Frankreich: Albtraum für Asylsuchende

Aufnahmebedingungen von Asylbewerbern in Frankreich
Einen Überblick über die Aufnahmebedingungen von Asylbewerbern in Frankreich gibt ein aktueller Beitrag von Dominique Chivot auf der Homepage der Cimade. Eine zunächst für PRO ASYL interne Zwecke und daher unlektorierte Übersetzung findet sich hier (üblicher Speicherort).
In Paris gibt es in den letzten Wochen zahlreiche Aktivitäten der sans-papiers ohne Dach über dem Kopf und ihrer UnterstützerInnen. So z.B. ein Go-In in einem Luxusrestaurant, Aufbau von Zeltlagern für diejenigen, die aus ihren Wohnungen geräumt wurden, Demos etc. Einen Eindruck vermitteln verschiedene Videos auf der Homepage des Vereins DAL (Droit au logement, übersetzt: Recht auf Wohnung).

Die Regierung hat das Problem der fehlenden Unterkünfte im Juli diesen Jahres noch verschärft, als sie der angesehenen Samu Social, die sich in Paris um Obdachlose kümmert, die Mittel um 25 Prozent kürzte. Für die Organisation war es daraufhin nicht mehr möglich, ihre Notunterkunft zu halten und Plätze in Hotels zu mieten.
Der Gründer und Vorsitzende von Samu Social, Xavier Emmanuelli, trat daraufhin von seinem Posten zurück und begründete in einem Interview mit der satirischen Wochenzeitung Charlie Hebdo seinen Schritt u.a. folgendermaßen: „Für die soziale Nothilfe sollen die kleinen grauen Männer, wie Nietzsche sagte, zuständig sein. Die Technologen, die Typen, die Struktur, Budget denken, und nicht Sorge um den anderen […] Mein ganzes Leben lang habe ich gekämpft. So etwas will ich nicht unterstützen“ (zitiert in Libération vom 19. Juli 2011).

 

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Veröffentlicht am 19. September 2011 in Gesetze, Medien, Meinungen, Politik und mit , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Frankreich: Albtraum für Asylsuchende.

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