Archiv für den Tag 15. Juni 2013

Rohani far ahead in Iran’s presidential election so far

Candidate Hassan Rohani is in the lead with a wide margin in the Iranian presidential election, according to the results so far.

Iran’s Interior Ministry says according to the latest vote tally, out of 23,014,873 votes counted so far in the country’s 11th presidential election, reformist candidate Hassan Rohani has secured 11,754,013 votes.

On Friday, millions of Iranian voters headed for polling stations to cast their ballots and choose the country’s 11th president as well as their representatives in the city and village councils. Nearly 50.5 million Iranians, including more than 1.6 million first-time voters, were eligible to vote in the June 14 elections.

Breaking News Headlines: Reformist Rowhani Surprises With Lead in Iran Election

Reformist Rowhani surprises with lead in Iran election
Analysts say that Hasan Rowhani, the man poised to take the Iranian presidency, is a moderate-conservative known for his negotiating skill over the country’s nuclear weapons program and a reformist some hardliners in Iran previously saw as too liberal and conciliatory. Analysts predicts he might bring hope to the country’s liberal classes, but won’t wield any real power, especially on the nuclear issue.

Reise ist die Sehnsucht nach dem Leben – Iran

Iran 1 – von Van nach Ardabil

So, nachdem claudi und ich also uns im Schoppen für den Iran-dresscode versucht haben, ging es mit unseren neu erworbenen langen weiten Sachen und den Kopftuch-Schals in den Nachtzug von Van nach Tabriz!
Wir hatten Glück und kamen in ein Frauenabteil mit zwei ganz süßen Iranerinnen.
Als erstes ging es dann raus zur Ausreise aus der Türkei…noch trug ca die Hälfte der Frauen kein Kopftuch. Wir erspähen eine kleine Reisegruppe von ca fünf Touristen. Pause. Zug fährt. Zwei Männer werfen einen kurzen blick auf unser gepäck (einer sieht aus wie ein hippie :D). Dann wurden die Pässe eingesammelt. Pause. Zug fährt (etwas mulmiges Gefühl ohne Pass…). Viiiel später (inklusive Albträume einkassierter Pässe): Pässe zurück. Kurz danach: claudi und ich werden rausgeholt zur Polizei (oookay). Alles gut, nur Fingerabdrücke ( ergebnis: blaue Finger für den Rest des Tages). Zug fährt, 2 Stunden schlafen. Ankommen in Tabriz um 10.30 Uhr.
Wir schaffen es Geld zu tauschen (Kreditkarten sind hier ja für uns nichts wert) und stellen dabei fest dass entweder die Inflation enorm gestiegen ist oder der Typ sich total verrechnet hat! Ersteres bestätigt sich später….in unserem Reiseführer vom Herbst 2012 steht noch 1€=14000 rial und jetzt ist 1€=43000 rial!!! Dadurch wird es auch für uns eine SEHR günstige Woche 🙂

WDR5| Sanktionen und Wirtschaftsmisere

Morgenecho-Serie: Wahlen im Iran – Wer kommt nach Ahmadinedschad?

Selten war die Islamische Republik so isoliert wie heute. Wirtschaftlich geht es dem Iran aufgrund harter Sanktionen und eklatanter Managementfehler zunehmend schlecht. Der 56-jährige Mahmoud Ahmadinedschad hat als Präsident die Geschicke Irans gelenkt. Atomprogramm, Holocaustleugnung, umstrittene Wiederwahl – wie kein iranischer Präsident vor ihm hat Ahmadinedschad nach außen und innen polarisiert.

Von Reinhard Baumgarten

Bild: Die internationalen Sanktionen zeigen im Land deutliche Wirkung. Überall steigen die Preise drastisch; Rechte: picture alliance / dpa
Steigende Preise durch Sanktionen

Die internationalen Sanktionen, der EU-Ölboykott und die Einschränkung des Geld­ver­kehrs tun weh, sagt der Politikwissenschaftler Prof. Sadegh Z. von der Uni Te­he­ran. „Ich fürchte, was auch immer die Intensionen gewesen sein mögen: die Menschen im Iran leiden, nicht das islamische Regime. Die Menschen haben keine Medizin, sie müssen das Zwei- und Dreifache dessen zahlen, was Deutsche, Ame­ri­kaner oder Afghanen zahlen. Und das ist wegen der Sanktionen“, so der Politikwissenschaftler.

„Wir haben nur noch Arme und Reiche“

Irans Ölexporte sind auf den niedrigsten Stand seit 1986 gefallen – das Land führt nur noch rund eine Million Fass pro Tag aus. Die Deviseneinnahmen des Landes sind um die Hälfte zu­rück­gegangen. Die Wirtschaft steckt IWF-Daten zufolge in einer Rezes­sion. Der Händler Ali im Bazar von Teheran spürt die Folgen am eigenen Leib. „Die Geschäfte laufen sehr mies“, sagt Ali. Der Bazar befinde sich im Dämmerzustand. „Wir können nicht gut absetzen, die Leute kaufen einfach nicht.“ Lies den Rest dieses Beitrags

Wer ist dieser Ḥasan Rūḥānī? – Hintergrund

Ḥasan Rūḥānī, auch als Hassan Rohani oder Hassan Rouhani transliteriert, persisch ‏حسن روحانی‎, ‎(* 13. November 1948 in Sorkheh, Provinz Semnan)[1] ist ein iranischer Politiker und ein schiitischer Mudjtahid mit dem religiösen Titel Hodschatoleslam.

1960 begann er seine Ausbildung in der traditionellen islamischen Schule in Ghom (Hawza); 1969 wurde in der Teheraner Universität aufgenommen und schloss 1972 sein Studium der Rechtswissenschaften ab. Er folgte seinem Interesse für moderne Wissenschaften, setzte sein Studium im Westen fort und schloss sein Masterstudium, gefolgt vom Doktorats-Studium (PhD), in Rechtswissenschaft auf der Glasgow Caledonian University ab.

Politischer Weg

Von 1989 bis 2005 war Rūḥānī Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats. Seit 1991 ist er Mitglied des Schlichtungsrats und seit 1992 Leiter des Zentrums für strategische Forschungen. 1998 wurde er in den Expertenrat gewählt, ebenso bei der Wahl 2006 bei der er im Bezirk Teheran den 7. Platz erreichte. Rūḥānī war stellvertretender Parlamentspräsident in der 4. und 5. Legislaturperiode des iranischen Parlaments (Majlis). 2003 wurde Rūḥānī unter Präsident Chatami zum Chefunterhändler der Gespräche zwischen der EU-3(Großbritannien, Frankreich, Deutschland) und dem Iran bezüglich dessen Atomprogramm ernannt. Unter seiner Verhandlungsleitung konnte ein Stopp der Urananreicherung erzielt werden. Am 18. August 2005 wurde er seines Postens enthoben und vom neuen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad durch Ali Laridschani ersetzt. Politisch gilt er Rafsandschānī nahestehend.

Präsidentschaftswahlen 2013

Am 11. April 2013 hat Ḥasan Rūḥānī seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen in Juni 2013 bekannt gegeben. Er betonte, er wolle eine Bürgerrechts-Charta einführen, die Wirtschaft wiederaufbauen und die Zusammenarbeit mit der Weltgemeinschaft verbessern. Rūḥānī werden wegen seinen gemäßigten Ansichten und seinen engen Verbindungen zu Irans führenden Geistlichen, gute Chancen bei den Präsidentschaftswahlen in Juni 2013 angerechnet. Im Sinne einer konstruktiven Interaktion mit der Weltgemeinschaft, bevorzuge er Verhandlungen als den besten Ausweg bei dem Streit um das iranische Atomprogramm. „Besonnenheit und Hoffnung“ sei das Motto der Regierung, die er bilden wolle.

 

Rūḥānī, Ḥasan: Khāṭirāt-i Ḥujjat al-Islām va al-Muslimīn Duktur Ḥasan Rūḥānī: Inqilāb-i Islāmī (1341-1357), Tihrān: Markaz-i Asnād-i Inqilāb-i Islāmī, 2009, ISBN 978-964-419-036-0

Links

  1.  Press TV Hassan Rohani (abgerufen am 14. Juni 2013)

Quelle: AFP /BBC/ DPA/ AP

 

SRF| Iran-Wahl: Reformer Ruhani klar in Führung

Die Präsidentenwahl im Iran könnte womöglich schon im ersten Durchgang einen klaren Sieger finden: Der von Moderaten und Reformern unterstützte Kleriker Hassan Ruhani liegt nach Auszählung der in zehn Prozent aller Wahlbüros abgegebenen Stimmen weit in Führung und nahe der absoluten Mehrheit.

RuhaniBild in Lightbox öffnen.Bildlegende:Könnte die Wahl bereits im ersten Durchgang für sich entschieden haben: Kandidat Ruhani, hier bei der Stimmabgabe in… REUTERS

Auf Ruhani rund 49,87 Prozent der bis zum Samstagmorgen ausgezählten 2,92 gültigen Millionen Stimmen, wie das Innenministerium mitteilte. Lies den Rest dieses Beitrags

WESER Kurier| Deutsch-Iranische Enthüllungen

Von Eric Leimann

Deutschland ist seit langem der wichtigste westliche Handelspartner des politisch geächteten Iran. Auch jenseits des legalen Handels florieren die deutsch-persischen Geschäfte – wie diese investigative Dokumentation beweist.

© HR
Peter Gerhardt spricht mit deutschen Unternehmen über ihre Irangeschäfte.

Gute Geschäftsbeziehungen überdauern auch politische Krisen – so könnte ein positives Fazit aus Peter Gerhardts und Ahmet Senyurts Dokumentation lauten. Wenn es allerdings um Verstöße gegen das Iran-Embargo bezüglich Nukleartechnik geht, bleibt vom positiven Fazit wenig übrig. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner des Iran in der westlichen Welt. 2012 haben deutsche Firmen Waren im Wert von 2,5 Milliarden Euro an den Mullah-Staat geliefert. Und dies sei nur der legale Handel, wie es in einer internen Broschüre der vom Bundeswirtschaftsministerium finanzierten deutsch-iranischen Handelskammer in Teheran frech heißt. Tatsächlich verkaufen deutsche Firmen auch verbotene Waren in den Iran – in der Regel über Drittstaaten. Der Film „Gefährliche Geschäfte“ zeichnet diese Wege nach und entlarvt eine gefährliche Doppelmoral bei deutschen Politikern und Unternehmern. Lies den Rest dieses Beitrags

SRF| «Manuscripts don’t burn»: Mord und Folter im Gottesstaat Iran

Regisseur Mohammad Rasoulof hat in Cannes einen Film gezeigt, der im Iran aufgrund der Zensur nie ins Kino kommen wird: Er handelt von der Verfolgung regimekritischer Schriftsteller in den 90ern. Aktuell wählt Iran einen neuen Präsidenten – vier Jahre nach den blutigen Protesten von 2009.

Mann läuft durch dunklen KorridorBild in Lightbox öffnen.Bildlegende:Regisseur Rasoulof schildert die Überwachungsmechanismen einer Diktatur; Szene aus dem Film «Manuscripts don’t burn». OUTNOW.CH

«Manuscripts don’t burn – Dast-Neveshtehaa Nemisoosand» ist einer jener Filme, bei denen man sich fragt, wie sie überhaupt entstehen konnten. Wie ist es möglich, die Droh-, Mord- und Überwachungsmechanismen einer Diktatur dermassen klar und offen zu schildern, wie es Mohammad Rasoulof hier tut? Lies den Rest dieses Beitrags

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