Archiv für den Tag 3. April 2013

Wien: 10 Jahre ÖAW-Institut für Iranistik

Am 10. April 2013 feiert das Institut für Iranistik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sein 10-jähriges Bestehen. Das Institut ist die einzige akademische Forschungseinrichtung in Österreich, die schwerpunktmäßig zu Iran wissenschaftliche Forschung betreibt. Mit derzeit 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mehreren GastwissenschaftlerInnen nimmt das Institut fachlich und institutionell aufgrund der Breite seines Forschungsprogramms und seiner Vernetzung und Kooperationen international eine Schlüsselposition ein.

Institut für Iranistik / Institute of Iranian Studies

Iran und iranisch geprägte Gesellschaften und Kulturen

Das Institut für Iranistik, das im Frühjahr 2003 seinen wissenschaftlichen Betrieb aufnahm, beschäftigt sich mit einer der großen kulturellen Traditionen Asiens: Iran und iranisch geprägte Gesellschaften und Kulturen. Im Zentrum stehen Geschichte und Gegenwart Irans, Afghanistans und Tadschikistans: In diesen modernen Nationalstaaten ist das Neupersische zumindest eine der offiziellen Sprachen. Projiziert man die Forschungsprojekte des Instituts auf eine Karte, erhält man jedoch ein viel weiteres Bild: von Iraqi Kurdistan bis zu den Seidenstraßenoasen in China, von der kasachischen Steppe bis nach Indien werden iranische Sprachen und Literaturen und iranisch geprägte Kunst und gesellschaftliche Prozesse erforscht. Aber auch Sarajevo, Budapest, Venedig oder Wien erscheinen auf der Karte: die vielfältigen Beziehungen zwischen Iran und Zentral- und Südosteuropa bilden einen besonderen Schwerpunkt. Lies den Rest dieses Beitrags

Pistazienboykott im Iran

Pistazienboykott im Iran | euronews, welt.

Zu Nouruz (‏نوروز), dem iranischen Neujahrsfest, fehlten in diesem Jahr in vielen iranischen Familien Pistazien. Die Steinfrucht des zweihäusigen Pistazienbaumes (Pistacia vera) ist eigentlich Bestandteil der Neujahrstradition, doch viele Iraner folgten einem Aufruf, wegen der gestiegenen Preise auf Pistazien zu verzichten.

Der Facebook-Kampagne schloss sich sogar die Regierung an, allerdings, um gegen die internationalen Sanktionen zu protestieren und verlorene Popularität wett zu machen. Das Staatsfernsehen, das normalerweise die Auffassungen des herrschenden Klerus der Islamischen Republik wiedergibt, berichtete in seinem Wirtschaftsmagazin Payesh (Qualitätskontrolle)wohlwollend über den Boykott.

“Zum ersten Mal seit dreißig Jahren haben wir keine Pistazien oder Nüsse auf unserem Festtisch. Wir machen bei dem Boykott mit aus Protest gegen steigende Nusspreise”, berichtet Hamid Pourmand aus Teheran.

Der genaue Grund für die Verfünffachung des Pistazienpreises (in Rial) innerhalb nur eines Jahres ist unklar. Die internationalen Sanktionen treiben die Inflation im Iran an. Das Land ist aber nach den USA der zweitgrößte Pistazienanbauer der Welt. Iranische Bauern reservieren offenbar ihre Ernte für den Export – wegen des dramatisch gestiegenen Dollars gegenüber dem iranischen Rial – und treiben damit die Preise im Iran in die Höhe.

Weiterführende Links:

Pistazienboykott-Kampagne auf Facebook (farsi)
https://www.facebook.com/92biajil

Verbrauchermagazin Payesh (farsi)
http://www.payeshtv1.ir/

Quelle: euronews

 

ORF: „Du sollst deinen Nächsten lieben“|ORF2 Reportage, HEUTE,22.30 Uhr im „Weltjournal“

Im Süden Teherans leben keine reichen Leute. Die sind nur im Norden der iranischen Hauptstadt zu finden. Wer hier lebt und arbeitet, dem bleibt nichts übrig, als sich Tag für Tag durchzukämpfen, bei rasant steigenden Preisen. Wer Medikamente braucht oder einen guten Arzt, findet an einer ungewöhnlichen Adresse Hilfe: im jüdischen Krankenhaus unweit des Großen Basars.

„Du Sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst“, steht auf Hebräisch und auf Persisch über dem Eingang des Krankenhauses geschrieben. June Hamamis Ambulanz im Erdgeschoß wird jeden Vormittag von Patienten belagert. Denn er gilt als einer der besten Ärzte der Stadt. Hamami ist Jude, seine Patienten so gut wie ausschließlich Muslime. Menschen, die sich niemals ein Privatspital leisten könnten, bekommen hier gratis eine gleichwertige Behandlung.

Arzt Yune HamamiORFDr. Hamami: Mittlerweile kommt auch die Teheraner Mittelschicht zu ihm

Weil das jüdische Krankenhaus auf private Spenden angewiesen ist und die Kosten steigen, müssen Hamami und seine Kolleginnen oft monatelang auf ihr Gehalt warten. „Patienten, die schon länger herkommen, wissen natürlich, dass ich Jude bin. Aber das stört sie nicht. Im Gegenteil. Manche sagen, sie hätten gehört, dass jüdische Ärzte hier einen guten Ruf haben“, erzählt Hamami.

Immer mehr Patienten aus der Mittelschicht

Seit neuestem mischen sich unter die Armen auch immer mehr Patienten aus der Mittelschicht. Hier zahlen sie weit weniger als anderswo. Würde Hamami in einem Privatspital nicht viel mehr verdienen? „Ja, das Drei- oder Vierfache“, sagt er: „Ich habe als junger Arzt hier vor 20 Jahren angefangen und ich will auch weiterhin hier in diesem wohltätigen Krankenhaus arbeiten.“

Mehrmals im Jahr lässt die iranische Führung gegen den jüdischen Staat aufmarschieren. „Nieder mit Israel und Tod dem Zionismus!“, lauten dann die Parolen. Gegen iranische Juden wie Hamami werden allerdings keine Parolen gerufen. Sie sollen im Land bleiben und nicht nach Israel auswandern. Das war einst der Wunsch des Revolutionsführers Ruhollah Chomeini, und der ist seinen Anhängern bis heute heilig.

Nischen für Nicht-Muslime

Und doch blieben für Nicht-Muslime nur einige wenige Nischen übrig, vor allem im Kleinhandel. Wer eine gute Ausbildung vorweisen konnte oder genügend Startkapital hatte, der versuchte sich nach der Revolution anderswo ein neues Leben aufzubauen. Lies den Rest dieses Beitrags

Berlin: PREMIERE – Soloperformance Ein eigenes Zimmer mit Salome Dastmalchi, Brotfabrik/Berlin am Dienstag, dem 9.4. um 20 Uhr

Ausgehend nur von Raum und Zuschauer richtet Salome Dastmalchi sich in Worten ein, die mehrere Ausgänge skizzieren: Die Erfindung des Paradieses im Zuge der Eroberung Babylons, Gedanken einer Rechtsanwältin in einer Einzelzelle des Teheraner Gefängnisses, Briefe vom Ende der Welt, die Liebesgeschichte von der armenischen Prinzessin Schirin, dem persischen König Chosrau und dem Architektem Farhad. Dem erfolgreichen Hörspiel Die Republik der Verrückten (RBB, WDR, Deutschlandradio Kultur, CD bei buchfunk erschienen) folgt nun mit Ein eigenes Zimmer eine performative Interaktion im Raum.

Inhalt:„Schirin war schön, sie vertrug keine Laktose, sie war Prinzessin von Armenien, sie konnte gut schwimmen. Ich erzähl dir ihre Geschichte, aber du mußt die Augen zu machen. Vierundzwanzig Stunden lang. Stell dir vor, ich sitze in einer Zelle von 2 mal 3 Metern, die Wände sind grau, es gibt kein Fenster außer einem kleinen Schlitz recht weit oben über der Tür und auch keine Lüftungsanlage. Und das bei der Teheraner Sommerhitze, die einen schon ausmergelt, wenn man im abgedunkelten Wohnzimmer nackt vor einem Ventilator liegt, wie du es jetzt vielleicht tust, allein oder mit Freunden.

„Eine inflated tear Produktion von: 
Salome Dastmalchi (Spiel), Oliver Kontny (Text und Regie), Susanne Hiller (Raum und Kostümbild) und Johanna Ackva (Dramaturgie)

Weitere Aufführungstermine in der Brotfabrik (Caligariplatz 1) sind am 11., 12. und 13. April 2013 jeweils um
20 Uhr: Am 11. und 13. April findet anschließend ein Publikumsgespräch statt.
Außerdem wird Ein eigenes Zimmer am 23. und 24. April in der Frühperle (Boddinstraße 57 a, Neukölln) zu sehen sein: Am 23. April um 20 Uhr mit anschließender Releaseparty anlässlich der CD-Erscheinung von Republik der Verrückten (http://www.buchfunk.de/hörbücher/zeitgenössisches/iranian-voices/) statt.

Kartenbestellungen für die Brotfabrik können über die E-Mail-Adresse karten@brotfabrik-berlin.de oder telefonisch ab 18 Uhr unter der Nummer 030/4714001 gemacht werden.
Vorbestellungen für die Aufführungen in der Frühperle bitte per E-Mail an ein-eigenes-zimmer@web.de
Wir empfehlen, Karten zu bestellen, da es nur begrenzt Plätze im Raum gibt. Lies den Rest dieses Beitrags

Book: In Iran – Text and Photos by Adam Jones

What is it like to travel in the Islamic Republic of Iran? In June 2012, Canadian scholar Adam Jonesand his companion Griselda Ramirez made a 26-day, 7,000-kilometer private tour through the western half of the country, accompanied only by their guide, Mahmood, and driver Samad. They visited most of Iran’s major cities along with many smaller towns, and travelled to remote frontier areas of Iranian Azerbaijan and Kurdistan.


iniranbook.blogspot.com
Now available – only $5.99
Download In Iran now! Lies den Rest dieses Beitrags

Sizdah Bedar, Persian Festival Of Nature

Photos by Yunes Khani, Mehr News Agency

People across Iran celebrated Sizdah-Bedar, the traditional Persian festival of nature, on Tuesday by spending time outdoor. Sizdah-Bedar, an ancient Iranian nature festival, is held on the 13th of Farvardin (first month in Iranian calendar) and marks the end of the Persian New Year (Nowruz) celebrations.

These photos show the people in the capital city Tehran enjoying their Sizdah-Bedar outdoors.. Lies den Rest dieses Beitrags

Khamenei Comments II: Islam’s Rules on Sports

Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei told athletes that they play a valuable role in promoting Iran’s values abroad and raising “national self-confidence” at home. Athletes act as ambassadors at international competitions, presenting Iran as a “determined, religious, talented and noble nation, which is committed to Sharia (Islamic law),” Khamenei said at a March 11 meeting with veteran athletes and participants from the 2012 Olympics and Paralympics. The supreme leader argued that Iranian women who wear hijab while competing promote piety and modesty abroad. Refusal to compete with Israeli athletes is a “truly crucial and important diplomatic effort to confront the Zionist regime,” he said. The following are excerpted remarks from Khamenei’s speech.

Women in Sports
      “An athlete promotes the values of a nation with good sportsmanship and piety. The fact that our woman athletes enter sports arenas with hijab (head covering) is very important…”
      “In a certain European country, some people dare to kill a woman because she is wearing hijab. And they do it in a court of law and in front of the judge. This is the case. They are not ashamed of it. Under a certain illegitimate law, they harass women who wear hijab in universities, stadiums, parks and on the streets. In such conditions, a woman who wears hijab stands on the medal platform in such countries and makes everyone respect her. Is this a minor achievement? This is a very great achievement. Everybody should appreciate from the bottom of their heart the value of woman athletes who participate in international arenas with hijab and modesty….”

Khamenei Comments I: Nuke Research as Model for Sports

In a little noticed speech, Iran’s supreme leader urged athletes to emulate the determination of the country’s nuclear scientists. The West thought that “we would not be able to produce fuel plates and fuel rods. But our youth built them,” Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei told Olympic and Paralympic medalists on March 11. “We have managed to do things which the enemy could not even imagine… you can do this too [in sports].” The following are excerpted remarks from his speech that also covered morality in sports, female athletes, foreign coaches and competitions with Israelis.

      “…You should adopt a scientific approach towards sports – the ones which have research-based guidelines. You should improve research. As other scientific research, the research that is carried out in the world on a specific sport is not the last word. It is possible to carry out research on the basis of such research or add new things to it in order to improve or even reject it. Well, you should do such things in Iran. We have managed to make so much progress in complex scientific areas with the help of our youth. We have managed to do things which the enemy could not even imagine. It could not imagine that an Iranian individual can do such things. Therefore, you can do this too. Lies den Rest dieses Beitrags
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