Stellungnahme von Claudia Roth zum Knicks vor dem iranischen Botschafter

Münchner Sicherheitskonferenz

Im Netz kursiert derzeit ein Video, das Claudia Roth bei einer vermeintlich freundschaftlichen Geste mit dem iranischen Botschafter zeigt. Doch wie so oft zeigen die Bilder nur einen kleinen Ausschnitt der wirklichen Geschehnisse.

Claudia Roth kennt den Botschafter Irans, Ali Reza Sheikh Attar, aus der parlamentarischen Arbeit, wenn der Botschafter iranische Parlamentarier in Berlin begleitet hat. Darüber hinaus hat sie im Rahmen ihres langjährigen Einsatzes für die iranische Oppositionsbewegung an ihn immer wieder Appelle zum fairen Umgang mit iranischen Oppositionellen gerichtet.

Der Botschafter der Islamischen Republik Iran gibt einer Frau grundsätzlich nie die Hand, er hat auch Claudia Roth noch nie die Hand geschüttelt. In dieser Situation hat er offenbar den Versuch eines höflichen Entgegenkommens gemacht, ohne Claudia Roth wirklich die Hand geben zu müssen. Völlig überrascht von dieser unerwarteten Geste hat Claudia Roth sie mit einem kurzen Berühren der Hand des Botschafters erwidert. Ihre höfliche Reaktion war der Tatsache geschuldet, dass sie den iranischen Außenminister und den iranischen Botschafter am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz in einem Gespräch dazu bewegen wollte, den bekannten iranischen Filmemacher Jafar Panahi zur Berlinale ausreisen zu lassen. Bereits am Freitag vor der Sicherheitskonferenz hatte sich Claudia Roth mit diesem Anliegen in einem entsprechenden Brief an den Botschafter gewandt.

Im Wettbewerb der Berlinale läuft der neueste Film Panahis. Bei der letzten Berlinale war Jafar Panahi Jury-Mitglied, durfte dafür aber nicht nach Berlin ausreisen. Jafar Panahi ist im Iran aufgrund seiner Unterstützung der Oppositionsbewegung zu Haftstrafen und einem langjährigen Reise- und Berufsverbot verurteilt worden. Gegenwärtig steht er dort unter Hausarrest. Claudia Roth hofft, dass Jafar Panahi in diesem Jahr eine Ausreisegenehmigung zum Besuch der Berlinale bekommt. Sie wird auch in Zukunft mit ihrer Kritik an der Politik der iranischen Machthaber nicht nachlassen.

 

Quelle: http://www.claudia-roth.de/startseite/volltext-startseite/article/-013259b780/

 

 

 

Veröffentlicht am 7. Februar 2013 in Gesetze, Meinungen, Politik, Veranstaltungen und mit , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Stellungnahme von Claudia Roth zum Knicks vor dem iranischen Botschafter.

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