RN| Das führte eine Flüchtlingsfamilie vom Iran nach Schwerte

SCHWERTE Vom Iran über Italien nach Schwerte: Shahrokh Sakhaei ist Musiker und Christ – deshalb musste er mit seiner Familie aus seiner Heimat fliehen und lebt jetzt in Schwerte. Im Video-Interview erzählt der 28-Jährige seine Geschichte.

Fühlen sich wohl in Schwerte: Shahrokh Sakhaei und Farideh Solizadeh mit ihrem Sohn Stefan. Foto: Manuela Schwerte
Weil der Musiker Shahrok Sakhaei auf einer Hochzeit mit seiner Band spielte, zerstörte die Polizei alle Instrumente, verhafteten den 28-Jährigen und misshandelten ihn schwer. In der der Öffentlichkeit zu musizieren und zu tanzen, ist im Iran verboten und wird bestraft.

In den Augen der Regierung ist es jedoch viel schlimmer, vom Islam zum Christentum zu konvertieren. Da sich Sakhaei und seine Frau Farideh Solizadeh zum christlichen Glauben bekennen, müssen sie Schlimmstes befürchten. Denn das bedeutet Apostasie, Abfall vom Islam. Darauf steht die Todesstrafe.

Über Italien nach Deutschland

Aus Angst entschlossen sie sich, den Iran zu verlassen und kamen schließlich über Italien nach Deutschland. Nach einigen Tagen in der Erstaufnahmeeinrichtung in Hacheney kamen sie nach Schwerte und leben seitdem mit ihrem knapp einjährigen Sohn Stefan in einem kleinen Zimmer in einer Flüchtlingseinrichtung.

Gerne engagieren sich die beiden in der katholischen Christopherus-Gemeinde in Schwerte. Bisher verfügen sie allerdings lediglich über eine Aufenthaltserlaubnis für die Dauer des Asylverfahrens. Seit 14 Monaten warten sie auf das Interview beim Bundesamt für Migration. Erst danach wird über die Zukunft der Familie entschieden.

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Veröffentlicht am 20. November 2014 in Asyl, Asylrecht, Deutschland und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für RN| Das führte eine Flüchtlingsfamilie vom Iran nach Schwerte.

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