Archiv für den Tag 25. April 2013

EU: Trip to Teheran | KOMMENTAR

Von Stephan Grigat

  • Mit einer geplanten Iran-Reise des EU-Parlaments werden die Machthaber in Teheran in ihrer aggressiven Haltung nur bestärkt.
Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter an der Universität Wien und Mitherausgeber von "Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes und Perspektiven der Freiheitsbewegung".

Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter an der Universität Wien und Mitherausgeber von „Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes und Perspektiven der Freiheitsbewegung“.

Während es in Österreich und Deutschland mittlerweile löbliche Ausnahmen gibt, forcieren auf europäischer Ebene insbesondere die Grünen das Appeasement gegenüber den Machthabern in Teheran. Mehrfach hat die unter Leitung der finnischen Grünen Tarja Cronberg stehende Delegation für Beziehungen zum Iran des EU-Parlaments in den vergangenen Jahren versucht, in das Reich der Ajatollahs zu reisen und den dortigen Machthabern jene Legitimität zu verleihen, die sie bei der iranischen Bevölkerung schon längst verloren haben. Nun gibt es einen neuen Versuch: Ende April soll eine offizielle Delegation des EU-Parlaments nach Teheran aufbrechen. Bisherigen Informationen zufolge hat die EU-Delegation im Gegensatz zu früheren Anläufen diesmal gleich ganz auf Vorbedingungen wie den Besuch von inhaftierten Oppositionellen für die Reise verzichtet. Delegationsleiterin Cronberg fordert von der EU hinsichtlich des Iran „eine Vision für eine langfristige Beziehung zu dem Land“ – und meint damit natürlich gute Beziehungen zum jetzigen Regime. Dementsprechend will sie jetzt schon über „Vorbereitungen für eine Post-Sanktionen-Phase“ reden. Warten mag sie auf die Zeit nach den Sanktionen aber offensichtlich auch nicht: Im Programm für ihre vorige Iran-Reise im Jahr 2012, die nach scharfer Kritik auch seitens zahlreicher EU-Parlamentskollegen letztlich nicht zustande kam, wollte sich die europäische Grüne mit von der EU sanktionierten Regimevertretern wie Justizchef Sadegh Larijani treffen, der ganz unmittelbar für die blutigen Repressionen gegen die iranische Freiheitsbewegung verantwortlich ist.

Neben Cronberg soll auch die Abgeordnete der deutschen Linken und stellvertretende Vorsitzende der Delegation für Beziehungen zum Iran, Cornelia Ernst, mitfahren. Die hat sich schon voriges Jahr schwer ins Zeug gelegt, um das Vorgehen gegenüber den Machthabern in Teheran zu desavouieren. Als sie gefragt wurde, ob derartige Reisen nicht die Sanktionspolitik gegenüber dem iranischen Regime konterkarieren würden, antwortete sie ganz offenherzig: „Ja, und das ist auch richtig so.“

Wohlweislich hat die EU-Delegation diesmal ihre Reisepläne so lange wie möglich nicht öffentlich gemacht. Offenbar wollte sie verhindern, dass der Präsident und die Abgeordneten des EU-Parlaments so wie 2012 wieder Post von US-Senatoren bekommen, die ihre europäischen Kollegen mit Nachhilfe über den Charakter des iranischen Regimes beschämt haben.

Vielleicht kommt die Konferenz der Präsidenten des EU-Parlaments, die letztlich über derartige Visiten entscheiden muss, diesmal aber auch von selbst darauf, dass solche Reisen stets nur eines sein können: eine Belohnung für die aggressive Haltung der iranischen Machthaber und, ganz gleich was die Intentionen der europäischen Reisenden auch sein mögen, eine Legitimation für die Politik dieses Regimes, das dem Staat Israel wiederholt mit der Vernichtung gedroht hat und fieberhaft bestrebt ist, sich die entsprechenden Mittel für seine Vernichtungsdrohungen und -fantasien zu beschaffen.

Quelle: WienerZeitung

 

Berlin muss Hartz-IV-Mietsätze neu regeln

von 

Hartz-IV-Klagen im Sozialgericht. Vor allem um die Übernahme der Mietkosten wird besonders oft gestritten. Foto: Thilo Rückeis
Hartz-IV-Klagen im Sozialgericht. Vor allem um die Übernahme der Mietkosten wird besonders oft gestritten. – FOTO: THILO RÜCKEIS

Bereits zum zweiten Mal hat das Landessozialgericht die Regelung zu den Mietsätzen für Hartz-IV-Empfänger gekippt. Unter anderem seien die Grenzwerte für Heizkosten zu hoch angesetzt.

Das Landessozialgericht hat die Regelung zu Mietsätzen für Hartz-IV-Empfänger für unwirksam erklärt. Geklagt hatte eine 46-jährige alleinerziehende Mutter aus Prenzlauer Berg. Das Land Berlin muss nun eine neue Regelung finden, eine Revision gegen das Urteil ist jedoch möglich. Das Gericht bemängelte vor allem, dass die Grenzwerte für Heizkosten zu hoch angesetzt seien.

Streitigkeiten um die Übernahme der Mietkosten durch die Jobcenter gehören zu den häufigsten Klagegründen beim Sozialgericht.

Erst im Februar hatte eine Kammer des Sozialgerichts entschieden, dass die Berliner Richtwerte für Hartz-IV-Mieten zu niedrig angesetzt sind und die seit Mai 2012 geltende Verordnung des Senats nicht rechtmäßig ist. Geklagt hatte ein Hartz-IV-Empfänger aus Friedrichshain-Kreuzberg. Der Richter entschied damals, dass die zugrundeliegende Berechnung anhand des Mietspiegels nicht aussagekräftig sei. Außerdem seien die steigenden Mietpreise in der Stadt nicht berücksichtigt worden.

Vollständiger Artikel

 

Kurdish Former Political Prisoners Intimidated and Harassed in Orumiyeh and Mahabad

Zeinab Bayazidi, a former prisoner of conscience, was released on November 20, 2012, after serving 4.5 years inside the Maragheh Prison. Over the past few days, Bayazidi has received threatening phone calls from individuals with blocked telephone numbers and has been visibly followed by several suspicious vehicles. Pictured: Zeinab Bayazidi and her mother after her release.

Over the past several months, Orumiyeh and Mahabad Intelligence Offices have summoned, detained, and harassed several Kurdish former political prisoners on the pretext of concern over their continued political activities after their release from prison, a local source told the International Campaign for Human Rights in Iran. In most reported cases, security forces have gone to the homes of former political prisoners on several occasions. The forces have searched the homes for several hours without providing any explanation for these actions, detaining the individuals and releasing them later.

According to the source, since the fall of 2010, Revolutionary Guards’ Intelligence Unit forces have thrice detained Shirzad Beigzadeh, a resident of Hoosan village outside the city of Orumiyeh. Each time, they held the former political prisoner who served a year in prison for 24 hours, and also searched his house. Over the past month, the Orumiyeh Intelligence Office has also summoned Beigzadeh to their Information Unit. The former prisoner of conscience was arrested on May 12, 2005, and spent six months inside the Orumiyeh Intelligence Office Detention Center under interrogation and physical and psychological torture, and suffered a broken rib. He was later temporarily released on bail. In 2006, Branch One of Orumiyeh Revolutionary Court sentenced him to four years in prison on charges of cooperating with a Kurdish political party. After his appeal, the Supreme Court reduced his sentence to one year in prison and three years’ suspended prison time.

The source, a human rights activist, told the Campaign that Zeinab Bayazidi, a former prisoner of conscience released on November 20, 2012, after serving 4.5 years at Maragheh Prison, has received threatening phone calls from individuals with blocked telephone numbers and has been visibly followed by several suspicious vehicles. During these phone calls, the anonymous callers have told Bayazidi that they are aware of “her secret activities after her release from prison,” and that they “wouldn’t allow her to continue her activities so easily.” Following the arrests of several Kurdish political and civil activists in Mahabad, pressure and threats have mounted. Previously in 2005, a female Kurdish activist from Mahabad, Serwah Kamkar, was arrested violently at a city square in public by forces from the Mahabad Intelligence Office; she was released several hours later with bruises on her body.

The human rights activist told the Campaign that due to the high sensitivity and the Iranian regime’s security approach to all issues, the Intelligence Office and the Revolutionary Guards’ Intelligence Unit in Kurdish regions of Iran routinely put pressure on former political prisoners and their families through summonses, threats, and prosecution of the individuals, in order to create an atmosphere of fear, aiming to dissuade them from continuing their political activities.

Source: International Campaign for Human Rights in Iran

 

Samsung to block access to app store in Iran

Iranian users of Samsung mobile applications will no longer have access to the company’s online store as of May 22, the company said.

In a Tehran shopping mall on Thursday, owners of mobile phones and tablets say they had received the message via email late the night before. Retailers say they had no power over the decision.

„We have heard about it, but we are only responsible for hardware here, not software and apps,“ said shopkeeper Bijan Ashtiani.

In the message, Samsung said that it cannot provide access to the store, known as Samsung Apps, inIran because of „legal barriers.“ It apologized to customers in emailed statement seen by the Associated Press on Thursday.

The move is seen as part of international sanctions on the country over its disputed nuclear program. The West has imposed banking and insurance sanctions on Iran since it suspects Iran is pursuing nuclear weapons, a charge Tehran denies.

Samsung’s offices in Tehran could not be immediately reached for comment due to the weekend there, and its headquarters in South Korea did not immediately respond to a request.

The decision quickly provoked ire on social media.

„Samsung is to stop its apps in Iran, oh how we appreciate our officials,“ wrote Bahareh, a Twitter user blaming Tehran’s policy. Another, named Armin, pointed at the technology giant itself, saying: „Now, Samsung’s sanctions honor us as well!“

Unlike Apple, Microsoft and Adobe, Samsung has provided localized services to Iranians in their native Persian language. In 2012, Finish communications giant Nokia stopped its services in the country.

Source Reuters/MSN/CNN

 

Gender and Society In Iran – Part 1: The Debate Over Child Marriage, Including Child Brides Wed To Adult Men

By: Y. Mansharof and A. Savyon*

Introduction

The past few years have seen an increasing public debate about issues of gender and society in Iran – the woman’s place in the private and public arena, cohabitation of unmarried couples, women’s right to travel abroad without permission of a male guardian, the hijab, and more, as opposed to the Islamic regime’s position on these issues.

One such issue is the phenomenon of marriages involving children, including children under age 10 – especially arranged marriages of girls to adult men, or even to elderly men.

This paper will discuss child marriages in Iran, especially those of very young girls to older men. It is the first in a series on the discussion in Iran on gender and society, and on how Iran’s Islamic regime is dealing with these issues.

One Million Children, Even Under 10, In Arranged Marriages – And 85% Of Them Are Girls

Under Iranian law, girls may marry at 13 and boys at 15, and children under 10 may marry with the approval of their guardian and the court.[1]According to official statistics, about one million children, even under age 10, are married. The statistics also show that 85% of these one million married children are girls – meaning that most of them are married to grown men.[2]

Child Marriage Is Growing, And Poses Great Risk To Society – But It’s Permitted By Islamic Law

Public figures – sociologists, Majlis members, activists, and others – have warned that the number of children marrying is on the rise, and with it the great health and social risks this poses for society, and have called on the regime to tackle it with legal and cultural reforms.[3] According to one sociologist, arranging marriages for children, especially girls, is common among poor and uneducated urban families that seek a way out of dire financial straits; he adds that the girls themselves are severely damaged both physically and psychologically.

Regime spokesmen have denied the extent of the phenomenon, and have also shrugged off the matter, saying that child marriage is legal and that preventing it is against Islamic law.

The following are facts, figures, and main arguments in the debate on child marriage in Iran. Lies den Rest dieses Beitrags

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