Kurier| Junge Iraner träumen vom Westen

 

Junge Ärztinnen bei einem Ausflug in Isfahan – das Leben nach westlichem Stil, das sich viele Junge im Iran erträumen, findet hinter verschlossenen Türen statt.

Junge Ärztinnen bei einem Ausflug in Isfahan – das Leben nach westlichem Stil, das sich viele Junge im Iran erträumen, findet hinter verschlossenen Türen statt. – Foto: kramar
Die Jugend träumt vom Westen und von einem Ende des Einflusses, den der Staat auf ihr Leben hat.

Nein, über seinen Präsidenten will Farrouk eigentlich nicht reden, auch wenn dieser Hassan Rohani den Reporter aus dem Westen anscheinend am meisten interessiert. Der Elektronikstudent will die seltene Gelegenheit lieber dafür nützen, um endlich zu erfahren, was er persönlich am dringendsten von dort – aus dem Westen eben – wissen möchte: „Glaubt Ihr eigentlich wirklich, dass wir im Iran alle Terroristen sind?“

Fragen wie diese beschäftigen viele junge Iraner. Das Internet – oft sind es Websites von Exiliranern in den USA – liefert ihnen ja das Bild, das man dort von ihrem Land zeichnet, nach Hause: Vom autoritären Mullah-Regime, seinem Atomprogramm und seinem internationalen Netzwerk. Sich selbst, ihr Leben, und vor allem das Leben, das sie gerne leben würden, finden sie darin nicht wieder.

Thema Auswandern

Nicht umsonst ist gerade unter den gut Ausgebildeten Auswandern das große Thema. Am liebsten dorthin, wo es reichlich von all dem gibt, um das sie täglich kämpfen müssen: Die Chance auf einen Job, bei dem man endlich seine Ausbildung einsetzen kann, freien Zugang zum Internet und zu sozialen Medien, oder ganz einfach westlichen Lebensstil. Denn den kann man sich in ihrem Heimatland nur irgendwie zusammenbasteln.

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Veröffentlicht am 26. April 2014 in 2014, Empfehlungen, Gesetze, Human Rights, Kultur, Medien, Meinungen, Musik, Politik, Wirtschaft und mit , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Kurier| Junge Iraner träumen vom Westen.

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