Archiv für den Tag 4. September 2014

Europa: Ungleiche Verteilung der Asylsuchenden

Zahlreiche europäische Staaten haben im ersten Halbjahr 2014 so viele Asylanträge registriert wie im gleichen Zeitraum seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Damit setzt sich der Trend steigender Asylantragszahlen der vergangenen sechs Jahre fort. Eine Analyse der Asylstatistiken des Vorjahres zeigt die ungleiche Verteilung von Asylanträgen und -bewilligungen auf die einzelnen Staaten Europas.

Advertisements

EU Blue Card: Erfolge und Potenziale

Am 30. Juni 2014 befanden sich insgesamt 17.157 Drittstaatsangehörige mit einer Blue Card in Deutschland und damit 8.278 Personen mehr als noch ein Jahr zuvor. Nur 40 % der Blue-Card-Inhaber kamen direkt aus dem Ausland nach Deutschland, 60 % befanden sich bereits im Land und nutzen die Blue-Card-Regelung für einen Wechsel des Aufenthaltsstatus.

Frankreich: Reform des Asyl- und Ausländerrechts

Die sozialistische Regierung Frankreichs unter Premierminister Manuel Valls (PS) hat Ende Juli eine Reform des Ausländer- und Asylrechts beschlossen. Unter anderem soll die Einwanderung von Fachkräften künftig erleichtert und die Erteilung einer mehrjährigen Aufenthaltserlaubnis für alle Ausländer vereinfacht werden.

Spiegel| Netzstreit in Iran: „Dieses Internet verdirbt unsere Jugend“

Von

Iranerinnen im Internetcafé: Twittern nur mit Proxy-ServerZur Großansicht

Getty Images

Iranerinnen im Internetcafé: Twittern nur mit Proxy-Server

Die Iraner sollen schneller surfen, so will es Präsident Rohani mit seiner Internet-Offensive. Die Konservativen sind empört. Sie fürchten eine verdorbene Jugend – und oppositionellen Widerstand aus den sozialen Netzwerken.

Teheran – Mal eben mit dem Handy ein Foto machen und es rasch twittern – hierzulande für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit. Bald soll das auch für Millionen in Iran möglich sein. Präsident Hassan Rohanihat in der vergangenen Woche entschieden, den Zugang zum schnellen, mobilen Internet massiv auszuweiten.

 

Bisher durfte nur ein einziger Anbieter 3G-Verbindungen anbieten. Nun haben auch die beiden wichtigsten Mobilfunkunternehmen 3G- und sogar 4G-Lizenzen erhalten.

Auch zu Hause dürfen die Iraner schneller surfen: Rohanis Regierung hat den Internetanbietern erlaubt, die Datentransfer-Geschwindigkeit auf 10 Megabits pro Sekunde zu erhöhen. Neben der Zensur war bisher die Drosselung der Geschwindigkeit ein Weg der Hardliner, den Einfluss des Internets zu beschränken.

Für den Präsidenten ist es ein großer Erfolg im Richtungsstreit mit den Konservativen. Rohani will den Menschen im Iran mehr Eigenverantwortung zugestehen. Die Hardliner dagegen glauben, nur durch strenge Überwachung die öffentliche Sittsamkeit garantieren zu können. Sie untergraben Rohanis Bemühungen, wo sie nur können.

Das iranische Parlament hatte über den Internetausbau schon Rohanis Kommunikationsminister einbestellt und verlangt, die Netzgeschwindigkeit wieder zu drosseln. Die Religiösen mahnen: Die Verbreitung von „schmutzigen Bildern und Videos“ über das Internet könnte die jungen Menschen verderben.

Vollständiger Artikel

%d Bloggern gefällt das: