Archiv für den Tag 5. November 2013

Tom Koenigs: Iranischer Menschenrechtsverteidiger Abdolfattah Soltani im Hungerstreik

„Ich bin tief besorgt um die Gesundheit von Abdolfattah Soltani, der sich angesichts der Haftbedingungen im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran zum Hungerstreik gezwungen sieht. Als Menschenrechtsverteidiger leistet Soltani einen unschätzbaren Beitrag für Menschenrechte im Iran. Dafür erhielt er 2009 den Nürnberger Menschenrechtspreis, 2012 wurde er wegen seines Engagements zu 13 Jahren Haft verurteilt.

Die gesamte iranische Regierung, allen voran Justizminister Mostafa Pour-Mohammadi, muss endlich für menschenwürdige Haftbedingungen in den Iranischen Gefängnissen sorgen – für alle Gefangenen. Ein Staat, der stolz darauf ist, dass er die Würde des Menschen hoch hält und den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte unterzeichnet und ratifiziert hat, darf so nicht mit seinen Bürgern umgehen! Dies ist nicht nur eine internationale Verpflichtung, sondern eine Frage der Menschlichkeit.“

 

Berlin| „Shahriar Mandanipur: Eine iranische Liebesgeschichte zensieren“, 26.11.13 (Di), 20.15 Uhr

Der Literarische Abend
Shahriar Mandanipur: Eine iranische Liebesgeschichte zensieren
BOELL-STIFTUNG lädt ein.
Datum: Dienstag, 26. November 2013, 20.15 Uhr
Ort: Deutsches Theater, Schumannstraße 13A, 10117 Berlin

Karten für 6 €, erm. 4 €. (Schüler/innen, Student/inn/en, Transferempfänger/innen) an der Abendkasse oder im Vorverkauf
beim Deutschen Theater erhältlich
Mit:
Shahriar Mandanipur, Autor, zu Gast bei den Schriftstellerinnen
Hilal Sezgin und Veronika Peters
Sprache: Englisch/Deutsch
Eine Kooperation mit: Deutsches Theater, Stadtgarten Köln, TAZ
Shahriar Mandanipur, 1957 in Schiraz geboren, ist in Deutschland noch nicht der bekannteste, aber er ist für uns der bedeutendste
Vertreter der iranischen Gegenwartsliteratur. Auch in Iran selbst haben seine Erzählungen trotz ihrer literarischen Komplexität eine
enorm große Leserschaft – die allerdings darunter leidet, dass viele seiner Bücher von der Zensur verboten wurden. Mit „Eine
iranische Liebesgeschichte zensieren“  liegt nun endlich auch ein großer Roman von Mandanipur auf Deutsch vor – und die Kritiker
sind durchweg verzückt.  „Dieser brillante Roman“, schrieb etwa die NZZ, „ist eine mit bitterer Lust und scharfem Geist erledigte
Demontage des von religiöser Engstirnigkeit, Korruption und Perspektivlosigkeit verkrüppelten heutigen Iran – und gleichzeitig
eine mit allen Mitteln der Erzähl- und Beschwörungskunst betriebene Restitution der Kultur, die dieses Land bis heute trägt
und hält.“
Shahriar Mandanipur lehrte 2012 als Gastprofessor an der Brown University in den USA. 2013 ist er Fellow am Berliner
Wissenschaftskolleg.
Hinweis:
Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen dieser Veranstaltung Foto-/Ton- und Filmaufnahmen von TV-Sendern sowie für
öffentliche und nicht-öffentliche Zwecke gemacht werden können.
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