italien und war überzeugt, schon sehr bald in meine Heimat zurückkehren zu können, sofort nach meiner Operation am Bein. Es war die Zeit der Revolution und der irakischen Invasion und ich war bis beflügelt und berauscht von großartigen revolutionären Idealen, welche die Geschichte und die Propaganda dieser Jahre unvermeidlich in meinem Geist festgesetzt hatten. Als die Ärzte mir sagten, dass ich ein paar Jahre später einen weiteren Eingriff über mich ergehen lassen müsste, fand ich mich damit ab, dass ich eben warten musste, dass aber der Moment der Rückkehr auf jeden Fall kommen würde. Also beschloss ich, die Zeit in Italien zu genießen und etwas zu lernen, was meinem Land nach meiner Heimkehr nützlich sein könnte. Um glücklich und ausgelassen zu sein, musste ich mich in dem Alter nicht sehr anstrengen. Es reichte, die Sprache zu lernen, damit ich nicht ausgelacht wurde, wenn ich etwas sagte, und mich ansonsten von meinen gleichaltrigen italienischen Freunden in die Unbeschwertheit der Jugend mitreißen zu lassen.

MiG: Sie verfassen Ihre Romane auf Italienisch, während Sie inhaltlich von der Zeit Ihrer Kindheit im Iran erzählen. Welche Bedeutung haben Ihre beiden Sprachen, Ihre beiden Welten für Ihre Kunst und für Ihr Leben?

Ziarati: Die beiden Sprachen, die beiden Kulturen sind inzwischen feste Bestandteile meiner Existenz, weshalb ich denke, dass ich sehr großes Glück hatte, viel mehr als manche anderen Leute, die ich kenne. Ich kann die Welt aus zwei Blickwinkeln betrachten, die manchmal im Einklang miteinander, manchmal im Widerspruch zueinander stehen. Dadurch habe ich gelernt, die Dinge, Tatsachen und Ereignisse auf eine eher objektive Weise zu sehen, ohne den Anspruch des Absoluten. Das verleiht mir die Möglichkeit und geistige Flexibilität, mich in jemanden hineinzuversetzen, der eventuell das genaue Gegenteil von meiner eigenen Meinung vertritt. Zwei Sprachen zur Verfügung zu haben, gibt mir wiederum die Freiheit, mit ihnen zu spielen, Sprichwörter, Redensarten und die Volksweisheiten und Metaphern von einer Sprache in die andere zu übernehmen. Und um, warum auch nicht, um eine Art dritter Sprache zu kreieren, die sich aus beiden unterschiedslos bedient. Ich werde häufig gefragt, ob ich mich mehr als Iraner oder mehr als Italiener fühle. Meine Antwort lautet, dass ich mich mehr als Mensch fühle.

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DW: Iran – DIE ENDLOS LANGE NACHT

RoGBerlinPKFoto: Carl Melchers

Im Iran werden Journalisten verhaftet, gefoltert und verjagt. Schon der Kontakt mit Auslandsmedien kann geführlich sein. Im Juni sind Präsidentschaftswahlen: Die Verfolgung nimmt zu.

Die Nacht nach seiner Verhaftung war endlos lang. Ehsan Mehrabi musste stehen. Setzen durfte er sich nicht – auch nicht, als ihm erst schwindelig, dann schlecht wurde. Er fiel, verletzte sich am Kopf und musste weiter stehen. Aber schlimmer sei die psychische Folter gewesen, sagt der iranische Journalist: “Sie haben mir gedroht, dass sie meine Familie verhaften und mich hinrichten würden.”

Über Nacht wurde er zum Spion. Geheimdienstagenten, sagt der heute 37-Jährige, klopften an die Türen seiner Nachbarn und Freunde und erzählten ihnen, Mehrabi habe mit ausländischen Regierungen zusammengearbeitet. Der Grund: Der Parlamentskorrespondent hatte im Februar 2010 dem persischen Programm des britischen Senders BBC ein Interview gegeben. Er zuckt die Schultern. “Das reichte aus, um mich für ein Jahr und drei Monate ins Gefängnis zu werfen.”

Ein Stapel iranischer Zeitungen (Foto: BEHROUZ MEHRI/AFP/Getty Images) Immer wieder werden Zeitungen verboten

Briefe aus dem Kulturministerium

Es bedarf nicht viel, um als iranischer Journalist verhaftet und gefoltert zu werden: ein Artikel zum iranischen Nuklearprogramm, eine Reportage über den Preis von Lebensmitteln, die seit der Verschärfung der westlichen Sanktionen immer weiter steigt. Manchmal aber, werden Artikel, die niemals geschrieben wurden, zum Verhängnis – etwa über den Jahrestag der islamischen Revolution oder regimefreundliche Demonstrationen. Journalisten müssen sich vorsichtig an die vielen roten Linien herantasten, die oft unsichtbar sind: “Die Regierung hat nie definiert, was sie unter Zensur versteht”, sagt Reza Moini, Iran-Referent der Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen. Die iranische Presse ist eine der am stärksten zensierten der Welt, so das Committee to Protect Journalists, das sich für den Schutz von Journalisten weltweit einsetzt.

Die Weisungen erreichen die Chefredakteure aus dem Ministerium für Kultur und islamische Führung – und sie wissen, dass sie sich besser daran zu halten haben. “Eine Zeitung wurde kürzlich geschlossen, weil sie über einen Oppositionsführer geschrieben haben”, berichtet Ali Mazrooie von der im Iran verbotenen Gewerkschaft iranischer Journalisten (AOIJ). Über die Jahre hat er für viele Zeitungen gearbeitet: Denn immer wieder werden zu kritische Zeitungen und Sender verboten und geschlossen. Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen sind seit 2009 mehr als 30 unabhängige Zeitungen verboten worden. Die Folge: Mehr als 90 Prozent der Presse werden direkt von der Regierung kontrolliert, so Mazrooie, der heute im Brüsseler Exil lebt.

Journalisten fliehen

Mehr als 200 Journalisten seien in den vergangenen Monaten aus dem Iran geflohen. Denn die Regierung verschärfe im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im Juni die Zensur und gehe gezielt gegen kritische Journalisten und Blogger vor: “Mehr als 24″, so Moini, “sind seit Anfang des Jahres verhaftet worden.” Manche wurden freigelassen, andere noch nicht. 46 Journalisten und Blogger sind inhaftiert, manche seit Jahren.

Journalisten werden außerdem gezielt aufgefordert, sprich gezwungen, die Hauptstadt Teheran zu verlassen: “Ein Exil im Inneren des Landes”, so nennt es Moini von Reporter Ohne Grenzen. Auch Angehörige von im Ausland lebenden Journalisten werden aufgesucht und eingeschüchtert. Viele verwenden ein Pseudonym, “aber die Botschaft weiß doch trotzdem wer wir sind”, so eine junge iranische Journalistin, die in Deutschland lebt.

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Quelle: DW/Flüchtlingshilfe Iran/Carl Melchers

Schweinfurt: Freiheit – nur eine Fata Morgana

Maneis Arbab kämpft mit den Mitteln des Künstlers – Karikaturen im Bayernkolleg

  • Sattar Beheshti: So hieß der junge Blogger, der in einem iranischen Gefängnis ums Leben kam. Der Künstler Maneis Arbab hat ihm diese Karikatur gewidmet. Sie ist im Bayernkolleg ausgestellt.
    Foto: Maneis Arbab
  • Im Gespräch: Der iranische Künstler Maneis Arbab und eine Schülerin vor der Karikatur „Sattar Beheshti“.
    Foto: Katharina Winterhalter

Maneis Arbab war ein erfolgreicher Künstler. Er illustrierte Schul- und Kinderbücher, hatte eine Werbeagentur und einen Lehrauftrag an der Universität in Teheran. Bis zu jenem Tag, als sich ein Mitarbeiter eines Ministeriums seine Illustrationen genauer anschaute und Haare entdeckte. Haare, die unter dem Kopftuch eines Mädchens hervor schauten. Plötzlich war Arbab ein subversives Element. Alle Aufträge wurden ihm entzogen, er floh aus dem Iran und stellte in Deutschland Antrag auf Asyl.

Das war 2009. Seitdem lebt der 52-Jährige in der Gemeinschaftsunterkunft in Würzburg, in einem kleinen Zimmer, das für ihn Wohnraum und Atelier zugleich ist. Hier zeichnet er vor allem Karikaturen, in denen er sich mit den Bedingungen im Iran, aber auch mit seinem Leben als Asylbewerber auseinandersetzt. Unter dem Titel „Fata Morgana der Freiheit“ ist eine Auswahl im Bayernkolleg in Schweinfurt, in der Reihe „Künstler im Gang“, zu sehen.

Wer erinnert sich noch an Sattar Beheshti, den jungen Blogger, der vor drei Monaten starb, nachdem er im Gefängnis gefoltert worden war? Für kurze Zeit ging sein Bild ging um die Welt. Maneis Arbab will mit seiner Karikatur ein dauerhafteres Erinnerungsbild schaffen. Sie zeigt einen jungen Mann, der von einem Stiefel unter einer Festplatte zerquetscht wird. Satars „Verbrechen“: Er schrieb in seinem Blog über Nasrin Setoudeh, eine engagierte Anwältin, die zahlreiche politische Gefangene verteidigt hatte und 2010 selbst zu elf Jahren Haft verurteilt wurde – wegen angeblicher Propaganda gegen die Machthaber. Auch ihr hat Arbab eine Karikatur gewidmet.

Hilde Stübler-Vittmann, Oberstudienrätin am Bayernkolleg, kennt Maneis Arbab schon länger und sprach bei der Eröffnung über dessen „Leben als Wechselbad“: vom Kunststudenten, erfolgreichen Kinderbuchillustrator und Werbegrafiker zum Asylbewerber, der sein Leben in der sogenannten Gemeinschaftsunterkunft fristen müsse.

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Impulsive Musik, ruhiger Musiker – Mohammad Reza Mortazavi

Das klassische persische Instrument Daf (Bild: spa/picutrealliance/Caroline Seidel)Das klassische persische Instrument Daf (Bild: spa/picutrealliance/Caroline Seidel)

Impulsive Musik, ruhiger Musiker

Der iranische Percussion-Künstler Mohammad Reza Mortazavi

Von Anna Marie Goretzki

Seine Hände pochen, trommeln, krabbeln, fliegen, streichen, schnipsen. Mohammad Reza Mortazavi ist einer der bekanntesten Musiker auf den klassischen persischen Instrumenten Tombak und Daf, deren Spielweise er revolutioniert hat.

Mortazavi: ”Musik ist meine erste Sprache.”

Eine lichtdurchflutete Wohnung am Waldrand von Buckow in der Märkischen Schweiz. Ein Raum mit der Wirkung eines Saales ist gleichzeitig Küche, Wohnzimmer und Probenraum. Auf dem Herd brodelt persischer Schwarztee mit Safran. Seit wenigen Monaten erst lebt Mohammad Reza Mortazavi hier mit seiner Lebensgefährtin, der Künstlerin Monika Przewoznik.

Mortazavi: ”Ich bin viel unterwegs auf meiner Tour. Wenn ich zurück komme, nach Hause, möchte ich an einem Ort leben, wo viel Klarheit und Ruhe da ist. Ich versuche, dass ich treu bei der Musik bleibe und keine anderen Sachen mich beeinflussen.”

In Buckow scheint genau das möglich zu sein: aus der offenen Wohnküche fällt der Blick auf eine Trauerweide, einen kleinen Bach und einen Komposthaufen. Wenn es dämmert, kommt ein Reh vorbei und bedient sich dort an den Essensresten, erzählt Mortazavi, während die ersten Frühlingsgeräusche zur offenen Balkontür herein dringen. An der Wand lehnt eine Daf, daneben stehen mehrere Tombaks. Er greift sich eine der persischen Handtrommeln: Lies den Rest dieses Artikels

History of Modern Iran: Rogue State | BBC Documentary

Iran and the West is the name of a three part British documentary series shown in February 2009 on BBC Two to mark the 30th anniversary of the 1979 Iranian Revolution. The documentary looks at the relationship between Iran and the countries of the west and features interviews with politicians who have played significant roles in events involving Iran, Europe and the United States since 1979. The series is produced by Norma Percy, whose previous series include The Death of Yugoslavia and Israel and the Arabs: Elusive Peace.

Militant Islam enjoyed its first modern triumph with the arrival in power of Ayatollah Khomeini in Iran in 1979. In this series of three programmes, key figures tell the inside story.

Former US president Jimmy Carter talks on television for the first time about the episode that, more than any other, led American voters to eject him from the presidency. Iran’s seizure of the US embassy in Tehran and the holding of its staff for 444 days took more and more of Carter’s time and energy. His final days in office were dominated by desperate attempts to secure the release of the embassy hostages. Those who sat in the White House with him, planning how to rescue the hostages, how to negotiate their release and, finally, wondering whether anything could be rescued from the disaster, all tell their part in the story.

Other contributors include former vice president Walter Mondale, ex-deputy secretary of state Warren Christopher and former national security adviser Zbigniew Brzezinski. The other side of the story is told by top Iranians: Ayatollah Khomeini’s close adviser, Grand Ayatollah Montazeri; his first foreign minister, Ebrahim Yazdi; his negotiator with the US, Sadeq Tabatabai; and the founder of Iran’s Revolutionary Guard, Mohsen Rafiqdoust

Second episode in the documentary series marking the 30th anniversary of the Iranian Revolution. Inside stories are told by two ex-presidents of Iran, Hashemi Rafsanjani and Mohammad Khatami, by two founders of Iran’s Revolutionary Guard, and by leading westerners including Secretaries of State George Shultz, Warren Christopher and Madeleine Albright.

In part three of this landmark series from Norma Percy and the team that made the multi-award winning documentaries The Death of Yugoslavia and Elusive Peace: Israel and the Arabs, contributors including Iran’s President Khatami tell the inside story of the West’s continuing nuclear confrontation with Iran. The film also shows a rare moment when they worked together.

US State Department insiders tell how, after 9/11, Iran played a key role in helping America to topple the Taliban in Afghanistan – only for President Bush to put Iran into his ‘axis of evil’ immediately afterwards. Jack Straw, then foreign secretary, and President Khatami describe how Iran offered to help the US and its allies in their war against Saddam Hussein – help that, given Iran’s powerful contacts in Iraq and the West’s subsequent difficulties there, might have made a crucial difference.

Jack Straw, his successor Margaret Beckett, and Joschka Fischer of Germany describe how they struggled to find a compromise between Iran and President Bush’s hardliners over Iran’s nuclear programme. John Sawers at the UN reveals an extraordinary secret deal that Iran proposed a few years later.

 

Iran: A Letter from Prison


Every day, there are thousands of Iranians coming to Christ by hearing the gospel through satellite programs, secret evangelism and even dreams. Interestingly, among those Iranians are also officials within the government itself. An underground church faces persecution, prison charges and in some cases even death when the Iranian government becomes aware of such gatherings held in their own country. This is an inspirational story that portrays the struggles, excruciating emotions and conflicts of Iranian believers that ultimately results in Christians uniting globally through prayer and fellowshipping in their sufferings.
From Hovsepian Ministries and The Voice of the Martyrs Canada

 

Inside largest Iranian Prison in Karaj – Rajaee Shahr prison زندان رجائی شهر


Rajaee Shar: a name that runs a chill down your spine… but what’s it like for those who have to spend years if not their entire lives inside.

Most of these people are sentenced to life without parole… some are on death row.

This is the true end of the line and these people have absolutely nothing to lose; and yet life goes on.

Without the bars and without the uniforms these people did not look any different from those I knew outside. I talked to one of them who had studied engineering in Canada, guilty of killing five people over a family will dispute.

To err is human but how tolerant can the society be?

Head of the prison explained that the aim of imprisonment is not simply to punish the criminals but to help them reintegrate in the society and experience a better way of life. He said 200 inmates are currently studying in Iran’s Open University in the prison and are completing their bachelor’s degrees.

There are also vocational programs so many of those who participate gain a foothold in the society. This in turn prevents many of them from committing crimes again.

Despite these efforts the number of prisoners is on the rise.

According to official estimates, Iran’s battle against drugs costs the country around $1 billion annually. And over 3700 combat forces have lost their lives in the fight against drug trafficking… now with experts pointing to drug related crimes as the reason behind the increase in the number of prisoners Iranians are paying the ever increasing price of western polices in the region.

 

Iranian Women Prisoners Detail Torture: ‘Death Was Like a Desire’

A rare look at dissent in Iran, including the abuse of female prisons, is told in a co-production with NewsHour and the Center for Investigative Reporting.

Mainpost: Träume von einer grenzenlosen Welt

Das gab es vorher nicht: Asylbewerber, die mitten in der Stadt für ihre Anliegen demonstrieren. Seit einem Jahr dauern die Proteste an. Die Bilanz fällt zwiespältig aus.

  • Glücklich in Würzburg vereint: Der Iraner Hassan Hosseinsadeh mit seiner Frau Shadi Molazadeh und Tochter Sheida.T. Obermeier, D. Biscan, K. Winterhalter, dpa

Im politischen und medialen Trubel um den Besuch von Sozialministerin Christine Haderthauer in der Würzburger Gemeinschaftsunterkunft (GU) für Asylbewerber ist dieser Jahrestag ein bisschen aus dem Blickfeld geraten: Vor einem Jahr, am 19. März 2012, starteten acht Flüchtlinge aus dem Iran mitten in der Würzburger Innenstadt, vor dem Vierröhrenbrunnen, einen unbefristeten Hungerstreik. Zum einen, um ihre persönlichen Asylverfahren zu beschleunigen. Zum anderen, um – zwei Monate nach dem Suizid ihres Landsmanns Mohammad Rahsepar – die Öffentlichkeit auf die Umstände hinzuzuweisen, unter denen Flüchtlinge hierzulande leben. Lies den Rest dieses Artikels

Die politischen Folgen von Misswirtschaft und Sanktionen im Iran (KAS)

Der iranische Wirtschaftsexperte Bijan Khajehpour wurde im Rahmen der Verhaftungswellen nach den Präsidentschaftswahlen 2009 monatelang im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran inhaftiert. Aufgrund der hohen Zahl dort einsitzender Intellektueller wird das Evin-Gefängnis längst im Volksmund „Evin-Universität“ genannt.

 

Der iranische Wirtschaftsexperte Bijan Khajehpour hofft nach den Präsidentschaftswahlen auf eine gemäßigt Regierung im Iran. Photo: Dr. Oliver Ernst
Der iranische Wirtschaftsexperte Bijan Khajehpour hofft nach den Präsidentschaftswahlen auf eine gemäßigt Regierung im Iran. Photo: Dr. Oliver Ernst

 

Bijan Khajehpour zählt im Iran zu den mutigen Vertretern einer nach Öffnung des Landes strebenden, wirtschaftlich erfolgreichen Mittelklasse, die politische Gängelung nicht mehr hinnehmen will, sondern Reformen, wie Demokratisierung im Inneren und die Normalisierung der Beziehungen mit den USA im Äußeren anstrebt.

Nach seiner Freilassung musste er aus seiner Heimat fliehen, um der Verfolgung zu entgehen. Heute arbeitet und lebt der Ökonom mit seiner Familie in Wien. In seinen Analysen seziert Khajehpour die Fehler der iranischen Wirtschaftspolitik und kritisiert vor allem das Missmanagement des scheidenden Präsidenten Ahmadinejad (Zum Thema: Beitrag “Iran Reader 2013″Seite 24-43).

Im folgenden Interview äußert er sich aber auch zu den politischen Chancen der Reformer und der Grünen Bewegung. Und er verweist auf eine neue Qualität der Opposition, die heute – stärker als noch bei den letzten Präsidentschaftswahlen – auch auf die neuen Medien und sozialen Netzwerke zurückgreift. Lies den Rest dieses Artikels

Iran: Gottlos in Teheran

IRAN Gottlos in Teheran  

Reinhard Baumgarten über einen iranischen Atheisten

Blick auf die iranische Hauptstadt Teheran bei Nacht

Nacht über Teheran (Kebria | Flickr | CC BY 2.0)

Mechti ist 32 Jahre alt, Physiker, er ist schwul und ein Atheist. Und er lebt im Iran, wo sowohl Homosexualität als auch Atheismus unter Todesstrafe stehen.

Trotzdem lebt er sein Leben und hat Kontakt zu Gleichgesinnten. Allerdings nur mit großen Vorsichtsmaßnahmen und strenger Geheimhaltung. Unsicherheit und Angst sind seine ständigen Begleiter. Reinhard Baumgarten hat den jungen Mann in Teheran getroffen.

BEITRAG HÖREN

KAS:„Das Wichtigste sind freie Wahlen im Iran und die Freilassung von Moussawi und Karroubi!“

Oliver Ernst

Herausgeber: Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

Gespräch mit Ardeshir Amir Arjomand, dem Berater des unter Hausarrest stehenden ehemaligen iranischen Ministerpräsidenten und Präsidentschaftskandidaten 2009, Mir Hossein Moussawi, zu den iranischen Präsidentschaftswahlen 2013.

 

Ardechir Amir Arjomand fordert auch von der deutschen Politik einen Einsatz für freie Wahlen im Iran. Foto: Dr. Oliver Ernst
Ardechir Amir Arjomand fordert auch von der deutschen Politik einen Einsatz für freie Wahlen im Iran. Foto: Dr. Oliver Ernst

Ardeshir Amir Arjomand war bei den letzten Präsidentschaftswahlen im Iran Berater des einstigen iranischen Ministerpräsidenten und Präsidentschaftskandidaten Mir Hossein Moussawi. Moussawi steht gemeinsam mit seiner Frau Zahra Rahnaward– wie auch der zweite renommierte Reformkandidat der letzten beiden Präsidentschaftswahlen von 2005 und 2009, Mehdi Karroubi, seit über zwei Jahren unter Hausarrest. Bei den Wahlen 2009 hatte Moussawi die sogenannte „grüne Bewegung“ angeführt, die sich aus verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Kräften zusammensetzt und für politische Reformen im Iran eintritt. 

Im Interview beschreibt Ardeshir, der heute im europäischen Exil lebt, Moussawi als eine politisch starke und kämpferische Natur. Anders als Chatami, der 2009 zugunsten von Moussawi auf eine eigene erneute Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen verzichtet hatte, stelle sich Moussawi dem Druck der politischen Führung auf die Reformbewegung entgegen. Chatami habe dies zuwenig getan, obwohl er in der Zeit seiner doppelten Präsidentschaft (1997-2005) über 20 Millionen Wähler hinter sich gehabt habe.

Scharf kritisiert Arjomand den religiösen Führer Chamenei. Dieser lege die Verfassung der Islamischen Republik Iran sehr restriktiv aus. Tatsächlich sei es aber auch unter der heutigen Verfassung möglich, alle Gruppen, auch die säkularen Kräfte, gleichberechtigt an freien Wahlen zu beteiligen. Respekt für politisch Andersdenkende sei daher das wichtigste Ziel der grünen Bewegung im Iran.

Er wirft Chamenei vor, die Opposition zu bedrohen, um diese an der Teilnahme der Präsidentschaftswahlen zu hindern. Auch auf Ex-Präsident Chatami werde dieser Druck ausgeübt, daher zögere Chatami noch, sich zur Wahl zu stellen.

Von der internationalen Gemeinschaft fordert Arjomand, auf die Herrschenden im Iran Druck auszuüben, damit freie Wahlen ermöglicht und die unter Hausarrest stehenden Politiker freigelassen werden. Sollten die Wahlen am 14. Juni 2013 nicht frei stattfinden, dann sollte die internationale Gemeinschaft die iranische Regierung nicht als legitim anerkennen.

Im Folgenden das Interview in Auszügen.

Lieber Herr Arjomand, im Iran hat vor drei Tagen ein neues Jahr begonnen. Hierzu möchten wir Ihnen alles Gute wünschen!

Wie beurteilen Sie die Entwicklung im Iran im vergangenen Jahr?

Arjomand: Das Jahr 1391 war für Iran ein schwieriges Jahr. Die Probleme mit dem Ausland konnten nicht gelöst werden. Die politische und sozio-ökonomische Lage hat sich sogar weiter verschlechtert.

Welche Erwartungen haben Sie für das neue Jahr im Iran?

Ich habe zwar die Hoffnung, dass es im Iran und in unseren Außenbeziehungen zur Entspannung kommt, aber hierfür gibt es derzeit leider keine großen Anzeichen.

Am 14. Juni sind Präsidentschaftswahlen im Iran. Die ehemaligen Kandidaten Karroubi und Moussawi stehen immer noch unter Hausarrest. Wer könnte unter diesen Umständen das Reformerlager vertreten?

Personen sind nicht das Wichtigste, sondern die politischen Forderungen. Solange der religiöse Führer Chamenei seine Politik nicht ändert, solange er freie Wahlen verhindert, machen Wahlen keinen Sinn!

Ist die grüne Bewegung in der Lage, bei den nächsten Wahlen gegen mögliche erneute Wahlmanipulationen zu protestieren, wie im Jahre 2009?

Es müsste eine Wahlaufsicht geben. Die Reformkräfte haben dafür protestiert, dass sie sich an den Wahlen beteiligen können. Die grüne Bewegung vereint die unterschiedlichen Strömungen der Opposition im Iran, ohne Unterscheidung von säkularen oder religiösen Gruppen.

Welche Themen werden den Wahlkampf bestimmten?

Dass wichtigste Thema ist die freie Wahl und das sich das Volk autonom entscheiden kann.

Wird es einen Wahlboykott der Reformkräfte geben?

Das Volk hat ein Recht auf Wahlen. Wenn die Regierung keine freien Wahlen zulässt, dann hat das Volk das Recht „nein“ zu den Wahlen zu sagen. An manipulierten Wahlen muss man nicht teilnehmen, auch wenn Chamenei von der Pflicht zur Wahl zu gehen gesprochen hat. In ihrer Neujahrsbotschaft hat die grüne Bewegung freie Wahlen gefordert.

Befürchten Sie Unruhen vor oder nach den Wahlen?

Was wir befürchten sind Manipulationen der Wahl. Welcher Präsident gewählt wird, das wird von Chamenei entschieden. Und das wollen wir ändern.

Wie wirken sich die internationalen Sanktionen auf die politische Stimmung im Land aus?

Die Sanktionen treffen vor allem die Menschen mit geringen Einkommen negativ, daher sind sie gegen die Sanktionen.

Welche Lösung wünschen Sie sich für Syrien?

Wir wünschen uns den Abgang von Assad und für das syrische Volk wünschen wir freie Wahlen ohne ausländische Einflussnahme. Die iranische Regierung stützt Assad auf jede erdenkliche Art, das iranische Volk unterstützt ihn nicht. Ich hoffe, dass die Syrer ihre Probleme ohne Gewalt lösen können.

Wird es im Iran auf absehbare Zeit tiefgreifende politische Änderungen wie in Ägypten, Tunesien oder Libyen geben?

Eine Situation wie in Libyen wird es im Iran nicht geben. Wir sind gegen jede ausländische Intervention. In Ägypten ist die Situation wie im Iran 1979. Wir haben diese Phase schon hinter uns. Während in Ägypten und Tunesien die islamistischen Kräfte an die Macht gekommen sind, sinkt ihr Einfluss in der iranischen Gesellschaft. Insbesondere die paramilitärischen Kräfte, die gewaltsam vorgehen, haben die Legitimation und die Unterstützung des Volkes verloren. Wir wollen friedliche Reformen und nicht eine Situation wie in Syrien. Die Probleme des Iran kann man nicht mit Gewalt lösen. Die Freilassung von Moussawi und Karroubi wäre ein erstes Zeichen für ein Einlenken von Chamenei.

Welche Rolle können die Iraner im Ausland spielen?

Ich repräsentiere eine Bewegung, die sich auf dem Gebiet des Iran befindet. Wir können die Öffentlichkeit in anderen Ländern über die Lage im Iran informieren. Nicht nur über die nukleare Frage, sondern auch über die inneren Probleme, die für die Iraner wichtig sind. Die iranische Regierung sieht, dass die Iraner im Ausland beispielsweise mit den europäischen Abgeordneten sprechen und diese beeinflussen können. Daher ist es wichtig, dass die Freunde in Deutschland und Europa ihnen die Möglichkeit geben mit vielen politischen Kräften zu sprechen. Die seit über 30 Jahren im Ausland lebenden Iraner haben im Iran nichts bewegt, können nichts bewegen und wissen dies sehr genau. Die grüne Bewegung versteht sich aber nicht als Bewegung im Ausland, sondern im Inland. Ohne die grüne Bewegung gibt es keinen Wandel. Eine Alternative zur derzeitigen Politik gibt es nur im Innern des Iran.

Was könnte die internationale Gemeinschaft tun, um die Reformen im Iran zu unterstützen?

Die internationale Gemeinschaft kann Druck auf die iranische Regierung ausüben, dass diese freie Wahlen zulässt. Sie sollte die iranische Regierung auch dazu drängen, Moussawi und Karroubi freizulassen. Wenn es nicht zu freien Wahlen kommt, dann sollte die Legitimität der iranischen Regierung durch die internationale Gemeinschaft nicht anerkannt werden. Im Moment sind Veränderungen nur durch Druck auf Chamenei möglich, nicht durch Gespräche.

Ich glaube aber, dass sich die Situation im Iran zum Positiven verändern wird.

Sehr geehrter Herr Arjomand, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Die Fragen stellt Dr. Oliver Ernst

Quelle: Konrad-Adenauer-Stiftung

 

Cyrus Connects Ancient Iran and U.S. Democracy

Garrett Nada

            The 2,600-year-old Cyrus Cylinder, widely considered the world’s first human rights charter, is now on display in Washington, D.C. ― the first stop on its tour of five U.S. museums. The U.S. founding fathers were inspired by the Persian monarch Cyrus’ tolerant rule of the first multilingual empire, which spanned from Egypt to India. “The story of Persia — Iran — is part of the story of modern United States,” according to British Museum Director Neil MacGregor.
      The nine-inch long clay artifact was unearthed in 1879 by a British Museum team in modern Iraq. It features an account of Cyrus’ conquest of Babylon in 539 B.C. But the cylinder is better known for the king’s proclamation of linguistic, racial and religious equality – a revolutionary concept in the ancient world. Cyrus also allowed slaves and deported peoples to return home to rebuild their temples. Lies den Rest dieses Artikels

BR: Menashe Amir gibt dem Iran eine Stimme

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amir_blog_1

Das ist Menashe Amir, 73. Vergangenen Sonntag habe ich ihn in seinem Studio in Jerusalem besucht. Er moderiert beim öffentlichen Radiosender “Kol Israel” (Stimme Israels) eine Nachrichten- und Diskussions-Sendung für Hörer im Iran. Über Kurzwelle und Internet erreicht Menashe mutmaßlich ein Millionenpublikum im Iran.Es ging diesmal um die hohen Lebenshaltungskosten im Iran, die meisten Anrufer haben sich beklagt, dass das Geld kaum noch für das Nötigste reicht. Ihren Namen sollen die Hörer nicht nennen, damit sie vom iranischen Regime keine Repressalien fürchten müssen.

Ich habe Menashe gefragt, ob er denn auch von den Iranern gefragt wird, wie das Leben in Israel so ist. Und er sagt, dass das Interesse groß ist.  Er bemühe sich, alle Facetten zu schildern; von hohen Lebenshaltungskosten und den Schwierigkeiten der Mittelschicht in Israel hat er zum Beispiel auch schon berichtet.

Menashe ist in Teheran geboren und kann seine erste Heimat seit 35 Jahren nicht mehr besuchen. Israel ist seine zweite Heimat. Er hofft, dass es zu keiner militärischen Auseinandersetzung zwischen beiden Ländern kommt, wegen des Atomprogramms. Und eigentlich sollte seine Radiosendung einfach nur alltäglich sein. Stattdessen erscheint sie wie ein kleines Wunder.

Einiges hat mir Menashe während der Sendung aus dem Persischen übersetzt und erklärt, was die Menschen im Iran gerade beschäftigt. Schon allein dadurch rückt das Land so nah an Israel heran … die gegenseitigen Drohungen der Politiker wirken noch einmal umso absurder.

Quelle: BR- tagesschau

Witness Statement of Hamed, an Iranian homosexual


(March 12, 2013) — In this witness statement, Hamed–a homosexual Iranian man–discusses his activities with the LGBT community inside Iran, the government’s treatment of members of the LGBT minority and society’s views towards LGBTs.

He also reveals how he helped establish and celebrate the first National Day of Sexual Minorities in Iran in Tehran in 2010.


Name: Hamed (Pseudonym)

Place of Birth:  Tehran, Iran 

Date of Birth:  1982 

Occupation:  Computer Programmer       Lies den Rest dieses Artikels

3Sat heute ab 17:15: Menschenrecht Asyl

Menschenrecht Asyl

Abschieben? Aufnehmen?

Asylrecht ist eine wichtige humanitäre Errungenschaft und keine ärgerliche Last. Immer wieder zeigen Krisen auf der ganzen Welt: Jeder kann irgendwann von der Solidarität anderer abhängig sein, um zu überleben

2012 sind mehr als 500 Flüchtlinge aus neun deutschen Städten in einem Demonstrationsmarsch nach Berlin gezogen. Ihr Anliegen: Protestieren gegen die deutsche Asylpolitik, die unmenschliche Bedingungen für die Asylbewerber schaffe. Sie fordern ein Leben in Würde, mit Arbeit und der Chance, sich in dem Land, in das sie geflüchtet sind, zu integrieren.

 

Nicht zuletzt wurde die Idee des Rechts auf Asyl vor allem durch europäische Krisen gestärkt: durch die massenhafte Flucht vor dem Terror der Nazis und aus kommunistischen Regimen. Vor allem aber rückt das “3sat thema” die Schicksale Asyl suchender Menschen ins Zentrum, und zeigt, wie Asylverfahren funktionieren und wie Asylantenheime von innen aussehen.

Das 3sat thema beleuchtet in Dokumentationen und Filmen sowohl die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen als auch individuelle Schicksale von Asylanten in verschiedenen Ländern.

 

Der Abend in der Übersicht

 

17.15 Uhr
Exil in der Karibik 
Ein Diktator rettet deutsche Juden
Dokumentation

© dpa

Kerry: Nuke talks cannot go on forever

 On March 4, Secretary of State John Kerry and Saudi Arabian Foreign Minister Saud al Faisal warned that the window for diplomacy cannot remain open indefinitely for Iran. Talks on the controversial nuclear program “cannot become an instrument for delay that in the end make the situation more dangerous,” Kerry told members of the press in Riyadh. “We can’t be like philosophers who keep talking about how many angels a pinhead can hold.  We have to talk seriously…” al Faisal echoed.

            Kerry argued that “you cannot have a more peaceful world when a country that exports terror and is involved in the internal affairs of other countries and breaking its own agreements with the Nuclear Nonproliferation Treaty…” He stressed that U.S. efforts to curb Tehran’s nuclear ambitions are part of a larger mission to stop nuclear proliferation.They are not “anti-Iranian,” Kerry said.

            Iran also came up in remarks on Syria. Al Faisal said that Saudi Arabia has a moral duty to protect Syrians from slaughter, and that it will “do everything within its capabilities” to provide aid and security. Kerry seemed to caution against arming rebels, noting that weapons could eventually fall into the wrong hands. But “bad actors, regrettably, have no shortage of their ability to get weapons from Iran, from Hezbollah, from Russia,” Kerry said. The following are excerpts from remarks by Foreign Minister al Faisal and Secretary Kerry, followed by a link to the full transcript. Lies den Rest dieses Artikels

Doku “Der Iran Job”: Korbjagd beim Erzfeind – Die Welt der mutigen iranischen Frauen

Ein US-Basketballer, der in Iran sein Geld verdient. Klingt verrückt? Ist aber wahr. Noch verrückter ist es, einen Dokumentarfilm daraus zu machen. Der deutsch-amerikanische Regisseur Till Schauder hat es gewagt.

Fast wäre er in einem iranischen Knast gelandet, nur Glück bewahrte ihn davor – und das alles wegen dieses Films, für den Till Schauder den amerikanischen Basketballer Kevin Sheppard drei Jahre lang begleitet hat. Undercover, ohne Drehgenehmigung, denn Sheppard spielte beim Erzfeind der USA – in der Iranian Super League.

Dem Mann von den amerikanischen Jungferninseln war – wie vielen US-Nachwuchsspielern – der Sprung in die Profi-Liga NBA nicht gelungen. Also entschied er sich, ein paar Jahre durch die Welt zu tingeln. Und in der Saison 2008/ 2009, von der der Film handelt, heißt sein Arbeitgeber A.S. Shiraz, ein Klub in der Millionenstadt Schiras, 700 Kilometer südlich von Teheran.

Dort begrüßen ihn Parolen wie “Nieder mit den USA” und “Amerika ist der Teufel”, die an Häuserwände geschmiert sind. Die Iraner, denen er begegnet, versichern ihm jedoch, wie sehr sie die USA mögen. Schnell knüpft der Afroamerikaner Freundschaften, baut ein enges Verhältnis zur Team-Physiotherapeutin und zwei ihrer Freundinnen auf.

Our exclusive Brave New Hollywood interview directly from Los Angeles Film Festival, with director Till Schauder and professional basketball player Kevin Sheppard about “The Iran Job” (documentary) following an American ball player taking a risky step to play basketball inside the very Islamic Iran. Directed by Till Schauder. Produced by Till Schauder and Sara Nodjoumi. Lies den Rest dieses Artikels

3SAT: City Walls – Drei Frauengenerationen im Iran

Dienstag, 5.3.2013, 23:35 UHR, 3SAT

 Begegnung mit der Großmutter

Sie haben eindeutig die Hosen an – trotz Schleier: die Frauen in der Familie von Afsar Sonia Shafie. Nach fünf Jahren in der Schweiz besucht die iranische Filmemacherin Afsar Sonia Shafie in Begleitung ihres Mannes, dem Schweizer Kameramann Martin Frei, die Frauen, die ihr Leben geprägt haben: ihre Großmutter, ihre Mutter und ihre Schwester Sona.

Männer sind in dieser Familiengeschichte rar. Seit Generationen sorgen die Frauen nach Kräften für das Wohl der Familie. Und so findet die Oma für ihren Mann, der früher alkohol- und opiumsüchtig war und sie schlug, auch noch tröstende Wort: “Du musst dich nicht schämen”, sagt sie, “die Ausländer verstehen kein Persisch.”
Intim und bewegend erzählt “City Walls” vom Leben dreier Frauengenerationen im Iran. In Zeiten, in denen vom “Kampf der Kulturen” geredet wird, stimmt Afsar Sonia Shafie in ihrem Film leisere Töne an und eröffnet dem westlichen Betrachter erstaunliche Erkenntnisse. Afsar Sonia Shafies Familiengeschichte bricht mit gängigen Vorurteilen und zeichnet ein ungleich reicheres Bild der islamischen Gesellschaft.

 

 

Report Mainz: Geldgeschäfte mit Verfassungsfeinden – Deutsche Banken und die NPD, aber nicht mit Iranern!

Schon 2007 hat sich Report Mainz mit der Verbindung zwischen deutschen Banken und der NPD auseinandergesetzt. Seit 2012 hingegen bekommen immer mehr Iraner Probleme bei deutschen Banken. Ihnen werden die Konten gekündigt oder aber sie können keine Konten öffnen.

Mehr als 2.000 Iraner sind derzeit von diesen Diskriminierungen betroffen. Commerzbank, Deutsche Bank, HypoVereinsbank und andere sind in diesem Bereich führend.

Trotz rechtlicher Prüfungen durch die Antidiskriminierungsbehörde des Bundes, des Auswärtigen Amtes und zahlreicher staatlicher Stellen geht diese unrechtmäßige Praxis weiter.

Ein eklatanter WIDERSPRUCH, freie fahrt für Nazis, aber Diskriminierung von Iranern. Wie passt das zusammen?

Aus der Sendung vom Montag, 8.10.2007 | 21.45 Uhr | Das Erste

NPD-Demo

Oft verspreche ich Ihnen von dieser Stelle aus, dass wir von REPORT MAINZ an Themen dran bleiben. So war es auch beim folgenden Beitrag. Vor sieben Jahren haben wir uns mit der Frage befasst, wer eigentlich davon profitiert, dass es die NPD gibt. Mit anderen Worten: Wer macht Geschäfte mit dieser rechtsextremen Partei?

Die Antwort damals: Etliche Banken unterhalten Geschäftsverbindungen zur NPD. Und heute, wo laut über ein Verbot der Nationaldemokraten nachgedacht wird? Sie ahnen es, noch immer oder schon wieder haben deutsche Geldinstitute die Pforten für den Kunden NPD weit geöffnet. Thomas Reutter berichtet.

Bericht:

Riesa in Sachsen. Laut Eigenwebung eine freundliche Stadt mit netten Menschen. Doch bei den netten Menschen von Riesa haben sich Rechtsextremisten niedergelassen. In diesem Haus sitzt die Deutsche Stimme Verlags GmbH, NPD-Parteiorgan und brauner Versandhandel. Im Angebot: die CD „Blutrausch“, Kriegsverherrlichung für zehn Euro, Morgensterne, Schwerter, Streitäxte.

Das Startkapital für den Firmensitz der Verfassungsfeinde kam von der Volksbank Riesa. Ein Kredit und dazu auch noch ein Geschäftskonto. Als REPORT MAINZ im Jahr 2000 diese Geschäftsverbindung der Bank aufdeckt, kündigt diese an, zumindest das Konto der Rechtsextremisten aufzulösen.

Doch nach aktuellen Recherchen von REPORT MAINZ führt die Volksbank Riesa das Konto heute wieder. Oder immer noch. Dazu will Bankdirektor Harro Meurer nichts sagen. Angeblich…

Zitat:

»…aus Gründen des Bankgeheimnisses.«

Ebenfalls im Sortiment der Rudolf-Hess-Aufkleber „Ich bereue nichts“ und die Plakette „National befreite Zone“. Jahresumsatz nach eigenen Angaben: 1,4 Millionen Euro. Eine Menge Geld, das auch auf ein Konto bei der Deutschen Bank fließt.

Diese Geschäftspartner haben eine Parole: Hass, Hass, Hass.

O-Ton:

»Wir teilen Ihre Leidenschaft. Deutsche Bank. Leistung aus Leidenschaft.«

Ein Interview lehnt die Deutsche Bank ab, schreibt uns aber:

Zitat:

»Wir danken Ihnen für Ihren Hinweis, dem wir gerne nachgehen werden.«
Aber haben die Banken überhaupt das Recht dazu, der NPD ein Konto zu verweigern? Der Wirtschaftsjurist Prof. Georg Borges, ein Experte im Bankrecht, zur aktuellen Rechtslage.

O-Ton, Georg Borges, Ruhr Universität Bochum:

G. Borges

»Private Banken sind weder verpflichtet ein Konto zu gewähren noch eine bestehende Geschäftsverbindung aufrechtzuerhalten. Private Banken können also Konten der NPD kündigen, mit normaler Kündigungsfrist. Private Banken in diesem Sinne sind auch Volks- und Raiffeisenbanken, natürlich auch die Postbank und ähnliche.«

Als REPORT MAINZ im Jahr 2000 erstmals aufdeckt, wie deutsche Banken Geschäfte mit der NPD machen, trennen sich viele Banken von ihrer ultrarechten Kundschaft. Die NPD verliert damals rund 100 Konten.

Bild titelt:

Zitat:

»Postbank kündigt alle Neonazi-Konten. Ein Beitrag zur politischen Hygiene.«

Damals zeigt man sich einsichtig und will reagieren.

O-Ton, Hartmut Schlegel, Postbank AG:

H. Schlegel

»Das kann nur systematisch geschehen. Die Postbank hat insgesamt rund 20 Millionen Spar- und Girokonten. Das bedeutet, dass wir die Kontenbezeichnungen der Konten systematisch durchsuchen und überprüfen, ob sie mit dem Bundesverfassungsschutzbericht übereinstimmen. Wenn das der Fall ist und ein rechtsextremistischer Hintergrund nach Bundesverfassungsschutzbericht erkennbar ist, wird das Konto gekündigt.«

Und heute? Die NPD hat wieder Konten. Auch bei der Postbank. Zum Beispiel hier in Karlsruhe oder auch in Dortmund. Dazu will die Postbank REPORT MAINZ gegenüber nicht Stellung nehmen, nicht einmal schriftlich. Telefonisch teilt uns ein Sprecher mit, auf dieses Thema habe man bei der Postbank keine Lust mehr.

Die NPD will das Deutsche Reich zurück. Seit Monaten sammelt sie Spenden auf ein Konto bei der Dresdner Bank.

O-Ton:

»Das ist doch nicht normal für eine Bank! Dresdner Bank – die Beraterbank.«

Als wir die Dresdner Bank konfrontieren, reagiert sie prompt. Die Bank habe nicht bemerkt, dass bei ihr Spenden für die NPD eingehen. Das Konto werde gekündigt, ein Interview aber abgelehnt. Uns gegenüber beteuert der Konzern, künftig Konten nur an Organisationen zu geben…

Zitat:

»…die zweifelsfrei der freiheitlichen demokratischen Grundordnung verpflichtet sind.«

Für die Kündigung der NPD-Konten sprach sich auch der Verband der Volks- und Raiffeisenbanken aus. Das war im REPORT-Bericht 2001. Doch heute machen auch Volks- und Raiffeisenbanken Geschäfte mit den Rassisten. Derzeit sammelt die NPD ihr Geld auf Konten dieser Banken.

O-Ton:

»Profitieren Sie von den Vorteilen einer großen Gemeinschaft! Wir machen den Weg frei. Volksbanken Raiffeisenbanken.«

Für diese Banken hat Kirsten Bradtmöller vom Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken einen guten Rat:

O-Ton, Kirsten Bradtmöller, Bundesverband Volks- und Raiffeisenbanken:

K. Brandmöller

»Der Bundesverband empfiehlt seinen Banken Konten mit rechtsradikalen Organisationen nicht einzugehen und bestehende Konten zu lösen. Wir sagen: Jedes Konto mit einem rechtsradikalen Hintergrund ist ein Konto zuviel.«

Die NPD will Rechtsstaat und Demokratie beseitigen. Deshalb sollten Banken mit ihr keine Geschäfte machen. Auf unsere Anfrage hin legt nun auch erstmals das Bundesinnenministerium den Banken nahe, braune Konten zu kündigen.

O-Ton, Peter Altmeier, CDU, Parlament. Staatssekretär im Bundesinnenministerium:

P. Altmeier

»Ich würde mir wünschen, dass die Geschäftsbanken in Deutschland von sich aus ihrer Verantwortung für die freiheitliche Grundordnung unseres Staates gerecht werden.«

Abmoderation Fritz Frey:

Wenn Sie wissen wollen, ob die Bank Ihres Vertrauens auch das Vertrauen der NPD genießt, unter reportmainz.de gibt es noch mehr zum Thema.

Quelle: Report Mainz (SWR) Manuskript der Sendung

Madeleine Albright: Iran sanctions working

http://www.cbsnews.com/8301-505263_162-57570024/madeleine-albright-iran-sanctions-working/

 

(CBS News) Looking ahead to U.N. talks next week, former Secretary of State under President Bill Clinton Madeleine Albright, said sanctions against Iran are working.

“The P-5 Plus 1 (U.S., Britain, France, China, Russia and Germany), they are going to keep pushing Iran, and I think that the sanctions are working because we hear an awful lot about problems within the Iranian economy,” she said on “CBS This Morning.”

“But ultimately, we’re going to have to see what our policy is,” she added. “As the president has said, containment is not enough. And all options are on the table. But these are important talks because they do have to be a multilateral push to isolate Iran internationally.”

Turning to the turmoil in Syria, “CBS This Morning” co-host Charlie Rose asked Albright about reporting that the Obama administration may reconsider its past decision to not arm the rebels. Albright said when you’re in office, it’s best to follow the situation and make a decision. But that decision is what she called “a rolling decision.”

“I think they’re watching it very, very carefully,” she said. “… And what’s been amazing is the amount of aid that the U.S. government has given to Syria, nonlethal aid.”

Newly-minted Secretary of State John Kerry, who takes over the seat vacated by Hillary Clinton, will be very important in dealing with Syria and potentially arming the rebels, Albright said.

Asked if it was the right decision not to arm the rebels earlier, Albright said, “I think it was. I think it was done very carefully with the idea that there are a lot of arms in there. But I do think it’s also correct to keep looking at these decisions because the situation changes. … I don’t know exactly where Secretary Kerry is going, but obviously he knows a great deal about the subject. And his views will be very, very important in all of this.”

Albright is the author of “Prague Winter: A Personal Story of Remembrance and War, 1937-1948.” For discussion about her book, as well as what secretary of state withdrawal is like, watch her full “CTM” appearance in the video above.

Tina Gharavi: Die Situation wird kippen

Im Interview mit der Regisseurin von „I Am Nasrine“

Zur Zeit läuft „I Am Nasrine“, das Spielfilmdebüt der iranischstämmigen Regisseurin Tina Gharavi, auf Festivals weltweit, im Februar soll er auf DVD erscheinen. Beim Brooklyn Film Festival wurde er für das Beste Drehbuch ausgezeichnet, war außerdem für einen BAFTA Award nominiert. Ben Kingsley bezeichnete ihn als „wichtigen und sehr notwendigen Film“. Gharavi zeichnet darin das einfühlsame Portrait einer jungen Iranerin, die nach England flüchtet und dort zwischen allen Stühlen sitzt auf der Suche nach einer neuen Identität. Ein Film, der nicht nur ein Schlaglicht auf die heutigen Verhältnisse in Iran wirft, sondern auch das Dilemma von Flüchtlingen in den Mittelpunkt stellt, die sich mit einer neuen Kultur arrangieren wollen, ohne die eigene aufzugeben oder zu verleugnen. Gharavi drehte Teile des Films ohne Drehgenehmigung in Teheran – ein gefährliches Unterfangen. Auf dem Höhepunkt der Zusammenstöße zwischen Opposition und Regierungskräften nach den Wahlfälschungen im Juni 2009 schmuggelte sie das Material außer Landes…

Frau Gharavi, nach der Islamischen Revolution gingen Sie ins Exil nach England und kehrten zwei Jahrzehnte später zurück. Was war der Anlass?

Gharavi: Nach dreiundzwanzig Jahren im Exil kehrte ich nach Iran zurück, um meine Mutter zu treffen. Für den britischen Channel 4 drehte ich eine Film mit dem Titel „Mother / Country“. Das war ein besonders emotionale Erfahrung: ich dachte darüber nach, wie ich diese faszinierende Kultur verlassen hatte und dass Kinder von Migranten in gewisser Weise Kinder einer dritten Kultur sind. Diese Kinder sind weder „östlich“ noch „westlich“, sondern irgendwie beides. Ich wollte die Geschichte der ersten Migrantengeneration erzählen. 2001 lud ich Einwanderer zu mir nach Hause in England ein und sprach mit ihnen über ihre Erfahrungen. Die meisten hatten einen Flucht-Hintergrund, hatten hier Asyl gesucht. Die Exilerfahrung hat auf viele Menschen großen Einfluss, vor allem was die Themen Identität und Zugehörigkeit betrifft.

Und daraus entstand dann Ihr Film „I Am Nasrine“…  Lies den Rest dieses Artikels

ARD: Iran und die Sanktionen des Westens

Bastelt der Iran heimlich an der Atombombe? Diese Frage nimmt an Brisanz zu. Zwar gibt der Iran an, lediglich ein ziviles Atomforschungsprogramm zu betreiben. Unterdessen wird es eng für den Iran: Denn die wirtschaftlichen Sanktionen des Westens sind dort immer mehr zu spüren.

 

Baha’is in Iran, BBC Doku [deutsche Untertitel]


Die 26-minütige Dokumentation über die lange Geschichte der Verfolgung der Bahá’í im Iran des BBC-Journalisten Kasra Naji ist nun auch mit deutschem Untertitel verfügbar. Der Beitrag, der an verschiedenen Schauplätzen gedreht wurde und viele historische Aufnahmen verarbeitet, wurde im Programm BBC Persian vom 1. bis 4. Juli 2010 gezeigt. Zum ersten Mal überhaupt wurden für die Sendung auch Innenaufnahmen der Gebäude der Bahá’í nahe Akko gezeigt.

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