Iran| Buntes Leben abseits der Moscheen

Zwischen Minaretten und Palästen zeigt sich der Orient von seiner freundlichen, aber nie aufdringlichen Seite.

Ein Kugelschreiber im Teeglas, das kann Farid nicht einfach so hinnehmen. Also verlässt er seine bequeme Lümmelecke hinten in dem bescheidenen Teehaus in Isfahan und nimmt sich des ahnungslosen Touristen an, der sich da gerade mit dem Schreibwerkzeug als Löffelersatz zu helfen versucht. Ein Lächeln, ein fast schüchternes Hilfsangebot und schon bekomme ich einen Schnellkurs im iranisch Teetrinken. Also, Zuckerwürfel zwischen die Zähne und den Tee mit Geduld und Gefühl da durchrinnen lassen, ganz ohne Kugelschreiber.

 

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Foto: KURIER/Claudius Rajchl

Man kann im Teehaus sitzen oder in einem der knallbunten Fast-Food-Restaurants, die bei jungen Iranern derzeit groß in Mode sind: Ins Plaudern kommt man überall. Das Interesse an den Gästen aus dem Westen ist groß. Und es sind gerade junge gebildete Leute, die das Gespräch suchen. Aufdringlich, wie man es als leidvoll geprüfter Orientreisender aus anderen islamischen Ländern kennt, ist man hier nie. Zu stolz ist man, und auch zu höflich, um sich dem Gast aufzudrängen.

Gute Preise

 

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Foto: Konrad Kramar

Selbst auf den Basars kann man in Ruhe die Ware begutachten, ohne gleich irgendeinen Ramsch für Touristen aufgedrängt zu bekommen, auch weil es davon nicht allzu viele gibt. Von Teppichen bis Metallarbeiten reicht dagegen die Palette orientalischen Kunsthandwerks – zu Preisen, die dank der schwächelnden Landswährung Rial wirklich günstig sind.

Natürlich stehen für jeden Iranreisenden zuerst einmal die großen Sehenswürdigkeiten auf der Agenda: Persepolis, die antike Kaiserstadt, die einem auf atemberaubende Weise die Größe und Macht des alten Weltreichs der Perser vor Augen führt. Oder etwa der Imam-Platz in Isfahan, schon aufgrund seiner Größe einzigartig. Moscheen, wie die Freitagsmoschee in Isfahan, in der die Stile eines ganzen Jahrtausends persischer Kultur ihre Spuren hinterlassen haben.

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Veröffentlicht am 25. März 2014 in Empfehlungen, Gesetze, Küche, Kultur, Medien, Meinungen und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Iran| Buntes Leben abseits der Moscheen.

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