Der Runde Tisch der Religionen in Deutschland: Religionsübergreifender Appell an iranische Führung

 

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Der Runde Tisch der Religionen in Deutschland appelliert zum iranischen Neujahrsfest in einem offenen Briefan die iranische Führung, dass Christen und Bahá’í „der ihnen durch die Menschenrechte zugesagte Schutz gewährt werde“.

„Andersdenkende und Andersgläubige sind besonders schutzbedürftig“, schreibt das religionsübergreifende Gremium hochrangiger Repräsentanten der großen Religionsgemeinschaften in Deutschland. „Wir denken insbesondere an Menschen christlichen Glaubens und an Bahá’í. Letztere sind nach jüngsten Medienberichten besonders in der Provinz Semnan Übergriffen ausgesetzt“, heißt es in dem Schreiben vom 14. März an Ayatollah Khamenei zum Nawruz-Fest 1392.

Der Brief wurde unterzeichnet von Repräsentanten aus der evangelischen, katholischen und orthodoxen Kirche sowie aus dem Buddhismus und der Bahá’í-Religion. Sie sendetendem religiöser Führer und dem gesamten iranischen Volk Glückwünsche zum Neujahrsfest. „Nawruz verkörpert eine weltweit geschätzte iranische Tradition zum Frühlingsanfang, die immer wieder mit dem Gedanken der Erneuerung in Verbindung gebracht wird.“ Vielen Menschen bleibe an Nawruz nur die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Auch zahlreiche Bürger des Iran lebten von der Hoffnung, dass ihnen elementare Menschenrechte gewährt werden, schrieb der Runde Tisch der Religionen.

Offener Brief an Ayatollah Khamenei


Exzellenz,
Der Runde Tisch der Religionen in Deutschland – ein Gremium
hochrangiger Repräsentanten der großen Religionsgemeinschaften in
Deutschland – sendet Ihnen und dem gesamten iranischen Volk seine
herzlichen Glückwünsche zum Nawruz-Fest 1392.
Nawruz verkörpert eine weltweit geschätzte iranische Tradition zum
Frühlingsanfang, die immer wieder mit dem Gedanken der
Erneuerung in Verbindung gebracht wird.
Vielen Menschen bleibt an Nawruz nur die Hoffnung auf eine bessere
Zukunft. Auch zahlreiche Bürger Ihres Landes leben von der Hoffnung,
dass ihnen elementare Menschenrechte gewährt werden.
Andersdenkende und Andersgläubige sind besonders schutzbedürftig.
Wir denken insbesondere an Menschen christlichen Glaubens und an
Bahá’í. Letztere sind nach jüngsten Medienberichten besonders in der
Provinz Semnan Übergriffen ausgesetzt.
Wir appellieren an Sie, den religiösen Führer des Iran, dass auch
diesen Menschen der ihnen durch die Menschenrechte zugesagte
Schutz gewährt werde. Mögen alle Bürger Ihres Landes willkommen
sein, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und zum Gemeinwohl
beizutragen.
Der Runde Tisch der Religionen in Deutschland
Mainz, den 14. März 2013

Geschäftsführer:
Dr. Franz Brendle

Mitglieder des Runden Tisches der Religionen:

Nationaler Geistiger Rat der Bahá’í:
Dr. Nicola Towfigh

Deutsche Buddhistische Union:
Michael Gerhard

Evangelische Kirche:
Bischof Prof. Dr. Martin Hein
Dr. Martin Affolderbach

Orthodoxe Kirche:
Prof. Dr.Assaad Elias Kattan

Römisch-katholische Kirche:
Weihbischof Dr. H.-J. Jaschke
Dr. Timo Aytac Güzelmansur

 

Veröffentlicht am 23. März 2013 in Dokumente, Gesetze, Medien, Meinungen, Politik und mit , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

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