Neue OZ| Iranische Studenten müssen in ihr Heimatland zurück – Zu wenig Grundsicherung für die Promotion

Wegen finanzieller Probleme müssen viele Studenten ihre Promotion abbrechen.. Foto: colourbox.deWegen finanzieller Probleme müssen viele Studenten ihre Promotion abbrechen.. Foto: colourbox.de

Osnabrück. Die beiden iranischen Masterabsolventen Hamid Asiayee und Maryam Hosseini mussten Anfang diesen Jahres aufgrund finanzieller Probleme in ihr Heimatland zurück. Das Paar kam als Doktorandenanwärter für den Fachbereich englische Sprach- und Literaturwissenschaft an die Universität Osnabrück. Trotz Hilfe durch Professoren fanden die Studenten nicht genug finanzielle Unterstützung.

„Wir beide sind Masterabsolventen von führenden Universitäten im Iran“, sagt Hamid Asiayee. Nach Deutschland wollten sie, um sich weiteres Wissen anzueignen und Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Für einen zweiten Masterabschluss in Cognitive Science und eine Promotion sparten die Iraner schon in ihrem Heimatland Geld an. Wegen des schlechten Wechselkurses verringerten sich jedoch ihre Ersparnisse erheblich, und die Absolventen stießen bald auf Probleme. „Bei der Deutschen Bank konnten wir als Iraner kein Konto eröffnen“, erzählt Hamid Asiayee. Ein Konto war für die beiden allerdings notwendig, da sie die Studiengebühren aufgrund eines Zahlungsverkehrsverbots zwischen dem Iran und Deutschland nicht überweisen konnten. Erst nach einer Woche gelang es, ein Konto bei der Sparkasse zu eröffnen.

Bewerbungen erfolglos

Maryam bekam eine Doktorandenstelle am Institut für Anglistik. Hamid promovierte übergreifend in Englischer Literatur- und Sprachwissenschaft sowie in Cognitive Science. Das iranische Paar erhoffte sich, so größere Chancen auf finanzielle Unterstützung zu bekommen. Doch Anfragen, zum Beispiel bei der Caritas und der Diakonie, blieben erfolglos. Um Geld zu verdienen, bewarben sich Maryam und Hamid um Teilzeitjobs. Obwohl Qualifikationen vorlagen, blieben Bewerbungen ohne Erfolg. Zum Beispiel arbeitete Hamid zuvor als Dolmetscher, Englischdozent an iranischen Universitäten und Koordinator des internationalen Universitätsprogramms im Iran. „Ich bin sicher, dass die Ansprechpartner der Universität ihr Bestes versucht haben, aber wir bekamen keinen Job.“ Der Verein Sozialfonds fürOsnabrücker Studierende förderte die Iraner mit einmalig 400 Euro pro Person. „Der Verein ,SOS‘ fördert Studenten, die unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten sind“, sagt Karoline Bachteler, Beraterin für internationale Studenten der Universität Osnabrück.

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Veröffentlicht am 24. März 2014 in Gesetze, Medien, Meinungen, Politik, Wirtschaft und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Neue OZ| Iranische Studenten müssen in ihr Heimatland zurück – Zu wenig Grundsicherung für die Promotion.

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