Archiv für den Tag 5. April 2011

TAZ Medienkongress: Die Revolution haben wir uns anders vorgestellt

Samstag, 09.04.2011 – 13:30

Der Islam, dein liebstes Feindbild?

Der Muslim: Liebling der Medien

Die einen sprechen von einem Klima wachsender Islamophobie, die anderen von berechtigter Erörterung zum Parallelgesellschaftlichen: Der Islam ist die Chiffre für alle möglichen Modernisierungsängste. Aber: taugt diese Religion zum Feindbild?

Das Buch von Patrick Bahners, Feuilletonchef der „FAZ“, zum Thema spricht Bände: „Die Panikmacher“. Die Angsterreger, die mit Hilfe der medial inszenierten Bilder vom Islam Furcht vor den Neudeutschen stiften, die mit Hinweis auf deren angebliche oder wirkliche Parallelgesellschaften Probleme in den Blick zu nehmen behaupten, die in Wahrheit keine der unterschiedlichen Kulturen sind, sondern eine von reich und arm, von Ausgrenzung und Teilhabe. Diese Veranstaltung widmet sich den Bildern, den elektronischen und gedruckten, welche unsere Wirklichkeit skizzierend vorsortieren. Ein Disput nicht um Wahres und Falsches, sondern um Ideologie und sublimem Rassismus – den ein Autor wie Thilo Sarrazin tüchtig zu befördern wusste.

 

Samstag, 09.04.2011 – 15:15 Uhr

Mullahs verstehen keinen Spaß

Karikaturen und Satire im Iran

Mana Neyestani, einer der wichtigsten iranischen Karikaturisten, ist aus dem Iran geflüchtet. Wir sprechen mit ihm über Medien im Iran, die Macht von Bildern und Humor in Diktaturen. Eine Veranstaltung von Reporter ohne Grenzen.

Diese Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Mana Neyestani ist einer der wichtigsten politischen Karikaturisten des Irans. Der 37-Jährige war im berüchtigten Evin-Gefängnis inhaftiert, bevor ihm die Flucht nach Malaysia und im Februar 2011 nach Paris gelang.

 

Alle Veranstaltungen finden im HAUS der KULTUREN statt.

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Menschenrechts­beauftragter empört über Erhöhung von Haftstrafen für führende Bahá’í in Iran

Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes

05.04.2011

Sieben ehemalige Führungsmitglieder der Religionsgemeinschaft der Bahá’í in Iran wurden im August 2010 zunächst zu zwanzig Jahren Haft verurteilt. Eine spätere Entscheidung der Berufungsinstanz, die Haftstrafe auf zehn Jahre zu verkürzen, wurde nunmehr auf Betreiben des iranischen Generalstaatsanwalts rückgängig gemacht und erneut auf 20 Jahre festgesetzt.

Dazu erklärte der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik im Auswärtigen Amt, Markus Löning, heute (05.04.):

Die Erhöhung des Strafmaßes für die sieben ehemaligen Mitglieder der Bahá’í-Führung ist empörend. Die Tatsache, dass diese Entscheidung im Verborgenen gefallen ist, zeigt einmal mehr, dass Iran nicht bereit ist, Transparenz herzustellen und grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien zu respektieren.
Ich rufe die iranische Führung auf, die Urteile offenzulegen, die Schuldsprüche aufzuheben und die Inhaftierten freizulassen. Der Iran muss das Menschenrecht auf Religionsfreiheit für die Bahá’í und andere religiöse Minderheiten gewährleisten.
Den Bahá’í werden Spionage und Kollaboration mit Israel vorgeworfen. Die Beobachtung der Prozesse war den EU-Botschaften in Teheran trotz intensiver Bemühungen verwehrt worden. Die Forderung nach Informationen zum Prozess sowie die Offenlegung der Gerichtsurteile mitsamt ihrer Begründung ist bis heute nicht erfüllt.

Der Iran erkennt die Bahá’í nicht als Religionsgemeinschaft an. Bahá’í sind in Iran Opfer gezielter Repressionen.

[Quelle]

Berichte zur Lage der Menschenrechte im Iran

Quelle: UK Foreign and Commonwealth Office

Iran: „Human Rights and Democracy: The 2010 Foreign & Commonwealth Office Report – Section VII: Human Rights in Countries of Concern“

Jahresbericht zur Menschenrechtslage im Jahr 2010 (Entwicklungen und Probleme) [ID 157766]

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22.02.2011 – Quelle: UN Human Rights Council (formerly UN Commission on Human Rights)

Iran: „Joint written statement submitted by the Marangopoulos Foundation for Human Rights, (MFHR), the Women’s Human Rights International Association (WHRIA), nongovernmental organizations in special consultative status, the International Educational Development, Inc. (IED), a nongovernmental organization on the roster [A/HRC/16/NGO/35]“ , Autor: Marangopoulos Foundation for Human Rights (MFHR); Women’s Human Rights International Association (WHRIA); International Educational Development, Inc. (IED)

Kurzbericht der Marangopoulos Foundation for Human Rights (MFHR), der Women’s Human Rights International Association (WHRIA) und von International Educational Development, Inc. (IED) zum Anstieg der Anzahl von Hinrichtungen im Iran [ID 157457]

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04.02.2011 – Quelle: Institute for War and Peace Reporting

Iran: „Virginity Still a Commodity in Iran“

Weibliche Jungfräulichkeit nach wie vor aus traditionellen Gründen in vielen Fällen Voraussetzung für Eheschließung, jedoch nicht gesetzlich geregelt
[ID 157595]

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