Archiv für den Tag 18. April 2013

Witness Statement of Jalel Sherhani

In this witness statement, Jalel Sherhani—a 44 year old Ahwazi Arab now residing outside of Iran—describes the plight of the Ahwazi Arabs, an ethnic minority in Iran, and the persecution and discrimination he and several of his family members faced. In particular, Sherhani recounts the arrest, imprisonment and execution of his family members at the beginning of the Iran-Iraq War and the subsequent confiscations of land owned by the Sherhani family during the war.

Name: Jalel Sherhani

Place of Birth:  Ahvaz/Ahwaz, Iran 

Date of Birth:  January 21, 1969 

Occupation:  Self-employed         


Interviewing Organization: Iran Human Rights Documentation Center (IHRDC)

Date of Interview:  September 25, 2012

Interviewer: IHRDC Staff


This statement was prepared pursuant to an interview with Jalel Sherhani. It was approved by Jalel Sherhani on April 17, 2013. There are 63 paragraphs in the statement.

The views and opinions of the witness expressed herein do not necessarily reflect those of the Iran Human Rights Documentation Center.


Background

1.   My name is Jalel Sherhani. I was born in Ahwaz[1] on January 21, 1969. Before leaving Iran, I was self-employed in the informal sector—I will explain later why that was the case. I believe that I faced discrimination from the state not only during my childhood and when I entered school, but even since my birth. Lies den Rest dieses Beitrags

Launching a new campaign: Five years TOO MANY

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We are launching an international campaign to seek the immediate release of the seven imprisoned Baha’i leaders – and all other prisoners of conscience in Iran. We hope people of good conscience around the world will raise their voices in support of this call and urge the Iranian Government to live up to its international human rights obligations.

As visitors will see, we have numerous documents on this Website that explain the unjust and wrongful manner in which the seven were arrested, tried and imprisoned.

Their story is similar to what is happening to the roughly 100 other Baha’is now in prison in Iran – and the hundreds of other innocent prisoners of conscience that have been incarcerated for simply exercising their internationally recognized human rights.

The campaign begins on 5 May – and runs through 15 May 2013. We plan to report here on the activities and efforts that are undertaken around the world in support of this campaign as we approach the fifth anniversary of the arrest of the seven. Lies den Rest dieses Beitrags

MIG: Ein Iraner in Italien – „Ich sehe die Welt aus zwei Blickwinkeln“

Hamid Ziarati, geboren 1966, kam als Jugendlicher aus dem Iran nach Italien. Er lebte dort bei seinen älteren Geschwistern, beendete die Schule und studierte später Ingenieurswissenschaften. 2006 erschien sein erstes Buch. Sein neuester Roman „Fast zwei“ wird nun auch in Deutschland veröffentlich. Das MiGAZIN sprach mit Hamid über Migration und Literatur.

 Ein Iraner in Italien: „Ich sehe die Welt aus zwei Blickwinkeln“

Hamid Ziarati © privat

MiGAZIN: Hamid, Sie sind als Jugendlicher aus dem Iran nach Turin gekommen. Wie haben Sie diese Umstellung empfunden?

Hamid Ziarati: Ich kam im Dezember ’81 aus gesundheitlichen Gründen nach Italien und war überzeugt, schon sehr bald in meine Heimat zurückkehren zu können, sofort nach meiner Operation am Bein. Es war die Zeit der Revolution und der irakischen Invasion und ich war bis beflügelt und berauscht von großartigen revolutionären Idealen, welche die Geschichte und die Propaganda dieser Jahre unvermeidlich in meinem Geist festgesetzt hatten. Als die Ärzte mir sagten, dass ich ein paar Jahre später einen weiteren Eingriff über mich ergehen lassen müsste, fand ich mich damit ab, dass ich eben warten musste, dass aber der Moment der Rückkehr auf jeden Fall kommen würde. Also beschloss ich, die Zeit in Italien zu genießen und etwas zu lernen, was meinem Land nach meiner Heimkehr nützlich sein könnte. Um glücklich und ausgelassen zu sein, musste ich mich in dem Alter nicht sehr anstrengen. Es reichte, die Sprache zu lernen, damit ich nicht ausgelacht wurde, wenn ich etwas sagte, und mich ansonsten von meinen gleichaltrigen italienischen Freunden in die Unbeschwertheit der Jugend mitreißen zu lassen.

MiG: Sie verfassen Ihre Romane auf Italienisch, während Sie inhaltlich von der Zeit Ihrer Kindheit im Iran erzählen. Welche Bedeutung haben Ihre beiden Sprachen, Ihre beiden Welten für Ihre Kunst und für Ihr Leben?

Ziarati: Die beiden Sprachen, die beiden Kulturen sind inzwischen feste Bestandteile meiner Existenz, weshalb ich denke, dass ich sehr großes Glück hatte, viel mehr als manche anderen Leute, die ich kenne. Ich kann die Welt aus zwei Blickwinkeln betrachten, die manchmal im Einklang miteinander, manchmal im Widerspruch zueinander stehen. Dadurch habe ich gelernt, die Dinge, Tatsachen und Ereignisse auf eine eher objektive Weise zu sehen, ohne den Anspruch des Absoluten. Das verleiht mir die Möglichkeit und geistige Flexibilität, mich in jemanden hineinzuversetzen, der eventuell das genaue Gegenteil von meiner eigenen Meinung vertritt. Zwei Sprachen zur Verfügung zu haben, gibt mir wiederum die Freiheit, mit ihnen zu spielen, Sprichwörter, Redensarten und die Volksweisheiten und Metaphern von einer Sprache in die andere zu übernehmen. Und um, warum auch nicht, um eine Art dritter Sprache zu kreieren, die sich aus beiden unterschiedslos bedient. Ich werde häufig gefragt, ob ich mich mehr als Iraner oder mehr als Italiener fühle. Meine Antwort lautet, dass ich mich mehr als Mensch fühle.

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Kino: Dreißig Jahre in iranischen Gefängnissen – Gergedan Mevsimi – Jahreszeit des Nashorns


Während der Islamischen Revolution wird der persische Schriftsteller Sahnel inhaftiert. Auch seine Frau Mina, Tochter eines Schah-Kommandeurs, landet im Gefägnis, da sie sich weigert, sich gegen ihren Mann zu wenden. Nach zehnjähriger Haft kommt Mina frei. Die Behörden behaupten den Tod ihres Mannes. Trauernd flieht sie in die Türkei und beginnt dort ein neues Leben. 20 Jahre später taucht der für tot gehaltene Sahnel nach seiner Entlassung auf der Suche nach seiner ehemaligen Liebe und seiner Familie in Istanbul auf. Genre: Drama Regie: Bahman Ghobadi Cast: Behrouz Vossoughi, Monica Bellucci, Yilmaz Erdogan Laufzeit: noch unbekannt FSK: noch unbekannt Verleih: Kinostar

 

Der Film „Jahreszeit des Nashorns“ porträtiert die Verlierer der islamischen Revolution in Iran.

Unter ihren Schutzanzügen sind die Männer nicht zu erkennen, die den grauhaarigen Alten wie einen kontaminierten Gegenstand von oben bis unten mit Wasser und Seife abspritzen. Eine letzte demütigende Prozedur, bevor Sahel Farzan im Herbst 2009 nach fast 30 Jahren Haft aus einem iranischen Gefängnis entlassen wird.

Auch er ein Opfer der iranisch-islamischen Revolution: Sein Verbrechen bestand in der Ehe mit der falschen Frau, wie wir nach und nach aus eingestreuten Rückblenden erfahren. Dort ist er 1977 als gefeierter Lyriker zu sehen; nach einer Vorlesung verliebt er sich in Mina (Monica Belucci). Die Tochter eines Obersts genießt ihr Leben. Von Akbar, dem Fahrer der Familie, eifersüchtig beobachtet, heiratet sie ihre große Liebe Sahel.

Akbars Stunde schlägt mit der Machtergreifung der religiösen Fanatiker, die bildungsfernen Aufsteigern wie ihm Karrieren bei den revolutionären Garden ermöglichen. Der abgewiesene Mann nutzt das neue Unrechtsregime für seine Rache. Nachdem Mina sich keinem seiner Erpressungsversuche beugt, lässt er sie und Sahel zu langen Gefängnisstrafen verurteilen.

Zehn Jahre später wird Mina entlassen. Ihr geliebter Mann Sahel, so sagen ihr die Autoritäten, sei tot. Tatsächlich wirkt Sahel erloschen, als er sich nach seiner Entlassung auf die Suche nach seiner Frau macht. Allein die Liebe zu ihr hatte ihn Haft und Folter überleben lassen. Derart vom eigenen Sein entkoppelt, stöbert er Mina schließlich in Istanbul auf, wo sie mit ihren beiden Kindern lebt. Doch Sahel bleibt auf Distanz.

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