Archiv für den Tag 29. Oktober 2011

Iran: Vergewaltigung von Männern als Waffe/Male Rape and Human Rights (II)

Eine weitere wichtige und interessante Veröffentlichung zu diesem Themenbereich kommt vom „National Center for Victims of Crime“:

 

Male Rape

  • Overview
  • Definition
  • Victims‘ Response
  • Male Rape as an Act of Anti-Gay Violence
  • If You Are a Victim
  • References
  • Bibliography
  • About 3% of American men – a total of 2.78 million men – have experienced a rape at some point in their lifetime (Tjaden & Thoennes, 2006).
  • In 2003, one in every ten rape victims was male. While there are no reliable annual surveys of sexual assaults on children, the Justice Department has estimated that one of six victims are under age 12 (National Crime Victimization Study, 2003).
  • 71% of male victims were first raped before their 18th birthday; 16.6% were 18-24 years old, and 12.3% were 25 or older (Tjaden & Thoennes, 2006).
  • Males are the least likely to report a sexual assault, though it is estimated that they make up 10% of all victims (RAINN, 2006).
  • 22% of male inmates have been raped at least once during their incarceration; roughly 420,000 prisoners each year (Human Rights Watch, 2001). Lies den Rest dieses Beitrags

Iran: Männervergewaltigung als grausame Waffe/Male Rape and Human Rights

Sexuelle Gewalt gegen Männer wird weltweit als Kriegswaffe eingesetzt – doch kaum jemand spricht über die grausamen Taten. Gerade den Opfern fällt es schwer, das Tabu zu brechen und ihre Erlebnisse in Worte zu fassen.

Männervergewaltigung findet keine Beachtung

Viele der Männer leben jahrelang mit ihrem schrecklichen Geheimnis und sind stark traumatisiert. Denn der Einsatz von sexueller Gewalt gegen Männer als Kriegswaffe ist fast überall auf der Welt ein Tabu, über das schlichtweg nicht gesprochen wird.

Nicht einmal in den internationalen Menschenrechtsgesetzen wird das Thema berücksichtigt: Eine Resolution des Weltsicherheitsrates aus dem Jahr 2000 etwa nennt im Zusammenhang mit sexueller Kriegsgewalt ausschließlich Frauen und Mädchen.  Lies den Rest dieses Beitrags

EIL – Iranische Schauspielerin Vafamehr freigelassen – EIL

Haftstrafe wegen unliebsamen Films reduziert

Die iranische Justiz hat die seit Juli im Gefängnis sitzende Schauspielerin Marsieh Wafamehr freigelassen. Aus Kreisen ihrer Familie hieß es am Samstag, ihre einjährige Haftstrafe sei im Berufungsverfahren auf die bereits abgesessenen drei Monate reduziert worden. Zudem seien die 90 Peitschenhiebe, zu denen Wafamehr ebenfalls verurteilt worden war, in eine Geldbuße von umgerechnet etwa 700 Euro umgewandelt worden. Die iranische Justiz hatte im Juli Wafamehrs Freilassung gegen Kaution angekündigt.

Wafamehr spielte in dem Film „My Tehran for sale“ (etwa: Mein Teheran zu verkaufen) aus dem Jahr 2009 mit, der in konservativen iranischen Kreisen scharf kritisiert wurde. Die iranisch-australische Produktion erzählt die Geschichte einer Theaterschauspielerin in Teheran, deren Arbeit verboten wird und die deswegen ihre Leidenschaft für die Kunst im Geheimen ausleben muss. Der Film darf im Iran nicht gezeigt werden, er wird aber heimlich im Land verbreitet.

Berlin: heute noch SCHAH-IN-SCHAH 2011 – HANS-WERNER KROESINGER im HEBBEL am Ufer

„Küsse die Hand, die du nicht beißen kannst, und bete, daß sie zerschmettert wird.“ (persisches Sprichwort)
1982 veröffentlicht der polnische Reiseschriftsteller Ryszard Kapuscinski sein Buch „Schah-in-schah“ über den Iran nach der Revolution, eine Reportage über die Mechanismen der Macht, der Revolution und des Fundamentalismus im Land Chomeinis. Er beschreibt ein Land in der „dritten Welt“, das nie eine Kolonie war und dessen Bevölkerung einen Machtwechsel von einem autoritären Staat zu einer islamischen Republik mittels einer unbewaffneten Revolution herbeiführte – ihre einzige Waffe war die Religion. Nach der gewaltlosen Revolution etabliert sich jedoch eine äußerst gewalttätige Republik, ein Gottesstaat, regiert nach den Gesetzen der Scharija mit dem Anspruch, eine Führungsrolle innerhalb des Islam einzunehmen.

1954 beschrieb der Schriftsteller Nicolas Bouvier in seinem Buch „Die Erfahrung der Welt“ den Iran als ein Land der Wunder, das nach uns unbekannten Regeln organisiert ist, ein Land, dem der Schah ein zweites Amerika innerhalb einer Generation versprochen hatte. Der vormalige amerikanische Präsident Bush bezeichnete den Iran als den Schurkenstaat Nummer eins. „Schah-in-schah 2011“ beschäftigt sich mit dem westlichen Blick auf den Iran, mit der Beschreibung eines Landes in verschiedenen politischen Situationen, unserer Wahrnehmung eines fundamentalistischen Staates unter veränderten politischen Vorzeichen.  Lies den Rest dieses Beitrags

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