Archiv für den Tag 27. März 2013

Iran: Fakten

Hauptstadt: Teheran
Staatsform: Islamische Republik
Staatsoberhaupt: Oberster Rechtsgelehrter
Seyyed Ali Chamenei
Regierungschef: Staatspräsident
Mahmud Ahmadinedschad
Fläche: 1 628 750 km2
Einwohnerzahl: 71 208 000 (Stand 2007)
Bevölkerungsdichte: 42,8 Einwohner pro km2
BIP 212 Mrd. US-Dollar (2006)
BIP/Einwohner: 3045 US-Dollar (2006)

 

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Politisches System des Iran

US-Professor will Präsident von Iran werden

von Katie Zezima, AP – Der 65-jährige iranisch-amerikanische Doppelbürger Hooshang Amirahmadi hat Grosses vor. Er möchte der nächste iranische Präsident werden und den Streit mit dem Westen lösen.

storybild«Ich bin wahrscheinlich der, der die grössten Chancen hat, die USA und den Iran wieder zusammenzubringen»: Hooshang Amirahmadi. (Bild: Keystone)

Es scheint ein Kampf gegen Windmühlen zu sein: Der 65-jährige Hooshang Amirahmadi, der seit Jahrzehnten in den USA lebt und auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, will iranischer Präsident werden. Dem Pplitologie-Professor ist es ernst und er rechnet sich allen Unkenrufen zum Trotz Chancen aus.

 

Der Anstoss kam von seiner Tochter. Vor vielen Jahren fragte die heute 21-Jährige ihren Vater, warum sich die USA und der Iran denn nicht verstünden. Seitdem setzt sich der gebürtige Iraner und Politologe, der seit 40 Jahren in den USA lebt und das Land als seine Heimat bezeichnet, für bessere Beziehungen zwischen den beiden Staaten ein. Bei der iranischen Präsidentenwahl im Juni will er nun als Kandidat antreten. Aussichten hat er laut Beobachtern wohl keine; Experten bezweifeln, dass er überhaupt zur Wahl zugelassen wird.

Trotzdem ist der Professor der Rutgers-Universität in New Brunswick im US-Staat New Jersey zuversichtlich. In den vergangenen Monaten ist er rund um den Globus gereist, um Geld für den Wahlkampf zu sammeln. Seine Kandidatur kündigte er bereits im vergangenen Jahr an. «Wissen Sie, es ist nicht leicht für einen gebürtigen Iraner, der gleichzeitig Bürger der USA ist, zuzusehen, wie sich die zwei Länder jeden Tag bekriegen», sagt er.

«Keine ernsthafte Kandidatur»

Wie bei allen Bewerbern muss auch Amirahmadis Kandidatur vom iranischen Wächterrat akzeptiert werden, deren Mitglieder von Staatsoberhaupt Ali Chamenei ernannt worden sind. Schon die Tatsache, dass er die Staatsangehörigkeit der USA hat, könnte zu einem Ausschluss führen – ganz abgesehen von seinen politischen Überzeugungen wie Pressefreiheit oder die Ansicht, dass Rationalität bei einer Regierung höher zu bewerten ist als Religion.

«Das ist keine ernsthafte Kandidatur», erklärt Mehrzad Boroujerdi, Politikwissenschaftler an der Syracuse-Universität im US-Staat New York. «Er hat absolut keine Chance, vom Wächterrat die Zustimmung zu bekommen.»

Amirahmadi sagt, dass er sowohl die US-amerikanische als auch die iranische Staatsbürgerschaft besitzt. Ausserdem verweist er auf sein langjähriges Engagement. Er hat zum Beispiel den gemeinnützigen Amerikanisch-Iranischen Rat (AIC) gegründet, der sich für eine Verbesserung der Beziehung beider Länder einsetzt und zahlreiche Projekte im Iran unterstützt. «Ich bin wahrscheinlich der, der die grössten Chancen hat, die USA und den Iran wieder zusammenzubringen», sagt er. Er hat bereits mit Mitgliedern des Wächterrates gesprochen, nicht aber mit Staatsoberhaupt Chamenei.

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Juristische Auswertung und Darstellung sozialrechtlicher Rahmenbedingungen besonders Schutzbedürftiger (RA Sascha Kellmann)

 

 

 

 

 

 

 

 Krankenversorgungsleistungen für Asylsuchende 

 

Juristische Auswertung

und Darstellung sozialrechtlicher Rahmenbedingungen besonders Schutzbedürftiger

 

 

RA Sascha Kellmann, Köln den 21.03.2013

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OP-online: Buntes Fest gegen trübe Gedanken

Urberach (chz)- Während sich die Christen auf Ostern vorbereiten, haben iranische Flüchtlinge in Rödermark erstmals Nouruz, das persische Neujahrsfest, gefeiert. Der „neue Tag“ begrüßt den Frühling – und ist damit gar nicht so weit von Ostern entfernt.

 © Ziesecke

Sieben Sachen, die im Persischen mit einem „S“ beginnen, werden zu Nouruz von Frauen auf den Tisch gebracht. Somagh sind grüne Kräuter – die Hoffnung auf eine gute Ernte. Mit dem bunten Neujahrsfest vertreiben die iranischen Flüchtlinge auch jene trüben Gedanken, die in ihren Köpfen herumspuken.

Iranische Flüchtlinge, die meist aus politischen Gründen ihre Heimat verlassen mussten, haben den Verein AfA, „Alle für Alle“, gegründet, der das Nouruz-Fest in der Kelterscheune organisierte. Dazu luden sie jene Menschen ein, die sie hier als ihre Gastgeber betrachten: die deutsche Bevölkerung. Einen Abend lang bewirteten sie die Rödermärker – vor allem jene, die ihnen bisher helfend zur Seite gestanden hatten. Das persische Neujahrsfest wird 13 Tage lang gefeiert.

AfA wollte es zum einen den Deutschen bekannt machen und hofft zugleich, danach öfter gemeinsam zu feiern und auch ansonsten „in gegenseitigem Frieden, Freundschaft und Respekt beieinander zu leben“.

Flucht vor der Todesstrafe

Seit 18 Jahren gibt es AfA. Der Verein wurde im Iran gegründet und ist seit 2004 auch mit etwa 70 Mitgliedern in Deutschland vertreten. Vorsitzender Askari Yahyazahdeh lebt schon eine Weile in Waldacker und betreut von da aus den Verein, nicht zuletzt auf einer persischen Homepage. Der Schriftsteller musste den Iran verlassen, weil er um sein Leben fürchtet. Nachdem er in mehreren Texten heftig gegen die Todesstrafe protestiert hatte, wurde er selbst zum Tode verurteilt. Er wird nie mehr in seine Heimat zurückkehren können, ebenso wie seine Frau Najieh Norozi. Nach sechs Monaten hatten die beiden in Deutschland ein Aufenthaltsrecht bekommen, aus dem längst ein Bleiberecht geworden ist. Die ersten Jahre haben beide in einem Schnellrestaurant gearbeitet; derzeit ist Najieh Norozi ohne Job und sehr bedrückt, da die Familie mit ihren vier Kindern Sozialhilfe braucht – dabei würde sie so gerne als Näherin arbeiten.

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