Archiv für den Tag 11. Oktober 2013

Iran: Angehörige der Bahai-Religion leben in einem Klima der Angst

Für die Bahai hat sich unter  dem neuen iranischen Präsidenten Hassan Rohani wenig  geändert.  (Bild: picture alliance / dpa / Brendan Mcdermid / Pool)Für die Bahai hat sich unter dem neuen iranischen Präsidenten Hassan Rohani wenig geändert. (Bild: picture alliance / dpa / Brendan Mcdermid / Pool)

Angehörige der Bahai-Religion leben in einem Klima der Angst

Mitglieder der iranischen religiösen Minderheit werden immer wieder verhaftet (Beitrag hören)

Von Frank Aheimer

Seit vielen Jahren geht man im Iran von offizieller staatlicher Seite gegen die Angehörigen der Bahai vor, die größte religiöse Minderheit im Iran. Auch nach der Wahl des neuen Präsidenten Rohani sehen die Bahai noch keine Anzeichen für eine Veränderung ihrer bedrohlichen Situation.

Am 24. August wurde der in der südiranischen Stadt Bandar Abbas bekannte Bahai Ataollah Rezwani in seinem Auto durch einen Schuss in den Hinterkopf ermordet aufgefunden. Sein Sohn Kourosh erklärte kurz nach dem Mord in einem Interview gegenüber dem persischen Onlinedienst „Rouz“:

„Mein Vater war ein ganz besonderer Mensch. Er tat nichts als anderen zu dienen. Er hatte weder Probleme noch Feinde“.

Ataollah Rezwani war der bekannteste Bahai in der Stadt. Er war sehr beliebt und einer der fähigsten Experten auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung. Mehrfach verlor er auf Druck der Regierung seine Arbeit. Sein Vetter Navid Aghdasi berichtet davon, dass auf Rezwani bereits seit Längerem erheblicher Druck seitens staatlicher Stellen ausgeübt und er bedroht wurde.
Diane Alai, Sprecherin der Internationalen Bahai-Gemeinde bei den Vereinten Nationen in Genf, sieht die Ermordung von Ataollah Rezwani als unmittelbare Folge einer staatlichen Kampagne.  Lies den Rest dieses Beitrags

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