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ZENSUR IM IRAN – Internet an die Kette

Im Iran werden kurz vor der Wahl verstärkt ausländische Webseiten gefiltert und die ohnehin langsame Surfgeschwindigkeit nochmals gedrosselt. Damit sei das iranische Intranet – auch Halal genannt – weitgehend fertig, sagen Aktivisten.

Die letzte Stufe der Einführung des Halal-Internets, das den Iran nach chinesischem Vorbild vom internationalen Internet abschotten will, ist erreicht, wie Aktivisten der britischen NGO Small Media berichten. Im Vorfeld der iranischen Präsidentschaftswahlen am 14. Juni 2013 setzt die Zensurbehörde verstärkt auf Filter. Damit werden ausländische Webseiten geblockt, auf die Iraner bislang noch über Tor oder Vpngate zugreifen konnten. Zuvor hatte der Iran nichtregistrierte VPNs gesperrt. Auch das ohnehin langsame Internet wurde nochmals gedrosselt, was den Zugriff auf wieder verfügbare Webseiten wie Google, Google+ oder Gmail zusätzlich erschwert.

Offensichtlich wollten die iranischen Behörden noch vor der Wahl das von der Regierung 2011 angekündigte nationale Computernetz namens Halal vervollständigen. Nutzer im Iran sprechen inzwischen über Twitter von einem#Filternet und geben dort Tipps, wie das Filtern umgangen werden kann. Ein Addon für Firefox, das den Aufruf zensierter Webseiten an die iranischen Behörden melden sollte und zunächst den irreführenden Namen “Filter” und später “Anti Spam” trug, hat Mozilla inzwischen wieder entfernt.

Selbst Verbindungen über Werkzeuge wie Tor oder Vpngate, deren Nutzung inzwischen teilweise illegal ist, würden nach 60 Sekunden von den Internetwächtern abgebrochen, berichten Aktivisten. Damit sind auch Skype-Verbindungen zu Angehörigen im Ausland kaum noch möglich. Das deute ebenfalls darauf hin, dass die iranischen Zensurbehörden nochmals verstärkt auf Filterwerkzeuge setzen, berichten die Aktivisten der NGO Small Media, die seit Jahren die Netzaktivitäten im Iran analysieren. Der Iran schließt damit in mehreren Stufen eine der letzten Lücken in seiner nationalen Firewall: dem Halal-Netz.

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Ahmadinejad drohen bei Verurteilung 74 Hiebe

Foto © APA

Dem scheidenden iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad könnten bei einer Verurteilung wegen verbotener Wahlhilfe für seinen Schützling Esfandiar Rahim Mashaei 74 Peitschenhiebe oder sechs Monate Haft drohen. Das berichteten mehrere Medien, darunter “Al-Arabiya” und die “Washington Post” unter Berufung auf einen Bericht der Nachrichtenagentur AP.

Laut der Verfassung des schiitischen Gottesstaates ist es amtierenden Politikern, allen voran dem Präsidenten, verboten, sich direkt für einen Kandidaten zu deklarieren und diesen zu unterstützen.

Ahmadinejad hatte Mashaei vergangenen Samstag ins Innenministerium begleitet, um ihn bei seiner Registrierung für die Wahl zu unterstützen. Dabei machten die beiden Politiker, deren Kinder miteinander verheiratet sind, das Victory-Zeichen und lächelten in die Kameras. Die Bilder wurden am Sonntag im Staatsfernsehen ausgestrahlt. Hierbei gab Ahmadinejad eine deutliche Wahlempfehlung ab: “Mashaei ist Ahmadinejad und Ahmadinejad ist Mashaei”.

Dafür erntete er harsche Kritik mehrerer Geistlicher und des Sprechers des Wächterrates, Abbas Kadkhodaei. Letzterer sprach von einer “kriminellen Vorgangsweise” Ahmadinejads, die “weitreichende Folgen” haben werde. Ahmadinejad selbst meinte zu den Vorwürfen, dass “er sich an diesem Tag frei genommen” habe.

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Iran’s Pre-Election Crackdown on Journalists

With Iran’s presidential approaching in June 2013, Iranian security forces are engaging in a severe crackdown on journalists and publications, which began in January on a day now referred to as “Black Sunday.”

DW: Iran – DIE ENDLOS LANGE NACHT

RoGBerlinPKFoto: Carl Melchers

Im Iran werden Journalisten verhaftet, gefoltert und verjagt. Schon der Kontakt mit Auslandsmedien kann geführlich sein. Im Juni sind Präsidentschaftswahlen: Die Verfolgung nimmt zu.

Die Nacht nach seiner Verhaftung war endlos lang. Ehsan Mehrabi musste stehen. Setzen durfte er sich nicht – auch nicht, als ihm erst schwindelig, dann schlecht wurde. Er fiel, verletzte sich am Kopf und musste weiter stehen. Aber schlimmer sei die psychische Folter gewesen, sagt der iranische Journalist: “Sie haben mir gedroht, dass sie meine Familie verhaften und mich hinrichten würden.”

Über Nacht wurde er zum Spion. Geheimdienstagenten, sagt der heute 37-Jährige, klopften an die Türen seiner Nachbarn und Freunde und erzählten ihnen, Mehrabi habe mit ausländischen Regierungen zusammengearbeitet. Der Grund: Der Parlamentskorrespondent hatte im Februar 2010 dem persischen Programm des britischen Senders BBC ein Interview gegeben. Er zuckt die Schultern. “Das reichte aus, um mich für ein Jahr und drei Monate ins Gefängnis zu werfen.”

Ein Stapel iranischer Zeitungen (Foto: BEHROUZ MEHRI/AFP/Getty Images) Immer wieder werden Zeitungen verboten

Briefe aus dem Kulturministerium

Es bedarf nicht viel, um als iranischer Journalist verhaftet und gefoltert zu werden: ein Artikel zum iranischen Nuklearprogramm, eine Reportage über den Preis von Lebensmitteln, die seit der Verschärfung der westlichen Sanktionen immer weiter steigt. Manchmal aber, werden Artikel, die niemals geschrieben wurden, zum Verhängnis – etwa über den Jahrestag der islamischen Revolution oder regimefreundliche Demonstrationen. Journalisten müssen sich vorsichtig an die vielen roten Linien herantasten, die oft unsichtbar sind: “Die Regierung hat nie definiert, was sie unter Zensur versteht”, sagt Reza Moini, Iran-Referent der Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen. Die iranische Presse ist eine der am stärksten zensierten der Welt, so das Committee to Protect Journalists, das sich für den Schutz von Journalisten weltweit einsetzt.

Die Weisungen erreichen die Chefredakteure aus dem Ministerium für Kultur und islamische Führung – und sie wissen, dass sie sich besser daran zu halten haben. “Eine Zeitung wurde kürzlich geschlossen, weil sie über einen Oppositionsführer geschrieben haben”, berichtet Ali Mazrooie von der im Iran verbotenen Gewerkschaft iranischer Journalisten (AOIJ). Über die Jahre hat er für viele Zeitungen gearbeitet: Denn immer wieder werden zu kritische Zeitungen und Sender verboten und geschlossen. Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen sind seit 2009 mehr als 30 unabhängige Zeitungen verboten worden. Die Folge: Mehr als 90 Prozent der Presse werden direkt von der Regierung kontrolliert, so Mazrooie, der heute im Brüsseler Exil lebt.

Journalisten fliehen

Mehr als 200 Journalisten seien in den vergangenen Monaten aus dem Iran geflohen. Denn die Regierung verschärfe im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im Juni die Zensur und gehe gezielt gegen kritische Journalisten und Blogger vor: “Mehr als 24″, so Moini, “sind seit Anfang des Jahres verhaftet worden.” Manche wurden freigelassen, andere noch nicht. 46 Journalisten und Blogger sind inhaftiert, manche seit Jahren.

Journalisten werden außerdem gezielt aufgefordert, sprich gezwungen, die Hauptstadt Teheran zu verlassen: “Ein Exil im Inneren des Landes”, so nennt es Moini von Reporter Ohne Grenzen. Auch Angehörige von im Ausland lebenden Journalisten werden aufgesucht und eingeschüchtert. Viele verwenden ein Pseudonym, “aber die Botschaft weiß doch trotzdem wer wir sind”, so eine junge iranische Journalistin, die in Deutschland lebt.

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Quelle: DW/Flüchtlingshilfe Iran/Carl Melchers

Schweinfurt: Freiheit – nur eine Fata Morgana

Maneis Arbab kämpft mit den Mitteln des Künstlers – Karikaturen im Bayernkolleg

  • Sattar Beheshti: So hieß der junge Blogger, der in einem iranischen Gefängnis ums Leben kam. Der Künstler Maneis Arbab hat ihm diese Karikatur gewidmet. Sie ist im Bayernkolleg ausgestellt.
    Foto: Maneis Arbab
  • Im Gespräch: Der iranische Künstler Maneis Arbab und eine Schülerin vor der Karikatur „Sattar Beheshti“.
    Foto: Katharina Winterhalter

Maneis Arbab war ein erfolgreicher Künstler. Er illustrierte Schul- und Kinderbücher, hatte eine Werbeagentur und einen Lehrauftrag an der Universität in Teheran. Bis zu jenem Tag, als sich ein Mitarbeiter eines Ministeriums seine Illustrationen genauer anschaute und Haare entdeckte. Haare, die unter dem Kopftuch eines Mädchens hervor schauten. Plötzlich war Arbab ein subversives Element. Alle Aufträge wurden ihm entzogen, er floh aus dem Iran und stellte in Deutschland Antrag auf Asyl.

Das war 2009. Seitdem lebt der 52-Jährige in der Gemeinschaftsunterkunft in Würzburg, in einem kleinen Zimmer, das für ihn Wohnraum und Atelier zugleich ist. Hier zeichnet er vor allem Karikaturen, in denen er sich mit den Bedingungen im Iran, aber auch mit seinem Leben als Asylbewerber auseinandersetzt. Unter dem Titel „Fata Morgana der Freiheit“ ist eine Auswahl im Bayernkolleg in Schweinfurt, in der Reihe „Künstler im Gang“, zu sehen.

Wer erinnert sich noch an Sattar Beheshti, den jungen Blogger, der vor drei Monaten starb, nachdem er im Gefängnis gefoltert worden war? Für kurze Zeit ging sein Bild ging um die Welt. Maneis Arbab will mit seiner Karikatur ein dauerhafteres Erinnerungsbild schaffen. Sie zeigt einen jungen Mann, der von einem Stiefel unter einer Festplatte zerquetscht wird. Satars „Verbrechen“: Er schrieb in seinem Blog über Nasrin Setoudeh, eine engagierte Anwältin, die zahlreiche politische Gefangene verteidigt hatte und 2010 selbst zu elf Jahren Haft verurteilt wurde – wegen angeblicher Propaganda gegen die Machthaber. Auch ihr hat Arbab eine Karikatur gewidmet.

Hilde Stübler-Vittmann, Oberstudienrätin am Bayernkolleg, kennt Maneis Arbab schon länger und sprach bei der Eröffnung über dessen „Leben als Wechselbad“: vom Kunststudenten, erfolgreichen Kinderbuchillustrator und Werbegrafiker zum Asylbewerber, der sein Leben in der sogenannten Gemeinschaftsunterkunft fristen müsse.

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Iran: Padina’s Story

Watch the amazing story of Padina (not her real name) and her seriously ill mother. Both of these Iranian women were ready to commit suicide, but instead came to faith in Jesus Christ after a Christian television program and a miracle changed everything! See how these ladies went from despair to a life filled with hope and are now risking their safety to tell others about Jesus.
From The Voice of the Martyrs USA

 

Iran: A Letter from Prison


Every day, there are thousands of Iranians coming to Christ by hearing the gospel through satellite programs, secret evangelism and even dreams. Interestingly, among those Iranians are also officials within the government itself. An underground church faces persecution, prison charges and in some cases even death when the Iranian government becomes aware of such gatherings held in their own country. This is an inspirational story that portrays the struggles, excruciating emotions and conflicts of Iranian believers that ultimately results in Christians uniting globally through prayer and fellowshipping in their sufferings.
From Hovsepian Ministries and The Voice of the Martyrs Canada

 

Inside largest Iranian Prison in Karaj – Rajaee Shahr prison زندان رجائی شهر


Rajaee Shar: a name that runs a chill down your spine… but what’s it like for those who have to spend years if not their entire lives inside.

Most of these people are sentenced to life without parole… some are on death row.

This is the true end of the line and these people have absolutely nothing to lose; and yet life goes on.

Without the bars and without the uniforms these people did not look any different from those I knew outside. I talked to one of them who had studied engineering in Canada, guilty of killing five people over a family will dispute.

To err is human but how tolerant can the society be?

Head of the prison explained that the aim of imprisonment is not simply to punish the criminals but to help them reintegrate in the society and experience a better way of life. He said 200 inmates are currently studying in Iran’s Open University in the prison and are completing their bachelor’s degrees.

There are also vocational programs so many of those who participate gain a foothold in the society. This in turn prevents many of them from committing crimes again.

Despite these efforts the number of prisoners is on the rise.

According to official estimates, Iran’s battle against drugs costs the country around $1 billion annually. And over 3700 combat forces have lost their lives in the fight against drug trafficking… now with experts pointing to drug related crimes as the reason behind the increase in the number of prisoners Iranians are paying the ever increasing price of western polices in the region.

 

Iranian Women Prisoners Detail Torture: ‘Death Was Like a Desire’

A rare look at dissent in Iran, including the abuse of female prisons, is told in a co-production with NewsHour and the Center for Investigative Reporting.

Amnesty: Nach China vollstreckten Iran, Irak und Saudi-Arabien die meisten Todesurteile

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Amnesty zieht gemischte Bilanz zur Todesstrafe: Trotz Rückschritten hält der Trend zur Abschaffung an. Auch 2012 richtete China Tausende hin / Nach China vollstreckten Iran, Irak und Saudi-Arabien die meisten Todesurteile / Lettland und US-Bundesstaat Connecticut schaffen Todesstrafe ab

BERLIN, 10. April 2013 – Rückschläge ja, aber kein Negativ-Trend bei der Todesstrafe. 2012 haben einige Länder erstmals seit Jahren wieder Menschen hingerichtet, doch weiter wendet nur eine kleine Minderheit von Staaten die Todesstrafe an. China ausgenommen wurden im vergangenen Jahr mindestens 682 Menschen (2011: 680) in 21 Ländern (2011: 21) hingerichtet und mindestens 1.722 Menschen (2012: 1.923) in 58 Ländern (2011: 63) zum Tode verurteilt.

„Die Wiederaufnahme von Hinrichtungen in Botsuana, Gambia, Indien, Japan und Pakistan sind sehr bedauerliche Rückschläge. Doch insgesamt gilt: Der Trend zur Abschaffung Todesstrafe ist ungebrochen“, so Oliver Hendrich, Experte zur Todesstrafe von Amnesty International in Deutschland. „Lettland hat als weiteres Land die Todesstrafe komplett aufgegeben. Die Zahl der Hinrichtungen hat sich kaum verändert, die Zahl der Henkerstaaten ist nicht gestiegen und erfreulicherweise gab es wieder weniger Todesurteile“, so Hendrich. „Wichtig waren auch viele kleine Schritte verschiedener Staaten auf dem Weg zu einer Welt ohne Todesstrafe.“

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Amnesty geht davon aus, dass in China auch 2012 Tausende Menschen – und somit mehr als im Rest der Welt zusammen – hingerichtet wurden. Außerhalb Chinas sind drei Staaten für 75 Prozent der bekanntgewordenen Hinrichtungen verantwortlich: Iran (mind. 314), Irak (mind. 129) und Saudi-Arabien (mind. 79), gefolgt von den USA (43) und Jemen (mind. 28). Amnesty schätzt allerdings, dass es in Iran etliche offiziell nicht bestätigte Exekutionen gab. Zahlen zu China veröffentlicht Amnesty seit 2009 nicht mehr, da China Angaben zur Todesstrafe geheim hält.

Fortschritte gab es dennoch in allen Regionen der Welt: In den USA schaffte Connecticut als 17. Bundesstaat die Todesstrafe ab, in Singapur blieben Hinrichtungen weiterhin ausgesetzt, in Vietnam wurde niemand hingerichtet und Ghana plant, die Todesstrafe in der neuen Verfassung abzuschaffen. Weltweit haben inzwischen 140 Staaten die Todesstrafe im Gesetz oder in der Praxis abgeschafft.

Besonders kritisch beurteilt Amnesty, dass in Staaten wie Afghanistan und Belarus Menschen aufgrund erzwungener „Geständnisse“ zum Tode verurteilt wurden. In Irak und Iran wurde solche „Geständnisse“ vor dem Prozess im Fernsehen ausgestrahlt. „Verbrechen gegen den Staat“ bestraften Gerichte u.a. in Gambia, Nordkorea und den Palästinensischen Gebieten mit dem Tode.

In einigen Ländern werden auch Ehebruch und Homosexualität (Iran), Gottesslästerung (Pakistan), schwerer Raub (Kenia), religiöse Vergehen (Iran), Wirtschaftsdelikte (China) und Drogendelikte mit dem Tode bestraft.

Iranian Documentary “Women In Shroud”: Execution by Stoning

Iran Chosen By UN For Leadership Role In Protecting Women’s Rights

“Women In Shroud,” a documentary now showing at the One World human rights film festival in Prague, follows activists’ struggle to end the brutal practice of execution by stoning in Iran.

Ever since Jimmy Carter opened the door for the founding of the fundamentalist Islamic, Republic of Iran, the country has oppressed its female citizens. Within months of the Shah’s ouster, the Islamo-fascists began to force women to observe Islamic dress code; many public places were sex-segregated; the legal age of marriage for girls was reduced to 13 (the Prophet was also a pedophile), and married women were barred from attending regular schools. Segregation of the sexes is brutally enforced, any woman caught by revolutionary officials in a mixed-sex situation can be subject to virginity tests.

Adultery committed by women is punished by being buried up to your chest, so you cannot move and having rocks brutally thrown at you until you are dead. Irans Penal Code prescribes execution by stoning and dictates that the stones are to be large enough to cause pain, but not so large as to kill the victim immediately.

Bullet The Execution – Todesstrafe

 

Spiegel: Amnesty-Bericht – Staaten nutzen Hinrichtungen als Machtmittel

Tausende Menschen sind im vergangenen Jahr weltweit hingerichtet worden, das geht aus dem Jahresbericht von Amnesty International hervor. Zwar geht die Zahl der Länder mit Todesstrafe zurück, doch eine kleine Gruppe setzt bewusst auf Exekutionen – häufig zu politischen Zwecken.

Iran 2007: Majid Kavousifar und sein Neffe wurden öffentlich in Teheran gehängtZur Großansicht

REUTERS

Iran 2007: Majid Kavousifar und sein Neffe wurden öffentlich in Teheran gehängt

“Es gib verstörende Beispiele, dass Hinrichtungen für politische Zwecke eingesetzt werden”, schreibt die MenschenrechtsorganisationAmnesty International (AI) in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht. “Einige der Exekutionen, die 2012 ausgeführt wurden, schienen populistische Maßnamen zu sein von Politikern, die zeigen wollten, dass sie hart gegen Kriminalität vorgehen oder um Kritiker zum Schweigen zu bringen.”…

Obwohl immer weniger Staaten Todesurteile vollstrecken, sinkt die Zahl der bestätigten Hinrichtungen kaum. Es ist eine Handvoll Länder, die für das Gros der Exekutionen verantwortlich ist:….

Iran: Offiziell bestätigte Teheran 314 Exekutionen im vergangenen Jahr. AI schätzt, dass die tatsächliche Zahl fast doppelt so hoch liegt.

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An Iranian Blogger’s Hunger Strike in Question

Mehdi Khazali source:doostaranedrkhazali.blogspot.com

Mehdi Khazali source: doostaranedrkhazali.blogspot.com

350 Iranian bloggers, political and civil society activists co-signed a letter last week warning that the life of publisher, physicist and blogger, Mehdi Khazali is in grave danger after he has been on hunger strike for more than 90 days.

But while some bloggers warn that Mehdi Khazali’s life is danger, there are also those who question whether he is really on hunger strike.

Khazali is the son of a leading right-wing cleric and former Counsel of Guardians member, Ayatollah Khazali. He was arrested together with several participants of a writer’s association called Saraye Ghalam.

Iranian blogger Freedomseeker [fa] explains the rumours:

… one of main reasons that people do not believe in Khazali’s hunger strike is that more than a year ago, it was announced that he had been on hunger strike for 67 days. Shortly after he was released by order of Ayatholah Ali Khamenei, the Islamic Republic’s Leader, Khazali started his weekly mountain hiking and urged people to take part in parliamentary elections. In the photos published from his mountain hiking, there was no visible sign of a long hunger strike and he appeared in good shape… His past activities with the regime made some people suspect the regime is in the process of creating fake opposition.

Not everyone shares this belief. An online petition calls for the immediate and unconditional release of Mehdi Khazali:

Mehdi Khazali renews hunger strike. Mehdi Khazali, a jailed Iranian physician and blogger, has begun his sixth round of a hunger strike in Evin Prison. Mehdi Khazali was last arrested in November of 2012 after security forces attacked a writer’s gathering. Kaleme reports that Khazali had broken his earlier strike when prison authorities promised to meet his demands. However, a lack of commitment to those promises and the persistent “illegal treatment of prisoners by the interrogators and judiciary officials” have led Khazali into another hunger strike.

Irane Azad writes[fa] that the same people who make fun of  Mehdi Khazali’s hunger strike, if he dies tomorrow, will call him martyr. These people boycotted the presidential election in 2009 but after the Green Movement [protest movement] erupted, they became supporters on the frontline.

Meanwhile, blogger 666Sabz warns[fa],”People! A person is dying in prison.”

Source: GlobalVoices

 

Berlin: PREMIERE – Soloperformance Ein eigenes Zimmer mit Salome Dastmalchi, Brotfabrik/Berlin am Dienstag, dem 9.4. um 20 Uhr

Ausgehend nur von Raum und Zuschauer richtet Salome Dastmalchi sich in Worten ein, die mehrere Ausgänge skizzieren: Die Erfindung des Paradieses im Zuge der Eroberung Babylons, Gedanken einer Rechtsanwältin in einer Einzelzelle des Teheraner Gefängnisses, Briefe vom Ende der Welt, die Liebesgeschichte von der armenischen Prinzessin Schirin, dem persischen König Chosrau und dem Architektem Farhad. Dem erfolgreichen Hörspiel Die Republik der Verrückten (RBB, WDR, Deutschlandradio Kultur, CD bei buchfunk erschienen) folgt nun mit Ein eigenes Zimmer eine performative Interaktion im Raum.

Inhalt:“Schirin war schön, sie vertrug keine Laktose, sie war Prinzessin von Armenien, sie konnte gut schwimmen. Ich erzähl dir ihre Geschichte, aber du mußt die Augen zu machen. Vierundzwanzig Stunden lang. Stell dir vor, ich sitze in einer Zelle von 2 mal 3 Metern, die Wände sind grau, es gibt kein Fenster außer einem kleinen Schlitz recht weit oben über der Tür und auch keine Lüftungsanlage. Und das bei der Teheraner Sommerhitze, die einen schon ausmergelt, wenn man im abgedunkelten Wohnzimmer nackt vor einem Ventilator liegt, wie du es jetzt vielleicht tust, allein oder mit Freunden.

“Eine inflated tear Produktion von: 
Salome Dastmalchi (Spiel), Oliver Kontny (Text und Regie), Susanne Hiller (Raum und Kostümbild) und Johanna Ackva (Dramaturgie)

Weitere Aufführungstermine in der Brotfabrik (Caligariplatz 1) sind am 11., 12. und 13. April 2013 jeweils um
20 Uhr: Am 11. und 13. April findet anschließend ein Publikumsgespräch statt.
Außerdem wird Ein eigenes Zimmer am 23. und 24. April in der Frühperle (Boddinstraße 57 a, Neukölln) zu sehen sein: Am 23. April um 20 Uhr mit anschließender Releaseparty anlässlich der CD-Erscheinung von Republik der Verrückten (http://www.buchfunk.de/hörbücher/zeitgenössisches/iranian-voices/) statt.

Kartenbestellungen für die Brotfabrik können über die E-Mail-Adresse karten@brotfabrik-berlin.de oder telefonisch ab 18 Uhr unter der Nummer 030/4714001 gemacht werden.
Vorbestellungen für die Aufführungen in der Frühperle bitte per E-Mail an ein-eigenes-zimmer@web.de
Wir empfehlen, Karten zu bestellen, da es nur begrenzt Plätze im Raum gibt. Lies den Rest dieses Artikels

OP-online: Buntes Fest gegen trübe Gedanken

Urberach (chz)- Während sich die Christen auf Ostern vorbereiten, haben iranische Flüchtlinge in Rödermark erstmals Nouruz, das persische Neujahrsfest, gefeiert. Der „neue Tag“ begrüßt den Frühling – und ist damit gar nicht so weit von Ostern entfernt.

 © Ziesecke

Sieben Sachen, die im Persischen mit einem „S“ beginnen, werden zu Nouruz von Frauen auf den Tisch gebracht. Somagh sind grüne Kräuter – die Hoffnung auf eine gute Ernte. Mit dem bunten Neujahrsfest vertreiben die iranischen Flüchtlinge auch jene trüben Gedanken, die in ihren Köpfen herumspuken.

Iranische Flüchtlinge, die meist aus politischen Gründen ihre Heimat verlassen mussten, haben den Verein AfA, „Alle für Alle“, gegründet, der das Nouruz-Fest in der Kelterscheune organisierte. Dazu luden sie jene Menschen ein, die sie hier als ihre Gastgeber betrachten: die deutsche Bevölkerung. Einen Abend lang bewirteten sie die Rödermärker – vor allem jene, die ihnen bisher helfend zur Seite gestanden hatten. Das persische Neujahrsfest wird 13 Tage lang gefeiert.

AfA wollte es zum einen den Deutschen bekannt machen und hofft zugleich, danach öfter gemeinsam zu feiern und auch ansonsten „in gegenseitigem Frieden, Freundschaft und Respekt beieinander zu leben“.

Flucht vor der Todesstrafe

Seit 18 Jahren gibt es AfA. Der Verein wurde im Iran gegründet und ist seit 2004 auch mit etwa 70 Mitgliedern in Deutschland vertreten. Vorsitzender Askari Yahyazahdeh lebt schon eine Weile in Waldacker und betreut von da aus den Verein, nicht zuletzt auf einer persischen Homepage. Der Schriftsteller musste den Iran verlassen, weil er um sein Leben fürchtet. Nachdem er in mehreren Texten heftig gegen die Todesstrafe protestiert hatte, wurde er selbst zum Tode verurteilt. Er wird nie mehr in seine Heimat zurückkehren können, ebenso wie seine Frau Najieh Norozi. Nach sechs Monaten hatten die beiden in Deutschland ein Aufenthaltsrecht bekommen, aus dem längst ein Bleiberecht geworden ist. Die ersten Jahre haben beide in einem Schnellrestaurant gearbeitet; derzeit ist Najieh Norozi ohne Job und sehr bedrückt, da die Familie mit ihren vier Kindern Sozialhilfe braucht – dabei würde sie so gerne als Näherin arbeiten.

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Die politischen Folgen von Misswirtschaft und Sanktionen im Iran (KAS)

Der iranische Wirtschaftsexperte Bijan Khajehpour wurde im Rahmen der Verhaftungswellen nach den Präsidentschaftswahlen 2009 monatelang im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran inhaftiert. Aufgrund der hohen Zahl dort einsitzender Intellektueller wird das Evin-Gefängnis längst im Volksmund „Evin-Universität“ genannt.

 

Der iranische Wirtschaftsexperte Bijan Khajehpour hofft nach den Präsidentschaftswahlen auf eine gemäßigt Regierung im Iran. Photo: Dr. Oliver Ernst
Der iranische Wirtschaftsexperte Bijan Khajehpour hofft nach den Präsidentschaftswahlen auf eine gemäßigt Regierung im Iran. Photo: Dr. Oliver Ernst

 

Bijan Khajehpour zählt im Iran zu den mutigen Vertretern einer nach Öffnung des Landes strebenden, wirtschaftlich erfolgreichen Mittelklasse, die politische Gängelung nicht mehr hinnehmen will, sondern Reformen, wie Demokratisierung im Inneren und die Normalisierung der Beziehungen mit den USA im Äußeren anstrebt.

Nach seiner Freilassung musste er aus seiner Heimat fliehen, um der Verfolgung zu entgehen. Heute arbeitet und lebt der Ökonom mit seiner Familie in Wien. In seinen Analysen seziert Khajehpour die Fehler der iranischen Wirtschaftspolitik und kritisiert vor allem das Missmanagement des scheidenden Präsidenten Ahmadinejad (Zum Thema: Beitrag “Iran Reader 2013″Seite 24-43).

Im folgenden Interview äußert er sich aber auch zu den politischen Chancen der Reformer und der Grünen Bewegung. Und er verweist auf eine neue Qualität der Opposition, die heute – stärker als noch bei den letzten Präsidentschaftswahlen – auch auf die neuen Medien und sozialen Netzwerke zurückgreift. Lies den Rest dieses Artikels

UN Security Council : Bericht des UNO-Generalsekretärs zu politischen und sicherheitsrelevanten Entwicklungen

Bericht des UNO-Generalsekretärs zu politischen und sicherheitsrelevanten Entwicklungen seit 16. November 2012 (Haftbedingungen; Gewalt gegen Frauen, Kinder und Minderheiten; Angriff auf Camp Hurriya am 9. Februar 2013; humanitäre Lage) [ID 242311]

Dokument öffnen Periodischer Bericht: Second report of the Secretary-General pursuant to paragraph 6 of resolution 2061 (2012) [S/2013/154]

 

Spiegel: Menschenrechtslage: EU verschärft Sanktionen gegen Iran

Protest gegen Hinrichtungen in Iran (Archivbild): Neue Maßnahmen der EUZur Großansicht

picture-alliance/ dpa

Protest gegen Hinrichtungen in Iran (Archivbild): Neue Maßnahmen der EU

Teheran verstößt immer wieder massiv gegen die Menschenrechte – nun versucht es Brüssel mit weiteren Zwangsmaßnahmen. Schärfere Sanktionen sollen das Regime zum Kurswechsel bringen. Dazu gehören Einreiseverbote und eingefrorene Bankkonten.

Brüssel – Regelmäßig gibt es Meldungen über grobe Missachtungen derMenschenrechte in Iran - doch das Regime lässt sich vom internationalen Protest kaum beeindrucken. Nun protestiert die Europäische Union mit verschärften und verlängerten Sanktionen gegen die Verhältnissen in Iran.

Die EU-Außenminister beschlossen am Montag, die bestehenden Strafmaßnahmen wegen Menschenrechtsverletzungen um ein Jahr bis Mitte April 2014 zu verlängern, wie in Brüssel mitgeteilt wurde.Zudem werden neun weitere Personen, die für “schwere Verletzungen der Menschenrechte” verantwortlich gemacht werden, auf die EU-Sanktionsliste gesetzt. Dadurch ist ihnen die Einreise in die EU verboten, zudem werden ihre Vermögen in der Europäischen Union gesperrt.

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Increasing violence against Iranian Baha’is engineered by government

GENEVA — In a report released today, the Baha’i International Community documents hundreds of incidents of torture, physical assault, arson, vandalism, cemetery desecration and the abuse of schoolchildren directed against the Iranian Baha’i community since 2005 – all carried out with utter impunity by attackers.

“The entire situation puts the Baha’is in an impossible position because they must ask for justice and protection from the same authorities who are systematically inciting hatred against them and from a judicial system that treats virtually every Baha’i who is arrested as an enemy of the state,” said Diane Ala’i, the Baha’i International Community’s representative to the United Nations in Geneva.

“This report shows that attacks on Baha’is are engineered by government agents and actively encouraged by the authorities and the Muslim clergy in Iran – and that attackers are well aware that they will go unpunished,” added Ms. Ala’i.

Titled “Violence with Impunity: Acts of aggression against Iran’s Baha’i community,” the 45-page report provides case studies and statistics that document a rising tide of violence against Baha’is – and the complete absence of prosecution for attackers.

941_Violence-with-Impunity (pdf)

Focusing on the seven year period from 2005-2012, the report says there have been at least 52 cases where Baha’is have been tortured or held in solitary confinement while in detention. It likewise documents another 52 incidents where Baha’is have been physically assaulted-sometimes at the hands of officials and sometimes at the hands of plainclothes or unidentified attackers.

The report also describes some 49 acts of arson against Baha’i homes and shops, and at least 42 incidents of cemetery desecration. There have also been at least 30 cases of vandalism directed against Baha’i properties, more than 200 instances of threats made against Baha’is, and some 300 incidents of abuse directed against Baha’i schoolchildren.

“Many of the attacks documented in the report – such as the cases of torture or assault during arrests and imprisonment — are undertaken directly by government agents,” said Ms. Ala’i. “Other attacks, such as arson, cemetery desecration, and vandalism, often come in the middle of the night, by unidentified individuals.

“But in all cases, these violators need to be brought to justice, as is required by the international laws to which Iran is a party. The government’s unwillingness to prosecute for these crimes, then, is yet another element in their overall campaign of religious persecution against the Baha’i minority,” said Ms. Ala’i.

 

Witness Statement of Saeed Pourheydar: A Journalist Under Pressure


In this witness statement and short video testimony, Saeed Pourheydar—an Iranian journalist now living in exile—discusses his arrest following the disputed June 2009 presidential elections in Iran and his subsequent detention at Evin prison.

In his statement, Pourheydar notes the pressures on himself and other Iranian journalists to not send news to the outside world and describes how his cell phone communications were monitored and under surveillance by Iranian authorities. Pourheydar also describes his trial before Judge Pirabbasi of Branch 26 of the Revolutionary Court in Tehran and how he received news of the death sentences of Gholamreza Khosravi and Saeed Malekpour.


Name: Saeed Pourheydar

Place of Birth:  Orumiyeh, Iran  

Date of Birth:  1981 

Occupation:  Journalist      

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Bahá’í dokumentieren über hundert Fälle von Straflosigkeit

Ein neuer Sonderbericht der Internationalen Bahá’í-Gemeinde wird am kommenden Mittwoch, 6. März 2013, in Genf veröffentlicht. Der 48-seitige Bericht dokumentiert die zunehmende Gewaltwelle gegen die iranische Bahá’í-Gemeinde sowie das Ausmaß der Straffreiheit, das die Täter im Iran genießen.Violence_with_Impunity_cover_final_130220-medium

Während 2005 und 2012 konnte die Internationale Bahá’í-Gemeinde 52 Fälle belegen, in denen Bahá’í in Untersuchungshaft gefoltert oder in Isolationshaft gehalten wurden. 52 weitere Fälle, in denen Bahá’í – teils von Beamten und teilweise von Männern in Zivil und Unbekannten – körperlich angegriffen wurden, sind ebenso belegt wie weitere 49 Fälle von Brandstiftungen gegen Häuser und Geschäften von Bahá’í. Der Bericht dokumentiert auch 30 Fälle von Vandalismus und mindestens 42 Fälle von Friedhofsschändungen.

In keinem einzigen der Fälle wurden die Angreifer – ob Regierungsbeamte oder Männer in Zivil oder andere nicht identifizierte Personen – für ihre Verbrechen strafrechtlich verfolgt.

 

Baha’is in Iran, BBC Doku [deutsche Untertitel]


Die 26-minütige Dokumentation über die lange Geschichte der Verfolgung der Bahá’í im Iran des BBC-Journalisten Kasra Naji ist nun auch mit deutschem Untertitel verfügbar. Der Beitrag, der an verschiedenen Schauplätzen gedreht wurde und viele historische Aufnahmen verarbeitet, wurde im Programm BBC Persian vom 1. bis 4. Juli 2010 gezeigt. Zum ersten Mal überhaupt wurden für die Sendung auch Innenaufnahmen der Gebäude der Bahá’í nahe Akko gezeigt.

More detained Iranian journalists released until trial

Source: Radio Zamaneh

Javad Deliri, the detained editor-in-chief of the daily newspaper Etemad, was released on bail from Tehran‘s Evin Prison on Monday February 18.


Javad Deliri

The Etemad daily confirmed Deliri’s release on bail today. The Tehran Prosecutor announced on Monday that as the investigation of their cases is completed, the detainees will be released on appropriate bail until their trial dates.

Deliri had been editor-in-chief of the Jamaran website for two years and, since last November, he has held the top position at the Etemad Newspaper.

Fatemeh Sagharchi, another of the recently detained journalists, was released on Saturday on bail, and Motahareh Sahfii and Ali Dehghan were released previous to that.

Between January 26 and February 1, 16 journalists involved with reformist newspapers were arrested by Iranian authorities. Of those 16, 13 are still in jail, and the Ministry of Intelligence has alleged that the detainees are linked to an anti-regime media network.

Iranian MP Ali Motahari has spoken out against the wave of arrests, saying that such an “insecure atmosphere in the media” so close to the presidential election is not in the country’s best interests.

The wave of of journalist arrests has also been denounced by human rights and media rights groups outside Iran.


The Speed Limit - cartoon by Mana Neyestani

 

Join United for Iran in a Worldwide Campaign: “Elections Aren’t Free Until We Are All Free”

PLEASE SUPPORT!

 

It’s been four years since the disputed Iranian presidential elections that resulted in massive uprisings and a brutal crackdown including extra-judicial killings, torture, arbitrary arrest, and detention; and infringements of rights to freedom of assembly and expression. Today—in the lead up to the June elections—we are witnessing the largest wave of detention of journalists since 2009. Opposition candidates remain on house arrest, and at least 500 political prisoners remain behind bars. Women and religious minorities are barred from running for president. And yet, Supreme Leader Ali Khameini has said Iran’s elections are “free” and the media “shouldn’t constantly say elections must be free.”

We say that elections are not fair or free until all political prisoners in Iran are free. Elections are not fair or free until every citizen has equal opportunity to engage in the electoral process. Elections are not fair or free as long as the Iranian government vets candidates, restricts activities of political parties and forces votes from citizens. Elections are not fair and free when citizen voices are silenced.

Join us in demanding that Iranian officials allow for the conduct of genuine, democratic elections that uphold internationally accepted standards of “free and fair,” and that the Iranian government:

Release all political prisoners;
End all restrictions on media, free expression, and assembly;
Allow every citizen equal opportunity to engage in the electoral process;
Allow for independent observation of its presidential elections.
Join us in taking up the call that “Elections Aren’t Free Until We Are All Free.”

Email us if you are interested in spearheading or participating in actions around the world in the upcoming months: info@united4iran.org. More information will be coming soon!

Das Geschäft mit Sicherheitstechnologie (NDR)

Soft- und Hardware, mit deren Hilfe jeder Anruf, jede Website, jeder Eintrag in Soziale Netzwerke registriert wird. Technologie, die Kommunikationsverhalten analysiert und Datenströme im Netz filtert, zensiert und blockiert.

Viele Unternehmen verkaufen Überwachungstechnik ins Ausland. Diese Karte zeigt eine Auswahl von Firmen, die in diese Geschäfte – auch mit nicht-demokratischen Ländern – verwickelt sind. Die tatsächliche Zahl der Unternehmen auf diesem milliardenschweren Markt liegt deutlich höher – ebenso wie die Anzahl der Länder, in denen solche Überwachungstechnik zum Einsatz kommt.

Beispiele des Exportes von Überwachungstechnologie

Iran

Nokia Siemens Networks (NSN) hat eingeräumt, im Jahr 2008 ein Monitoring Center an den Iran verkauft zu haben. Der hierfür verantwortliche Unternehmensteil wurde inzwischen von NSN verkauft und firmiert heute unter dem Namen Trovicor.

Süddeutsche: Finfisher-Entwickler Gamma – Spam vom Staat

Die Polizei in Bahrain geht mit Laser gegen Demonstranten vor – und auch mit Spitzelsoftware.

(Foto: REUTERS)

Er gilt als der böseste Deutsche im Internet: Martin Münch liefert Polizei und Geheimdiensten Überwachungs-Software. Auch Diktatoren drangsalieren mit den Programmen ihre Bürger.

Von Bastian Brinkmann, Jasmin Klofta und Frederik Obermaier

Im Disney-Film “Mulan” ist alles so einfach. Die Heldin kämpft zusammen mit lauter Männern im chinesischen Militär gegen die Hunnen. Der Film zeichnet Mulans Gegner als schattige, gesichtslose Wesen. Die feindliche Reiterarmee verdunkelt den Horizont. Gut gegen Böse – ein Klassiker.

Martin Münch lebt in einem Disney-Film. Er weiß, wer die Bösen sind. Er weiß, dass er zu den Guten gehört. Es gibt nur ein Problem: Alle anderen wissen es nicht. Für sie steht Münch auf der falschen Seite des arabischen Frühlings, auf der Seite der Unterdrücker. Menschenrechtler prangern an, er liefere Überwachungssoftware an Diktaturen, willentlich oder leichtfertig.

Münch, 31, entwickelt Spähsoftware für Computer und Handys. Sie infiziert das digitale Gedächtnis, sie schnüffelt in der virtuellen Intimsphäre. Polizei und Geheimdienst können dank ihr sehen, welche Krankheitssymptome der Überwachte im Web googelt. Sie hören, was er mit der Mutter über das Internet-Telefon-Programm Skype bespricht. Sie lesen seinen Einkaufszettel auf dem Smartphone. Der Trojaner, der das alles kann, heißt Finfisher. Trojaner wird diese Art Software genannt, weil die Spionagefunktionen eingeschmuggelt werden in einer harmlosen Hülle.

Martin Münchs Firma Gamma entwickelt den Trojaner Finfisher.

(Foto: Robert Haas)

Seit kurzem testet auch das Bundeskriminalamt, ob Finfisher als Bundestrojanertaugt. Auf sein Produkt ist Münch stolz. Zum ersten Mal zeigte er jetztdeutschen Journalisten, dem NDR und der Süddeutschen Zeitung, wie Finfisher funktioniert. Bisher durften Medien nicht in die Entwicklerbüros in Obersendling in München.

Auf den Glastüren steht der Firmenname: Gamma Group. Ein Dutzend Mitarbeiter sitzt vor Bildschirmen, die Programmierer gleich vor mehreren. Hinter dem Bürostuhl des Chefs Münch hängt eine Aluminiumplatte mit dem Firmenlogo. Er teilt sich seinen Schreibtisch mit dem Kollegen, der den IT-Notruf betreut. Ihm gegenüber klingelt also das Telefon, wenn irgendwo auf der Welt die Strafverfolgung klemmt. Er ist also sehr nah dran an den Ermittlern, auch sprachlich. “Wenn wir Pädophile verhaften, haben wir ein Problem: Die sperren ihre Rechner automatisch”, sagt Münch, als fahre er bei den Einsätzen mit, und präsentiert schwungvoll die Lösung: einen USB-Stick von Gamma in den PC, und die Daten sind gerichtsfest gesichert.

Münch kann so technisches Spielzeug gut erklären. Vielleicht, weil er sich das alles selbst beigebracht hat. Er hat keine Fachausbildung, er hat nicht Informatik studiert, nur drei Semester Jazzklavier und Gitarre. Er war mit einer Band auf Deutschlandtournee. Steht er dagegen heute auf der Bühne, zeigt er auf Sicherheitskonferenzen, wie man Rechner infiziert. Für die Ermittler ist Münch ein bisschen wie Mushu, der kleine Drache aus “Mulan”, dem Disney-Film von 1998. Er ist der coole Helfer, der Mulan bei der Armeeausbildung und im Kampf beisteht. Münch hat eine Firma, über die er 15 Prozent der Anteile der Gamma International GmbH hält. Er hat sie Mushun genannt, nach dem Drachen aus dem Film, nur mit einem zusätzlichen “n” am Ende, sagt er. Dann lacht er verlegen. Doch ist er nicht nur Miteigentümer, sondern auch Geschäftsführer bei Gamma.

Vollständiger Artikel

So politisch geht’s auf der Berlinale zu: Iran – Jafar Panahi / Shirin Neshat

Die Berlinale politisch

Der iranische Regisseur Jafar Panahi (hier bei der Berlinale 2006) darf nicht nach Berlin. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hatte eindringlich an das Regime in Teheran appelliert, ihn zur Premiere seines Films reisen zu lassen.

Die Berlinale politisch

Die im Iran geborene Künstlerin Shirin Neshat setzt sich mit der Rolle der Frau in islamischen Gesellschaften auseinander. Bei der Berlinale sitzt sie in der Jury.

Die iranische Künstlerin Shirin Neshat (58), die zwar seit vielen Jahren in den USA lebt, doch sich mit kritischen Äußerungen zum Regime in Teheran nicht zurückhält.

Auch ihre Kunst ist politisch – in ihrer Fotoserie „Women of Allah“ thematisierte sie die Rolle der Frau im Iran, ein Leben zwischen Schleier und Waffe. Mit ihrem ersten Film „Women without Men“ erregte sie auf der Biennale 2009 in Venedig Aufsehen.

Women Without Men, Shirin Neshat’s first feature film, explores the 1954 CIA coup in Iran from the perspective of two very diferent women.

Women Without Men Discussion

 

 

Witness Testimony of Maryam Ahmadi – شهادتنامه مریم احمدی


The life of a lesbian in Iran: Despite the claims of Iranian president Mahmoud Ahmadinejad to the contrary, individuals with homosexual sexual orientation do live in the Islamic Republic of Iran (IRI).

“In Iran we don’t have homosexuals like in your countries. We don’t have that in our country…I don’t know who has told you that we have it.”

Mahmoud Ahmadinejad – September 24, 2007, Columbia University, USA

The Iran Human Rights Documentation Center has interviewed many members of Iran’s lesbian, gay, bisexual and transgender (LGBT) community about the government’s violation of their basic human rights and the discrimination they face in society.  The above video clip is part of a long audio interview with Maryam Ahmadi, an Iranian lesbian who was lashed and imprisoned for nine months on account of her sexual orientation.  In this clip she talks about her court case and her life in Iran—including the abuse she was subjected to by her family, who disapproved of her lifestyle.  Maryam also describes her eventual escape to Turkey, where she is currently living in difficult conditions while her application for asylum with the UNHCR—the United Nations Refugee Agency—is pending.

 

Source: Iran Human Rights Documentation Center

Testimony of Mina Dehghani Sarkazi:


The Islamic Republic of Iran (IRI) is a signatory to the Convention on the Rights of the Child (CRC)—a human rights treaty that requires that states act in the best interests of the child and safeguard the civil, political, economic, social, health and cultural rights of children.
In many jurisdictions, including that of the IRI, properly implementing the CRC would require significant revision of child custody and guardianship laws, as well as laws protecting against abuse and exploitation. Article 19 of the CRC provides that the state should protect children against abuse and mistreatment—however according to evidence collected by the Iran Human Rights Documentation Center the IRI judiciary and legal framework often falls short in this regard. In this short video testimony, Mina Dehghani Sarkazi—a survivor of child abuse who fled Iran last year—explains how Iranian courts offered her no legal recourse when she was abused by her father. She also describes the challenges of her new life as a refugee in Turkey.

Iran 2013 – Islamische Unterdrückungsmethode – Hinrichtungen

Auch 2013 geht das MORDEN weiter! Im Jahr der Präsidentschaftswahlen setzt das Regime wieder einmal auf die bewährte Methode der Unterdrückung und der Verängstigung. Hinrichtungen an jeder Straßenecke gehören genauso zum Alltag im Iran, wie die maschinelle Massenverstümmelung von Gefangenen. Wann stoppen wir endlich diese brutalen Mörder. Wann hören wir in der Bundesrepublik auf, den Vertretern dieser MÖRDERBANDE ein Forum zu geben, wie etwa bei der Münchener Sicherheitskonferenz oder vor den Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Diesen Verbrechern ein Forum zu geben, ist nicht Ausdruck von Stärke, es ist ein Zeichen der Schwäche, der Toleranz dieser Gewalt gegen das iranische Volk! Und für jeden anständigen DEMOKRATEN eine Pflicht solchen Veranstaltungen fern zu bleiben!

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Ich klage die Geschichte an

Ich klage die Geschichte an

von Sina Mohtadi*

Heute Nachmittag, ich hatte gerade Besuch, reichte mir meine Mutter das Telefon.

„Ja, bitte?“, frage ich.

„Iraj Eslahi von der Staatsanwaltschaft, Abteilung für Strafvollzug. Ich
fordere sie auf, sich umgehend zum Strafvollzug zu melden!“ tönt eine
Stimme.
Ich frage: „Ist das Urteil denn bestätigt?“
Die Stimme sagt: „Ja, Ihre Akte liegt vor.“
Ich frage: „Wann soll ich kommen?“
Die Stimme sagt: „Unverzüglich!“
Ich sage: „Ich kann erst in einer Woche, vorher geht es nicht.“
Die Stimme hält kurz Rücksprache und sagt dann: „Kommt nicht in Frage,
spätestens Dienstag nächster Woche.“
Ich sage: „Das geht nicht.“
Nach einer kurzen Verhandlung einigen wir uns schließlich auf den
Samstag, 18. Shahriwar (9. September).
Alina1 steht neben mir. Sie war während des Gesprächs dazugekommen.
Nach Beendigung des Telefonats fragt sie: „Wer war das?“
Ich sage: „Mein Urteil ist rechtskräftig.“
Alina weint laut auf und schreit: „Nein, du darfst nicht gehen, du musst
fliehen! Warum du? Warum wieder einer aus unserer Familie? Was soll ich
nur machen? …“
Ich versuche sie zu beruhigen und spreche mit ihr, um ihre Fragen zu
beantworten.
Nach einer Viertelstunde beruhigt sie sich ein wenig. In ihrer Hilfslosigkeit
sagt sie nur: „Papa, bitte, ich bitte dich, gehe nicht.“
Noch hilfloser als sie antworte ich: „Meine Liebe, ich will nicht gehen, aber
es geht nicht anders!“
Auf ihr wiederholtes Flehen antworte ich nicht mehr. Ich halte ihre Hand
und streichele ihren Kopf …

1 Alina ist die Tochter von Sina.

* Zum Schutz aller Beteiligten, die ohnehin gefährdet genug sind, wurden alle Namen geändert.


Ich erinnere mich, wie ich vorgestern raus gegangen bin, um bei der Bank
etwas zu erledigen. Nach einer halben Stunde kam ich zurück und sah, dass
Kamran geweint hatte. Alina erklärte: „Er hat geweint und immer wieder
nach dem Onkel gefragt, warum er nicht komme. Ob er auch im Evin2 sei.“
Im letzten Monat fragte mich Kamran immer, wenn ich das Haus verließ:
„Onkel, kommst du zurück?“ Bis heute habe ich immer gesagt: „Ja, mein
Lieber, ich komme zurück.“ Ich weiß nicht, was ich jetzt sagen soll. Soll
ich ihm die Situation erklären oder nicht?
Ich denke, möglicherweise wird sich morgen die Nachricht über mein
Urteil über E-Mails und auf Internetseiten verbreiten. Das Gefängnis
bekommt die Mitteilung, dass ich mich am 18. Shahriwar dort zu melden
habe. Eine weitere Seite in der Geschichte dieses Landes, eine Seite in der
Geschichte der Bahá’í-Religion: „Sina Mohtadi wurde wegen seines
Glaubens inhaftiert – wie sein Bruder, wie seine Schwägerin, wie viele
andere.“
Ich erinnere mich an den Artikel von Dr. Dawodi „Die Geschichte klagt
an“ an die iranische Bevölkerung und die Obrigkeit von 1980, der Zeit als
die Unterdrückungen und Grausamkeiten gegen die Bahá’í-Gemeinde
anfingen, täglich zuzunehmen. Ich selbst war damals ein junger Mann. Der
Stil und der Inhalt des Artikels, der die Gräuel und Gewalttaten gegen die
Bahá’í darstellte, hatten mich sehr berührt. Aber jetzt will ich sagen: „Ich
klage die Geschichte an“, weil sie lediglich die Ereignisse und Vorfälle
aufzeichnet, nicht die Ängste, die Hoffnungslosigkeit und die Sorgen. Die
Gefühle der Menschen finden keine Beachtung.
Shahin3 weinte, als er den „Brief des Himmels“ las. So reagierte er auf
diesen Brief, den ich nach der Verhaftung von Hekmat4 geschrieben hatte.
Er schrieb mir die folgenden Worte, von denen ich glaube, dass sie sehr gut
meine Gedanken wiedergeben. Ich gebe diese Worte weiter in der
Hoffnung, dass diese Zeilen ihren Platz in der Geschichte finden werden
und Historiker auch diese Sicht berücksichtigen. Vielleicht ist es auch die
Aufgabe von Künstlern – etwas, das wir schon in den 1970er Jahren
erfolglos versucht hatten.


2 Evin: das Gefängnis in Norden von Tehran.
3 Shahin ist der Bruder von Sina, der früher als er inhaftiert worden ist.
4 Hekmat ist die Frau von Shahin und Schwägerin von Sina. Ihr Sohn Kamran war nach der Verhaftung
seiner Eltern unter der Obhut von seinem Onkel, Sina.

„Du hast geschrieben, dass niemand die Leiden von Alina und
Kamran aufschrieb; niemand weiß, wie oft sie geweint haben und
noch weinen. Ja, wir sind so vom Verlauf der Ereignisse und den
traurigen Vorfällen betroffen, dass kein Platz für die Gefühle der
Menschen mehr bleibt. Ich glaube, wir werden nicht klug aus der
Erfahrung. Das gebrannte Kind muss sich erst erneut verbrennen.
Entweder vergessen wir diese Vorfälle oder wir protokollieren sie
lediglich; Aufzeichnung von Erlebnissen ohne Gefühl. Wir vergessen
den Schmerz des Brennens. Wir glauben, wir könnten diese
Ereignisse ungeschehen machen oder sie schwänden mit der Zeit
immer mehr, bis sie sich im Leben verlieren und nichts mehr davon
bleibt.
Wenn aber diese Ereignisse verallgemeinert werden, dann
entwickeln sie sich zur Geschichte – der Geschichte meines und
unseres Lebens und der unserer Stadt und schließlich zu einer
einfachen Aneinanderreihung von Vorfällen und Geschehnissen.
Statistiken und Ereignissen ohne Gefühl. Wir nehmen sie dann nur in
Gedanken auf. Wir halten sie sogar für erlogene, übertriebene oder
lückenhafte Berichte.
Keines unserer Urteile berücksichtigt die Einsamkeit, die
Empfindungen und die Ängste. So bleibt das Leben oder die
Menschlichkeit verborgen. Wir lernen nicht daraus und unsere
Vergangenheit kann nicht als Lampe dienen, die uns den Weg der
Zukunft erhellt.
Vielleicht hätten wir anders gelebt, wenn wir die Vorfälle und
Geschehnisse in Verbindung mit dem Leben und der Menschlichkeit
gesehen hätten. Dann wäre die Geschichte ein Mahnspiegel, in dem
wir uns – den Menschen – sehen würden. Ich denke, wenn heute ein
Mensch diese tragischen Ereignisse betrachtet, kann er sich in
diesem Spiegel nicht sehen. Auf der einen Seite stehen die Gefühle
und Hoffnungen, auf der anderen Seite Statistiken, Zahlen und
Vorfälle. Beide Seiten sind wie zwei Welten, jede davon steht für
sich.
Wenn diese beiden Welten miteinander verbunden wären, und man
bei der Aufzeichnung der Geschichte auch die Gefühle aufzeichnen
würde, wie das Weinen von Alina und Kamran, wie das Zittern
meiner Knie und deiner Knie und viele andere solcher Dinge,
bräuchte sich die Geschichte nicht zu wiederholen.
Diese Wiederholung trifft unsere Familie: die Hinrichtung des Vaters
im Jahre 1984/85, unsere Verhaftung als Jugendliche, Deine
Verhaftung mit Parvaneh und der vierjährigen Alina im Jahre

2004/05, meine Verhaftung mit Hekmat und dem zweijährigen
Kamran.
Verwunderlich ist das so junge Alter der Kinder. Ich hoffe, dass die
Aufzeichnung der Fragen von Alina und vielleicht auch der Fragen
von Kamran das Rad der Wiederholung der Geschichte stoppt.“ 5
Außer meinem Vertrauen in Gottes Gunst und der Gewissheit, dass Er
seine Diener nicht allein lässt, der unverzüglichen Unterstützung und Hilfe
durch unsere Familie und unsere Freunde, die der Schatz unseres Lebens
sind, wofür ich aufrichtig dankbar bin, muss ich aber gestehen, dass ich
besorgt bin. Ich bin besorgt um Alina. Wer wird die Klage ihres Herzens
hören und ihre nächtlichen Tränen trocknen, ohne sie mit Ratschlägen zu
belasten und ihr zu sagen: „In die Nähe dieses Freudenfestes, bringt dich
der Kelch des Leides“, was ihren Kummer nur vergrößert? Wer wird jetzt
Kamran in die Arme nehmen und ihn anstelle seines Vaters und seiner
Mutter, seiner Tante und nun auch seines Onkels küssen? Etwas, was ich in
diesen zwei Monaten immer gemacht habe; er lässt sich doch von
niemandem liebkosen, nicht einmal von meiner Mutter.
Ich bin sehr traurig und resigniert und ich bedauere sehr, dass man in
meiner Heimat die besonderen Erfahrungen von Shahin, Hekmat und mir
nicht nutzt. Vielmehr wirft man uns vor, die Sicherheit dieser Nation zu
gefährden. Wegen unseres Glaubens wurden wir inhaftiert. Die Akten, die
über uns angelegt worden sind, hat der Richter nicht einmal gelesen. Die
Aussagen des Richters waren voller Fehler; er behauptete über mich, ich sei
nach Kanada gegangen und habe in iranischen Kliniken Beratungsdienste
geleistet. Das betrifft doch Shahin! Er hat in Kanada studiert … Auch der
Richter des Revisionsprozesses hat mit Sicherheit die Akten nicht gelesen.
Trotz all dem haben wir in diesen Jahren versucht, unsere Erfahrungen und
unsere Ausbildung zum Wohle aller Menschen zu nutzen – unabhängig von
Glauben und Überzeugung. Wir haben uns darum bemüht, dass die
Menschen Ruhe, Freude und Zufriedenheit finden; wir wollten ihnen eine
Unterstützung in ihrem Leben sein. Unsere Arbeiten zur Psychologie, über
die Erziehung der Bahá’í-Jugend an dem Bahá’í-Institut für Höhere
Bildung, über Lehrstoffe wie individuelle Beratung, gewaltfreie
Kommunikation, Ausbildung moralischer Normen vor der
Familiengründung, Sexualerziehung von Kindern und Jugendlichen,
positive Beziehungen in der Ehe – die Übersetzungen und der Satz solcher
Bücher – wurden alle vom Ershad-Ministerium [d.i. das Ministerium für


5 Antwort von Shahin auf Sinas Brief

Kultur und Islamische Rechtleitung, das für Zensuren zuständig ist]
bestätigt und veröffentlicht oder von der Organisation für Sozialwesen
bewilligt. Und wir haben alle dies mit reiner Absicht, aufrichtig und ohne
Vorbehalte getan. [...]
Haben wir wirklich verdient wegen dieser positiven, hilfreichen Aktivitäten
in einer Zelle inhaftiert zu sein? Müssen Kamran und Alina die Wärme und
Liebe ihrer Eltern entbehren? Muss meine Mutter in ihrem hohen Alter, in
dem sie eigentlich den Ruhestand genießen und die Früchte jahrelanger
Erziehung und Opferbereitschaft genießen soll, ihre Kinder durch das
Gitter der Gefängniszellen sehen und ihre Enkel groß ziehen?
Ich hoffe, dass einer der Freunde eine Internetseite oder einen Link
einrichtet, um diese Dinge bekannt zu machen. Ich möchte lieber, diese
zehn Tage, die ich noch in Freiheit habe, mit Alina und Kamran
verbringen. Das ist sowohl für sie als auch für mich besser, denn ich werde
die nächsten fünf Jahre dieser Gnade beraubt sein.
Shahin hat vor seiner Verhaftung am 15. Shahriwar (6. September) einen
Brief an Kamran und das iranische Volk geschrieben, den er mir und einem
lieben Freund gab. Ich bewahre ihn jetzt seit einem Jahr auf. Nun möchte
ich diesen Brief hier anfügen. Vielleicht wird er für künftige Generationen
und für die Geschichte von Nutzen sein.
„An Kamran und das iranische Volk!
Heute Abend verkünde ich allen Menschen in meinem Haus, dass ich
Bahá’í bin. Ich habe am Bahá’í-Institut für Höhere Bildung studiert
und gelehrt. Meine Ausbildung als hochrangiger Berater habe ich in
Kanada bekommen. Seit 2004 habe ich mit etwa 2.000 Personen über
das Modell „Gewaltfreie Kommunikation“ beraten. Dieses Modell
habe ich unter der Bezeichnung: „Die Sprache des Lebens“
unterrichtet. Ich habe das Material übersetzt und mit der
Genehmigung des Ershad-Ministeriums veröffentlicht.
Mit Stolz schaue ich auf meine Vergangenheit. Ich freue mich über
das, was ich geleistet habe und dem iranischen Volk geben konnte.
Die Peitschenschläge, die mein Vater im Jahre 1983 im Gefängnis
erlitt, waren im Grunde die Trommelschläge, die in der Gesellschaft
widerhallten. Das Verbot, an der iranischen Universität zu studieren,


führte zum Gegenteil; ich absolvierte als hochrangiger Fachmann das
Studium der Psychologie in Kanada mit begleitenden
Ergänzungsfächern wie Theatertherapie, N.L.P. und Gewaltfreier
Kommunikation.
Schließlich trug die sechsmonatige Einzelhaft meines Vaters und
seine Hinrichtung die Frucht, als die ich meine Arbeit mit Menschen
in Beratungssitzungen und in der Lehrwerkstätte für die Sprache des
Lebens erachte. Dieses Kommunikationsmodell und die Sprache des
Lebens sind mein Geschenk und das Geschenk meiner Familie an
Iran und die lieben Iraner, und ich hoffe, dass sie es annehmen.“
Ich möchte darauf hinweisen, dass ich mit der Wahl, die ich für mein
Leben getroffen habe, zufrieden bin. Könnte ich noch einmal neu über
mein Leben entscheiden, würde ich mich für dasselbe Leben entscheiden.
Ich bin stolz auf meinen Glauben und meine Arbeit. Ich hoffe, dass was
meine Familie durch macht zur Gerechtigkeit, Freiheit und Fortschritt
unseres Landes beiträgt.
Wenn Schwerter blitzen im Lande des Geliebten,
fügen wir uns auf Gottes Geheiß.
8. Shahriwar 1391 (31. Oktober 2012), um 3:30 Uhr

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