Archiv für den Tag 18. März 2013

BR: Menashe Amir gibt dem Iran eine Stimme

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Das ist Menashe Amir, 73. Vergangenen Sonntag habe ich ihn in seinem Studio in Jerusalem besucht. Er moderiert beim öffentlichen Radiosender “Kol Israel” (Stimme Israels) eine Nachrichten- und Diskussions-Sendung für Hörer im Iran. Über Kurzwelle und Internet erreicht Menashe mutmaßlich ein Millionenpublikum im Iran.Es ging diesmal um die hohen Lebenshaltungskosten im Iran, die meisten Anrufer haben sich beklagt, dass das Geld kaum noch für das Nötigste reicht. Ihren Namen sollen die Hörer nicht nennen, damit sie vom iranischen Regime keine Repressalien fürchten müssen.

Ich habe Menashe gefragt, ob er denn auch von den Iranern gefragt wird, wie das Leben in Israel so ist. Und er sagt, dass das Interesse groß ist.  Er bemühe sich, alle Facetten zu schildern; von hohen Lebenshaltungskosten und den Schwierigkeiten der Mittelschicht in Israel hat er zum Beispiel auch schon berichtet.

Menashe ist in Teheran geboren und kann seine erste Heimat seit 35 Jahren nicht mehr besuchen. Israel ist seine zweite Heimat. Er hofft, dass es zu keiner militärischen Auseinandersetzung zwischen beiden Ländern kommt, wegen des Atomprogramms. Und eigentlich sollte seine Radiosendung einfach nur alltäglich sein. Stattdessen erscheint sie wie ein kleines Wunder.

Einiges hat mir Menashe während der Sendung aus dem Persischen übersetzt und erklärt, was die Menschen im Iran gerade beschäftigt. Schon allein dadurch rückt das Land so nah an Israel heran … die gegenseitigen Drohungen der Politiker wirken noch einmal umso absurder.

Quelle: BR- tagesschau

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