Archiv für den Tag 17. November 2011

Frankfurt: Dialogforum Flughafenverfahren Jahresbericht

Dialogforum Flughafenverfahren 

Jahresergebnisbericht 2010 (GO Ziffer 8 Satz 1)

Abgestimmte ENDFASSUNG

 

A. Beginn des Forums:

 

Nach Kritik am Flughafenverfahren durch PRO ASYL in einer Studie aus April 2009 und öffentlich in der Presse beschriebenen Einzelfällen  reifte im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge der Entschluss, sich dieser Kritik nicht nur sachlich, sondern auch persönlich zu stellen.

Anlässlich des 9. Symposiums zum Flüchtlingsschutz „Asyl in Europa“ im Juni 2009 in Berlin machte daher die Präsidentin der Abteilung 5 des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Gräfin Praschma, gemeinsam mit dem Referatsleiter der Außenstelle Frankfurt/M den Nichtregierungsorganisationen ein Angebot zum weiteren Dialog bezüglich des Flughafenverfahrens.  Lies den Rest dieses Beitrags

Deutschland:4.106 Asylanträge im Oktober 2011

Veröffentlicht am 17.11.2011

4.106 Asylanträge im Oktober 2011

Im Oktober 2011 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 4.106 Asylerstanträge gestellt. Die Zahl der Asylbewerber sank im Vergleich zum Vormonat um 26 Personen (- 0,6 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2010 sank die Zahl der Asylbewerber um 649 Personen (- 13,6 Prozent).

621 Personen erhielten im Oktober 2011 die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention (18,6 Prozent aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 264 Personen (7,9 Prozent) sogenannten „subsidiären Schutz“ (Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes).

Die Zahlen im Einzelnen:

I. Aktueller Monat

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im Oktober 2011  4.106 Personen (Vormonat 4.132 Personen) Asyl beantragt.

Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vormonat um 26 (- 0,6 Prozent) gesunken. Gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr (Oktober 2010: 4.755 Personen) ist die Zahl der Asylbewerber im Oktober 2011 um 649 (- 13,6 Prozent) gesunken.

Hauptherkunftsländer im Oktober 2011 waren:

Zum Vergleich

Nr. Land August September Oktober
 1. Serbien 137 286 620
 2. Afghanistan 806 659 579
 3. Irak 536 546 422
 4. Pakistan 238 289 377
 5. Iran 321 379 305
 6. Syrien 311 301 215
 7. Russische Föderation 200 139 171
 8. Türkei 128 115 132
 9. Kosovo 129 151 112
10. Mazedonien 67 71 89

Neben den 4.106 Erstanträgen wurden im Oktober 2011 992 Folgeanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt.

Im Oktober 2011 hat das Bundesamt über die Anträge von 3.339 Personen (Vormonat: 2.976) entschieden.

Insgesamt 621 Personen (18,6 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 60 Personen (1,8 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 561 Personen (16,8 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Darüber hinaus hat das Bundesamt im Oktober 2011 bei 264 Personen (7,9 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (sog. subsidiärer Schutz) festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 1.649 Personen (49,4 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 805 Personen (24,1 Prozent).

II. Laufendes Jahr

Für den Zeitraum Januar bis Oktober 2011 ergeben sich folgende Zahlen:

In der Zeit von Januar bis Oktober 2011 haben insgesamt 36.583 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (32.653 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 3.930 Personen (12,0 Prozent).

Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis Oktober 2011:

Nr. Land Anzahl
1. Afghanistan 6.674
2. Irak 4.922
3. Serbien 2.826
4. Iran 2.666
5. Syrien 2.142
6. Pakistan 1.773
7. Russ. Föderation 1.389
8. Türkei 1.314
9. Kosovo 1.133
10. Mazedonien 832

Neben den 36.583 Erstanträgen wurden insgesamt 5.686 Folgeanträge gestellt.

Im Zeitraum von Januar bis Oktober 2011 hat das Bundesamt 35.981 Entscheidungen (Vorjahr: 38.313) getroffen.

Insgesamt 6.020 Personen (16,7 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 553 Personen (1,5 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 5.467 Personen (15,2 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis Oktober 2011 bei 2.282 Personen (6,3 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (sog. subsidiärer Schutz) festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 19.530 Personen (54,3 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 8.149 Personen (22,7 Prozent).

Die Zahl der Personen, über deren Anträge noch nicht entschieden wurde, betrug Ende Oktober 2011 30.171, darunter 26.304 Erstanträge und 3.867 Folgeanträge (Vormonat: 28.302 anhängige Verfahren, davon 24.894 Erst- und 3.408 Folgeanträge).

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