Basler Zeitung| Der Feind meines Feindes

Von Simone Schmid.

Unter Verschwörungstheoretikern und Rechtsaussen-Politikern steht der Iran hoch im Kurs.

Fernsehauftritt im Iran: Schlüer (3.v.l.), Reimann, Baettig und Nidegger. Foto: PD.

Fernsehauftritt im Iran: Schlüer (3.v.l.), Reimann, Baettig und Nidegger. Foto: PD.

Das Appenzeller Hackbrett ist dem persischen Instrument Santur nachgebaut. Der Pfirsich wurde früher Persischer Apfel genannt. Und der einstige iranische Premierminister Mohammad Mossadegh war Schweizer Bürger: Mit diesen Fakten wirbt der «Freundeskreis Schweiz – Iran» auf seiner Website für die Völkerverständigung. Man wolle die Schweizer dazu bringen, die «persischen Freunde» als «wertvolle Verbündete» zu betrachten. Der Verein pflegt Beziehungen zu mehreren SVP-Vertretern. 2012 zum Beispiel organisierte er zusammen mit Anian Liebran, dem heutigen Präsidenten der Jungen SVP Schweiz, einen Informationsanlass über den Iran im Bahnhof Luzern. Bereits damals tat der ehemalige SVP-Nationalrat Dominique Baettig seine Sympathie für die Islamische Republik kund und fand, dass die Schweiz von den «spirituellen Werten» des Iran lernen könne.

Antisemitischer Reiseleiter

In diesem Jahr bietet der «Freundeskreis Schweiz – Iran» fünf Reisen in den Iran an. Interessant ist dabei die Reiseleitung: Laut eigenen Angaben führt der Verschwörungstheoretiker Manfred Petritsch die Reisegruppen an. Petritsch ist durch seinen Blog «Schall und Rauch» berühmt-berüchtigt, er gibt dort regelmässig antisemitische Statements von sich.

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Veröffentlicht am 25. April 2014 in 2014, Gesetze, Human Rights, Iran after Election 2013, Medien, Politik, Veranstaltungen und mit , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Basler Zeitung| Der Feind meines Feindes.

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