Archiv für den Tag 20. Juli 2012

Iran: Kampf gegen die Hitze: 1500 km durch die Wüste

“Ihr fahrt nach Bandar Abbas? Das ist jetzt die Hölle auf Erden!” In dieser Aussage sind sich alle Iraner ziemlich einig. Niemand geht freiwillig im Sommer Richtung persischen Golf, weil es dort dann unaushaltbar heiss ist. Wenn wir allerdings den Iran durchqueren wollen, bleibt uns nichts anderes übrig als den “Highway to Hell” zu nehmen.

Südlich von Teheran beginnt die Wüste, und damit der Kampf des Menschen gegen Hitze und Trockenheit

Ein großer Teil unseres Gepäcks ist als Schutz vor Wind, Kälte und Regen jetzt nutzlos, daran haben wir uns schon gewöhnt. Nun müssen wir uns vor der erbarmungslos brennenden Sonne schützen, und statt wie anfangs in warmen  Cafés, suchen wir nun unter Palmen und Vordächern schattige Zuflucht.

Den ersten Kontakt mit richtiger Wüstenarchitektur haben wir in Kashan. Kuppeln, Türme und bizarre Erdpyramiden überragen die Stadt. Dieses Gewirr aus 1000 und einer Nacht ist größtenteils aus Lehmziegeln gebaut, das einheitliche hellbraun, verleiht dem Häusermeer einen ganz eigenen Charakter. Hauptattraktion Kashans sind die riesigen Kaufmannsvillen aus dem 18. Jahrhundert. In den Palästen mit weit über 100 Zimmern und mehreren Innenhöfen kann man herrlich umherschlendern, entdecken – und sich verlaufen. So passiert es schon mal, dass Simon I plötzlich über Simon II steht, wir aber 5 Minuten brauchen, um den Weg zueinander zu finden. Auch der Weg aufs Dach, war offiziell wohl eher nicht vorgesehen, ist aber mit seinen spektakulären Sonnuntergangs-Ausblicken umso belohnender. Lies den Rest dieses Beitrags

Iran finanziert internationale Terrorgruppen: Übersicht

Die Islamische Republik Iran gilt allgemein als der weltweit führende staatliche Sponsor des internationalen Terrorismus. [1] Der Iran versorgt Terrorgruppen mit finanzieller Unterstützung, militärischer Ausbildung und Waffen. Dazu gehören die Hisbollah, der Palästinensische Islamische Jihad (PIJ), die Hamas und das Oberkommando der Volksfront für die Befreiung Palästinas (Popular Front for the Liberation of Palestine – General Command – PFLP-GC). [2] Der Iran fördert auch schiitische und sunnitische Gruppierungen im Irak [3] sowie die Taliban in Afghanistan. [4] Zudem gab der Iran bekannt, dass er sein nukleares Fachwissen, das er sich im Rahmen seines Atomprogramms aneignet, und welches im Widerspruch zu vier Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen steht, mit anderen islamischen Ländern oder Gruppen teilen wird. [5]
Der Iran finanziert Terrorgruppen auf folgende Weise:
  • Hamas: Mit jährlich $ 30 Millionen im Zeitraum 1993 bis 2006, sowie mit mehreren Hundert Millionen Dollar pro Jahr im Zeitraum 2006 bis 2009. [6] Der Iran bildete annähernd 1.000 Terroristen der Hamas im Iran aus. Er förderte deren Anreise in den Iran durch Syrien und bot Anleitung im Einsatz von Raketen und Bomben, bei der taktischen Kriegführung, dem Einsatz von Waffen und beim Vorgehen von Heckenschützen. [7] Unmittelbar nach dem Besuch von Spitzenvertretern der Hamas im Iran im November 2006 erfolgte eine Zusage für einen Betrag in Höhe von $ 250 Millionen, um dem Regime der Hamas dabei zu helfen, sich mit dem israelischen Embargo auseinanderzusetzen. [8] Der Iran liefert den Großteil Waffen der Hamas. [9] Nach der israelischen Militäroffensive gegen die Hamas im Februar 2009 stattete Khaled Mashaal, politischer Führer der Hamas in Damaskus, Teheran einen Besuch ab und sprach seine Anerkennung für die iranische Hilfe beim „Sieg“ der Hamas aus. [10] Im August 2009 brachte Mashaal seine Hoffnung zu Ausdruck, dass die gewaltsamen Auseinandersetzungen nach den Wahlen im Iran die Unterstützung von Ahmadinejad für die Hamas nicht beeinträchtigen würden. [11]

  • Hisbollah: Mehr als $ 200 Millionen jährlich, [12] sowie Berichten zufolge weitere $ 300 Millionen nach dem Krieg zwischen der Hisbollah und Israel im Sommer 2006. [13] Der Terrorismusbericht des US-Außenministeriums für 2009 stellte fest, dass der Iran für die Unterstützung der Hisbollah Hunderte Millionen Dollars zur Verfügung stellte und Tausende Hisbollahkämpfer in iranischen Terrorcamps ausbilden ließ. Mindestens 4.500 Hisbollah-Mitglieder erhielten bisher eine intensive militärische Ausbildung im Iran. [14] Ganz im Widerspruch zur Resolution 1701 der Vereinten Nationen [15] hat der Iran das Waffenarsenal der schiitischen Terrorgruppe erneut mit Raketen des Typs Katjuscha, Boden-Luft-Raketen und Panzerabwehrgeschossen aufgestockt; [16] darüber hinaus stellt die Hisbollah der Hamas Ausbildungslager und finanzielle Unterstützung zur Verfügung. [17] In einem Interview gegenüber einer iranischen Nachrichtenagentur „Fars“ gab der Anführer der Hisbollah an, dass seine Gruppierung auch weiterhin dem Iran gegenüber „gehorsam“ sein werde. [18] Im Juni 2008 identifizierte das US-Finanzministerium eine Reihe von Venezolanern, die das finanzielle Netzwerk des Iran bilden. Über dieses Netzwerk fließt die Hilfe des Iran in die Hände der Hisbollah. [19]

  • Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Armed Forces of Columbia – FARC):Berichten zufolge trainierten iranische Terroristen gemeinsam mit Guerrillas der FARC. [20] Ein US-amerikanisches Dossier über terroristische Staaten von 2007 hob die engen Verbindungen des Iran zu Venezuela hervor. Die Allianz basiert auf der ideologischen Sympathie von Staatspräsident Hugo Chavez für regionale Terrorgruppen – eine Sympathie, die bereits zuvor im illegalen Waffenschmuggel und in Drogengeschäften ihren Ausdruck fand. [21]  Lies den Rest dieses Beitrags

DAS URTEIL DES BUNDESVERFASSUNGSGERICHTS – Empfehlungen

Am 18.07.2012 hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe sein Urteil zur Höhe der Leistungssätze des
Asylbewerberleistungsgesetzes verkündet. Evident unzureichend und nicht mit der Menschenwürde vereinbar, so
das unmissverständliche Ergebnis. Der Gesetzgeber müsse nun die Leistungssätze unverzüglich neu regeln und sich
dabei an der Höhe des im Sozialgesetzbuch XII definierten Existenzminimums orientieren. Bis die neue Regelung
in Kraft trete, erhalten die Leistungsempfänger nun 336 statt wie bisher 225 Euro. Davon müssen mindestens 130
Euro bar ausgezahlt werden.
Eine Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichtes finden Sie hier. Das Urteil können Sie hier nachlesen.

KONSEQUENZEN UND PRAKTISCHE HINWEISE

Praktische Konsequenzen aus dem Urteil

Da es aufgrund der deutlich unzureichenden und deshalb verfassungswidrigen Geldleistungsbeträge für die
Leistungsempfänger unzumutbar wäre, eine Neuregelung durch den Bundesgesetzgeber abzuwarten, hat das
Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil eine Übergangsregelung geschaffen, die bis zum Zeitpunkt der
Änderung des AsylbLG gilt. Es nimmt dabei das dem SGB XII zugrunde liegende Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz
(RBEG) als Maßstab. Zwar ist das RBEG nicht direkt anwendbar, jedoch ist eine entsprechende Berechnung für
die Ermittlung der Bedarfssätze (inklusive Steigerungsrate) anzustellen. Das BVerfG benennt dabei ausdrücklich,
welche Verbrauchsausgaben zu berücksichtigen sind.

Auf dieser Grundlage hat Georg Classen vom Flüchtlingsrat Berlin eine vorläufige Tabelle entworfen, wie die
Regelsätze sich nun berechnen. Danach sieht die Grundleistung (Beträge jeweils gerundet) ab 1.1.2012 wie folgt
aus:

für den Haushaltsvorstand: 343 €

für zwei volljährige Partner: 90 % dieses Betrages

für volljährige Haushaltsangehörige: 80 % dieses Betrages

für Kind 14-17 Jahre: 265 €

für Kind 6-13 Jahre: 234 €

für Kind 0- 5 Jahre: 203 €

Die Neuregelung gilt ab sofort, d.h. schon für den laufenden Monat. Ab August müssen die Sozialämter die
Bescheide aufgrund der Neuberechnung erstellen. Das Bundesverfassungsgericht hat überdies festgelegt, dass die
Übergangsregelung bis zum 01.01.2011 rückwirkt. Die Rückwirkung gilt nur für Bescheide, die noch nicht
bestandskräftig sind, d.h. gegen die Widerspruch eingelegt oder Klage erhoben wurde und über die noch nicht
entschieden ist sowie für Bescheide, für die die Widerspruchsfrist noch nicht abgelaufen ist.

Tipp: Grundsätzlich wird die Sozialhilfe monatlich beschieden. Wenn kein schriftlicher und mit einer
Rechtsbehelfsbelehrung versehener Bescheid ergangen ist, beträgt die Widerspruchsfrist ein Jahr. Wenn es möglich
ist, mit den Flüchtlingen zu klären, ob sie innerhalb der vergangenen elf Monate immer einen Bescheid erhalten
haben, und dies nicht der Fall ist, ist anzuraten, dagegen Widerspruch einzulegen und pauschal die Differenz zu den
Leistungen in Höhe der Regelsätze nach SGB II/XII rückwirkend ab 1.1.2011 zu beantragen, eine rückwirkende
Neuberechnung und einen begründeten schriftlichen Bescheid zu verlangen.

Gegen die Bescheide für Monat Juli 2012 sollte auf jeden Fall vorsorglich Widerspruch eingelegt werden.
Bei Ablehnung des Widerspruchs oder langer Verzögerung könnte mit Blick auf die zukünftige Höhe der
Leistungen eine einstweilige Anordnung beantragt werden, Eilbedürftigkeit dürfte regelmäßig gegeben sein.

Das Urteil des BVerfG dürfte auch Auswirkungen auf die Ansprüche auf medizinische Versorgung und Leistungen
aus dem Bildungs- und Teilhabepaket haben. Vorsorglich sollte auch hier gegen alle ablehnenden Entscheidungen
Widerspruch eingelegt werden.

Österreich: Asyl-Anträge im ersten Halbjahr wieder deutlich angestiegen

Steigerung um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – Afghanen stärkste Gruppe, Syrer auf Platz vier

Wien – Österreich ist verstärkt Ziel von Asylwerbern geworden, dieser Trend hat sich auch im ersten Halbjahr 2012 fortgesetzt. Laut aktuellen Zahlen des Innenministeriums wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 7.354 Asylanträge gestellt. Das sind um 1.544 oder 26,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die meisten Anträge stammten von Flüchtlingen aus Afghanistan. Syrien, das ja seit über einem Jahr Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen ist, ist auf Platz vier jener Herkunftsländer, aus denen am meisten Flüchtlinge kommen.

Antragsstärkstes Monat war von Jänner bis Juni 2012 der Mai mit 1.347 Anträgen, insgesamt gab es in keinem Monat weniger als 1.000. Mit über 7.354 Anträgen nähert sich der Halbjahreswert jenem von 2009.

Drei Viertel der Flüchtlinge männlich

Bei der Herkunft der Asylwerber stellen die Afghanen mit 1.907 die stärkste Gruppe dar, gefolgt von Bürgern Russlands (1.183). Mit deutlichem Abstand folgt auf Platz drei Pakistan (461), auf Platz vier Syrien (368). Rund drei Viertel der Asylwerber (73,4 Prozent) sind männlich.

67 Prozent der Anträge abgelehnt

Insgesamt gab es von Jänner bis Juni 2012 1.663 rechtskräftige positive Asylbescheide (22 Prozent), 5.010 Anträge (67 Prozent) wurden – rechtskräftig – abgelehnt. Syrische Antragsteller haben offenbar derzeit bei weitem die größten Chancen auf Asylgewährung – 267 und damit 80 Prozent der syrischen Anträge wurden laut Innenministerium positiv beschieden. Iranische Anträge wurden zu 70 Prozent positiv erledigt, Ansuchen von Flüchtlingen aus Somalia zu 63 Prozent. (APA, 20.7.2012)

3.901 Asylanträge im Juni 2012 / +293 Iraner

Im Juni 2012 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 3.901 Asylerstanträge gestellt. Die Zahl der Asylbewerber stieg im Vergleich zum Vormonat um 476 Personen (13,9 Prozent).
Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2011 stieg die Zahl der Asylbewerber um 727 Personen (22,9 Prozent).
730 Personen erhielten im Juni 2012 die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention (19,1 Prozent aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 788 Personen (20,7 Prozent) sogenannten „subsidiären Schutz“ (Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes).

Die Zahlen im Einzelnen:

I. Aktueller Monat

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im Juni 2012 3.901 Personen (Vormonat 3.425 Personen) Asyl beantragt. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vormonat um 476 Personen (13,9 Prozent) und gegenüber dem Vorjahresmonat um 727 Personen (22,9 Prozent) gestiegen.

Hauptherkunftsländer im Juni 2012 waren:

Zum Vergleich

Nr. Land April Mai Juni
 1. Afghanistan 463 505 595
 2. Irak 289 360 416
 3. Syrien 241 362 388
 4. Pakistan 197 179 316
 5. Iran 356 320 293
 6. Serbien 148 143 199
 7. Kosovo 101 85 156
 8. Russ. Föderation 110 148 139
 9. Mazedonien 110 117 132
10. Türkei 118 103 114

Neben den 3.901 Erstanträgen wurden im Juni 2012 beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 760 Folgeanträge gestellt.

Im Juni 2012 hat das Bundesamt über die Anträge von 3.815 Personen (Vormonat: 4.635) entschieden.

Insgesamt 730 Personen (19,1 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 75 Personen (2,0 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 655 Personen (17,1 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Darüber hinaus hat das Bundesamt im Juni 2012 bei 788 Personen (20,7 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (sog.subsidiärer Schutz) festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 1.515 Personen (39,7 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 782 Personen (20,5 Prozent).

II. Laufendes Jahr

Für den Zeitraum Januar bis Juni 2012 ergeben sich folgende Zahlen:

In der Zeit von Januar bis Juni 2012 haben insgesamt 23.066 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (20.609 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 2.457 Personen
(11,9 Prozent).

Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis Juni 2012:

 1. Afghanistan 3.550
 2. Irak 2.550
 3. Serbien 1.904
 4. Iran 1.835
 5. Syrien 1.623
 6. Pakistan 1.540
 7. Russ. Föderation 898
 8. Mazedonien 728
 9. Türkei 717
10. Kosovo 702

Neben den 23.066 Erstanträgen wurden insgesamt 4.760 Folgeanträge gestellt.

Im Zeitraum von Januar bis Juni 2012 hat das Bundesamt 25.570 Entscheidungen (Vorjahr: 23.161) getroffen.

Insgesamt 4.468 Personen (17,5 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 333 Personen (1,3 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 4.135 Personen (16,2 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis Juni 2012 bei 4.009 Personen (15,7 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (sog. subsidiärer Schutz) festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 11.531 Personen (45,1 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 5.562 Personen (21,7 Prozent).

Die Zahl der Personen, über deren Anträge noch nicht entschieden wurde, betrug Ende Juni 2012 36.317, darunter 32.610 Erstanträge und 3.707 Folgeanträge (Vormonat: 35.283 anhängige Verfahren, davon 31.605 Erst- und 3.678 Folgeanträge).

Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer betreibt in BR-Interview Geschichtsklitterung und täuscht die Öffentlichkeit / Aufnahmegesetz und DV Asyl sofort außer Kraft setzen

Gestern gab Christine Haderthauer dem Bayerischen Rundfunk ein Interview in der Bayern 2 Radiowelt zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, welches das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) am Mittwoch für verfassungswidrig erklärte. Hierbei erklärte sie, dass der Bundesasylkompromiss und damit auch das AsylbLG unter Rot-Grün verabschiedet worden sei. Nun muss man der rot-grünen Koalition zu Recht vorhalten, ihre Regierungszeit von 1998 bis 2005 nicht zur Abschaffung des AsylbLG genutzt zu haben. Beschlossen hat das AsylbLG am 6.12.1992 allerdings die schwarz-gelbe Regierung unter Helmut Kohl, mit tatkräftiger Hilfe der SPD und des „blonden Fallbeils“ Edmund Stoiber, damals noch bayerischer Innenminister.

An Dreistigkeit kaum zu überbieten ist zudem Haderthauers Aussage, sie habe „ schon immer völlig nachvollzogen“, dass die Leistungen des AsylbLG zu niedrig sind und nicht für ein menschenwürdiges Leben ausreichen. Noch in 2010 sprach sie Flüchtlingsprotesten gegen das AsylbLG jeglichen „ objektiven Grund“ ab. Den Flüchtlingen, die in Hauzenberg, Breitenberg, Bogen, Regensburg, Aholfing, Passau, Denkendorf, Augsburg, Schwabmünchen, Böbrach, Wallersdorf und Mainburg die Annahme der Essenspakete verweigerten und zum Teil in Hungerstreik getreten waren, hatte Haderthauer damals entgegengeschleudert: „ Wer mit den Leistungen in Deutschland nicht zufrieden ist, kann jederzeit zurück. Er bekommt dafür die größtmögliche Unterstützung seitens der bayerischen Staatsregierung“ (Passauer Neue Presse, 2.12.2010).  Lies den Rest dieses Beitrags

EU-Unterstützungsbüro für Asylfragen noch in der Aufbauphase

Berlin: (hib/JOH) Das im Mai 2010 geschaffene Europäische Unterstützungsbüro für Asylfragen (EASO) kann noch nicht alle ihm zugewiesenen Aufgaben in vollem Umfang wahrnehmen, da sich die Organisation noch in der Aufbauphase befindet. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/10276) auf eine Kleine Anfrage (17/10014) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Im Verhältnis zu 2012 sei für das Jahr 2013 ein Mittelaufwuchs von rund zwei Millionen Euro vorgesehen. Dies sei zwar weniger als im ursprünglichen Finanzplan vorgesehen, doch hält die Bundesregierung die eingeplanten Mittel für „insgesamt ausreichend“ um den weiteren Aufbau zielgerichtet weiterzuführen.

Die Grünen-Fraktion hatten in ihrer Anfrage „erhebliche Zweifel“ daran geäußert, dass das EASO seine Aufgaben bereits erfüllen kann. So habe das Büro selbst auf der Tagung des Rates für Justiz und Inneres am 8. März infrage gestellt, über die nötigen Kapazitäten für die ihm zugewiesenen Aufgaben zu verfügen.

Dazu führt die Bundesregierung aus, dass der Stellenplan des EASO zum Stichtag 1. Juni 2012 insgesamt 61 Vollzeitstellen ausweise. Davon seien 39 Dienstposten besetzt, für weitere 22 würde derzeit Personal gesucht. Unabhängig davon habe das EASO die Möglichkeit, für konkrete Unterstützungsmaßnahmen wie Asylunterstützungsteams zeitlich befristet Experten aus den Mitgliedstaaten anzufordern, betont die Regierung. Dies sei zum Beispiel bereits für Einsätze in Griechenland geschehen.

Weiter heißt es in der Antwort, dass das EASO nach Vorstellung der Bundesregierung, eine wichtige Rolle bei der Informationsbeschaffung übernehmen soll, um Mängel in den Asylsystemen der Mitgliedstaaten zu erkennen und zu beseitigen. So solle es als „Schaltstelle in operativ-praktischen Fragen“ zwischen den Experten des betroffenen Mitgliedstaats, anderer Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission fungieren. In einem ersten Schritt sollte daher zunächst ein kontinuierliches Monitoring der Asylsituation in den EU-Mitgliedstaaten verbunden mit einer regelmäßigen Trend- und Risikoanalyse eingerichtet werden. Benötige ein Mitgliedstaat wegen einer besonderen Belastung Hilfe, könnte er je nach Einzelfall finanzielle, organisatorische und personelle Unterstützung bekommen.

Im Hinblick auf den Umgang mit Flüchtlingen in den Mitgliedstaaten könne das EASO nur eine unterstützende Rolle einnehmen, schreibt die Bundesregierung. So übten die Asyl-Unterstützungsteams nur eine beratende Tätigkeit aus und hätten keine Entscheidungsbefugnisse. Da sich das Büro noch im Aufbau befinde, könne erst mittelfristig eine Aussage über Reaktionsmöglichkeiten auf Flüchtlingsströme und die hierfür erforderlichen Kapazitäten getroffen werden.

Tensions Escalate over Alleged Iran Link to Bulgaria Attack

by PAUL MUTTER

Press Roundup provides a selected summary of news from the Farsi and Arabic press and excerpts where the source is in English. 

SuspectedSuicideBomber.jpg

4:30 a.m. IRDT, 30 Tir/July 20 Wednesday’s terrorist attack at the Burgas International Airport in Bulgaria on Israeli tourists, possibly by a suicide bomber, has caused an uproar within the Israeli government. Prime Minister Benjamin Netanyahu blamed Iran, and then Hezbollah. Israel’s defense and foreign ministers also alluded to Iranian involvement, though without offering evidence. The Israeli government presently claims that „the immediate perpetrators were Hezbollah members…operating under the perpetual Iranian aegis both in all overseas operations as well as in their activities in support of the al-Assad family.“ Lies den Rest dieses Beitrags
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