Blog-Archive
EINSfestival TV Tipp: Offside – Frauen im Abseits – Freitag, 1.Juni 2012 – 20:15 Uhr

Freitag, 1.Juni 2012 – 20:15 Uhr
Teheran im Sommer 2005: Mit einem Sieg gegen Bahrain kann sich die iranische Fußball-Nationalmannschaft für die WM in Deutschland qualifizieren. In einem der vielen Fanbusse, die unterwegs zum Stadion sind, sitzt zwischen lautstarken Schlachtenbummlern eine junge Frau (Sima Mobarak-Shahi), die sich mit Baseballmütze und weiten Hosen als Junge verkleidet hat.
Sie ist begeisterter Fußballfan und will unbedingt ins Stadion. Doch im Iran ist Frauen der Zutritt zu Fußballarenen verboten – angeblich weil die Männer hier für Frauenohren ungeeignete Flüche loslassen. Der illegale Ticketverkäufer nutzt die Situation aus und knöpft ihr das Doppelte für eine Eintrittskarte ab. Doch bevor das Spiel angepfiffen wird, nimmt man die junge Frau an einem Kontrollpunkt fest. Hinter einer Absperrung direkt an der Tribünenmauer, wo sie vorübergehend gefangen genommen wird, trifft sie auf andere Mädchen, die ebenfalls versucht hatten, ins Stadion zu gelangen; unter ihnen eine junge Frau in Soldatenuniform , die es damit sogar bis auf die Ehrentribüne schaffte. Das Spiel beginnt, das Stadion verwandelt sich in einen Hexenkessel. Die Frauen streiten derweil mit den jungen Soldaten aus der Provinz, die ihren Militärdienst ableisten müssen und restlos damit überfordert sind, die wortgewandten Teheranerinnen im Zaum zu halten. Eines der Mädchen will wissen, warum im vorherigen Spiel gegen Japan die japanischen Frauen ins Stadion durften und die iranischen nicht. So genau kann der Soldat ihr das nicht erklären und ist heilfroh, als seine Gefangenen in einen Bus verfrachtet und zur Sittenpolizei gekarrt werden.
Doch nach dem Sieg der iranischen Fußballer herrscht in den Straßen Teherans euphorische Feierstimmung, die irgendwann auf die Soldaten überspringt … Read the rest of this entry
TAZ: IRANISCHER REGISSEUR ÜBER SEINE ARBEIT – “Lieber in meinem eigenen Land fremd”
Filmemacher Mohammad Rasoulof droht ein Jahr Haft. Trotzdem stellte er in Berlin seinen neuen Spielfilm vor. Ein Gespräch über Selbstzensur und einen Alltag in Angst.INTERVIEW CRISTINA NORD
Szene aus “Good Bye”: Die junge Anwältin versucht verzweifelt ein Visum zu erlangen, um den Iran zu verlassen. Bild: Around the World in 14 Films Read the rest of this entry
Iranischer Regisseur Mohammad Rasoulof in Berlin
Beim Festival Around The World In 14 Films
Zum sechsten Mal zeigt das unabhängige Filmfestival Around The World In 14 Films vom 25. November bis zum 3. Dezember im Berliner Babylon Kino 14 Meisterwerke des Weltkinos. Das Filmland Iran spielt dabei traditionell eine besondere Rolle. Nun hat sich der Teheraner Filmemacher Mohammad Rasoulof kurzfristig als Überraschungsgast angekündigt. Im Festivalprogramm wird sein aktueller Streifen „Good Bye“ (Be omide didar) gezeigt.
Iran: Film über das Nichtfilmendürfen
Filmemacher im Iran zu sein ist ein gefährlicher Beruf : sechs von ihnen wurden in der letzten Woche festgenommen. Ihnen wird illegale Zusammerabeit mit dem britischen Sender BBC vorgeworfen.
Unter ihnen ist auch Mojtaba Mirtahmasb, Freund und Mitarbeiter des in Teheran unter Hausarrest stehenden Jafar Panahi. Gemeinsam haben sie das Projekt “Dies ist kein Film” auf die Beine gestellt, ein Film über das Nichtfilmendürfen im Iran, der auf einem USB-Stick zum letzten Festival von Cannes geschmuggelt worden ist. Dieses Manifest gegen Unterdrückung kommt am 28. September 2011 in die französischen Kinos.
EU: Iran and Human Rights
The EU is greatly concerned about the steady deterioration of the human rights situation in Iran following the June 2009 presidential elections. The EU has issues numerous statements calling on Iran to respect the international human rights obligations it has entered into, including theInternational Covenant on Civil and Political Rights.
On 21 March 2011, EU Foreign Ministers
expressed their alarm at the dramatic increase in executions in recent months and the systematic repression of Iranian citizens, including human rights defenders, lawyers, journalists, women’s activists, bloggers, persons belonging to ethnic and religious minorities and members of the opposition, who face harrassment and arrests for exercising their legitimate rights to freedom of expression and peaceful assembly.
HEUTE: WDR III – TV TIPP: Offside – Frauen im Abseits / Donnerstag, 07. Juli 2011, 23.15 – 00.40 Uhr
Spielfilm - Jafar Panahis engagierte Komödie über die Diskriminierung von Frauen im Iran wurde 2006 auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.
Mit einem Sieg gegen Bahrain kann sich der Iran im letzten Qualifikationsspiel für die WM 2006 qualifizieren. Auch ein paar Mädchen, begeisterte Fußballfans, wollen sich verkleidet das Match im Stadion ansehen. Frauen ist der Zutritt zur Fußballarena verboten. Vor Spielbeginn werden sie an einem Kontrollpunkt entdeckt und hinter einem Absperrgitter direkt an der Tribünenmauer eingepfercht. Hier hören sie jeden Aufschrei der begeisterten Zuschauer, ohne das Spiel sehen zu können. Schlimmer noch: Sie müssen den Kommentaren eines Wachsoldaten lauschen, der von Fußball keine Ahnung hat … (23:15-00:40 • WDR)
Some of Many Case Reports of Serious Violation presented to the side panel of the United Nations Human Rights Council

Human Rights Situation In Iran
Palais des Nations, ROOM: VIII
Friday, June 10, 2011
3sat-Reihe: Inside Iran – Offside – Frauen im Abseits Spielfilm, Iran 2006
Inside Iran
Offside – Frauen im Abseits
Spielfilm, Iran 2006
| Darsteller: | |
|---|---|
| Erstes Mädchen | Sima Mobarak-Shahi |
| Rauchendes Mädchen | Shayesteh Irani |
| Fussballmädchen | Ida Sadeghi |
| Soldat aus Azari | Safar Samandar |
| Soldat aus Mashadi | M. Kheyrabadi |
| u.a. | |
Regie: Jafar Panahi
Länge: 87 Minuten

Teheran im Sommer 2005: Mit einem Sieg gegen Bahrain kann sich die iranische Fußball-Nationalmannschaft für die WM in Deutschland qualifizieren. In einem der vielen Fanbusse, die unterwegs zum Stadion sind, sitzt zwischen lautstarken Schlachtenbummlern eine junge Frau, die sich mit Baseballmütze und weiten Hosen als Junge verkleidet hat. Sie ist begeisterter Fußballfan und will unbedingt ins Stadion. Doch im Iran ist Frauen der Zutritt zu Fußballarenen verboten – angeblich, weil die Männer dort für Frauenohren ungeeignete Flüche loslassen. Der illegale Ticketverkäufer nutzt die Situation aus und knöpft ihr das Doppelte für eine Eintrittskarte ab. Doch bevor das Spiel angepfiffen wird, nimmt man die junge Frau an einem Kontrollpunkt fest. Hinter einer Absperrung direkt an der Tribünenmauer, wo sie vorübergehend festgehalten wird, trifft sie auf andere Mädchen, die ebenfalls versucht hatten, ins Stadion zu gelangen; unter ihnen eine junge Frau in Soldatenuniform, die es damit sogar bis auf die Ehrentribüne schaffte. Das Spiel beginnt, das Stadion verwandelt sich in einen Hexenkessel. Die Frauen streiten derweil mit den jungen Soldaten aus der Provinz, die ihren Militärdienst ableisten müssen und restlos damit überfordert sind, die wortgewandten Teheranerinnen im Zaum zu halten. Eines der Mädchen will wissen, warum im vorherigen Spiel gegen Japan die japanischen Frauen ins Stadion durften und die iranischen nicht. So genau kann der Soldat ihr das nicht erklären und ist heilfroh, als seine Gefangenen in einen Bus verfrachtet und zur Sittenpolizei gekarrt werden. Doch nach dem Sieg der iranischen Fußballer herrscht in den Straßen Teherans euphorische Feierstimmung, die irgendwann auf die Soldaten überspringt.
Read the rest of this entry
USA/IRAN:Actors go to UN demanding Iran release jailed director
Hollywood petition calls for repeal of Jafar Panahi’s six-year sentence for making anti-regime propagand
- Saeed Kamali Dehghan
- Quelle: guardian.co.uk, Wednesday 8 June 2011 15.26 BST
Hollywood stars including Sean Penn and Susan Sarandon are launching a campaign with Amnesty International calling for the release of the acclaimed Iranian film-maker Jafar Panahi, who has been sentenced to six years in prison.
Panahi, who angered the government by supporting Iran‘s opposition green movement, is also banned from directing and producing films for 20 years after being found guilty in December of making propaganda against the regime.
Amnesty International said a group of campaigners would deliver to the UN in New York tens of thousands of signatures including from Penn, Sarandon, Martin Scorsese and Ridley Scott demanding Panahi’s conviction be overturned.
About 20,000 people have signed the petition, along with Iranians including film director Mohsen Makhmalbaf, pop singer Googoosh, academics Hamid Dabashi and Azar Nafisi, and previously imprisoned journalists Roxana Saberi and Maziar Bahari.
Campaigners intend to hold a rally in New York outside the UN offices attended by Oscar-winning film-maker Paul Haggis. They will symbolically rename a nearby New York street plaza “Azadi Square” (freedom square) after the rallying point in Tehran where thousands gathered in protest after the disputed 2009 election.
Panahi won the Camera d’Or at Cannes in 1995 for The White Balloon. Attempts by the Iranian authorities to silence him were initially highlighted by the French actor Juliette Binoche who held up his name at the 2010 Cannes festival in protest at his arrest. Steven Spielberg and Francis Ford Coppola also condemned it.
Another Iranian film-maker, Mohammad Rasoulof, was arrested with Panahi in February 2010 and given six years’ jail. Both have since been repeatedly honoured at prestigious film festivals including Berlin and Cannes.
Parviz Jahed, an Iranian director and critic, said that despite the regime’s severe crackdown on their industry, film-makers continued to work. “Independent film-makers in Iran have always been subjected to censorship and intense pressure from the authorities. In spite of, or perhaps as a result of this, they have always managed to persevere to an extent and achieve recognition for independent Iranian cinema on an international scale,” he said.
Larry Cox, Amnesty’s US executive director, said: “Imagine your government telling you that you cannot work, speak your mind or express your beliefs – or you will be thrown in prison. This is the ordeal that Jafar Panahi and Mohammad Rasoulof suffer every day. These two men are being persecuted; it is simply wrong and we must speak up against Iran’s actions.”
Panahi-Film in Cannes
SPON: Eingesperrt – und trotzdem im Kino präsent: Bei den Filmfestspielen von Cannes, die am 11. Mai starten, wird in einer Spezialvorführung der neue Film des gefeierten und verfolgten iranischen Regisseur Jafar Panahi gezeigt.
Schon auf der letzten Berlinale war die Solidarität mit ihm enorm, jetzt erhält der iranische Filmemacher auf einem weiteren großen europäischen Filmfestival Unterstützung: Der neue Film des zu jahrelanger Haft verurteilten Dschafar Panahi wird beim Festival in Cannes gezeigt. “In Film Nist” (“Dies ist kein Film”) sei für eine Spezialvorstellung ausgewählt worden, teilten die Organisatoren am Samstag mit. [...]
NEGATIV: Zwei Filme der iranischen Regisseure Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof erreichten in den letzten Tagen das Festival. Die Regisseure befinden sich gerade für sechs Jahre in Haft, und haben für die nächsten 20 Jahre Berufsverbot. Read the rest of this entry
Reuters: Cannes film festival honors jailed Iran directors
PARIS (Reuters) – Jailed Iranian film directors Jafar Panahi and Mohammad Rasoulof will be honored at the Cannes film festival this year, organizers said on Sunday.
Rasoulof’s “Good Bye” — the story of a young Tehran lawyer trying to get a visa to leave Iran, and “This is not a film” — Panahi’s depiction of a day in his life as he waits for the verdict of a court appeal, will be shown at the festival, they said. Read the rest of this entry



