Verstoß gegen Sanktionen: Iran auf atomarer Einkaufstour in Deutschland

Von J. C. Bockenheimer, S. Gennies, C. Böhme, H. Monath

Das iranische Atomkraftwerk Buschehr, aufgenommen 2010.Bild vergrößern
Das iranische Atomkraftwerk Buschehr, aufgenommen 2010. – FOTO: DPA

Zollfahnder registrieren weiterhin illegale Geschäfte – das belastet die internationalen Verhandlungen über das Nuklearprogramm.

Obwohl derzeit mit Hochdruck über ein Ende des Atomstreits mit dem Iran verhandelt wird, versucht Teheran offenbar immer noch, die Kontrollen zu umgehen. Nach Erkenntnissen des Zollkriminalamts (ZKA) deckte sich der Iran auch in den vergangenen Monaten mit Komponenten für sein Atomprogramm auf dem deutschen Markt ein. „Wir beobachten weiterhin strafbare proliferationsrelevante Beschaffungsaktivitäten“, sagte ZKA-Präsident Norbert Drude dem Tagesspiegel. Strohmänner und Tarnfirmen sollen in Dutzenden Fällen versucht haben, sanktionsbelegte Wirtschaftsgüter illegal aus Deutschland in den Iran zu schleusen – in einigen Fällen mit Erfolg.

Das Regime in Teheran ist für die Zollfahnder dabei ein alter Bekannter, wenn es um Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz geht. Von den insgesamt 264 Ermittlungsverfahren, die 2013 und 2012 von den Zollfahndern eingeleitet wurden, hätten „mehr als zwei Drittel“ den Iran betroffen, sagt Drude. „Die Anzahl der Ermittlungsverfahren für das laufende Jahr dürfte sich in ähnlicher Größenordnung der beiden Vorjahre bewegen, insofern konstatieren wir hieraus ein gleichbleibend hohes Geschäftsinteresse.“

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Veröffentlicht am 16. November 2014 in 5+1 Gruppe, Atomprogramm, Deutschland, Iran und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Verstoß gegen Sanktionen: Iran auf atomarer Einkaufstour in Deutschland.

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