Blog-Archive

Der Aufstand der Händchenhalter

 

Reportage: Die Wahl kümmert die Jugend des Landes kaum. Sie wollen mehr Freiheit – oder einfach fort.

Die Präsidentenwahl hin oder her, Politik interessiert Farough und seine Freunde einfach nicht mehr. „Ständig mischt sich diese Politik überall in mein Leben ein“, ärgert sich der 23-jährige Student: „Ich kann keine Party machen, keine Ausstellung, nichts, ohne dass ich mich hundert Mal anmelden muss und ständig kontrolliert werde.“ Doch das ist nur einer der Gründe, warum der angehende Bauingenieur an diesem Vormittag vor der deutschen Botschaft in Teheran Schlange steht. Er und seine Freunde – Physiker, Mathematiker, Informatiker sind darunter – wollen weg, und Deutschland ist derzeit das westliche Land, bei dem junge Iraner die besten Chancen auf ein Visum und einen Studienplatz haben.

No Future

Jeder dritte Junge aus dem Mullah-Staat spielt ernsthaft mit dem Gedanken, seine Heimat zu verlassen – und das in einer Gesellschaft, in der mehr als 60 Prozent unter 30 sind. Es sind die gut ausgebildeten, urbanen Iraner, die gehen, einfach, wie es Nariz, eine Englischlehrerin aus Isfahan, ganz simpel deutlich macht, „weil wir eine Zukunft haben wollen“.

Und die kann ihnen dieses Land immer weniger bieten. Die Sanktionen des Westens haben die chronische Wirtschaftskrise weiter verschärft. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt offiziell bei 20 Prozent, die realistische Zahl ist weit darüber.

Mehr als 30 Jahre nach der Islamischen Revolution, sind bei den meisten die Träume von einer Reform des Mullah-Regimes verflogen. Dass ältere Iraner auf Hashemi Rafsandjani, den 76-jährigen millionenschweren Ayatollah, als Präsidenten setzen und von ihm mehr politische und gesellschaftliche Freiheiten erhoffen, darüber können viele Junge nur bitter scherzen. „Ein 76-jähriger schwerreicher Geistlicher. So einem wollte ich schon immer meine Sorgen anvertrauen“, will Saeed beim Plaudern in einem Teheraner Teehaus von derartigen Aussichten nichts wissen.

Kleines Stück Freiheit

Die Teehäuser, das ist ein kleines Stück alltäglicher Freiheit, das sich junge Iraner geschaffen haben. Hier trifft man sich zum Rauchen der Shisha, der Wasserpfeife, zum Teetrinken und einfach, um einmal locker und entspannt beieinanderzusitzen: Burschen und Mädchen gemeinsam.

Keine Alltäglichkeit in diesem Land, wo die Behörden das Zusammentreffen der Geschlechter überall mit Argwohn verfolgen. In den öffentlichen Parks, wo Pärchen die angenehme Frühlingssonne genießen, sind regelmäßig Polizisten oder Vertreter der Revolutionsgarden als Sittenwächter unterwegs.

Doch auch wenn die meist in Zivil auftreten, die Jugendlichen sind viel zu erfahren im Umgang mit dem Sitten-Diktat des Regimes, um nicht zu wissen, mit wem sie es da zu tun haben. Sobald die üblichen Verdächtigen durch den Park streifen, rücken die Pärchen ein Stück auseinander, werden die Kopftücher der Mädchen wieder ein paar Zentimeter tiefer in die Stirn gezogen.

Kleine Rebellion

Manche Jugendliche aber nehmen die Herausforderung inzwischen an. „Ich lass mir das Händchenhalten mit meiner Freundin nicht verbieten“, macht sich ein Parkbesucher in Isfahan stark: „Denen erzählen wir einfach, dass wir schon verlobt sind.“ Solche kleinen Rebellionen können allerdings auch übel ausgehen, immer wieder passiert es Mädchen, dass sie von den Sittenwächtern Prügel kassieren.

Doch im Allgemeinen hält sich Ahmadinejads Regime – bei aller radikalen Rhetorik – mit öffentlicher Gewalt zurück. Da versucht man lieber, mit neuen bürokratischen Hindernissen den Freiheitsdrang der Jugendlichen auszubremsen. In Städten wie Isfahan und Shiraz sperren die lokalen Behörden immer häufiger Teehäuser zu. Einen Vorwand, irgendeine vernachlässigte Vorschrift findet sich immer, um wieder einen dieser Treffpunkte stillzulegen.

Vollständiger Artikel

Iran: Inspiring, Enchanting, Unforgettable

There are numerous ways and alternatives to draw a real picture of a country and to demonstrate its real state, but one of the most effective ones is to show its people’s daily life, not just via the news lines or news websites but by observing the lives, difficulties, problems, efforts, smiles and joy, and cries and pains of its ordinary people from all walks of life. Iran is no exception here. The process becomes more exciting when the foreign tourists register the real events of a society with their camera and we can see them through their eyes.

Sanji & Fiona Gunasekara believe: “There is a woeful misperception about Iran in many Western countries including New Zealand. We believe that one way to counter these myths is by sharing travel experiences of visitors that have actually experienced Iran for themselves.

Source: http://www.iranreview.org/

Iran: Internet-Polizei – Facebook schuld an Scheidungen

Die iranische Internet-Polizei macht Facebook für jede dritte Scheidung im Land verantwortlich – obwohl das weltgrößte Online-Netzwerk im Iran blockiert ist.

Facebook sei zudem „das gefährlichste und abscheulichste Spionagewerkzeug“, das von den USA in islamischen Ländern eingesetzt werde, erklärte ein Sprecher der Behörde im Internetportal YJC am Freitag.Fünf Millionen Websites, darunter Facebook, werden von Teheran als unmoralisch betrachtet und blockiert. Doch Iraner umgehen die Zensur mit technischen Mitteln, Facebook hat Schätzungen zufolge mehr als 17 Millionen Nutzer in dem Land. Von den rund 70 Millionen Iranern sind mehr als 60 Prozent im Alter unter 30 Jahren.

Gender and Society In Iran – Part 1: The Debate Over Child Marriage, Including Child Brides Wed To Adult Men

By: Y. Mansharof and A. Savyon*

Introduction

The past few years have seen an increasing public debate about issues of gender and society in Iran – the woman’s place in the private and public arena, cohabitation of unmarried couples, women’s right to travel abroad without permission of a male guardian, the hijab, and more, as opposed to the Islamic regime’s position on these issues.

One such issue is the phenomenon of marriages involving children, including children under age 10 – especially arranged marriages of girls to adult men, or even to elderly men.

This paper will discuss child marriages in Iran, especially those of very young girls to older men. It is the first in a series on the discussion in Iran on gender and society, and on how Iran’s Islamic regime is dealing with these issues.

One Million Children, Even Under 10, In Arranged Marriages – And 85% Of Them Are Girls

Under Iranian law, girls may marry at 13 and boys at 15, and children under 10 may marry with the approval of their guardian and the court.[1]According to official statistics, about one million children, even under age 10, are married. The statistics also show that 85% of these one million married children are girls – meaning that most of them are married to grown men.[2]

Child Marriage Is Growing, And Poses Great Risk To Society – But It’s Permitted By Islamic Law

Public figures – sociologists, Majlis members, activists, and others – have warned that the number of children marrying is on the rise, and with it the great health and social risks this poses for society, and have called on the regime to tackle it with legal and cultural reforms.[3] According to one sociologist, arranging marriages for children, especially girls, is common among poor and uneducated urban families that seek a way out of dire financial straits; he adds that the girls themselves are severely damaged both physically and psychologically.

Regime spokesmen have denied the extent of the phenomenon, and have also shrugged off the matter, saying that child marriage is legal and that preventing it is against Islamic law.

The following are facts, figures, and main arguments in the debate on child marriage in Iran. Lies den Rest dieses Artikels

Kino: Dreißig Jahre in iranischen Gefängnissen – Gergedan Mevsimi – Jahreszeit des Nashorns


Während der Islamischen Revolution wird der persische Schriftsteller Sahnel inhaftiert. Auch seine Frau Mina, Tochter eines Schah-Kommandeurs, landet im Gefägnis, da sie sich weigert, sich gegen ihren Mann zu wenden. Nach zehnjähriger Haft kommt Mina frei. Die Behörden behaupten den Tod ihres Mannes. Trauernd flieht sie in die Türkei und beginnt dort ein neues Leben. 20 Jahre später taucht der für tot gehaltene Sahnel nach seiner Entlassung auf der Suche nach seiner ehemaligen Liebe und seiner Familie in Istanbul auf. Genre: Drama Regie: Bahman Ghobadi Cast: Behrouz Vossoughi, Monica Bellucci, Yilmaz Erdogan Laufzeit: noch unbekannt FSK: noch unbekannt Verleih: Kinostar

 

Der Film “Jahreszeit des Nashorns” porträtiert die Verlierer der islamischen Revolution in Iran.

Unter ihren Schutzanzügen sind die Männer nicht zu erkennen, die den grauhaarigen Alten wie einen kontaminierten Gegenstand von oben bis unten mit Wasser und Seife abspritzen. Eine letzte demütigende Prozedur, bevor Sahel Farzan im Herbst 2009 nach fast 30 Jahren Haft aus einem iranischen Gefängnis entlassen wird.

Auch er ein Opfer der iranisch-islamischen Revolution: Sein Verbrechen bestand in der Ehe mit der falschen Frau, wie wir nach und nach aus eingestreuten Rückblenden erfahren. Dort ist er 1977 als gefeierter Lyriker zu sehen; nach einer Vorlesung verliebt er sich in Mina (Monica Belucci). Die Tochter eines Obersts genießt ihr Leben. Von Akbar, dem Fahrer der Familie, eifersüchtig beobachtet, heiratet sie ihre große Liebe Sahel.

Akbars Stunde schlägt mit der Machtergreifung der religiösen Fanatiker, die bildungsfernen Aufsteigern wie ihm Karrieren bei den revolutionären Garden ermöglichen. Der abgewiesene Mann nutzt das neue Unrechtsregime für seine Rache. Nachdem Mina sich keinem seiner Erpressungsversuche beugt, lässt er sie und Sahel zu langen Gefängnisstrafen verurteilen.

Zehn Jahre später wird Mina entlassen. Ihr geliebter Mann Sahel, so sagen ihr die Autoritäten, sei tot. Tatsächlich wirkt Sahel erloschen, als er sich nach seiner Entlassung auf die Suche nach seiner Frau macht. Allein die Liebe zu ihr hatte ihn Haft und Folter überleben lassen. Derart vom eigenen Sein entkoppelt, stöbert er Mina schließlich in Istanbul auf, wo sie mit ihren beiden Kindern lebt. Doch Sahel bleibt auf Distanz.

Vollständiger Artikel

 

WAZ: Dortmunder (Iraner) muss seiner Frau 213.208 Euro in Gold zahlen

 

Dieser Goldschatz ist antik, aber auch sehr wertvoll.

Dieser Goldschatz ist antik, aber auch sehr wertvoll.Foto: Marc Tirl (dpa)

Dortmund.  Das wird eine teure Morgengabe: Ein Dortmunder iranischer Herkunft muss seiner Ehefrau Goldmünzen im Wert von über 210.000 Euro aushändigen. Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden. Auch in Deutschland gilt ein Ehevertrag aus dem Iran.

Die Eheleute, die inzwischen getrennt in Dortmund leben, hatten im Iran einen Ehevertrag abgeschlossen. Der sah auch eine sogenannte Morgengabe vor.

800 Goldmünzen aushändigen

Das Wort Morgengabe hört sich freundlich an, für einen 33-Jährigen hat es harte Konsequenzen: Seine Ehefrau besteht darauf, dass der Mann ihr 800 Bahaar-Azadi-Goldmünzen aushändigt. Diese Münzen haben heute einen Wert von mindestens 213.208 Euro.

Als das Paar 2001 im Iran einen notariellen Ehevertrag abschloss, war ihn im auch die Verpflichtung enthalten, dass der Mann seiner Frau auf Verlangen diese Münzen auszuhändigen habe. Nach der Trennung der Eheleute im Jahre 2007 hat die Ehefrau ihren Mann auf Leistung der Morgengabe verklagt.

Morgengabe für den Scheidungsfall

Die Morgengabe soll nach dem iranischen Zivilrechts die Ehefrau vor dem Verstoßen durch den eigenen Mann schützen und im Falle einer Trennung finanziell absichern. Ein Großteil der Morgengabe wird nach islamischer Rechtsordnung erst im Falle einer Scheidung fällig.

Vollständiger Artikel

 

Iran: Padina’s Story

Watch the amazing story of Padina (not her real name) and her seriously ill mother. Both of these Iranian women were ready to commit suicide, but instead came to faith in Jesus Christ after a Christian television program and a miracle changed everything! See how these ladies went from despair to a life filled with hope and are now risking their safety to tell others about Jesus.
From The Voice of the Martyrs USA

 

Iran: A Letter from Prison


Every day, there are thousands of Iranians coming to Christ by hearing the gospel through satellite programs, secret evangelism and even dreams. Interestingly, among those Iranians are also officials within the government itself. An underground church faces persecution, prison charges and in some cases even death when the Iranian government becomes aware of such gatherings held in their own country. This is an inspirational story that portrays the struggles, excruciating emotions and conflicts of Iranian believers that ultimately results in Christians uniting globally through prayer and fellowshipping in their sufferings.
From Hovsepian Ministries and The Voice of the Martyrs Canada

 

Iranian Women Prisoners Detail Torture: ‘Death Was Like a Desire’

A rare look at dissent in Iran, including the abuse of female prisons, is told in a co-production with NewsHour and the Center for Investigative Reporting.

Dokumentarfilm ”Im Bazar der Geschlechter” – Auf Tuchfühlung mit den Mullahs

Einst soll Muhammad seinen Gefolgsleuten, wenn sie auf Reisen waren, empfohlen haben, Ehen auf Zeit zu schließen. Nach der Überlieferung billigte der Prophet eine temporäre Heirat unter bestimmten Umständen, etwa zu Kriegszeiten oder bei der Pilgerfahrt. Auf Arabisch heißt diese Praxis der Zeitehemut’a (Genuss), auf Persisch wird sie sighe genannt.

Schwenk nach Teheran: Ein mittelalter Mullah im schwarzem Turban und Umhang sitzt hinter einem Pult. Mit der Materie, zu der er befragt wurde, scheint er bestens vertraut zu sein. Der Mann lehnt sich zurück und holt aus: “Eine Jungfrau kann nur eine nicht-sexuelle Zeitehe eingehen, aber es darf keine Penetration stattfinden, weder von vorne, noch von hinten.” Etwas verlegen kratzt er sich am Ohr und lacht. Dabei kommen einige Zahnlücken zum Vorschein. “All das hat das heilige Gesetz des Islam bedacht.”

Authentische Begegnungen wie diese im Büro eines Klerikers machen den Film “Im Bazar der Geschlechter” aus. Die Dokumentation beleuchtet das Phänomen der sighe im kontemporären Iran. Die österreichisch-iranische Filmemacherin Sudabeh Mortezai traf dafür auf Geistliche, Angehörige der Mittelschicht und Jugendliche und befragte sie zu einem Thema, das alle von ihnen gut kennen.

Vollständiger Artikel

Berlin: PREMIERE – Soloperformance Ein eigenes Zimmer mit Salome Dastmalchi, Brotfabrik/Berlin am Dienstag, dem 9.4. um 20 Uhr

Ausgehend nur von Raum und Zuschauer richtet Salome Dastmalchi sich in Worten ein, die mehrere Ausgänge skizzieren: Die Erfindung des Paradieses im Zuge der Eroberung Babylons, Gedanken einer Rechtsanwältin in einer Einzelzelle des Teheraner Gefängnisses, Briefe vom Ende der Welt, die Liebesgeschichte von der armenischen Prinzessin Schirin, dem persischen König Chosrau und dem Architektem Farhad. Dem erfolgreichen Hörspiel Die Republik der Verrückten (RBB, WDR, Deutschlandradio Kultur, CD bei buchfunk erschienen) folgt nun mit Ein eigenes Zimmer eine performative Interaktion im Raum.

Inhalt:“Schirin war schön, sie vertrug keine Laktose, sie war Prinzessin von Armenien, sie konnte gut schwimmen. Ich erzähl dir ihre Geschichte, aber du mußt die Augen zu machen. Vierundzwanzig Stunden lang. Stell dir vor, ich sitze in einer Zelle von 2 mal 3 Metern, die Wände sind grau, es gibt kein Fenster außer einem kleinen Schlitz recht weit oben über der Tür und auch keine Lüftungsanlage. Und das bei der Teheraner Sommerhitze, die einen schon ausmergelt, wenn man im abgedunkelten Wohnzimmer nackt vor einem Ventilator liegt, wie du es jetzt vielleicht tust, allein oder mit Freunden.

“Eine inflated tear Produktion von: 
Salome Dastmalchi (Spiel), Oliver Kontny (Text und Regie), Susanne Hiller (Raum und Kostümbild) und Johanna Ackva (Dramaturgie)

Weitere Aufführungstermine in der Brotfabrik (Caligariplatz 1) sind am 11., 12. und 13. April 2013 jeweils um
20 Uhr: Am 11. und 13. April findet anschließend ein Publikumsgespräch statt.
Außerdem wird Ein eigenes Zimmer am 23. und 24. April in der Frühperle (Boddinstraße 57 a, Neukölln) zu sehen sein: Am 23. April um 20 Uhr mit anschließender Releaseparty anlässlich der CD-Erscheinung von Republik der Verrückten (http://www.buchfunk.de/hörbücher/zeitgenössisches/iranian-voices/) statt.

Kartenbestellungen für die Brotfabrik können über die E-Mail-Adresse karten@brotfabrik-berlin.de oder telefonisch ab 18 Uhr unter der Nummer 030/4714001 gemacht werden.
Vorbestellungen für die Aufführungen in der Frühperle bitte per E-Mail an ein-eigenes-zimmer@web.de
Wir empfehlen, Karten zu bestellen, da es nur begrenzt Plätze im Raum gibt. Lies den Rest dieses Artikels

Khamenei Comments II: Islam’s Rules on Sports

Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei told athletes that they play a valuable role in promoting Iran’s values abroad and raising “national self-confidence” at home. Athletes act as ambassadors at international competitions, presenting Iran as a “determined, religious, talented and noble nation, which is committed to Sharia (Islamic law),” Khamenei said at a March 11 meeting with veteran athletes and participants from the 2012 Olympics and Paralympics. The supreme leader argued that Iranian women who wear hijab while competing promote piety and modesty abroad. Refusal to compete with Israeli athletes is a “truly crucial and important diplomatic effort to confront the Zionist regime,” he said. The following are excerpted remarks from Khamenei’s speech.

Women in Sports
      “An athlete promotes the values of a nation with good sportsmanship and piety. The fact that our woman athletes enter sports arenas with hijab (head covering) is very important…”
      “In a certain European country, some people dare to kill a woman because she is wearing hijab. And they do it in a court of law and in front of the judge. This is the case. They are not ashamed of it. Under a certain illegitimate law, they harass women who wear hijab in universities, stadiums, parks and on the streets. In such conditions, a woman who wears hijab stands on the medal platform in such countries and makes everyone respect her. Is this a minor achievement? This is a very great achievement. Everybody should appreciate from the bottom of their heart the value of woman athletes who participate in international arenas with hijab and modesty….”

Iran & The West

Imam Khomeini – The Man Who Changed The World

Iran: The ‘Pariah State’

Nuclear Confrontation

 

Spiegel: Sexuelle Revolution in Iran – Erst kommt die Lust, dann die Moral

Von Mohammad Reza Kazemi

Screenshot einer iranischen Porno-Website: Hunderte Seiten mit Amateur-Clips Zur Großansicht

Screenshot einer iranischen Porno-Website: Hunderte Seiten mit Amateur-Clips

Die sexuelle Revolution hat Iran erfasst: Immer mehr junge Menschen ignorieren die verknöcherte Morallehre des Regimes und tun, was ihnen Spaß macht. Sie haben Sex vor der Ehe, tricksen das Jungfräulichkeitsdogma aus und filmen Heimpornos.

Die Kamera zoomt auf eine Tür, die sich langsam öffnet. Ein Bett ist zu sehen. Auf dem Bett: ein junges Paar beim Sex. Ein Kichern ist zu hören. Es kommt nicht von dem Paar, sondern von dem Mann hinter der Videokamera, der nun durch das Zimmer schleicht, immer näher an das Bett heran. Plötzlich schreckt das Paar auf: Die beiden haben bemerkt, dass sie von dem Mann beobachtet, gefilmt werden. Alle drei brechen in Gelächter aus.

Diese Szene stammt aus einem iranischen Home-Porno-Clip, und sie ist alles andere als außergewöhnlich.Iran und Pornografie? Das Internet ist mittlerweile voll von selbstgedrehten Pornos made in Islamic Republic of Iran. Die Produktion und Verbreitung solcher Filme stehen in Iran unter Strafe – genauso wie außereheliche Beziehungen: Bei Ehebruch drohen Peitschenhiebe oder sogar Steinigung (mehr dazu in den Reports von Human Rights Watch und Amnesty International).

Vollständiger Artikel

 

Obama wirbt per Video bei Iranern für Verständnis

Barack Obama trifft an diesem Mittwoch in Israel ein. Kurz vor dem Besuch, bei dem es auch um das Atomprogramm des Iran gehen wird, wendet sich US-Präsident per Videobotschaft an das iranische Volk. (Quelle)

One person’s story: Ms. Neda Aqa-Soltan

ABOUT

AGE 26

NATIONALITY Iran

RELIGION Islam

CIVIL STATUS Single

EDUCATION college education

OCCUPATION university student

RANK/POSITION —

AFFILIATION no political affiliation

CASE

DATE OF EXECUTION June 20, 2009

LOCATION Tehran, Iran

MODE OF EXECUTION extrajudicial-shooting

CHARGES Unknown charge

Lies den Rest dieses Artikels

Iran: Zwangsheirat einer afghanischen Minderjährigen – Auskunft der SFH-Länderanalyse

logo_de ch

Zwangsheirat einer afghanischen Minderjährigen

Auskunft der SFH-Länderanalyse


Adrian Schuster

Einleitung

Gemäss der Anfrage vom 19. Dezember 2012 an die SFH-Länderanalyse gehen wir vom folgenden Sachverhalt aus: Ein sich illegal in Iran aufhaltendes minderjähriges Mädchen afghanischer Nationalität wird von ihrem ebenfalls afghanischen Vater mit der Zwangsverheiratung bedroht. Der Anfrage haben wir folgende Fragen entnommen:

  1. Wie sind die Rechtslage und die Praxis betreffend Zwangsheirat von Minderjährigen in Iran?
  2. Werden minderjährige afghanische Mädchen von staatlichen Stellen vor Zwangsverheiratung geschützt?
  3. Gibt es Organisationen in Iran, welche afghanische Mädchen vor Zwangsheirat schützen und Sicherheit bieten können?

Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH beobachtet die Entwicklungen in Iran seit mehreren Jahren.[1]Aufgrund von Expertenauskünften und eigenen Recherchen nehmen wir zu den Fragen wie folgt Stellung: Lies den Rest dieses Artikels

One Million Signatures: The Battle for Gender Equality in Iran – Case Studie

Vision and Motivation

Iranian women have a long history of leadership in the country’s political and social movements for change, stretching back to the 1890 Tobacco Protest, a civic movement against dictatorship and foreign interference in Iran. During the 1905 Constitutional Revolution that established an Iranian Constitution and Parliament, women’s voices became more organized, and an effort was launched to raise political awareness about women’s rights and to educate girls and women. Women’s journals and associations began to emerge.

After the Pahlavi Dynasty came to power in 1925, it strove to modernize Iran through reforms including to the educational system, female literacy and women’s active participation in public life. Women’s rights and opportunities were expanded, from groundbreaking equality in the family to political participation. First, in 1963, women were granted the right to vote and run for office. Four years later, the Family Protection Law heralded a revolution for family law, and the 1975 amendment to the law protected women’s rights even more robustly, making it an unprecedented codification of women’s rights in the Middle East region. The courts adjudicated issues such as divorce, child custody, child support, and multiple marriages, whereas previous to the landmark legislation, men had had unilateral rights in these areas; in addition, the minimum age of marriage was raised from 9 to 18 for women and from 15 to 20 for men.[1] At the same time, women occupied 24 seats in both houses of parliament and served as mayors, ministers, city council members, ambassadors, judges, and business leaders.[2]

The 1979 Islamic Revolution obliterated these achievements and rolled back women’s legal status virtually overnight. Within two months after the revolution, many articles of the Family Protection Law were repealed in practice. Women were initially forced to wear the hejab at their workplaces, and many were eventually forced out of the workplace altogether; and parks, beaches, sporting events, and other public spaces such as buses were sex-segregated. Within four years, gender segregation had expanded even to primary and secondary schools; imprisonment and fines were imposed as punishment for women who failed to follow the official dress rules; and women’s legal value was reduced to half that of a man in cases requiring monetary compensation for loss of life.[3] As Shirin Ebadi put it, “The laws, in short, turned the clock back fourteen hundred years, to…the days when stoning women for adultery and chopping off the hands of thieves were considered appropriate sentences.”[4]

During the revolution, liberal women, albeit in limited numbers, held demonstrations against compulsory hejab and sex segregation and were outspoken in their criticism of discriminatory laws; however, in the face of violence from Islamic radicals and complacency from leftist groups, they failed to put forth a coherent and sustained movement to address gender inequality.[5] In short, many Iranians who may have not been in favor of mandatory hejabchose to stay silent on the matter, and many leftist groups actively called on women to defer their demands for women’s rights in favor of larger, so called more important goals. As a result, many liberal-minded women were forced to flee the country, while others, many of them highly educated professional women, were forced out of the public sphere and isolated within the bounds of home. The struggle for equal rights, however constrained and coded, continued over the ensuing decades, eventually leading to the launch of the One Million Signatures Campaign in 2006. During the three previous years, Iranian women’s rights activists had grown increasingly visible on an international level. After human rights lawyer Shirin Ebadi was awarded the Nobel Peace Prize in 2003, Iranian feminists held a series of seminars on women’s rights that led to an unprecedented demonstration against gender inequality in front of Tehran University on June 12, 2005. This event united over 600 male and female activists, and on the same day the next year, women’s rights activists organized another demonstration in Tehran’s Haft-e Tir Square, which gained the support of both local and international human rights groups such as Amnesty International. The protesters “demand[ed] the reform of laws, especially family laws, that discriminate against women.”[6] Lies den Rest dieses Artikels

An Urgent Call to Action: End Stoning Now!

An Urgent Call to Action: End Stoning Now!

At the 57th Session of the Commission on the Status of Women, we call on States where stoning still exists in law and in practice to abide by their international human rights obligations, banning stoning through legislative measures and holding perpetrators accountable to law. This includes Iran and Mauritania, two Member States currently sitting on the UN Commission of the Status of Women.

We also call on all Member States of the United Nations to heed this urgent call and explicitly denounce the practice of executions by stoning as one of the most brutal forms of violence against women.

Stoning is a flagrant violation of human rights, and a most cruel form of torture intended to cause grievous pain before death. It is being meted out discriminately upon women, and is most often preceded by unfair judicial processes whereby those sentenced to execution suffer numerous other human, civil and political rights violations while in detention.

Women are disproportionately being sentenced to stoning, due to misogynist and discriminatory interpretations of religious laws and cultural mores which become the basis of social policies governing sexual relationships and the family. Women’s rights cannot be sacrificed to such interpretations, especially when women have the right to freely participate in and adhere to their own beliefs, yet are being silenced by violent actions against them. Such cruel, inhuman and degrading punishment cannot be tolerated, and the universality of human rights must be upheld.

Background

Execution by stoning is still carried out in various parts of the world (either by State or non-state actors) as a punishment for ‘adultery’, homosexuality, and fornication.

Even though there is no direct reference to this form of punishment in the Quran, stoning is often claimed to be part of “Islamic Law”. There is absolutely no consensus amongst the global Muslim community over the validity of the practice as “Islamic Law”, and many clerics, scholars and Muslim-majority States have prohibited stoning, as a violation of human rights.

Execution by stoning is sanctioned by the penal codes of Iran and Mauritania – two member States currently sitting on the UN Commission on the Status of Women – as well as North Sudan, Qatar, the United Arab Emirates, and Yemen. In some States, stoning is condoned through local or tribal and religious-based courts. This is currently the case in Aceh in Indonesia; in Kelantan and Terengganu in Malaysia, in 12 northern states of Nigeria, in Afghanistan, Mali, Iraqi Kurdistan and Somalia.

Stoning is a grave violation of the Universal Declaration of Human Rights and of subsequent international human rights covenants, the foremost of which are the International Covenant on Civil and Political Rights (ICCPR), the Convention Against Torture (CAT),  the UN Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women (CEDAW).

States have the responsibility to act with due diligence to protect all citizens from such brutal, inhuman and degrading violence, and prevent its occurrence. Whether carried out by State or non-state actors, perpetrators must be held accountable and prosecuted.

 

For more information and resources on stoning, contact info@violenceisnotourculture.org andwluml@wluml.org.

 

Bahá’í dokumentieren über hundert Fälle von Straflosigkeit

Ein neuer Sonderbericht der Internationalen Bahá’í-Gemeinde wird am kommenden Mittwoch, 6. März 2013, in Genf veröffentlicht. Der 48-seitige Bericht dokumentiert die zunehmende Gewaltwelle gegen die iranische Bahá’í-Gemeinde sowie das Ausmaß der Straffreiheit, das die Täter im Iran genießen.Violence_with_Impunity_cover_final_130220-medium

Während 2005 und 2012 konnte die Internationale Bahá’í-Gemeinde 52 Fälle belegen, in denen Bahá’í in Untersuchungshaft gefoltert oder in Isolationshaft gehalten wurden. 52 weitere Fälle, in denen Bahá’í – teils von Beamten und teilweise von Männern in Zivil und Unbekannten – körperlich angegriffen wurden, sind ebenso belegt wie weitere 49 Fälle von Brandstiftungen gegen Häuser und Geschäften von Bahá’í. Der Bericht dokumentiert auch 30 Fälle von Vandalismus und mindestens 42 Fälle von Friedhofsschändungen.

In keinem einzigen der Fälle wurden die Angreifer – ob Regierungsbeamte oder Männer in Zivil oder andere nicht identifizierte Personen – für ihre Verbrechen strafrechtlich verfolgt.

 

“Women Without Men” – arte, Freitag, 08. März 2013, 02:55

 

Teheran im Jahr 1953: Die demokratisch gewählte Regierung des iranischen Ministerpräsidenten Mohammed Mossadegh gerät unter massiven Druck der Amerikaner und Briten, weil sie beschließt, die Ölindustrie des Landes zu verstaatlichen.
Während CIA und SIS den Schah unterstützen und einen Militärputsch anzetteln, engagiert sich Munis, um die demokratischen Kräfte des Landes zu stärken.

Doch ihr religiös-orthodoxer Bruder Amir verbietet ihr jegliche politische Betätigung und will sie stattdessen zur Heirat zwingen.
Munis’ beste Freundin, die naive Faezeh, versteht zunächst nicht, warum Munis so unter der Aussicht auf eine Ehe leidet. Sie selbst könnte sich durchaus vorstellen, Munis Bruder Amir zu heiraten. Zur gleichen Zeit flieht die magersüchtige Prostituierte Zarin aus dem Bordell, als sie eine Zwangsvorstellung entwickelt und statt der Gesichter der Freier nur noch entstellte Schlünde sieht.
Und schließlich ist da noch Fakhri, die Gattin eines ranghohen Militärs, die die Demütigungen in ihrer Ehe leid ist und versucht, sich zu emanzipieren und wieder Zugang zu ihren künstlerischen Ambitionen zu finden. Fakhri kauft ein Haus mit einem verwunschenen Garten vor den Toren der Stadt. Der Garten, der unter Fakhris Pflege aufzublühen beginnt, wird zum Refugium für die anderen Frauen, die eine nach der anderen hier Schutz suchen. Doch rasch zeigt sich, dass mit den politisch-gesellschaftlichen Rückschlägen auch der geheimnisvolle Garten seine Blüte verliert und die Freiheitsträume der Frauen zerstört werden.

Hintergrund

“Women Without Men” ist das Spielfilmdebüt der weltbekannten bildenden Künstlerin Shirin Neshat, die sich in ihren Fotografiearbeiten und Videoinstallationen immer wieder mit der Rolle der Frauen in den muslimischen Gesellschaften beschäftigt hat.
Der Film verbindet eine im Westen wenig bekannte, für den Iran allerdings konstitutive politische Affäre – den Sturz des ersten demokratisch gewählten Staatsoberhauptes durch vom Schah unterstützte Militärs – mit der fantastisch-allegorischen Bildwelt in einem geheimnisvollen Garten.

Die konkrete politische Situation steht der allegorischen Welt des scheinbar unendlichen und sich unvermittelt wandelnden Gartens gegenüber. Doch der Garten, in dem die Frauen der Erzählung all das finden, was ihnen in der Gesellschaft vorenthalten bleibt, erweist sich als nicht immun gegen die Einflüsse von außen.
Der Film setzt mit schwelgerischen Bildern die Wünsche und Träume der Frauen in Szene, die in einer von politischer Gewalt und restriktiven patriarchalen Strukturen geprägten Gesellschaft leben. Er ist damit hochaktuell, auch wenn es um einen historischen Staatsstreich geht.
Shirin Neshat gewann für die Regie des Films bei den Filmfestspielen Venedig 2009 den “Silbernen Löwen”; Außerdem wurde ihr der “UNICEF Award” zuerkannt, sowie zahlreiche weitere Preise.
Kameramann Martin Gschlacht gewann für seine perfekt komponierten Bilder einen der wichtigsten Kamerapreise des Jahres 2010 – den Preis der Manaki Brothers beim Bitola Filmfest. Auch der Score des Filmmusik-Veterans Ryûichi Sakamoto (“Furyo – Merry Christmas, Mr. Lawrence”, “Der letzte Kaiser”, unter anderem) trägt wesentlich zur traumwandlerischen Schönheit des Films bei.

Schauspieler:
Rolle
Arita Shahrzad
Fakhri
Shabnam Tolouei
Munis
Pegah Ferydoni
Faezeh
Orsi Toth
Zarin
Navíd Akhavan
Ali
Essa Zahir
Amir Khan
Regie: Shirin Neshat, Shoja Azari
Drehbuch: Shirin Neshat, Shoja Azari
Buch/Autor: Shahrnush Parsipur
Kamera: Martin Gschlacht
Musik: Ryûichi Sakamoto, Abbas Bakhtiari

 

Doku “Der Iran Job”: Korbjagd beim Erzfeind – Die Welt der mutigen iranischen Frauen

Ein US-Basketballer, der in Iran sein Geld verdient. Klingt verrückt? Ist aber wahr. Noch verrückter ist es, einen Dokumentarfilm daraus zu machen. Der deutsch-amerikanische Regisseur Till Schauder hat es gewagt.

Fast wäre er in einem iranischen Knast gelandet, nur Glück bewahrte ihn davor – und das alles wegen dieses Films, für den Till Schauder den amerikanischen Basketballer Kevin Sheppard drei Jahre lang begleitet hat. Undercover, ohne Drehgenehmigung, denn Sheppard spielte beim Erzfeind der USA – in der Iranian Super League.

Dem Mann von den amerikanischen Jungferninseln war – wie vielen US-Nachwuchsspielern – der Sprung in die Profi-Liga NBA nicht gelungen. Also entschied er sich, ein paar Jahre durch die Welt zu tingeln. Und in der Saison 2008/ 2009, von der der Film handelt, heißt sein Arbeitgeber A.S. Shiraz, ein Klub in der Millionenstadt Schiras, 700 Kilometer südlich von Teheran.

Dort begrüßen ihn Parolen wie “Nieder mit den USA” und “Amerika ist der Teufel”, die an Häuserwände geschmiert sind. Die Iraner, denen er begegnet, versichern ihm jedoch, wie sehr sie die USA mögen. Schnell knüpft der Afroamerikaner Freundschaften, baut ein enges Verhältnis zur Team-Physiotherapeutin und zwei ihrer Freundinnen auf.

Our exclusive Brave New Hollywood interview directly from Los Angeles Film Festival, with director Till Schauder and professional basketball player Kevin Sheppard about “The Iran Job” (documentary) following an American ball player taking a risky step to play basketball inside the very Islamic Iran. Directed by Till Schauder. Produced by Till Schauder and Sara Nodjoumi. Lies den Rest dieses Artikels

3SAT: City Walls – Drei Frauengenerationen im Iran

Dienstag, 5.3.2013, 23:35 UHR, 3SAT

 Begegnung mit der Großmutter

Sie haben eindeutig die Hosen an – trotz Schleier: die Frauen in der Familie von Afsar Sonia Shafie. Nach fünf Jahren in der Schweiz besucht die iranische Filmemacherin Afsar Sonia Shafie in Begleitung ihres Mannes, dem Schweizer Kameramann Martin Frei, die Frauen, die ihr Leben geprägt haben: ihre Großmutter, ihre Mutter und ihre Schwester Sona.

Männer sind in dieser Familiengeschichte rar. Seit Generationen sorgen die Frauen nach Kräften für das Wohl der Familie. Und so findet die Oma für ihren Mann, der früher alkohol- und opiumsüchtig war und sie schlug, auch noch tröstende Wort: “Du musst dich nicht schämen”, sagt sie, “die Ausländer verstehen kein Persisch.”
Intim und bewegend erzählt “City Walls” vom Leben dreier Frauengenerationen im Iran. In Zeiten, in denen vom “Kampf der Kulturen” geredet wird, stimmt Afsar Sonia Shafie in ihrem Film leisere Töne an und eröffnet dem westlichen Betrachter erstaunliche Erkenntnisse. Afsar Sonia Shafies Familiengeschichte bricht mit gängigen Vorurteilen und zeichnet ein ungleich reicheres Bild der islamischen Gesellschaft.

 

 

3sat: Die Busfahrerin – eine iranische Reise – Montag, 04.März , 23.25 Uhr

Dokumentarisches Roadmovie von Maysoon Pachachi, Iran 2000

Länge: 84 Minuten


Die Iranerin Massoumeh Soltan Balaghie ist wahrscheinlich die einzige Busfahrerin in der islamischen Welt. Sie ist 51 Jahre alt, verheiratet und Mutter von vier Kindern. Als ihr Mann einen Herzanfall erlitt, konnte sie nach Überwindung behördlicher Vorbehalte seine Stelle übernehmen, weil sie keinen anderen Ausweg sah, den Lebensunterhalt ihrer Familie zu sichern. Die Reisenden waren ihr gegenüber zunächst misstrauisch. Doch dies hat sich in der Zwischenzeit gelegt. Man kommt ihr mit Respekt entgegen und bewundert ihren umsichtigen Fahrstil. Zumeist fährt sie zusammen mit ihrem Mann, der sich von seiner Krankheit wieder erholt hat. Ihr großer Traum ist ein eigener Bus und damit die Unabhängigkeit.
Das dokumentarisches Roadmovie “Die Busfahrerin – eine iranische Reise” begleitet Massoumeh Soltan Balaghie und ihren Mann auf einer ihrer Reisen von Teheran zum riesigen Ölhafen von Bandar Abbas an der Golfküste, eine Strecke, die zu den gefährlichsten in ganz Iran gehören. Diese Reise absolviert sie zweimal die Woche – 5.000 Kilometer in sechs Tagen. Die Stationen auf der Reise ergeben ein Mosaik der Iranischen Gesellschaft.

Als nächster Beitrag der Filmreihe “Frauen im Islam” folgt am Dienstag, 5. März, um 20.15 Uhr der Spielfilm “Caramel”.

 

Tina Gharavi: Die Situation wird kippen

Im Interview mit der Regisseurin von „I Am Nasrine“

Zur Zeit läuft „I Am Nasrine“, das Spielfilmdebüt der iranischstämmigen Regisseurin Tina Gharavi, auf Festivals weltweit, im Februar soll er auf DVD erscheinen. Beim Brooklyn Film Festival wurde er für das Beste Drehbuch ausgezeichnet, war außerdem für einen BAFTA Award nominiert. Ben Kingsley bezeichnete ihn als „wichtigen und sehr notwendigen Film“. Gharavi zeichnet darin das einfühlsame Portrait einer jungen Iranerin, die nach England flüchtet und dort zwischen allen Stühlen sitzt auf der Suche nach einer neuen Identität. Ein Film, der nicht nur ein Schlaglicht auf die heutigen Verhältnisse in Iran wirft, sondern auch das Dilemma von Flüchtlingen in den Mittelpunkt stellt, die sich mit einer neuen Kultur arrangieren wollen, ohne die eigene aufzugeben oder zu verleugnen. Gharavi drehte Teile des Films ohne Drehgenehmigung in Teheran – ein gefährliches Unterfangen. Auf dem Höhepunkt der Zusammenstöße zwischen Opposition und Regierungskräften nach den Wahlfälschungen im Juni 2009 schmuggelte sie das Material außer Landes…

Frau Gharavi, nach der Islamischen Revolution gingen Sie ins Exil nach England und kehrten zwei Jahrzehnte später zurück. Was war der Anlass?

Gharavi: Nach dreiundzwanzig Jahren im Exil kehrte ich nach Iran zurück, um meine Mutter zu treffen. Für den britischen Channel 4 drehte ich eine Film mit dem Titel „Mother / Country“. Das war ein besonders emotionale Erfahrung: ich dachte darüber nach, wie ich diese faszinierende Kultur verlassen hatte und dass Kinder von Migranten in gewisser Weise Kinder einer dritten Kultur sind. Diese Kinder sind weder „östlich“ noch „westlich“, sondern irgendwie beides. Ich wollte die Geschichte der ersten Migrantengeneration erzählen. 2001 lud ich Einwanderer zu mir nach Hause in England ein und sprach mit ihnen über ihre Erfahrungen. Die meisten hatten einen Flucht-Hintergrund, hatten hier Asyl gesucht. Die Exilerfahrung hat auf viele Menschen großen Einfluss, vor allem was die Themen Identität und Zugehörigkeit betrifft.

Und daraus entstand dann Ihr Film „I Am Nasrine“…  Lies den Rest dieses Artikels

RBB: Nader und Simin – Eine TrennungSpielfilm / Drama – Sonntag, 17.Februar 2013, 23:00 Uhr

Seit 14 Jahren sind Nader und Simin verheiratet. Zusammen mit ihrer Tochter, der elfjährigen Termeh, lebt das Paar in der iranischen Hauptstadt Teheran. Doch wenn es nach Simin ginge, würde die Familie schnellstmöglich Iran verlassen, um ihrer Tochter ein besseres Leben zu ermöglichen.

Nader wiederum sorgt sich um seinen an Alzheimer erkrankten Vater, der mit der Familie in der gemeinsamen Wohnung lebt. Wer soll sich um ihn kümmern, wenn die Familie ins Ausland geht? Doch Simins Entschluss steht fest. Als ihre beim Familiengericht eingereichte Scheidung abgelehnt wird, verlässt sie Nader und zieht bei ihrer Mutter ein. Der muss sich nun allein um Termeh und seinen pflegebedürftigen Vater kümmern. Immerhin hat er mit Razieh eine neue Haushaltshilfe bekommen. Doch die junge Frau, die aus einer armen und streng religiösen Familie stammt, ist mit der Pflege von Simins Vater völlig überfordert. Als sie sich nicht mehr zu helfen weiß, fesselt sie den alten Mann ans Bett. Die Konsequenzen drohen sowohl ihr Leben als auch das von Nader zu zerstören.


 

 

Schauspieler:
Rolle
Leila Hatami
Simin
Peyman Moadi
Nader
Shahab Hosseini
Hodjat
Sareh Bayat
Razieh
Sarina Farhadi
Termeh
Babak Karimi
Richter
Ali-Asghar Shahbazi
Naders Vater
Shirin Yazdanbakhsh
Simins Mutter
Regie: Ashgar Farhadi
Drehbuch: Ashgar Farhadi
Kamera: Mahmood Kalari

USA: Two Year Anniversary of the House Arrests of Iranian Opposition Leaders

Two years ago today, the Iranian regime put former presidential candidates and opposition leaders Mehdi Karroubi, Mir Hossein Mousavi, and his wife, women’s rights activist Zahra Rahnavard, under house arrest without being formally charged for any crimes, and their situation remains unchanged. We join the international community in condemning their continued imprisonment and the harassment of their family members, and in calling for their immediate release. We further call on Iranian officials to conduct fair and transparent presidential elections in June that conform to internationally accepted standards and uphold the rights guaranteed under Iran’s own laws and constitution.

The United States remains deeply troubled by the Iranian regime’s latest campaign of fear and intimidation to extinguish dissent, eliminate freedom of expression, and deny the Iranian people their freedoms at the same time that it fails to hold the worst human rights abusers responsible for their actions. We are equally concerned by the ongoing bans on political parties and the imprisonment of political leaders in the lead up to Iran’s presidential elections in June. Officials have tried to limit open political debate with the detention of more than a dozen journalists and the regime has also tried to silence numerous activists and human rights defenders through arrests and intimidation. We repeat our appeal for the immediate release of these individuals and of all prisoners who are being held for their religious or political beliefs.

Source: U.S. State Department.

 

BILD: BERLINALE SETZT ZEICHEN FÜR DIE MEINUNGSFREIHEIT IM IRAN

Diese mutige Frau zeigt den Film ihres Vaters

Der iranische Regisseur und Regime-Kritiker Jafar Panahi darf nicht ausreisen

Berlinale - Meinungsfreiheit im Iran: Jafar Panahis verbotenen Film

Die junge zierliche Frau trägt ihre schulterlangen Haare offen. Gerade ist sie aus Teheran in Berlin gelandet.

Gestern huschte sie, in Begleitung von Berlinale-Chef Dieter Kosslick, über den roten Teppich. Es ist die Premiere von „Pardé“ („Geschlossener Vorhang“), dem iranischen Wettbewerbs-Beitrag. Ein Film, der in seiner Heimat nicht gezeigt werden darf! Dass er in Berlin zu sehen ist, ist eine Sensation.

Solmaz Panahi ist die Tochter des iranischen Filmemachers und Regime-Kritikers Jafar Panahi (52). Der wurde 2010 zu 20 Jahren Berufsverbot verurteilt, darf nicht ausreisen. Den Film „Pardé“ hat er heimlich gedreht und außer Landes geschmuggelt.

Panahis Tochter zeigt nun in Berlin für ihren Vater Gesicht. Bei ihrem Auftritt auf dem roten Teppich wagte sie aber nicht, etwas zu sagen. Nach einem Statement gefragt, lächelte sie nur schüchtern und schüttelte den Kopf. Panahis Co-Regisseur Kamboziya Partovi, seit 34 Jahren mit Panahi befreundet, durfte nach Berlin reisen und berichtete von den heimlichen Dreharbeiten in einer abgedunkelten Villa.

Die junge zierliche Frau trägt ihre schulterlangen Haare offen. Gerade ist sie aus Teheran in Berlin gelandet.

Gestern huschte sie, in Begleitung von Berlinale-Chef Dieter Kosslick, über den roten Teppich. Es ist die Premiere von „Pardé“ („Geschlossener Vorhang“), dem iranischen Wettbewerbs-Beitrag. Ein Film, der in seiner Heimat nicht gezeigt werden darf! Dass er in Berlin zu sehen ist, ist eine Sensation.

Solmaz Panahi ist die Tochter des iranischen Filmemachers und Regime-Kritikers Jafar Panahi (52). Der wurde 2010 zu 20 Jahren Berufsverbot verurteilt, darf nicht ausreisen. Den Film „Pardé“ hat er heimlich gedreht und außer Landes geschmuggelt.

Panahis Tochter zeigt nun in Berlin für ihren Vater Gesicht. Bei ihrem Auftritt auf dem roten Teppich wagte sie aber nicht, etwas zu sagen. Nach einem Statement gefragt, lächelte sie nur schüchtern und schüttelte den Kopf. Panahis Co-Regisseur Kamboziya Partovi, seit 34 Jahren mit Panahi befreundet, durfte nach Berlin reisen und berichtete von den heimlichen Dreharbeiten in einer abgedunkelten Villa.

Vollständiger Artikel

 

So politisch geht’s auf der Berlinale zu: Iran – Jafar Panahi / Shirin Neshat

Die Berlinale politisch

Der iranische Regisseur Jafar Panahi (hier bei der Berlinale 2006) darf nicht nach Berlin. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hatte eindringlich an das Regime in Teheran appelliert, ihn zur Premiere seines Films reisen zu lassen.

Die Berlinale politisch

Die im Iran geborene Künstlerin Shirin Neshat setzt sich mit der Rolle der Frau in islamischen Gesellschaften auseinander. Bei der Berlinale sitzt sie in der Jury.

Die iranische Künstlerin Shirin Neshat (58), die zwar seit vielen Jahren in den USA lebt, doch sich mit kritischen Äußerungen zum Regime in Teheran nicht zurückhält.

Auch ihre Kunst ist politisch – in ihrer Fotoserie „Women of Allah“ thematisierte sie die Rolle der Frau im Iran, ein Leben zwischen Schleier und Waffe. Mit ihrem ersten Film „Women without Men“ erregte sie auf der Biennale 2009 in Venedig Aufsehen.

Women Without Men, Shirin Neshat’s first feature film, explores the 1954 CIA coup in Iran from the perspective of two very diferent women.

Women Without Men Discussion

 

 

Witness Testimony of Maryam Ahmadi – شهادتنامه مریم احمدی


The life of a lesbian in Iran: Despite the claims of Iranian president Mahmoud Ahmadinejad to the contrary, individuals with homosexual sexual orientation do live in the Islamic Republic of Iran (IRI).

“In Iran we don’t have homosexuals like in your countries. We don’t have that in our country…I don’t know who has told you that we have it.”

Mahmoud Ahmadinejad – September 24, 2007, Columbia University, USA

The Iran Human Rights Documentation Center has interviewed many members of Iran’s lesbian, gay, bisexual and transgender (LGBT) community about the government’s violation of their basic human rights and the discrimination they face in society.  The above video clip is part of a long audio interview with Maryam Ahmadi, an Iranian lesbian who was lashed and imprisoned for nine months on account of her sexual orientation.  In this clip she talks about her court case and her life in Iran—including the abuse she was subjected to by her family, who disapproved of her lifestyle.  Maryam also describes her eventual escape to Turkey, where she is currently living in difficult conditions while her application for asylum with the UNHCR—the United Nations Refugee Agency—is pending.

 

Source: Iran Human Rights Documentation Center

%d Bloggern gefällt das: