With Iran’s presidential approaching in June 2013, Iranian security forces are engaging in a severe crackdown on journalists and publications, which began in January on a day now referred to as “Black Sunday.”
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Hinter dem Schleier im Iran
Abseits von Negativschlagzeilen wartet der Iran mit historischen Juwelen und einem freundlichen “Willkommen”.

Es ist ein kleiner Befreiungsakt. Mit dem Einsteigen ins Flugzeug zurück Richtung Europa darf das Kopftuch runter. Frau darf wieder tun, was im Iran für fünf Tage nicht erlaubt war: Haar zeigen. Das Kopftuch wurde so zum äußeren Zeichen für das Eintauchen in eine andere Welt – fernab von westlichen Konsumketten, hinein in staubige Straßen, an denen die winzigen Läden, die von Gewürzen über Plastikschuhe bis Fleischspieße alles verkaufen, eine Allee bilden. Willkommen geheißen wird man in dieser fremden Welt von vielen: Manchmal sind es nur geschminkte Augenpaare unter dem schwarzen Tschador, manchmal strahlende Kindergesichter, die einem im Chor jenes englische Wort entgegenwerfen, das die Iraner alle zu kennen scheinen: “Welcome!” Und bei einem Wort bleibt es oft nicht, denn man freut sich über Gäste, die aus einer Welt kommen, die für Iraner so fremd ist, wie die ihre den Touristen.
Der Iran, das ist nicht nur das Land, das mit Atomprogrammen und einem wütenden Ahmadinedschad Schlagzeilen macht. Es ist auch das Land der lächelnden Menschen, die sich eine poetische Seele bewahrt haben. Diese wird gespeist von den Nationaldichtern Saadi und Hafis, an deren prunkvollen Grabmälern in Shiraz Liebende auch nach 600 Jahren noch Blumen niederlegen. Und deren Verse im Heute noch präsent sind. “Hast du eine Frage in der Liebe, schlag das Buch von Hafis auf. Im ersten Gedicht wirst du eine Antwort finden”, gibt Reisebegleiter Ahmed Einblicke in den anderen Iran.
Spielfilm ”Manuscripts don’t burn” – Iranische Agenten als Killer
Erstmals stellt ein Spielfilm den Geheimdienst der Islamischen Republik bloß, indem er die Morde an iranischen Schriftstellern und regimekritischen Politikern vor 15 Jahren thematisiert. Stefan Buchen stellt den neuen Film des Regisseurs Mohammed Rasoulof vor.
Es geht um Mord. Das ahnt man in der ersten Szene. Ein hagerer Mann mit Vollbart und Blut an den Fingern rennt zu einem Auto, in dem ein Mann mit Bauchansatz und Lederjacke wartet. Die Szenerie verheißt nichts Gutes: staubige Einsamkeit, im Hintergrund zeichnet sich ein baufälliges Gemäuer ab. Die beiden Männer rasen davon.
Am Anfang ist alles rätselhaft. Aus welchem Motiv und in wessen Auftrag die beiden Täter handeln und wer ihre Opfer sind, das begreift man erst allmählich im neuen Film des iranischen Regisseurs Mohammad Rasoulof, der bei den Kinofestspielen in Cannes diesen Freitag (24.5.) Weltpremiere hat.
Man hätte die beiden Männer für Mafiosi halten können, die vom Baron eines Verbrechersyndikats losgeschickt wurden. Aber sie sind Agenten des staatlichen Geheimdienstes. Sie verfolgen einen inneren Feind: Schriftsteller und Intellektuelle, denen Verrat am Staat und Verbindung zum äußeren Feind zur Last gelegt werden.
Beiläufig erfährt der Zuschauer, dass es ein “Scharia-Urteil” gibt, das dem Handeln der beiden Männer zu Grunde liegt. Aus ihrer eigenen Perspektive morden sie nicht, sondern führen legale Hinrichtungsbefehle aus.
Spiegel der Vergangenheit
Engagiert im Kampf für die Meinungsfreiheit und die Abschaffung der Zensur im Iran: Der renommierte persische Autor Hushang Golshiri war einer der Mitbegründer des iranischen Schriftstellerverbandes.Der Film “Manuscripts don’t burn” (“Dastneveshteha ne-misuzand”) greift eine zeitgeschichtliche Ereigniskette auf, die den Iran Ende der Neunziger Jahre erschütterte, aber heute in Vergessenheit geraten ist. In der Auseinandersetzung mit dem Schriftstellerverband, der als letzte Institution im autoritären Staat auf seiner politischen Unabhängigkeit beharrte und die uneingeschränkte Meinungsfreiheit einforderte, griff der Geheimdienst zu immer brutaleren Mitteln.
Einige Literaten wie Hushang Golshiri sperrte er ein, andere legte er um, wie den Dichter Mohammad Mokhtari und den Schriftsteller Mohammad Jafar Puyandeh. Das Politikerehepaar Parwaneh und Dariush Forouhar, das Kontakte in diese Szene hatte und sich geistig auf den früheren demokratischen Ministerpräsidenten Mosaddegh berief, wurde im Zuge der Mordserie im November 1998 in der eigenen Wohnung mit Dutzenden Messerstichen hingerichtet.
Keine dieser historischen Figuren wird in Rasoulofs Film exakt nachgezeichnet. Aber es wimmelt von Anspielungen auf das tatsächlich Geschehene. Im Zentrum der Geschichte steht die Erinnerung an das Attentat auf einen Bus, in dem 21 iranische Schriftsteller zu einem Kongress in Armenien unterwegs waren.
Während der Fahrt durch die Berge versucht der Fahrer, den Bus in den Abgrund zu stürzen. Er reißt das Steuer herum und springt hinaus. Aber das Attentat scheitert. Der Bus wird von einem Felsbrocken vor dem Sturz in die Tiefe bewahrt. Der Fahrer war ein Mitarbeiter des Geheimdienstes.
Diese Szene taucht nicht im Bild, sondern nur in den Erinnerungen der Charaktere auf. Sie ist der Resonanzraum, in den der ganze Film hineinruft. Der Schriftsteller Kasra hat das Attentat miterlebt und einen Augenzeugenbericht geschrieben. Weil er weiß, dass der Geheimdienst das Manuskript bei ihm finden und vernichten könnte, hat er Kopien bei Freunden versteckt.
Im Visier der Agenten
Der Geheimdienstagent Khosro war damals der Busfahrer. Jetzt hat er den Befehl, zusammen mit seinem Vorgesetzten sämtliche Besitzer des Manuskripts aufzuspüren und unschädlich zu machen. So soll die Veröffentlichung verhindert und die Erinnerung an das gescheiterte Bus-Attentat ausgelöscht werden.
“Das erste Mal in der iranischen Kinogeschichte stellt ein Film den Geheimdienst bloß”, meint der Literaturkritiker Faraj Sarkohi, der 1996 als einer der Wortführer einer Schriftsteller-Initiative gegen Zensur verhaftet und ein Jahr darauf in einem geheimen Verfahren zum Tode verurteilt wurde.”Noch nie hat es ein Regisseur gewagt, die Morde des Geheimdienstes zum Thema eines Spielfilms zu machen. Das erste Mal in der iranischen Kinogeschichte stellt ein Film den Geheimdienst bloß”, meint der Literaturkritiker Faraj Sarkohi. Er hat als einer der ersten die Endfassung des Films gesehen. “Aus der Sicht des Regimes ist das schwerwiegender, als wenn jemand schlecht über den Revolutionsführer redet.”
Tatsächlich saß Sarkohi damals in dem Bus, der beinahe in die Schlucht gestürzt wäre, und hatte einen Bericht darüber aufgeschrieben. Sarkohi überlebte nicht nur das Attentat auf den Bus, sondern auch Haft und extreme Folter in den Kerkern des Geheimdienstes. Er kam dank der Intervention von Menschenrechtsorganisationen und europäischen Regierungen frei und lebt heute in Frankfurt. Ihm und den Mordopfern setzt Rasoulofs Film ein Denkmal.
Dabei ist der Film keine Doku-Fiction. Er zerlegt die Realität und schafft sie neu, so wie es jede gute Kunst tun muss. Die Zeitebenen verschwimmen. Einerseits fühlt sich der Zuschauer in das Geschehen vor 15 Jahren zurückversetzt. Andererseits glaubt er sich in der Gegenwart, weil die Protagonisten im Film das Bus-Attentat vor 15 Jahren nicht erleben, sondern sich lediglich daran “erinnern”.
Auch die Diskussionen unter den Intellektuellen über den Sinn von Widerstand und substantieller Regimekritik im Zeitalter von Twitter und “Network-Generation” wecken Assoziationen zum Hier und Jetzt.
Teheran: Zwei Iraner wegen Spionage erhängt
Teheran: Zwei Iraner wegen Spionage erhängt
In Teheran sind am Sonntag zwei mutmaßliche Spione durch Erhängen hingerichtet worden. Die Männer sollen für Israel und die USA spioniert haben.
Mohammad Heydari war schuldig gesprochen worden, dem israelischen Geheimdienst Mossad mehrere Sicherheits- und Nationalgeheimnisse verkauft zu haben, wie die Agentur AFP unter Verweis auf die iranische Staatsanwaltschaft meldete. Der zweite „Spion“, Koroush Ahmadi, war wegen einer Kooperation mit dem US-Nachrichtendienst CIA zum Tode durch den Strang verurteilt worden.
Vor dem Hintergrund des Atomstreits mit dem Westen berichten die iranischen Behörden sehr oft über die Enttarnung von ausländischen Agenten. Der Mullah-Staat steht bei der Weltgemeinschaft im Verdacht, unter dem Deckmantel seines Nuklearprogramms Atomwaffen zu entwickeln. Obwohl die Regierung in Teheran den zivilen Charakter ihrer Atomaktivitäten beteuert, hat der UN-Sicherheitsrat bereits mehrere Resolutionen mit Sanktionen verabschiedet.
Quelle: RIA NOVOSTI
Der Aufstand der Händchenhalter

Reportage: Die Wahl kümmert die Jugend des Landes kaum. Sie wollen mehr Freiheit – oder einfach fort.
Die Präsidentenwahl hin oder her, Politik interessiert Farough und seine Freunde einfach nicht mehr. „Ständig mischt sich diese Politik überall in mein Leben ein“, ärgert sich der 23-jährige Student: „Ich kann keine Party machen, keine Ausstellung, nichts, ohne dass ich mich hundert Mal anmelden muss und ständig kontrolliert werde.“ Doch das ist nur einer der Gründe, warum der angehende Bauingenieur an diesem Vormittag vor der deutschen Botschaft in Teheran Schlange steht. Er und seine Freunde – Physiker, Mathematiker, Informatiker sind darunter – wollen weg, und Deutschland ist derzeit das westliche Land, bei dem junge Iraner die besten Chancen auf ein Visum und einen Studienplatz haben.
No Future
Jeder dritte Junge aus dem Mullah-Staat spielt ernsthaft mit dem Gedanken, seine Heimat zu verlassen – und das in einer Gesellschaft, in der mehr als 60 Prozent unter 30 sind. Es sind die gut ausgebildeten, urbanen Iraner, die gehen, einfach, wie es Nariz, eine Englischlehrerin aus Isfahan, ganz simpel deutlich macht, „weil wir eine Zukunft haben wollen“.
Und die kann ihnen dieses Land immer weniger bieten. Die Sanktionen des Westens haben die chronische Wirtschaftskrise weiter verschärft. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt offiziell bei 20 Prozent, die realistische Zahl ist weit darüber.
Mehr als 30 Jahre nach der Islamischen Revolution, sind bei den meisten die Träume von einer Reform des Mullah-Regimes verflogen. Dass ältere Iraner auf Hashemi Rafsandjani, den 76-jährigen millionenschweren Ayatollah, als Präsidenten setzen und von ihm mehr politische und gesellschaftliche Freiheiten erhoffen, darüber können viele Junge nur bitter scherzen. „Ein 76-jähriger schwerreicher Geistlicher. So einem wollte ich schon immer meine Sorgen anvertrauen“, will Saeed beim Plaudern in einem Teheraner Teehaus von derartigen Aussichten nichts wissen.
Kleines Stück Freiheit
Die Teehäuser, das ist ein kleines Stück alltäglicher Freiheit, das sich junge Iraner geschaffen haben. Hier trifft man sich zum Rauchen der Shisha, der Wasserpfeife, zum Teetrinken und einfach, um einmal locker und entspannt beieinanderzusitzen: Burschen und Mädchen gemeinsam.
Keine Alltäglichkeit in diesem Land, wo die Behörden das Zusammentreffen der Geschlechter überall mit Argwohn verfolgen. In den öffentlichen Parks, wo Pärchen die angenehme Frühlingssonne genießen, sind regelmäßig Polizisten oder Vertreter der Revolutionsgarden als Sittenwächter unterwegs.
Doch auch wenn die meist in Zivil auftreten, die Jugendlichen sind viel zu erfahren im Umgang mit dem Sitten-Diktat des Regimes, um nicht zu wissen, mit wem sie es da zu tun haben. Sobald die üblichen Verdächtigen durch den Park streifen, rücken die Pärchen ein Stück auseinander, werden die Kopftücher der Mädchen wieder ein paar Zentimeter tiefer in die Stirn gezogen.
Kleine Rebellion
Manche Jugendliche aber nehmen die Herausforderung inzwischen an. „Ich lass mir das Händchenhalten mit meiner Freundin nicht verbieten“, macht sich ein Parkbesucher in Isfahan stark: „Denen erzählen wir einfach, dass wir schon verlobt sind.“ Solche kleinen Rebellionen können allerdings auch übel ausgehen, immer wieder passiert es Mädchen, dass sie von den Sittenwächtern Prügel kassieren.
Doch im Allgemeinen hält sich Ahmadinejads Regime – bei aller radikalen Rhetorik – mit öffentlicher Gewalt zurück. Da versucht man lieber, mit neuen bürokratischen Hindernissen den Freiheitsdrang der Jugendlichen auszubremsen. In Städten wie Isfahan und Shiraz sperren die lokalen Behörden immer häufiger Teehäuser zu. Einen Vorwand, irgendeine vernachlässigte Vorschrift findet sich immer, um wieder einen dieser Treffpunkte stillzulegen.
Wien: Die neuen Partyperser
Die iranische Community in Wien hat in den vergangenen 30 Jahren einen deutlichen Wandel durchlebt.
Von Arian Faal
- Die jüngere Generation ist deutlich toleranter als alteingesessene Iraner.
Das Image des Teppichhändlers ist passé. Heute ist die iranische Community vielschichtiger.dpa
Wien. “Stur können sie sein und stolz auch, aber vor allem sind sie eines: intelligent”, sinnierte einmal der ehemalige österreichische Bundespräsident Rudolf Kirchschläger 1998 bei einer Veranstaltung über die Perser in Wien. Der mittlerweile verstorbene Wiener Altbürgermeister Helmut Zilk, der ebenfalls anwesend war, streute Letzteren ebenfalls Rosen und meinte gar, dass es in Wien “die Ausländer gebe und die Perser”.
Deutsche Wirtschaft rüstet in Sachen Iran-Sanktionen auf
Die Standesorganisationen der deutschen Wirtschaft rüsten in Sachen Sanktionen auf. In den kommenden Monaten findet eine Flut von Veranstaltungen zu diesem Themenbereich statt.
Offensichtlich keimen in den Schaltzentralen der Wirtschaft Hoffnungen auf, nach den nächsten Präsidentschaftswahlen wieder mehr Geschäfte mit dem Iran beginnen zu können.
Hier ein kurzer Überblick über diese Veranstaltungen:
Iran: Der Kronprinz des Ahmadinejad
Im Juni wird im Iran gewählt, Präsident Mahmud Ahmadinejad muss nach zwei Amtszeiten sein Amt abgeben. Er sähe als Nachfolger gerne Rahim Mashai, seinen engsten Vertrauten. Doch das passt den konservativen Hardlinern nicht. Ob Mashai kandidieren darf, ist ungewiss.
Quelle: SRF
Wahlkampf im Iran
Teheran: 50.000
Auch wenn Ahmadineschad zu den Präsidentschaftswahlen im Juni 2013 nicht mehr selbst antreten kann, setzt er alle Hebel des Staatsapparats in Bewegung, um Mascha‘i, den Vater seiner Schwiegertochter, als Nachfolger zu etablieren. Wie berichtet, veranstaltete er im Freiheitsstadion (Stadion-e Azadi) in Teheran eine große Party, um Sympathien zu gewinnen. Die Teilnehmer, die erschienen, bekamen kostenlos Essen verteilt und auch Essen zum Mitnehmen für zu Hause. Ahmadineschad schaffte es trotz der Busse, die aus dem ganzen Land Menschen ankarrten, gerade mal, in der 12-Millionen Hauptstadt 50.000 – 60.000 Menschen zusammenzubringen, das Stadium also halb zu füllen.
Als erfahrener Politiker sucht er auch die verschiedenen iranischen Provinzen auf.
Ahwas: 10.000
So besuchte er kürzlich Ahwas in Chusestan, wo er sich als arabischer Scheich einkleiden ließ und eine Rede hielt. Aber angesichts der zahlreichen Verhaftungen gegen arabische Aktivisten und mehrerer politischer Todesurteile gegen diese kamen zu Ahmadineschads Rede vielleicht gerade einmal 10.000 bis 12.000 Personen (nach staatlichen Angaben!). Allein Ahwas hat über 2 Millionen Einwohner.
Gericht in Mariwan (Iran): Mann in Frauenkleidern (Teil 2)
Wir hatten schon davon berichtet, dass ein Gericht in der kurdischen Stadt Mariwan (Iran) drei Männer dazu verurteilt hatte, in kurdischen Frauenkleidern durch die Stadt geführt zu werden. Bei einem der Dreien wurde das Urteil auch rasch vollstreckt, hier ein Kurzfilm von dieser Art des „Strafvollzugs“. Es fällt auf, wie viele Polizeiautos im Konvoi mitfahren. Es fällt auch auf, dass der Mann, der den Verurteilten auf dem offenen Polizeiwagen festhält, eine schwarze Gesichtsmaske trägt. Vermutlich befürchtet er, dass er von Anhängern der bewaffneten Opposition erschossen wird, wenn seine Identität erkannt wird. Das sagt auch etwas über die Verhältnisse vor Ort aus.
Verschiedentlich wurden auch Gerüchte laut, dass die Verurteilung nicht wegen „Familienstreitigkeiten“ erfolgt sei, sondern aus politischen Gründen. Dies wird von Quellen vor Ort aktiver kurdischer Parteien (Komele und Demokratische Partei Kurdistans/Iran) nicht bestätigt. Es ist wohl eher so, dass das Regime dachte, dass die Verurteilten in ihrem Umkreis keinen so guten Ruf genießen und dass es auf diesem Weg Sympathien unter der Bevölkerung gewinnen könnte, immerhin ist Vorwahlkampf. Aber der Schuss ging nach hinten los, auf Facebook haben sich inzwischen schon über 15000 Männer mit den Opfern solidarisiert, indem sie kurdische Frauenkleidung anzogen und sich so ablichten ließen. Wären die Verurteilten politisch aktiv gewesen, hätte man wohl noch mit wesentlich massiveren Protesten auf den Straßen rechnen müssen.
Source:
DidareSabz
Irans Expräsident greift Ahmadinedschad an
Der iranische Expräsident Akbar Haschemi Rafsandschani (Archiv) (Bild: Keystone)
Sieben Wochen vor der Präsidentenwahl im Iran hat der frühere Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani seinen Nachfolger Mahmud Ahmadinedschad scharf angegriffen. Der Iran habe unter dessen Führung “bittere Jahre” erlebt, sagte Rafsandschani laut Nachrichtenagentur Mahr.
Teheran. ”Die Politik der Regierung Ahmadinedschad in den letzten acht Jahren war es, qualifizierte und glanzvolle Politiker entweder ins Abseits zu schicken oder unter Hausarrest zu stellen.” Unter Hausarrest stehen seit Februar 2011 der ehemalige Ministerpräsident Mir Hussein Mussawi und Ex-Parlamentspräsident Mehdi Karrubi.
Rafsandschani kritisierte auch Ahmadinedschads Aussenpolitik. “UNO-Resolutionen als Papierschnipsel zu bezeichnen hat definitiv gravierende Konsequenzen und hohe politische Kosten für das Land”, so der moderate Geistliche.
Kein Krieg mit Israel
Auch mit Erzfeind Israel wolle man keinen Krieg, sagte Rafsandschani. Er bezog sich auf die anti-israelische Rhetorik Ahmadinedschads, die seit Jahren international verurteilt wird.
Rafsandschani hat nach eigenen Angaben noch nicht entschieden, ob er an der Präsidentenwahl am 14. Juni teilnehmen wird.
“Nicht dass ich mich festgelegt habe – aber meiner Meinung nach braucht das Land keinen 80-jährigen alten Mann als Präsidenten”, sagte der heute 78-Jährige. Ahmadinedschad darf nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren.
Quelle: Reuters/DPA/SDA/
Iran: Internet-Polizei – Facebook schuld an Scheidungen

Die iranische Internet-Polizei macht Facebook für jede dritte Scheidung im Land verantwortlich – obwohl das weltgrößte Online-Netzwerk im Iran blockiert ist.
DW: Iran – DIE ENDLOS LANGE NACHT
Im Iran werden Journalisten verhaftet, gefoltert und verjagt. Schon der Kontakt mit Auslandsmedien kann geführlich sein. Im Juni sind Präsidentschaftswahlen: Die Verfolgung nimmt zu.
Die Nacht nach seiner Verhaftung war endlos lang. Ehsan Mehrabi musste stehen. Setzen durfte er sich nicht – auch nicht, als ihm erst schwindelig, dann schlecht wurde. Er fiel, verletzte sich am Kopf und musste weiter stehen. Aber schlimmer sei die psychische Folter gewesen, sagt der iranische Journalist: “Sie haben mir gedroht, dass sie meine Familie verhaften und mich hinrichten würden.”
Über Nacht wurde er zum Spion. Geheimdienstagenten, sagt der heute 37-Jährige, klopften an die Türen seiner Nachbarn und Freunde und erzählten ihnen, Mehrabi habe mit ausländischen Regierungen zusammengearbeitet. Der Grund: Der Parlamentskorrespondent hatte im Februar 2010 dem persischen Programm des britischen Senders BBC ein Interview gegeben. Er zuckt die Schultern. “Das reichte aus, um mich für ein Jahr und drei Monate ins Gefängnis zu werfen.”
Briefe aus dem Kulturministerium
Es bedarf nicht viel, um als iranischer Journalist verhaftet und gefoltert zu werden: ein Artikel zum iranischen Nuklearprogramm, eine Reportage über den Preis von Lebensmitteln, die seit der Verschärfung der westlichen Sanktionen immer weiter steigt. Manchmal aber, werden Artikel, die niemals geschrieben wurden, zum Verhängnis – etwa über den Jahrestag der islamischen Revolution oder regimefreundliche Demonstrationen. Journalisten müssen sich vorsichtig an die vielen roten Linien herantasten, die oft unsichtbar sind: “Die Regierung hat nie definiert, was sie unter Zensur versteht”, sagt Reza Moini, Iran-Referent der Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen. Die iranische Presse ist eine der am stärksten zensierten der Welt, so das Committee to Protect Journalists, das sich für den Schutz von Journalisten weltweit einsetzt.
Die Weisungen erreichen die Chefredakteure aus dem Ministerium für Kultur und islamische Führung – und sie wissen, dass sie sich besser daran zu halten haben. “Eine Zeitung wurde kürzlich geschlossen, weil sie über einen Oppositionsführer geschrieben haben”, berichtet Ali Mazrooie von der im Iran verbotenen Gewerkschaft iranischer Journalisten (AOIJ). Über die Jahre hat er für viele Zeitungen gearbeitet: Denn immer wieder werden zu kritische Zeitungen und Sender verboten und geschlossen. Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen sind seit 2009 mehr als 30 unabhängige Zeitungen verboten worden. Die Folge: Mehr als 90 Prozent der Presse werden direkt von der Regierung kontrolliert, so Mazrooie, der heute im Brüsseler Exil lebt.
Journalisten fliehen
Mehr als 200 Journalisten seien in den vergangenen Monaten aus dem Iran geflohen. Denn die Regierung verschärfe im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im Juni die Zensur und gehe gezielt gegen kritische Journalisten und Blogger vor: “Mehr als 24″, so Moini, “sind seit Anfang des Jahres verhaftet worden.” Manche wurden freigelassen, andere noch nicht. 46 Journalisten und Blogger sind inhaftiert, manche seit Jahren.
Journalisten werden außerdem gezielt aufgefordert, sprich gezwungen, die Hauptstadt Teheran zu verlassen: “Ein Exil im Inneren des Landes”, so nennt es Moini von Reporter Ohne Grenzen. Auch Angehörige von im Ausland lebenden Journalisten werden aufgesucht und eingeschüchtert. Viele verwenden ein Pseudonym, “aber die Botschaft weiß doch trotzdem wer wir sind”, so eine junge iranische Journalistin, die in Deutschland lebt.
Quelle: DW/Flüchtlingshilfe Iran/Carl Melchers
Wien: Das künstliche Geschlecht’ – Ausstellung mit Filmabenden und Podiumsdiskussion
In fast keinem anderen Land gibt es so viele Geschlechtsumwandlungen wie im Iran. Trotzdem werden viele Transfrauen und Transmänner von ihren Familien verstoßen und im gesellschaftlichen Leben diskriminiert. Der Verein ORQOA (Oriental Queer Organisation Austria) und die Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Stadt Wien laden zu einer einwöchigen Informationsreihe ein.

Das Programm umfasst eine Ausstellung der iranischen Fotokünstlerin Asoo Khan Mohammadi, Filmabende und eine Podiumsdiskussion zum Thema LGBTI- Migration und Flüchtlingspolitik.
Die religiöse Fatwa
Im Jahr 1987 hat Ayatollah Khomeini, der Revolutionsführer der Islamischen Republik Iran, mit einer Fatwa – einem religiösen Dekret – die Transsexualität und Geschlechtsumwandlungen erlaubt. Die Operationen werden von der Krankenkasse bezahlt. Somit wurde im Iran praktisch über Nacht ein drittes Geschlecht geschaffen, ohne die gesellschaftliche Integration der Betroffenen zu verbessern. Bis zur Operation dürfen sich Männer, die Frauen werden möchten, wie Frauen kleiden und gesellschaftlich festgelegte Rollen und Aufgaben von Frauen übernehmen – ebenso dürfen sich Frauen als Männer kleiden.
- Gewalt gegen Transfrauen und Transmänner
Heute gibt es in fast keinem anderen Land der Welt so viele Geschlechtsumwandlungen wie im Iran. Trotzdem ist das Leben für Transfrauen und Transmänner nicht leicht. Viele werden von den Familien verstoßen, im gesellschaftlichen Leben diskriminiert, erniedrigt und oft als SexarbeiterInnen missbraucht. Da Prostitution im Iran ebenso verachtet ist, werden Transfrauen für ihre sexuellen Dienste schlecht bezahlt. Zudem sind sie oft Zielscheibe von sexueller Gewalt, nicht nur von Freiern, sondern auch von der Polizei und den sogenannten Sittenwächtern.
- Zwangsoperationen von Schwulen und Lesben
Außerdem werden viele Menschen, die gar nicht transsexuell sind, Opfer von Zwangsoperationen. Dazu gehören unter anderem Schwule und Lesben sowie TransvestitInnen. Diese würden sich in anderen Ländern und Kulturkreisen niemals freiwillig einer Geschlechtsumwandlung unterziehen. Im Iran haben Schwule und Lesben aber oft keinen anderen Ausweg. Denn homosexuelle Beziehungen sind illegal und werden mit dem Tod bestraft. Durch die Operation werden die Betroffenen lebenslang verstümmelt und leiden unter einem Trauma, allerdings erfahren sie dann Legalität!
- Flucht in den Westen als letzter Ausweg
Die Diskriminierung führt dazu, dass Transfrauen und Transmänner suizidgefährdet sind. Nicht wenige versuchen, in den Westen zu flüchten. Leider wird ihnen in Europa oft mit Unverständnis begegnet. Die Behörden tun sich schwer, mit Transidenten als Flüchtlingen umzugehen. Sie können nicht verstehen, warum sie ihr Land, ihre Familien und die vertraute Umgebung verlassen haben.
Mit der Veranstaltungsreihe möchte ORQOA über die Lebensbedingungen von LGBTIQs im Orient informieren und aufzeigen, wie den FlüchtlingInnen in Österreich geholfen werden kann.
Was: Das künstliche Geschlecht - Die orientalische Versionen von Gender-Politik am Beispiel Iran
Wann: 25. bis 31. Mai 2013
Wo: Brick-5, Fünfhausergasse 5, 1150 Wien
Link: Oriental Queer Organisation Austria
Zur Ausstellung und Eventsreihe:
Im Zentrum der in Wien gezeigten Schwarz-Weiß-Fotos der iranischen Künstlerin Asoo Khanmohammadi stehen Transfrauen und Homosexuelle im Iran. Sie hat Szenen einer Subkultur in Teheran eingefangen. Diese blüht nicht nur im Verborgenen. Die Künstlerin ist den unliebsamen AußenseiterInnen mitten auf den Teheraner Prachtstraßen begegnet und versucht, deren Geschichten und Lebensrealitäten einzufangen. Sie gibt den Transfrauen und Homosexuellen im Iran eine eindrucksvolle Stimme.
Als Erweiterung und Vertiefung des Themas werden Podiumsdiskussionen und Filmabende veranstaltet. Die Podiumsdiskussionen werden in differenzierter Form auf die Gender-Politik eingehen. Die dokumentarischen Filme sollen dem Publikum das Thema näher bringen. Im Zentrum der Diskussionen werden Österreich, Iran, Türkei, Israel und die arabischen Länder stehen.
Quelle: thinkoutsideyourbox.net
History of Modern Iran: Rogue State | BBC Documentary
Iran and the West is the name of a three part British documentary series shown in February 2009 on BBC Two to mark the 30th anniversary of the 1979 Iranian Revolution. The documentary looks at the relationship between Iran and the countries of the west and features interviews with politicians who have played significant roles in events involving Iran, Europe and the United States since 1979. The series is produced by Norma Percy, whose previous series include The Death of Yugoslavia and Israel and the Arabs: Elusive Peace.
Militant Islam enjoyed its first modern triumph with the arrival in power of Ayatollah Khomeini in Iran in 1979. In this series of three programmes, key figures tell the inside story.
Former US president Jimmy Carter talks on television for the first time about the episode that, more than any other, led American voters to eject him from the presidency. Iran’s seizure of the US embassy in Tehran and the holding of its staff for 444 days took more and more of Carter’s time and energy. His final days in office were dominated by desperate attempts to secure the release of the embassy hostages. Those who sat in the White House with him, planning how to rescue the hostages, how to negotiate their release and, finally, wondering whether anything could be rescued from the disaster, all tell their part in the story.
Other contributors include former vice president Walter Mondale, ex-deputy secretary of state Warren Christopher and former national security adviser Zbigniew Brzezinski. The other side of the story is told by top Iranians: Ayatollah Khomeini’s close adviser, Grand Ayatollah Montazeri; his first foreign minister, Ebrahim Yazdi; his negotiator with the US, Sadeq Tabatabai; and the founder of Iran’s Revolutionary Guard, Mohsen Rafiqdoust
Second episode in the documentary series marking the 30th anniversary of the Iranian Revolution. Inside stories are told by two ex-presidents of Iran, Hashemi Rafsanjani and Mohammad Khatami, by two founders of Iran’s Revolutionary Guard, and by leading westerners including Secretaries of State George Shultz, Warren Christopher and Madeleine Albright.
In part three of this landmark series from Norma Percy and the team that made the multi-award winning documentaries The Death of Yugoslavia and Elusive Peace: Israel and the Arabs, contributors including Iran’s President Khatami tell the inside story of the West’s continuing nuclear confrontation with Iran. The film also shows a rare moment when they worked together.
US State Department insiders tell how, after 9/11, Iran played a key role in helping America to topple the Taliban in Afghanistan – only for President Bush to put Iran into his ‘axis of evil’ immediately afterwards. Jack Straw, then foreign secretary, and President Khatami describe how Iran offered to help the US and its allies in their war against Saddam Hussein – help that, given Iran’s powerful contacts in Iraq and the West’s subsequent difficulties there, might have made a crucial difference.
Jack Straw, his successor Margaret Beckett, and Joschka Fischer of Germany describe how they struggled to find a compromise between Iran and President Bush’s hardliners over Iran’s nuclear programme. John Sawers at the UN reveals an extraordinary secret deal that Iran proposed a few years later.
Behind the Rhetoric: The Real Iran | BBC Documentary
Documentary presented by Rageh Omaar which reveals the lives, hopes and fears of the young generation of Tehran, the most intriguing, talked about but least understood city in the world today.
Omaar and director Paul Sapin spent a year arranging the permissions and contacts for the film, who include a renowned female photojournalist, a woman who is the CEO of an international transport company, the editor of a youth magazine, the staff at a drug rehab centre and a pop star.
What do we really know about the Islamic Republic of Iran, aside from a Cold War rhetoric of politicians on both sides each accusing the other of evil? Rageh Omaar embarks on a unique journey inside what he describes as one of the most misunderstood countries in the world, looking at the country through the eyes of people rarely heard — ordinary Iranians. It took a year of wrangling to get permission to film inside Iran but the result is an amazing portrayal of an energetic and vibrant country that is completely different to the usual images seen in the media.
Iran: Padina’s Story
Watch the amazing story of Padina (not her real name) and her seriously ill mother. Both of these Iranian women were ready to commit suicide, but instead came to faith in Jesus Christ after a Christian television program and a miracle changed everything! See how these ladies went from despair to a life filled with hope and are now risking their safety to tell others about Jesus.
From The Voice of the Martyrs USA
Iran: A Letter from Prison
Every day, there are thousands of Iranians coming to Christ by hearing the gospel through satellite programs, secret evangelism and even dreams. Interestingly, among those Iranians are also officials within the government itself. An underground church faces persecution, prison charges and in some cases even death when the Iranian government becomes aware of such gatherings held in their own country. This is an inspirational story that portrays the struggles, excruciating emotions and conflicts of Iranian believers that ultimately results in Christians uniting globally through prayer and fellowshipping in their sufferings.
From Hovsepian Ministries and The Voice of the Martyrs Canada
Inside largest Iranian Prison in Karaj – Rajaee Shahr prison زندان رجائی شهر
Rajaee Shar: a name that runs a chill down your spine… but what’s it like for those who have to spend years if not their entire lives inside.
Most of these people are sentenced to life without parole… some are on death row.
This is the true end of the line and these people have absolutely nothing to lose; and yet life goes on.
Without the bars and without the uniforms these people did not look any different from those I knew outside. I talked to one of them who had studied engineering in Canada, guilty of killing five people over a family will dispute.
To err is human but how tolerant can the society be?
Head of the prison explained that the aim of imprisonment is not simply to punish the criminals but to help them reintegrate in the society and experience a better way of life. He said 200 inmates are currently studying in Iran’s Open University in the prison and are completing their bachelor’s degrees.
There are also vocational programs so many of those who participate gain a foothold in the society. This in turn prevents many of them from committing crimes again.
Despite these efforts the number of prisoners is on the rise.
According to official estimates, Iran’s battle against drugs costs the country around $1 billion annually. And over 3700 combat forces have lost their lives in the fight against drug trafficking… now with experts pointing to drug related crimes as the reason behind the increase in the number of prisoners Iranians are paying the ever increasing price of western polices in the region.
Iranian Women Prisoners Detail Torture: ‘Death Was Like a Desire’
A rare look at dissent in Iran, including the abuse of female prisons, is told in a co-production with NewsHour and the Center for Investigative Reporting.
Amnesty: Nach China vollstreckten Iran, Irak und Saudi-Arabien die meisten Todesurteile
Amnesty zieht gemischte Bilanz zur Todesstrafe: Trotz Rückschritten hält der Trend zur Abschaffung an. Auch 2012 richtete China Tausende hin / Nach China vollstreckten Iran, Irak und Saudi-Arabien die meisten Todesurteile / Lettland und US-Bundesstaat Connecticut schaffen Todesstrafe ab
BERLIN, 10. April 2013 – Rückschläge ja, aber kein Negativ-Trend bei der Todesstrafe. 2012 haben einige Länder erstmals seit Jahren wieder Menschen hingerichtet, doch weiter wendet nur eine kleine Minderheit von Staaten die Todesstrafe an. China ausgenommen wurden im vergangenen Jahr mindestens 682 Menschen (2011: 680) in 21 Ländern (2011: 21) hingerichtet und mindestens 1.722 Menschen (2012: 1.923) in 58 Ländern (2011: 63) zum Tode verurteilt.
„Die Wiederaufnahme von Hinrichtungen in Botsuana, Gambia, Indien, Japan und Pakistan sind sehr bedauerliche Rückschläge. Doch insgesamt gilt: Der Trend zur Abschaffung Todesstrafe ist ungebrochen“, so Oliver Hendrich, Experte zur Todesstrafe von Amnesty International in Deutschland. „Lettland hat als weiteres Land die Todesstrafe komplett aufgegeben. Die Zahl der Hinrichtungen hat sich kaum verändert, die Zahl der Henkerstaaten ist nicht gestiegen und erfreulicherweise gab es wieder weniger Todesurteile“, so Hendrich. „Wichtig waren auch viele kleine Schritte verschiedener Staaten auf dem Weg zu einer Welt ohne Todesstrafe.“
Amnesty geht davon aus, dass in China auch 2012 Tausende Menschen – und somit mehr als im Rest der Welt zusammen – hingerichtet wurden. Außerhalb Chinas sind drei Staaten für 75 Prozent der bekanntgewordenen Hinrichtungen verantwortlich: Iran (mind. 314), Irak (mind. 129) und Saudi-Arabien (mind. 79), gefolgt von den USA (43) und Jemen (mind. 28). Amnesty schätzt allerdings, dass es in Iran etliche offiziell nicht bestätigte Exekutionen gab. Zahlen zu China veröffentlicht Amnesty seit 2009 nicht mehr, da China Angaben zur Todesstrafe geheim hält.
Fortschritte gab es dennoch in allen Regionen der Welt: In den USA schaffte Connecticut als 17. Bundesstaat die Todesstrafe ab, in Singapur blieben Hinrichtungen weiterhin ausgesetzt, in Vietnam wurde niemand hingerichtet und Ghana plant, die Todesstrafe in der neuen Verfassung abzuschaffen. Weltweit haben inzwischen 140 Staaten die Todesstrafe im Gesetz oder in der Praxis abgeschafft.
Besonders kritisch beurteilt Amnesty, dass in Staaten wie Afghanistan und Belarus Menschen aufgrund erzwungener „Geständnisse“ zum Tode verurteilt wurden. In Irak und Iran wurde solche „Geständnisse“ vor dem Prozess im Fernsehen ausgestrahlt. „Verbrechen gegen den Staat“ bestraften Gerichte u.a. in Gambia, Nordkorea und den Palästinensischen Gebieten mit dem Tode.
In einigen Ländern werden auch Ehebruch und Homosexualität (Iran), Gottesslästerung (Pakistan), schwerer Raub (Kenia), religiöse Vergehen (Iran), Wirtschaftsdelikte (China) und Drogendelikte mit dem Tode bestraft.
Iranian Documentary “Women In Shroud”: Execution by Stoning
Iran Chosen By UN For Leadership Role In Protecting Women’s Rights
“Women In Shroud,” a documentary now showing at the One World human rights film festival in Prague, follows activists’ struggle to end the brutal practice of execution by stoning in Iran.
Ever since Jimmy Carter opened the door for the founding of the fundamentalist Islamic, Republic of Iran, the country has oppressed its female citizens. Within months of the Shah’s ouster, the Islamo-fascists began to force women to observe Islamic dress code; many public places were sex-segregated; the legal age of marriage for girls was reduced to 13 (the Prophet was also a pedophile), and married women were barred from attending regular schools. Segregation of the sexes is brutally enforced, any woman caught by revolutionary officials in a mixed-sex situation can be subject to virginity tests.
Adultery committed by women is punished by being buried up to your chest, so you cannot move and having rocks brutally thrown at you until you are dead. Irans Penal Code prescribes execution by stoning and dictates that the stones are to be large enough to cause pain, but not so large as to kill the victim immediately.
Bullet The Execution – Todesstrafe
Spiegel: Amnesty-Bericht – Staaten nutzen Hinrichtungen als Machtmittel
Tausende Menschen sind im vergangenen Jahr weltweit hingerichtet worden, das geht aus dem Jahresbericht von Amnesty International hervor. Zwar geht die Zahl der Länder mit Todesstrafe zurück, doch eine kleine Gruppe setzt bewusst auf Exekutionen – häufig zu politischen Zwecken.
Iran 2007: Majid Kavousifar und sein Neffe wurden öffentlich in Teheran gehängt
“Es gib verstörende Beispiele, dass Hinrichtungen für politische Zwecke eingesetzt werden”, schreibt die MenschenrechtsorganisationAmnesty International (AI) in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht. “Einige der Exekutionen, die 2012 ausgeführt wurden, schienen populistische Maßnamen zu sein von Politikern, die zeigen wollten, dass sie hart gegen Kriminalität vorgehen oder um Kritiker zum Schweigen zu bringen.”…
Obwohl immer weniger Staaten Todesurteile vollstrecken, sinkt die Zahl der bestätigten Hinrichtungen kaum. Es ist eine Handvoll Länder, die für das Gros der Exekutionen verantwortlich ist:….
Iran: Offiziell bestätigte Teheran 314 Exekutionen im vergangenen Jahr. AI schätzt, dass die tatsächliche Zahl fast doppelt so hoch liegt.
An Iranian Blogger’s Hunger Strike in Question

Mehdi Khazali source: doostaranedrkhazali.blogspot.com
350 Iranian bloggers, political and civil society activists co-signed a letter last week warning that the life of publisher, physicist and blogger, Mehdi Khazali is in grave danger after he has been on hunger strike for more than 90 days.
But while some bloggers warn that Mehdi Khazali’s life is danger, there are also those who question whether he is really on hunger strike.
Khazali is the son of a leading right-wing cleric and former Counsel of Guardians member, Ayatollah Khazali. He was arrested together with several participants of a writer’s association called Saraye Ghalam.
Iranian blogger Freedomseeker [fa] explains the rumours:
… one of main reasons that people do not believe in Khazali’s hunger strike is that more than a year ago, it was announced that he had been on hunger strike for 67 days. Shortly after he was released by order of Ayatholah Ali Khamenei, the Islamic Republic’s Leader, Khazali started his weekly mountain hiking and urged people to take part in parliamentary elections. In the photos published from his mountain hiking, there was no visible sign of a long hunger strike and he appeared in good shape… His past activities with the regime made some people suspect the regime is in the process of creating fake opposition.
Not everyone shares this belief. An online petition calls for the immediate and unconditional release of Mehdi Khazali:
Mehdi Khazali renews hunger strike. Mehdi Khazali, a jailed Iranian physician and blogger, has begun his sixth round of a hunger strike in Evin Prison. Mehdi Khazali was last arrested in November of 2012 after security forces attacked a writer’s gathering. Kaleme reports that Khazali had broken his earlier strike when prison authorities promised to meet his demands. However, a lack of commitment to those promises and the persistent “illegal treatment of prisoners by the interrogators and judiciary officials” have led Khazali into another hunger strike.
Irane Azad writes[fa] that the same people who make fun of Mehdi Khazali’s hunger strike, if he dies tomorrow, will call him martyr. These people boycotted the presidential election in 2009 but after the Green Movement [protest movement] erupted, they became supporters on the frontline.
Meanwhile, blogger 666Sabz warns[fa],”People! A person is dying in prison.”
Source: GlobalVoices
Part II: What Would it Take to Build a Bomb?
Interview with Colin Kahl by Garrett Nada
What steps would be necessary for Iran to build a nuclear weapon?

Foto © APA
After the economy, the most controversial issue in the presidential election is normalizing Tehran’s ties with the United States. For the first time, both major conservative and reformist candidates actually embrace the idea that direct talks could bring Iran out of isolation by lifting sanctions. They all stipulate that Washington must first change its behavior and tone, but their initial positions may indicate a new openness to diplomatic compromise.







Experts estimate that Iran would need about 551 pounds of 20 percent low-enriched uranium to produce a bomb. It reportedly has accumulated about 375 pounds so far, or two-thirds of the quantity needed. Iran could have had more, but it has oxidized part of the stockpile to make fuel plates for the Tehran Research Reactor. (Once oxidized, the uranium is not easily enriched to weapons-grade levels. It is technically reversible but time-consuming.)

