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ZEITjUNG.de|Passagiere protestieren gegen Abschiebung – Wir fliegen nicht mit Herrn Ghalamere!

Schwedische Fluggäste weigern sich den Gurt anzulegen – und retten einen Vater vor der Abschiebung.

Von Daniela Gaßmann

„Bitte legen Sie nun Ihren Sicherheitsgurt an“, drang es am Montag aus den Flugzeuglautsprechern zu Ghader Ghalamere hervor. Dabei will der kurdische Flüchtling nicht wieder in den Iran abgeschoben werden. Fast noch schlimmer als die Angst vor Verfolgung wäre es nämlich über 5.000 Kilometer getrennt von seiner Ehefrau Fatemeh Ghalamere und den beiden Söhnen in Schweden zu sein. Um legal mit ihnen zusammenleben zu dürfen, muss er nach dem schwedischen Immigrationsrecht vom Iran aus Asyl beantragen. Unverständlich: wie kann denn ein Mensch illegal sein und ein Gesetz so unmenschlich? Gegen die Behörden ist man jedoch machtlos… normalerweise. Als die Passagiere um Herrn Ghalamere ihre Sitzgurte aus Protest nicht anlegen wollen, passiert etwas Großartiges.

Zusammen sind wir stärker als Bürokratie

In der Wartehalle hat die Familie Ghalamere die anderen Fluggäste eingeweiht, bevor sie den traurigen Flughafenabschied hinter sich brachte. Als später die Durchsage in typischem Stewardessslang ertönte, blieben die Passagiere stur. Sie weigerten sie sich, den Sicherheitsgurt anzulegen, um den Pilot vom Start abzuhalten. Verspätung hin oder her, protestierten sie ganz geduldig gegen die Abschiebung von Ghalamere. Und Gesetze hin oder her, wurde dieser dann vorläufig zurück in eine Asylunterkunft gebracht. Trotz Medienhype um seine rührende Geschichte, soll er das europäische Flüchtlingslager in zwei Wochen verlassen. Allerdings hat sich gezeigt: die Bürger sind nicht machtlos gegen bürokratische Regelungen. Zusamen sind sie vielleicht sogar stärker. Je mehr Menschen sich der Facebookgruppe für die Rechte der Familie Ghalamere anschließen, desto stärker wird die schwedische Regierung unter Druck geraten. Vielleicht schaffen es seine Unterstützer, die Geschichte umzuschreiben.

Quelle: ZEITjUNG.de

Bundestag| EU-Sanktionen gegen den Iran

Nach der rechtlichen Situation der Sanktionen gegen den Iran erkundigt sich die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (18/1063). Die Bundesregierung soll mitteilen, „welche konkreten politischen Forderungen“ die EU und Deutschland an die iranische Führung als Voraussetzung „für eine Lockerung beziehungsweise Aufhebung des Ölembargos und der anderen Sanktionen“ richtet. Die Abgeordneten fragen unter anderem auch nach den Auswirkungen der Sanktionen auf das Bruttoinlandsprodukt, den Staatshaushalt, die Inflationsrate, die Gesundheitsversorgung und die Preise für Grundnahrungsmittel im Iran.

Weitere Fragen beziehen sich auf solche Sanktionen, die keinen Bezug zum iranischen Atomprogramm haben sowie auf Gerichtsurteile und Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit iranischen Unternehmen, die unter anderem vor dem Europäischen Gerichtshof und vor dem Handelsgericht in London gegen die Blockade ihrer Aktivitäten geklagt haben.

Quelle: Bundestag

Bericht des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zur Menschenrechtslage

UN Human Rights Council (formerly UN Commission on Human Rights)  Quellenbeschreibung anzeigen

Iran

Bericht des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zur Menschenrechtslage (Hinrichtungen; Folter; Haftbedingungen; Einschränkungen der Meinungsfreiheit; Lage von MenschenrechtsverteidigerInnen; politische Beteiligung von Frauen; etc.) [ID 271990]

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Spezieller Bericht oder Analyse: Report of the Secretary-General on the situation of human rights in the Islamic Republic of Iran [A/HRC/25/75]

Bericht des Sonderberichterstatters über die Menschenrechtssituation in der Islamischen Republik Iran

 UN Human Rights Council (formerly UN Commission on Human Rights)  Quellenbeschreibung anzeigen

Iran

Bericht des Sonderberichterstatters über die Menschenrechtssituation in der Islamischen Republik Iran (legislative Entwicklungen; MenschenrechtsverteidigerInnen; JournalistInnen; religiöse Minderheiten; ethnische Minderheiten; Unabhängigkeit von RichterInnen; Unabhängigkeit von AnwältInnen; etc.) [ID 271950]

Vorabversion

Spezieller Bericht oder Analyse: Report of the Special Rapporteur on the situation of human rights in the Islamic Republic of Iran [A/HRC/25/61]

Information der Abteilung Internationale Menschenrechtspolitik anlässlich des Berichts der UN-Sonderberichterstatterin zu Menschenrechtsverteidigern

Information der Abteilung Internationale Menschenrechtspolitik anlässlich des Berichts der UN-Sonderberichterstatterin zu Menschenrechtsverteidigern, Margaret Sekaggya, zu Menschenrechtsverteidigern und großen Entwicklungsvorhaben

Information der Abteilung Internationale Menschenrechtspolitik anlässlich des Berichts der UN-Sonderberichterstatterin zu Menschenrechtsverteidigern, Margaret Sekaggya, zu Menschenrechtsverteidigern und großen Entwicklungsvorhaben

Am 5. August 2013 veröffentlichte die UN-Sonderberichterstatterin zu Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern, Margaret Sekaggya, einen Bericht über deren Rolle in großenEntwicklungsvorhaben. Das Institut veröffentlicht heute eine Zusammenfassung des Berichts sowie Auszüge aus den Schlussfolgerungen und Empfehlungen in deutscher Übersetzung.
In ihrem Bericht kritisiert die Sonderberichterstatterin, dass Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger aufgrund ihres Engagements oft stigmatisiert und verfolgt werden. Sie unterstreicht die bedeutende Rolle, die ihnen in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit zukommen könnte und fordert daher die Umsetzung eines menschenrechtlichen Ansatzes bei der Verwirklichung von großen Entwicklungsvorhaben, insbesondere in Bezug auf Teilhabe und den Schutz von Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern.

24 S.

(PDF, 235 KB, nicht barrierefrei)

Publikationsart: Weitere Publikationen

Sprache: Deutsch

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Secretary-General Ban Ki-moon to all iranian peoples – NOURUZ

On this International Day of Nowruz, I offer my best wishes to those who celebrate, and express hope that all people can use the occasion to reflect on the beauty of nature, the promise of Spring and the power of culture to build peace “

Secretary-General Ban Ki-moon

Concern over persecution of Iranian Baha’is at UN Human Rights Council

Overall, human rights in Iran have not improved substantially since the election of President Hassan Rouhani last year, despite his promises to grant citizens more rights and to end discriminatory practices, according to Ahmed Shaheed, the UN special rapporteur on human rights in Iran.

In a presentation to the Human Rights Council yesterday, Dr. Shaheed said that while Iran had made a few positive steps towards strengthening human rights, the government continues to violate international legal standards, oppress women, and persecute ethnic and religious minorities, including members of the Baha’i Faith.

“Hundreds of individuals reportedly remain in some form of confinement for exercising their fundamental rights, including some 39 journalists and bloggers, 92 human rights defenders, 136 Baha’is, 90 Sunni Muslims, 50 Christians, and 19 Dervish Muslims,” Dr. Shaheed said.

The session marked the formal presentation of his annual report to the Council. In that report, which was issued last week, and before the Council yesterday, Dr. Shaheed noted that while Iran’s proposed charter of citizen’s rights is “a step in the right direction,” it nevertheless “falls short of strengthening protections for the equal enjoyment of human rights for women and members of the country’s religious and ethnic minority communities.”

“It also fails to address the use of cruel, inhumane or degrading punishment, including flogging, hanging, stoning and amputation.”

“The charter does not ban the execution of juveniles and also fails to address concerns about the use of capital punishment, in particular for offenses that do not meet the standards for most serious crimes under international law,” Dr. Shaheed said.

Last week, UN Secretary General Ban Ki-moon also released his annual report to the Council on human rights in Iran. He said that he found no improvements for Baha’is and other religious minorities, and few improvements in Iran’s human rights situation overall.

“There have been no improvements in the situation of religious and ethnic minorities, who continue to suffer severe restrictions in the enjoyment of their civil, political, economic, social and cultural rights,” said Mr. Ban. “Religious minorities such as Baha’is and Christians face violations entrenched in law and in practice.”

Yesterday, during Dr. Shaheed’s presentation, known as an interactive dialogue, country delegations and non-governmental organizations were allowed to respond and ask questions.

At least nine countries specifically expressed concern about the ongoing persecution of Iranian Baha’is. They included Australia, Belgium, Botswana, France, Germany, Ireland, Switzerland, the United Kingdom, and the United States. The European Union, in its statement, also mentioned the Baha’is.

Ireland said: “The situation of members of religious minorities continues to be of concern.”

“We note in particular the information contained in the Special Rapporteur’s report on the situation of the Baha’is, including that they are regularly prosecuted for participation in their community affairs, including by facilitating educational services and publicly engaging in religious practices, such as attending devotional gatherings, but that they are typically charged with political or security crimes, such as espionage or ‘propaganda against the ruling system.’”

Botswana said: “We also ask Iran to eliminate discrimination against religious minorities, including Baha’is.”

Switzerland asked why Baha’is are “subjected to growing oppression, despite the fact that they are very discreet in Iran” and are “not critical of the government.”

Diane Ala’i, the representative of the Baha’i International Community to the United Nations in Geneva, also participated in the session, as did a number of other NGO representatives.

“To date, there has been no improvement in the situation of Iranian Baha’is,” Ms. Ala’i said, addressing Dr. Shaheed. “As you indicated yourself, 136 Baha’is are in prison solely on religious grounds, not one Baha’i youth has been able to complete his or her studies in an Iranian university and most of them are denied access in the first place, shops continue to be sealed, work in the public sector is prohibited, cemeteries are desecrated, and incitement to hatred in state-sponsored media is rampant.”

Source: Bahá’í International Community

Eklat in Wien – Iran versetzte Ashton bei Abendessen

Catherine Ashton, Mohammad Javad Zarif

Catherine Ashton, Mohammad Javad Zarif (© AP)

Die Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten sollten am Dienstag in Wien fortgesetzt werden. Am Vorabend solcher Treffen hatten Irans Außenminister Mohammed Javad Zarif und  EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton zuletzt immer ein Arbeitsessen. Am Montag wurde die Lady von ihrem Gegenüber versetzt.

Irans Außenminister Mohammed Javad Zarif hat ein für Montagabend geplantes Abendessen mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton in Wien abgesagt. Nach Angaben iranischer Medien erfolgte dies aus Protest gegen das Treffen Ashtons mit Dissidentinnen während ihres Besuchs in Teheran in der vergangenen Woche. Darüber sei angeblich das iranische Außenministerium nicht informiert worden.

Die konservative Opposition im Iran hatte Ashtons Treffen als Gefährdung der nationalen Sicherheit ausgelegt. Dem Außenministerium wurde vorgeworfen, entweder das Treffen wissentlich verheimlicht zu haben oder aber unfähig gewesen zu sein, es zu verhindern. Auch die iranische staatliche Nachrichtenagentur IRNA bestätigte die Absage des Abendessens.

Gespräche sollen drei Tage dauern
Die Unterhändler beider Seiten wollen in Wien bei den voraussichtlich dreitägigen Gesprächen weitere Hürden auf dem Weg zu einer umfassenden Lösung des Streits ausräumen. Der Iran strebt eine Aufhebung der Wirtschaftssanktionen an, soll dafür aber den friedlichen Charakter seines Atomprogramms garantieren.

Bis zum Juli wollen die fünf UNO-Vetomächte (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich) sowie Deutschland mit dem Iran ein entsprechendes Abkommen aushandeln. Knackpunkt ist unter anderem der Schwerwasserreaktor in Arak, dessen Plutonium zur Herstellung einer Atombombe benutzt werden könnte.

Einfluss des Ukraine-Konflikts unklar
Unklar ist, ob die aktuellen Spannungen mit Russland im Ukraine-Konflikt die Iran-Verhandlungen beeinflussen werden. Die USA hofften, dass die Krise auf der Krim die Atom-Verhandlungen nicht substanziell gefährde, sagte ein hoher US-Regierungsbeamter. Klar sei aber, dass eine Einigung nur gemeinsam möglich sei.

Zudem betonte die US-Seite, dass es keine Teil-Lösungen in diesem Konflikt geben werde. Entweder die Verhandlungspartner einigten sich in allen kritischen Punkten oder der Konflikt bleibe in Gänze ungelöst. Es sei wie mit dem berühmten Zauberwürfel (Rubik’s Cube), der nur dann als gelöst gelte, wenn alle Seiten perfekt seien. Es werde allerdings anerkannt, dass der Iran bisher alle konkreten Schritte zur Überprüfung seines Atomprogramms penibel einhalte. So hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA/IAEO) attestiert, dass Teheran den Bestand an hochangereichertem Uran deutlich gesenkt hat.

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Spiegel| Schweizer Rohstoffhändler: Dunkle Gschäftli

Von Günter Heismann

Die Schweiz ist Europas wichtigste Drehscheibe im Rohstoffhandel. Jetzt aber fürchtet das Land um sein Image – denn in der Branche herrschen raue Sitten. Auch die EU übt deshalb inzwischen Druck auf die Eidgenossen aus. Ein Beitrag aus dem Wirtschaftsmagazin “enorm”.

Glencore-Zentrale: Der Gründer hat den heutigen Rohölhandel quasi erfundenZur Großansicht

REUTERS

Glencore-Zentrale: Der Gründer hat den heutigen Rohölhandel quasi erfunden

Die brisante Ladung wechselte unter größter Geheimhaltung den Besitzer. In der Straße von Malakka, der Meerenge zwischen Malaysia und Sumatra, trafen sich Ende August 2012 zwei Öltanker. Der eine war die leer fahrende “Ticen Ocean”, der andere die “Leadership”, die zuvor im iranischen Ölhafen Kharg zwei Millionen Barrel Schweröl gebunkert hatte. Von Land aus nicht zu sehen, beförderten Pumpen über lange Leitungen das Öl von der “Leadership” auf die “Ticen Ocean”. Als sie ihre Ladung gelöscht hatte, setzte die “Leadership” ihre Fahrt fort. Um zu verbergen, welchen Kurs das Schiff nahm, war offenbar der Transponder abgestellt, mit dem Reedereien und Behörden per Satellit feststellen können, auf welcher Position ein Schiff sich befindet.

 

Die “Ticen Ocean” blieb einige Tage in den Gewässern vor der Küste Malaysias liegen. Dann kreuzte ein dritter Öltanker auf, die “Speranza” der chinesischen Firma Sino Shipping Holdings. Das Schiff übernahm einen Teil des iranischen Öls und lief damit am 13. September den malaysischen Hafen Tanjung Pelepas an. Schließlich beteiligte sich ein vierter Tanker an dem Verwirrspiel: Die “Kamari I”, die unter der Flagge Panamas läuft, übernahm von der “Ticen Ocean” das restliche Schweröl.Drahtzieher der Transaktion war laut Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters die Schweizer Handelsgesellschaft Vitol, eines der größten Unternehmen Europas. Die Geheimnistuerei hatte einen Grund: Mit dem Kauf des Schweröls umging Vitol die Handelssanktionen gegen den Iran, die von der EU und den USA am 1. Juli 2012 verhängt worden waren und den Iran zum Stopp seines Atombomben-Programms zwingen sollten. Die Schweiz hat sich dem Embargo zwar nicht angeschlossen, anrüchig sind solche Geschäfte aber allemal.

Vitol ließ keinen Trick und Kniff aus, um den umstrittenen Deal zu verschleiern. Die Ladung aus dem Iran mixte das Unternehmen vermutlich mit Schweröl aus der Nordsee, um die Herkunft zu vertuschen. Chemiker können leicht feststellen, aus welchem Ölfeld eine Charge stammt. Das gepanschte Öl wurde dann offenbar Raffinerien in China zum Kauf angeboten.

Arbeiter werden ausgebeutet, die Umwelt wird vergiftet

“Eine Tochterfirma in Bahrain hat von einem nichtiranischen Geschäftspartner im Juli 2012 eine Schiffsladung Schweröl angekauft. Das Öl war iranischer Herkunft”, bestätigte eine Vitol-Sprecherin gegenüber Reuters. “Die Firmen der Vitol-Gruppe handeln nicht mehr mit Ölprodukten aus dem Iran.”

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ORF| Rouhanis Reformen als leere Versprechen

Atomprogramm: Iran bleibt vertragstreu

Kaum Hoffnung auf mehr Freiheit

Seit einem halben Jahr ist Hassan Rouhani Präsident des Iran. Bei seinem Amtsantritt hatte er Hoffnungen geweckt, das abgeschottete Land nach außen hin wieder zu öffnen. Das begann damit, dass er etwa via Twitter allen Juden zum jüdischen Neujahrsfest gratulierte. Eine Charmeoffensive begann, die sich in den folgenden Monaten fortsetzte. Doch was seither innerhalb des Iran passierte, hat mit Offenheit nichts zu tun.

Denn Menschenrechtler und die Vereinten Nationen (UNO) sehen die Situation weiter äußerst problematisch bzw. als „Gegenstand enrster Sorge“. Hinrichtungen, Steinigungen und Repressionen sind nach wie vor alltäglich. Einige Beobachter waren davor ausgegangen, dass sich die Situation nach dem Amtsaustritt von Ex-Präsident Mahmud Ahmadinedschad zumindest vereinzelt bessern könnte – entsprechende Reformankündigungen Rouhanis ließen diese Hoffnungen weiter steigen.

Zahl der Exekutionen gestiegen

Doch die bestätigten Fakten sind ernüchternd – denn sie geben Anlass, vom Gegenteil auszugehen: Im Jahr 2014 sind laut UNO bis dato 176 Menschen gehängt worden. Zuvor hatte bereits die Iranische Exilopposition, der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI) Alarm geschlagen. Damit ist ein deutlicher Anstieg der Hinrichtungen zum Vergleichszeitraum des Vorjahres belegt. Nach NWRI-Angaben seien 2013 insgesamt mindestens 660 Hinrichtungen gezählt worden, davon zwei Drittel, also 430, seit der Wahl Rouhanis am 14. Juni, hieß es. Die UNO dokumentierte 500 Hinrichtungen für das Jahr 2013, 57 davon öffentlich.

Laut Amnesty International (AI) werden viele Urteile von Revolutionsgerichten hinter verschlossenen Türen gesprochen. Die meisten Todesurteile werden gegen Drogenhändler verhängt – der Iran versucht auf diese Weise, den Schmuggel von Drogen etwa aus Afghanistan einzudämmen. Viele Todesurteile werden zudem weiterhin aus politisch-religiösen Motiven gesprochen, wie die Exekution des Dichters Haschem Schabani im Jänner zeigt. Bereits Anfang 2011 war er zusammen mit vier weiteren Männern arabisch-ahwasischer Abstammung unter dem Vorwurf, gegen den Iran gerichtete arabische Kultur zu verbreiten, festgenommen worden.

„Feindschaft gegen Gott und seinen Propheten“

AI warf der iranischen Regierung im Vorfeld der Exekution vor, dass die Verhaftung lediglich aufgrund kultureller, nicht aber politischer Aktivitäten vorgenommen worden sei. Begründet wurde das Todesurteil gegen den Literaten schließlich mit „Muharaba“ (übersetzt etwa „Feindschaft gegen Gott und seinen Propheten“), „Mofsed fil-ars“ („Verbreitung von Korruption auf Erden“) sowie angeblichen Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit und Verbreitung von Propaganda gegen die Islamische Republik.

Die UNO machte zuletzt auf einen besonders gravierenden Unrechtsfall aufmerksam – dabei ging es um die Hinrichtung einer Frau, die unter zweifelhaften Umständen zunächst gestanden, dann aber widerrufen hatte, vor sechs Jahren ihren Ehemann ermordet zu haben. Farsaneh Moradi, die am 4. März gehängt wurde, war laut UNO-Darstellung im Alter von 15 Jahren zwangsverheiratet worden. In ihrem Widerruf habe sie geltend gemacht, sie sei vom tatsächlichen Mörder überredet worden, die Tat auf sich zu nehmen, da man im Iran keine junge Mutter hinrichten würde. Das Gericht habe jedoch eine Revision des Verfahrens verweigert.

Gleichzeitig berichtete die Nachrichtenagentur ISNA unlängst von Amnestieerlässen mit starker politischer Prägung. Dem Bericht zufolge seien 15 bereits zum Tode Verurteilte freigesprochen worden, in einem Fall wurde die Todesstrafe in eine 15-jährige Haftstrafe umgewandelt. Die Bedingung war ein Auswendiglernen des Koran – was die Verurteilten im Zuge einer Zeremonie vor Tausenden Mitgefangenen und Wärtern im Gefängnis von Isfahan glaubhaft zu belegen hatten. ISNA berief sich dabei auf den Chef für Stiftungen und Wohltätigkeitsorganisationen der Provinz Isfahan.

Haarsträubende Praktiken

Die Gewähr einer solchen Amnestie ist völlig willkürlich und gründet auch nicht auf geltendes Recht im Iran. De facto hängt eine Amnestie von mehreren Faktoren ab, maßgeblich sind die Art des Verbrechens und der Wille der Behörden. Weniger Chancen haben politische Saboteure. Mehr Chancen werden offenbar Verurteilten eingeräumt, deren Delikt keine Nähe zu einem politischen Motiv aufweist – unabhängig, ob es sich dabei um Mord, Diebstahl, Missbrauch, Drogenhandel, bewaffneten Raub, Entführung, Terrorismus oder Verrat handelt. Doch generell sind Amnestien die absolute Ausnahme.

Für weltweite Aufregung hatte ein Hinrichtungsfall im vergangenen Herbst gesorgt. Ein zum Tode verurteilter Drogenhändler hatte seine Hinrichtung mit schweren Hirnschäden überlebt. Ein Arzt hatte zwar zunächst seinen Tod festgestellt, als Familienangehörige die Leiche zur Beerdigung abholen wollen, stellte sich heraus, dass der vermeintlich Tote noch lebte. Der iranische Justizchef Sadegh Laridschani entschied danach, den Mann nicht erneut zu hängen. „Er hat de facto dem Tod ins Auge gesehen, aber da er die Hinrichtung überlebt hat, sollte ihm nun Amnestie gewährt werden“, sagte Laridschani damals.

Gesamtes Kapital für Außenpolitik verbraucht?

Während die UNO Teheran erneut auffordert, Rechtsverstöße im Zusammenhang mit Drogen nicht mehr als Kapitalverbrechen zu ahnden und ein Moratorium für alle Hinrichtungen zu erlassen, werden in Teheran weiterhin Journalisten und politische Aktivisten im berüchtigten Ewin-Gefängnis festgehalten, Internetcafes geschlossen und Millionen Websites gesperrt. Die Ankündigung Rouhanis, die Sozialen Netzwerke Facebook und Twitter sowie YouTube zu legalisieren und der jungen iranischen Bevölkerung mehr Freiheiten im Alltag zu gewähren, wurde bisher ebenso wenig umgesetzt wie die versprochene Bürgerrechtscharta.

Kritiker werfen Rouhanis Regierung vor, beim obersten geistlichen Führer, Ajatollah Ali Chamenei, der in allen Belangen das letzte Wort hat, außenpolitisch sein gesamtes politisches Kapital verbraucht zu haben. Durch die Unterstützung Chameneis beim Kuschelkurs der Regierung mit dem Westen sei der Präsident innenpolitisch an die kurze Leine gezwungen worden, so der Vorwurf. Die Iraner jedenfalls warten ungeduldig darauf, dass sich auch im Inneren des Landes maßgeblich etwas ändert: wirtschaftlich, politisch und die Lockerung der Zensur betreffend.

UNO forderte konkrete Schritte

Auch die UNO forderte Teheran angesichts mangelnder Fortschritte bei den Menschenrechten unlängst zu konkreten Schritten auf: So seien die beiden Oppositionspolitiker Mehdi Karubi und Mir-Hossein Mussawi „sofort“ freizulassen, „dringend benötigte und angemessene medizinische Hilfe“ müsse man ihren umgehend zukommen lassen, schrieb Ban in einem Bericht zuletzt.

Der frühere Ministerpräsident Mussawi und der ehemalige Parlamentspräsident Karubi waren bei der Präsidentschaftswahl 2009 offiziell dem Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad unterlegen. Wie auch viele Wähler warfen sie den Behörden aber Fälschung vor und weigerten sich, die Ergebnisse anzuerkennen. Die Massenproteste nach der Wahl wurden letztlich aber blutig niedergeschlagen. Mussawi und Karubi stehen seit Februar 2011 unter Hausarrest.

UNO-Bericht als „Lüge“ zurückgewiesen

Justizchef Laridschani hatte Ende des Vorjahres einen Bericht der UNO-Menschenrechtskommission über die Verschlechterung der Menschenrechtslage im Iran als „Lüge“ und „einseitig“ zurückgewiesen. Zur Kritik an der Todesstrafe hatte er gesagt, wer gegen diese Strafe sei, widersetze sich „den Geboten des Islam“. Laut NWRI gibt es Tausende Todeskandidaten im Iran. Um die Hinrichtungen zu beschleunigen, habe das Regime Galgen mit einer Kapazität für zwölf Personen anfertigen lassen – das öffentliche Hängen mittels Kränen ist noch immer die Regel.

Quelle: ORF.at

NZZ| Die Uno fordert Moratorium

Gegenüber dem Westen zeigt sich die iranische Führung flexibel und um Entspannung bemüht. In Iran selbst ist von Entspannung nichts zu spüren. Die Zahl der Hinrichtungen steigt an.
Jean-Pierre Kapp, Genf

Die Uno-Sonderberichterstatter für Folter, willkürliche Hinrichtungen und Gewalt gegen Frauen haben in dieser Woche Iran aufgefordert, die Anwendung der Todesstrafe auszusetzen. In einem gemeinsamen Bericht zuhanden des Uno-Menschenrechtsrates zeigen sie sich über den exzessiven Einsatz der Todesstrafe beunruhigt. Gemäss ihren Angaben hat die Zahl der Exekutionen seit dem vergangenen Sommer stark zugenommen. Allein seit Beginn dieses Jahres seien in Iran 176 Personen hingerichtet worden. Die Sonderberichterstatter weisen in ihrem Bericht zudem darauf hin, dass die Todesurteile sehr oft unter Missachtung der grundlegendsten Rechte der Angeklagten verhängt werden und die Verurteilten kaum die Möglichkeit haben, die Urteile anzufechten.

Politisches Instrument

So sei beispielsweise am 4. März im Gefängnis von Isfahan eine junge Frau gehängt worden, obwohl sie ihre Unschuld bis zuletzt beteuert habe. Farzaneh Moradi, die im Alter von 15 Jahren gegen ihren Willen verheiratet wurde, hatte zwar zuerst zugegeben, ihren Ehemann ermordet zu haben, hatte ihr Geständnis später aber widerrufen. Auf ihren Widerruf seien die zuständigen Gerichte dann aber nicht eingegangen. Der Uno-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in Iran, Ahmed Shaheed, erklärte, Farzaneh sei anscheinend vom Mörder ihres Gatten mit dem Hinweis darauf, dass eine Minderjährige kaum mit einer langen Gefängnisstrafe rechnen müsse, dazu überredet worden, die Tat auf sich zu nehmen.

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Bericht zu wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran [ID 269499]

04.02.2014 - Congressional Research Service  Quellenbeschreibung anzeigen

Iran

Bericht zu wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran [ID 269499]

Dokument öffnen Spezieller Bericht oder Analyse: Iran: U.S. Economic Sanctions and the Authority to Lift Restrictions

Berner Zeitung|«Ich bringe die Zuschauer nicht gern zum Weinen»

Migration ist in Solothurn das grosse Thema: Kaveh Bakhtiaris Film «L’escale» ist besonders berührend.

Wir sehen: iranische Migranten in Athen, gestrandet, nicht angekommen, gefangen eher in der Enge eines geheimen Boarding-House. Schlepper haben sie über die türkisch-griechische Grenze gebracht und dann hängen lassen, Tausende Euros hat das gekostet, und da hocken sie nun in der Grauzone der Halblegalität oder der Dunkelzone der Illegalität, ohne Papiere, mit denen sie Griechenland verlassen könnten, das nicht das Europa ist, das sie sich vorgestellt haben.

Es ist nicht die Hölle, das wär übertrieben; aber man könnte es einen Limbus nennen, der mit der Zeit vielleicht höllenähnlich wird: ein monotones Dazwischen für die, die nicht verdammt sind und auch nicht erlöst. Der iranischschweizerische Regisseur Kaveh Bakhtiari, geboren 1978 in Teheran, aufgewachsen in der Romandie, nennt es «L’escale», «Zwischenhalt». Es ist der Titel seines ersten langen Dokumentarfilms (er lief bereits in der Quinzaine des réalisateurs in Cannes letztes Jahr), und es steckt darin doch noch ein wenig Hoffnung auf ein Fortkommen, immerhin, nach Italien, nach Spanien, nach Norwegen, wo das richtige Europa sein soll. Oder wie einer der Protagonisten in Bakhtiaris Film, ein älterer, frommer Herr, sagt: Womöglich ist Gott gerechter, als man denkt.

Sechs Monate im Souterrain

Jedoch andererseits: Man spürt, die Hoffnung ist eine bröcklige Kraft. Auf Gottes Gerechtigkeit ist kein rechter Verlass und auf die Fairness des Lebens schon gar nicht. Dem frommen älteren Herrn wird auch gleich widersprochen von einem, dem der Glaube abhandenkam, als es in der Türkei keine Wolldecke für ihn gab, dafür genug Schläge. «Und wissen Sie was?», sagt Kaveh Bakhtiari im Gespräch, «dem Gläubigen hat Gott nichts genützt, er ist in den Iran zurückgekehrt; und der ohne Hoffnung bekam seinen falschen Pass und ist jetzt dort, wo er hinwollte, und hat Frau und Kind.» Das gehöre zu den «Paradoxien» der Hoffnungslosigkeit, in die er geraten sei als Filmemacher, sechs Monate lang in diesem Souterrain, mit Menschen, mit denen er zusammen geschlafen, gegessen und sich gewaschen hat und die «so neugierig auf mich waren wie ich auf sie».

Seine Neugier (sie überträgt sich auf uns) wurde «belohnt» durch die Entdeckung der widersprüchlichsten Realitäten: Er sah im Athener Keller Illusionen zerbrechen und Träume sich erfüllen. Er sah Würde, Widerstand und Ich-Behauptung und wie sie hektisch wurden und sich erschöpften. Und, ja, er sah ein paar Männer davonkommen, aber auch einen, der sich selbst buchstäblich den Mund zunähte und verhungern wollte vor einer griechischen Amtsstelle.

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Kaveh Bakhtiari, geboren in Teheran, wuchs in der Romandie auf.

World Report 2014 – Iran | Human Rights Watch

Afghans cross the border from Iran back into Afghanistan near Islam Qala, Afghanistan, in April 2013.

Millions of Iranians participated in presidential and local elections in June 2013. Executions, especially for drug-related offenses, continued at high rates. The judiciary released some political prisoners, but many civil society activists remained in prison on political charges.

Freedom of Assembly, Association, and Voting

During Iran’s June 14 presidential and local elections, dozens of opposition party members were serving prison sentences and prevented from participating. Opposition figures Mir Hossein Mousavi, Zahra Rahnavard, and Mehdi Karroubi remained under house arrest or detention at time of writing.

On May 21, the Guardian Council, an unelected body of 12 religious jurists, disqualified all but eight of the more than 680 registered presidential candidates using vague criteria that enabled authorities to make sweeping and arbitrary exclusions. Nonetheless, turnout was high and voters overwhelmingly elected cleric and former diplomat Hassan Rouhani whose campaign promises included a “civil rights charter,” improving the economy, and greater political engagement with the West.

Following Rouhani’s inauguration, authorities in September released at least a dozen rights activists and political opposition figures, but scores of others jailed for their affiliation with banned opposition parties, labor unions, and student groups remain in prison. The judiciary continued to target independent and unregistered trade unions.

Iran’s interim minister of science, responsible for management of the country’s universities, announced in September that universities could reinstate professors and students suspended for their political activities from 2005 to 2012, but at time of writing dozens remained unable to continue their studies or teach.

In September, the Ministry of Culture ordered the reopening of the country’s largest independent film guild, the House of Cinema, which authorities had shut down in January 2012. Lies den Rest dieses Beitrags

UNHCR-Rechtsdokumente

Stellungnahmen und rechtliche Einschätzungen zu relevanten Themenfeldern sind ein wichtiger Teil der Arbeit von UNHCR. Nach Themen sortierte Dokumente finden Sie unter dem Navigations-Reiter “Recht”.

Guidelines on International Protection No. 10: Claims to Refugee Status related to Military Service within the context of Article 1A (2) of the 1951 Convention and/or the 1967 Protocol relating to the Status of Refugees. 3 December 2013 3 December 2013
Thematic Compilation of General Assembly and Economic and Social Council Resolutions – Recruitment of Refugees June 2013
Thematic Compilation of General Assembly and Economic and Social Council Resolutions – Temporary Protection June 2013
Thematic Compilation of General Assembly and Economic and Social Council Resolutions – Elderly Refugees June 2013
Thematic Compilation of General Assembly and Economic and Social Council Resolutions – Climate Change June 2013
Thematic Compilation of General Assembly and Economic and Social Council Resolutions – Documentation June 2013
  Lies den Rest dieses Beitrags

Bericht zur Lage von afghanischen Flüchtlingen im Iran

Human Rights Watch  Quellenbeschreibung anzeigen

Iran

Bericht zur Lage von afghanischen Flüchtlingen im Iran (politischer Kontext; Hindernisse beim Erlangen und Behalten des Flüchtlingsstatus; Misshandlungen gegen im Iran lebende AfghanInnen; Misshandlungen während Abschiebung)[ID 263122]

Bericht
Pressemitteilung
Pressemitteilung

 

Sascha LOHMANN SWP| Unilaterale US-Sanktionen gegen Iran – Hohe Hürden für Erleichterungen

SWP-Aktuell 2013/A 63, Oktober 2013, 8 SeitenSanktionserleichterungen stehen im Mittelpunkt der laufenden Atomverhandlungen mit dem Iran. In welcher Reihenfolge und in welchem Umfang diese gewährt werden, ist entscheidend für eine Lösung des Atomkonflikts. Viele der unilateralen US-Sanktionen können jedoch nicht einseitig vom Präsidenten, sondern nur durch den Kongress ausgesetzt oder beendet werden. Um das Einflusspotential, das mit den Sanktionen aufgebaut worden ist, tatsächlich auszuschöpfen, müsste der bislang unwirksame, auf immer stärkeren Zwang setzende Ansatz um eine Angebotskomponente erweitert werden. Angesichts der hohen institutionellen Hürden in den Vereinigten Staaten sind die Europäer gefragt, mit Sanktionserleichterungen ihre sicherheitspolitische Rolle wieder eigenständiger wahrzunehmen.

Zum Volltext (PDF)

| 142 K
Quelle: SWP

 

Traniningshandbuch zur Glaubwürdigkeitsprüfung in Asylverfahren erschienen

Das ungarische Helsinki-Komitee hat im Oktober 2013 ein Handbuch zur Prüfung der Glaubwürdigkeit von Asylsuchenden vorgelegt. Die auf Englisch erschienene Publikation ergänzt Studien zur Glaubwürdigkeitsprüfung, die UNHCR und die International Association of Refugee Law Judges (IARLJ) zuvor veröffentlicht hatten.

In der umfangreichen, von UNHCR erarbeiteten Studie “Beyond Proof – Credibility Assessment in EU Asylum Systems“, die im Juni 2013 erschien, wird besonders auf die Methoden eingegangen, die bei der Glaubwürdigkeitsprüfung im Asylverfahren zur Anwendung kommen. Speziell untersucht wurden hierfür die Verfahren in Belgien, den Niederlanden und in Großbritannien.

Die im April 2013 publizierte Studie der IARLJ “Assessment of Credibility in Refugee and Subsidiary Protection claims under the EU Qualification Directive – Judicial criteria and standards” richtet sich besonders an Richterinnen und Richter in Asylverfahren, daneben aber auch an die Personen, die in der Entscheidungs- und Beratungspraxis tätig sind. Sie enthält u.a. einen Kriterienkatalog für die Glaubwürdigkeitsprüfung.

Das jetzt veröffentlichte Traniningshandbuch des ungarischen Helsinki-Komitees vermittelt im Rahmen eines multidisziplinären Ansatzes verschiedene Methoden, die für die Glaubwürdigkeitsprüfung angewandt werden können. Das Handbuch soll im Jahr 2014 durch einen zweiten Teil erweitert werden. Es steht hier zum Download zur Verfügung:

Die genannten Publikationen entstanden im Rahmen des Projekts “CREDO – Improved Credibility Assessment in EU Asylum Procedures”, an dem das ungarische Helsinki-Komitee, UNHCR, die IARLJ sowie Asylum Aid (Großbritannien) beteiligt waren.

 

Bericht zu Fact Finding Mission zur Lage kurdischer politischer Parteien im Iran/Irak

Irak, Iran

Bericht zu Fact Finding Mission zur Lage kurdischer politischer Parteien im Iran und kurdischen Irak (Demokratische Partei Kurdistans (Partîya Demokrata Kurdistan – KDP) und Demokratische Partei Kurdistans im Iran (Hezbe Dêmokirate Kurdistane Iran – KDP-IRAN); Komala-Parteien; Partei für ein Freies Leben in Kurdistan (Partiya Jiyana Azad a Kurdistanê – PJAK); iranisch-kurdische politische Parteien im Nordirak; Lage in kurdischen Gebieten im Iran; Rückkehr aus Nordirak in den Iran) [ID 259564]

Dokument öffnen Spezieller Bericht oder Analyse: Iranian Kurds; On Conditions for Iranian Kurdish Parties in Iran and KRI, Activities in the Kurdish Area of Iran, Conditions in Border Area and Situation of Returnees from KRI to Iran; 30 May to 9 June 2013

Source: Danish Immigration Service

 

UNHCR Eckpunkte-Papier zum Flüchtlingsschutz

 

Einleitung
Im Verlauf der vergangenen Legislaturperiode hat Deutschland verschiedene positive Schritte unternommen, mit denen der Flüchtlingsschutz gestärkt wurde. Zu nennen ist dabei insbesondere die ad-hoc Aufnahme von Flüchtlingen aus Krisengebieten, insbesondere dem Irak und Syrien, sowie die Einrichtung eines Pilot-Programms für Resettlement mit einer jährlichen Aufnahmequote. Auch die jüngsten gesetzlichen Änderungen, mit denen für Schutzsuchende der Zugang zu effektivem Rechtsschutz gegen Überstellungen im DublinSystem im Gesetz verankert wurde, stärken den Respekt für die Rechte der Schutzsuchenden auch in Übereinstimmung mit der europäischen Rechtsprechung.

In der neuen Legislaturperiode sollte an diese Bestrebungen angeknüpft werden und das vorhandene Schutzinstrumentarium in dem Bestreben weiterentwickelt werden, dass – auch bei steigenden Asylbewerberzahlen – sichergestellt ist, dass alle international schutzbedürftigen Personen in Umsetzung der Genfer Flüchtlingskonvention, menschenrechtlicher Verpflichtungen und der europarechtlichen Bestimmungen auch internationalen Schutz erhalten. Zudem würde UNHCR es sehr begrüßen, wenn Deutschland weitere Verantwortung für den Flüchtlingsschutz übernehmen würde, insbesondere durch einen Ausbau der Resettlementkapazitäten.
Vor diesem Hintergrund nimmt UNHCR die Neukonstituierung von Bundestag und Bundesregierung zum Anlass, auf wichtige Problemfelder im Bereich des Flüchtlingsschutzes hinzuweisen, die in den kommenden Jahren angegangen werden sollten. UNHCR sieht dabei Handlungsbedarf insbesondere in folgenden Bereichen:

• Gewährleistung eines fairen und effizienten Asylverfahrens
• Entschiedenes Handeln gegen eine Diffamierung von Schutzsuchenden und Schutzbedürftigen
• Flüchtlingsfreundliche Umsetzung der europarechtlichen Richtlinien
• Wahrung von Rechten der Schutzsuchenden bei der Anwendung der europarechtlichen Zuständigkeitsregelungen (Dublin III)
• Erleichterung eines legalen Zugangs zu Schutz in Europa
• Resettlement: Anpassung des Status und Erhöhung der Quote
• Schutz von Flüchtlingen und anderen schutzbedürftigen Personen vor Bestrafung wegen illegalen Grenzübertritts
• Vereinfachung des Familiennachzugs
• Schaffung eines Aufenthaltstitels für Staatenlose
• Finanzielle Unterstüzung der Arbeit von UNHCR Lies den Rest dieses Beitrags

Dawud Gholamasad: Zur Notwendigkeit präventiver gewaltloser humanitärer Interventionen in Iran angesichts institutionalisierter Verletzung der Menschenrechte

Dawud Gholamasad

Zur Notwendigkeit präventiver gewaltloser humanitärer Interventionen in Iran angesichts institutionalisierter Verletzung der Menschenrechte

“Die Statthalterschaft des Faghih (Theokratie, D.G.) ist eine relative Angelegenheit, sie wird durch Ernennung übertragen, ein Akt, der vergleichbar ist mit der Ernennung eines Vormundes für Minderjährige. Vom Standpunkt der Aufgabe und der Stellung besteht kein Unterschied zwischen dem Vormund der Nation und einem Vormund für Minderjährige” (Khomeini)1.

In diesem Beitrag möchte ich kurz die Notwendigkeit gewaltloser humanitärer Intervention in Iran angesichts institutionalisierter Verletzung der Menschenrechte begründen und zwar in Anbetracht der durch das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in Iran und der illusionären Erwartungen, die Rohanis Wahlversprechen erweckt haben. Zumal die Charmeoffensive Rohanis und die seines als versiert gehandelten Außenministers Zarif diese Illusion noch verstärkt hat. Denn es gibt unzählige Versprechen, deren systemimmanente Erfüllung beim besten Willen mit unüberwindbaren institutionalisierten Hindernissen konfrontiert ist. Ihre Erfüllung würde nicht nur die Abschaffung der verfassungsmäßig verankerten Scharia als Bezugsrahmen jeglicher Entscheidungs- und Handlungsspielräume voraussetzen2 sondern auch die „totale Herrschaft des Theokraten“, der sich als „Vormund der Nation“ begreift und eine totale „Gleichschaltung“ der Gesellschaft anstrebt.

  1. Zu illusionären Erwartungen, die Rohanis Wahlversprechen erweckt haben

Zu diesen unerfüllbaren Wahlversprechen gehören u. a. die versprochene Überwindung der Frauen- und konfessionellen Diskriminierungen3, die zuweilen mit ethnischen Diskriminierungen einhergehen. Eine Institutionalisierung der Freiheit und Gleichheit im Sinne der zunehmenden Erweiterung der Entscheidungs- und Handlungsspielräume der Menschen als Einzelne und unabhängig von ihren Gruppenzugehörigkeiten ist im Rahmen der „Islamische Republik“ ein unmögliches Unterfangen, selbst wenn Rohani ein „Charta der Freiheiten“ in Aussicht stellt. Dies hat nicht nur die bisherige Erfahrung der Menschen seit der Konstitution dieser „Republik“ bewiesen. Das dieser Staatsform zugrunde liegende Menschenbild als ewig unmündige Menschen widerspricht der individuellen Freiheit, Gleichheit und dem Ethos der Menschenrechte. Als ewig unmündige Menschen haben Menschen demnach keine Rechte sondern nur religiöse Pflichten. Dies drückt sich nicht nur in den verfassungsmäßigen Einschränkungen aller in der Verfassung verankerten bürgerlichen Rechte und Menschenrechte durch die Scharia aus, sondern auch in der Islamisierung der Menschenrechte, die anstatt den Islam zu humanisieren die Menschenrechte archaisiert, indem sie die vorislamischen archaischen Verhaltens- und Erlebensmuster der arabischen Stämme zu „Gottes Gesetz“ erklärt und diese Scharia als einzigen Bezugsrahmen aller Menschenrechte zugrunde legt.4

Hinzu kommt der Charakter der „Islamischen Republik“ als eine Quadratur des Kreises, die sich als Folge einer Veralltäglichung der charismatischen Herrschaft Khomeinis ergab. Denn die „islamische Republik“ ist Folge der „Islamisierung“ einer Revolution, die als Funktion einer wachstumsorientierten Modernisierung eine funktionelle Demokratisierung der Gesellschaft, im Sinne der Verschiebung der Machtbalance zwischen Etablierten und Außenseiter zugunsten der Letzteren, Vorschubleistete und zugleich die institutionelle Demokratisierung der Gesellschaft und des sozialen Habitus der involvierten Menschen unterband. Die Islamisierung der Revolution ist daher ein Nachhinkeffekt des sozialen Habitus der sie tragenden Menschen. Sie manifestierte sich in ihrem autoritären Charakter, der die charismatische Führungsfunktion Khomeinis hervorbrachte.

Bei dieser „Islamisierung“ der nachrevolutionären Staatsgesellschaft dominierte vor allem die Durchsetzung des dogmatischen Gehaltes einer Zwölfer schiitischen Lesart des Islams, die gegenwärtig durch Extremkonservativen „Usulgerajan“ („Prinzipienorientierte“/ „Glaubensaxiome Orientierten“) repräsentiert wird, während mit der Unterdrückung der liberalen Islamisten der ethische Gehalt der Religion zunehmend in Vergessenheit geriet. Diese Vernachlässigung des ethischen Gehaltes des Islam ergab sich aus der von Khomeini geforderten Systemerhaltung um jeden Preis, die zu einer Glorifizierung einer besonderen Lesart der versteinerten Dogmen führte. Denn für Khomeini hatte die Systemerhaltung im Sinne der machiavellistische Sicherung der „Schriftgelehrten Herrschaft“ absolute Priorität („odjeb-e vadjebat“), wofür sogar die Primärgebote des Islams zeitweise suspendiert werden dürften. Durch die Verfassungsreform unmittelbar vor dem Ableben Khomeinis wurde der totalitäre Charakter der etablierten theokratischen Herrschaft in Form der „absoluten Schriftgelehrten Herrschaft“ sogar gesteigert und als ewig unveränderbar festgeschrieben. Seitdem ist sogar jede kritische Äußerung gegen diese Herrschaftsform strafbar. Dafür werden alle mobilisierbare Machtquellen eingesetzt um diese Herrschaft auch gewaltsam aufrechtzuerhalten, weswegen man auch von einer totalitäreren Gewaltherrschaft bzw. „Polizeistaat“ sprechen kann. Nicht nur verschiedene Sicherheitsorgane des Innenministeriums und das offizielle Nachrichtendienst, das unter direkte Kommando des Führers stehen sorgen für die „Staatssicherheit“; sondern auch die allgegenwärtige „Revolutionsgarde“ mit ihrer zahlreichen „Kulturellen“, „ökonomischen“, „politischen“, „ideologischen“ u.a. „kampffronten“. Mit ihrer unter der direkten Befehlsgewalt des Führers stehenden parallelen Geheidienst mit eigenen Gefängnissen und verhörpersonal, die informell nicht nur die Anklageschriften anhand der unter Folterung erpressten Geständnisse formulieren, sondern auch die Strafmaß jeweils vorgeben. In diesem System fungieren die, das Recht beugenden, „Richter“ lediglich als juristisches Feigenblatt der Gewaltherrschaft der „Revolutionsgarde“, deren rechtswidrige Handlungen sie juristisch legitimieren. Lies den Rest dieses Beitrags

Stichwort :Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau

Das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (Convention on the Elimination of all Forms of Discrimination against Women, CEDAW) war das erste rechtsverbindliche Instrument, das Frauen international umfassende Rechte gegen Diskriminierung gewährt. Insofern baut es auf dem allgemeinen Diskriminierungsverbot des Art. 2 I des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte (IPbpR) auf und konkretisiert es. Seit seiner Annahme durch die Generalversammlung der VN am 18. Dezember 1979 (Res. 34/180) sind ihm 186 Staaten durch Ratifikation beigetreten (Stand: Juli 2011). Nicht beigetreten sind der Iran, Somalia, Sudan, kleinere Staaten aus dem Pazifik sowie die Vereinigten Staaten von Amerika. Für die Bundesrepublik Deutschland ist das Übereinkommen am 13. November 1985 in Kraft getreten (BGBl. 1985 II 1234); die ehemalige DDR ratifizierte es bereits am 9. Juli 1980. Lies den Rest dieses Beitrags

Gefährliche Geschäfte – Deutsche Deals mit dem Iran (ARD)

Unterlaufen deutsche Firmen heimlich die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran? Seit Jahren hält das Mullah-Regime mit seinem Atomprogramm die ganze Welt in Atem und verweigert sich jeder Kontrolle. Ein nuklear bewaffneter Gottesstaat würdezur Bedrohung weit über die Region hinaus. Darum gelten für den Iranhandel so scharfe Beschränkungen wie für kaum ein anderes Land der Welt.

Hamburger Hafen (Bild: HR) Deutschland ist für den Iran der größte westliche Technologielieferant.
Dennoch entfaltet sich ein reges Wirtschaftsleben und Deutschland ist nach wie vor der wichtigste westliche Handelspartner des Iran. 2012 haben deutsche Firmen Waren im Wert von 2,5 Milliarden Euro an den Iran geliefert. Doch es scheint weit mehr zu sein. Denn dies sei nur der direkte Handel, erklärt die deutsch-iranische Handelskammer in Teheran — die vom Bundeswirtschaftsministerium finanziert wird — in einer internen Broschüre.

Offiziell halten sich natürlich alle Unternehmen an die Sanktionsbestimmungen, doch so einfach will man den lukrativen Markt nicht aufgeben. Immer offener machen deutsche Firmen Front gegen die Sanktionen. Und ganz diskret wählen sie zunehmend “alternative Handelsrouten”.

Ein wahrer Wirtschaftskrimi

Die Reportage folgt den verschlungenen Pfaden, auf denen deutsche Technologie allen Sanktionen zum Trotz in den Iran gelangt. Peter Gerhardt und Ahmed Senyurt haben sich auf die Suche gemacht nach den Akteuren dieser gefährlichen Deals und kommen einem wahren Wirtschaftskrimi auf die Spur.

Die Recherche führte sie auch in die Türkei, die dabei eine Hauptrolle spielt und sich als Transitland anbietet. Hier sind die Kontrollen lasch und die Grenzen offen.

Ein Flächenbrand scheint abzusehen

Der amerikanische Präsident hat jüngst erklärt, dass die USA eine iranische Atombombe nicht tolerieren werden. Gleichzeitig droht Israel mit militärischen Gegenschlägen. Ein militärischer Flächenbrand im Nahen Osten scheint nur noch eine Frage der Zeit.

Vor diesem Hintergrund deckt die Reportage zahlreiche legale und halblegale Lücken an der Embargofront auf, die am Ende dem Iran genauso nützen wie der deutschen Wirtschaft.

Ein Film von Peter Gerhardt und und Ahmet Senyurt

 

Einstiger Schah-Palast in Teheran wird Welterbe

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Der einstige Sitz des Schahs in der iranischen Hauptstadt Teheran wird Weltkulturerbe. Das beschloss das Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh.

Der Golestanpalast (persisch ‏کاخ گلستان‎) ist der einstige Regierungspalast der Kadscharen in Teheran. Er wurde Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet und war bis zur Errichtung der Islamischen Republik offizieller Sitz des persischen Monarchen.

Der älteste Teil der historischen Monumente in Teheran, der Golestanpalast (Palast der Blumen), gehört zu einer Gruppe von Gebäuden der persischen Herrscherfamilie, der alten Zitadelle von Teheran (Arg). Die Arg wurde während der Herrschaft von Tahmasp I. aus der Safawiden Dynastie gebaut und später von Karim Khan Zand renoviert und erweitert. Aga Mohammed Khan wählte Teheran als seine Hauptstadt und die Zitadelle wurde zum Sitz der Kadscharen. Der Hof und der Palast wurden zur offiziellen Residenz der Familie der Kadscharen und im Jahr 1865 von Haji Abol-hasan Mimar Navai zu seiner heutigen Form umgestaltet.

Während der Ära der Pahlaviden (1925–1979) wurde der Golestanpalast nur für offizielle Empfänge genutzt, hier befindet sich der Pfauenthron. Daneben existierten weitere Paläste in Teheran, u.a. der Saadabad Palast als Sommersitz des Schahs, sowie der neu geschaffene Niavaran Palast. Die wichtigsten Zeremonien waren 1925 die Krönung von Reza Khan zum Schah und 1967 die Krönung seines Sohnes Mohammad Reza Pahlavi, dem letzten Schah von Persien.

File:Shams-ol-emareh.jpg

Zwischen 1925 und 1945 wurde ein großer Teil des Palastes abgerissen um einen modernen Stadtteil bauen zu können. Heute beherbergt der Palast ein Museum, in dem Keramiken, Schmuck und Waffen gezeigt werden.

Am 23. Juni 2013 wurde der Golestanpalast in die Liste der Weltkulturerbestätten der UNESCO aufgenommen.

Mehr Informationen:

Quelle: DPA / AP / ORF / Wikipedia / Reuters

UN Should Investigate Iran on Racism and Intolerence

Regarding Significant Reductions of Iranian Crude Oil Purchases

Press Statement

John Kerry, Secretary of State

 


 

The United States and the international community stand shoulder to shoulder in maintaining pressure on the Iranian regime until it fully addresses concerns about its nuclear program. That is why today I am pleased to announce that China, India, Malaysia, Republic of Korea, Singapore, South Africa, Sri Lanka, Turkey, and Taiwan have again qualified for an exception to sanctions outlined in section 1245 of the National Defense Authorization Act (NDAA) for Fiscal Year 2012, based on additional significant reductions in the volume of their crude oil purchases from Iran or for reducing those purchases to zero and remaining there. As a result, I will report to the Congress that exceptions to sanctions pursuant to Section 1245 of the NDAA for certain transactions will apply to the financial institutions based in these jurisdictions for a potentially renewable period of 180 days.

Today’s determination is another example of the international community’s strong and steady commitment to convince Iran to meet its international obligations. A total of 20 countries and economies have continued to significantly reduce the volume of their crude oil purchases from Iran or have completely eliminated such purchases. This determination takes place against the backdrop of other recent actions the Administration has taken to increase pressure on Iran, including the issuance of a new Executive Order on June 3. The message to the Iranian regime from the international community is clear: take concrete actions to satisfy the concerns of the international community, or face increasing isolation and pressure.

 

Part I: Iran-Syria Religious Ties

Mehdi Khalaji

Iran and Syria are unlikely bedfellows. Iran has been an Islamic republic—and the world’s only modern theocracy—since the 1979 revolution. Syria has been a rigidly secular and socialist country since Hafez Assad took over in 1970. Ethnically, Iran is predominantly Persian, while Syria is predominantly Arab. Yet Tehran and Damascus have one of the region’s strongest alliances—based in part on religion. Iran is Shiite-dominated and Syria is predominantly ruled by Alawites, a Shiite offshoot. They share a common interest in the survival of a minority in the Middle East, which is about 85 percent Sunni Muslim.

      The ties were again reflected in the Iranian regime’s call for volunteers to protect Shiite shrines in Syria in early May 2013, after Syrian rebels reportedly ransacked the shrine of Hojr Ibn Oday, a revered Shiite figure, in Damascus. The Nusra Front, a Sunni militia affiliated with al Qaeda, claimed responsibility for exhuming Oday’s remains. Syria is home to some 50 Shiite shrines and holy places. For centuries, Iranians have performed pilgrimages to Syria. The holiest is the Tomb of Zaynab (left) on the outskirts of Damascus. Mehdi Khalaji explains the religious ties that bind two of the most strategically important countries in the Middle East. Lies den Rest dieses Beitrags

US Sanctions Iran Currency, Auto Industry

On June 3, the United States imposed sanctions for the first time on Iran’s currency, the rial. Foreign financial institutions may now face penalties if they “knowingly conduct or facilitate significant transactions” involving the rial― which has already lost half its value since January 2012. The executive order’s objective is to render the currency unusable outside of Iran, a senior administration official said during a conference call. Iran conducts very little trade in the rial. So the measure may also be aimed at further depreciating its value and making Iranians feel more uneasy about holding their own currency. The executive order also authorizes new penalties on Iran’s automotive industry. And it allows the sanctioning of any individuals who help Iranians and others previously blacklisted by the Treasury.

      The Obama administration has now implemented nine sets of sanctions on Iran. An official said that the timing of the latest measure was not tied to the June 14 presidential election. So the timing may have more to do with pressuring Iran ahead of nuclear negotiations expected to resume after the election hiatus. The following is the complete text of the White House press statement, including links to the executive order and the president’s message to Congress.
            Today the President approved a new Executive Order (E.O.) to further tighten U.S. sanctions on Iran and isolate the Iranian government for its continued failure to meet its international obligations.
            This new action targets Iran’s currency, the rial, by authorizing the imposition of sanctions on foreign financial institutions that knowingly conduct or facilitate significant transactions for the purchase or sale of the Iranian rial, or that maintain significant accounts outside Iran denominated in the Iranian rial.  While the rial has lost half of its value since the beginning of 2012 as a result of our comprehensive sanctions, this is the first time that trade in the rial has been targeted directly for sanctions. Lies den Rest dieses Beitrags

Atombehörde kritisiert Iran – Verhandlungen ‘drehen sich im Kreis’

Die internationale Atomenergiebehörde IAEA hat ungewöhnlich direkte Kritik an der Führung in Teheran geübt – zehn Verhandlungsrunden über das umstrittene Atomprogramm haben bisher zu keinem Ergebnis geführt. ‘Um ehrlich zu sein, wir drehen uns jetzt schon seit einiger Zeit im Kreis’, sagte IAEA-Chef Yukiya Amano zum Auftakt der Sitzung des Gouverneursrates am Montag in Wien. Dies sei nicht der richtige Weg, um solche Themen mit weltweiter Bedeutung zu besprechen.

‘Wir brauchen ohne weitere Verzögerung konkrete Ergebnisse, um das internationale Vertrauen in den friedlichen Charakter des iranischen Atomprogramms wiederherzustellen’, sagte der japanische Atomchef. Solange sich der Iran nicht bewege, könne seine Behörde eine militärische Dimension des Nuklearprogramms nicht ausschließen.

Viele Länder verdächtigen die Teheraner Führung, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms heimlich Atombomben entwickeln zu lassen. Weil der Iran nicht ausreichend mit den IAEA-Kontrolleuren zusammenarbeitet, kann die UN-Behörde das auch nicht mehr ausschließen.

Zuletzt waren mehrere Verhandlungsrunden auf internationaler und IAEA-Ebene ergebnislos geblieben. Dem Gouverneursrat gehören Vertreter aus 35 Staaten an. Von der Konferenz des Leitungsgremiums werden aber keine neuen Entwicklungen erwartet.

Einer der offenen Punkte zwischen der IAEA und dem Iran ist der Zugang zu einer Militäranlage in Parchin: Dort vermuten westliche Geheimdienste Atomexperimente, was der Iran bestreitet. Bisher ließ das Land trotz wiederholter Forderung keine Atomkontrolleure in die Anlage und führte dort in den vergangenen Monaten umfangreiche Um- und Abbauarbeiten durch. ‘Selbst wenn wir nun Zugang zu Parchin bekommen, könnte man dort möglicherweise nichts mehr finden’, sagte Amano am Montag. Er betonte, dass die Vorgänge dort dennoch von großem Interesse für die IAEA seien.

 

Think Again: A Nuclear Iran

Why it won’t be the end of the world if the mullahs get the bomb.

BY ALIREZA NADER

“Iran is an irrational actor”

Wrong. It’s as clear as day that the Islamic Republic pursues goals in the Middle East that put it on a collision course with the United States. Iran is opposed to Israel as a Jewish state, for instance, and competes for regional influence with the conservative Gulf Arab monarchies. But that doesn’t mean it is irrational: On the contrary, its top leadership, including Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei, is deliberative and calculating. President Mahmoud Ahmadinejad’s antics and often wild rhetoric shouldn’t obscure the fact that the Islamic Republic is interested in its own survival above all else. When contemplating the prospect of a nuclear-armed Iran, we should all be grateful that notions of martyrdom and apocalyptic beliefs don’t have a significant pull on Iranian decision-making.

Iran’s possible pursuit of nuclear weapons capability is motivated by deterrence, not some messianic effort to bring about the end times. The Islamic Republic has a relatively weak conventional military that is no match for U.S. and most Western forces — most of its regular naval and ground forces operate equipment from the 1960s and 1970s. It has tried to make up for this through a doctrine of asymmetry: It has supported terrorist and insurgent groups across the Middle East and created a “guerrilla” navy, which — at best — might be able to swarm U.S. ships and interrupt shipping in the Persian Gulf. This is all meant to prevent U.S.-driven regime change.

Nukes could provide the ultimate deterrent for an insecure regime. And Iran has a lot to be insecure about: It is a Shia and Persian-majority theocracy surrounded by hostile Sunni Arabs, which has recently watched the United States overrun unfriendly regimes in Afghanistan and Iraq with relative ease. The regime perceives both conflicts as having damaged U.S. credibility and power — but knows this is no guarantee it can protect itself in a future conflict against the vastly superior American military without a nuclear bomb.

As dangerous as it is, Iran’s possible pursuit of nuclear weapons makes logical sense. And it isn’t an effort that is unique to the Islamic Republic: Any Iranian political system, whether imperial, theocratic, or democratic, would at least consider a nuclear weapons capability. Although a nuclear-armed Iran would be a dangerous development, a closer look demonstrates that it could well be a containable challenge for the United States and its allies. Lies den Rest dieses Beitrags

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