Mitelbayerische| 1000 Kilometer durch den Iran geradelt

Trotz der unsicheren Lage im Nahen Osten reisten fünf Radler aus Lupburg in den Iran. Sie trafen auf viel Gastfreundschaft.

Bild weiterImmer wieder mussten die deutschen Radler anhalten, um ein Erinnerungsfoto mit einem Einheimischen zu machen.  Fotos: Stiegler

Immer wieder mussten die deutschen Radler anhalten, um ein Erinnerungsfoto mit einem Einheimischen zu machen. Fotos: Stiegler

VON LUDWIG WALTER

LUPBURG „Der Iran, eine Oase des Friedens und des Wohlstandes im Pulverfass Naher Osten“: So überschreibt Alois Stiegler seine Erfahrungen einer Radtour durch das ehemalige Persien, die er und einige Freunde unternommen haben.

„Spinnt’s ihr?“, lautete die erste Reaktion auf das Ziel, dass sich Alois Stiegler und seine Radsportfreunde für ihre Auslandstour vorgenommen hatten. Zugegeben, der Entschluss fiel nicht leicht und zwei der ursprünglichen Mitradler machten aufgrund der Ereignisse im Nahen Osten einen Rückzieher. Letztendlich war mit ausschlaggebend, dass der Flug von München nach Teheran und zurück den läppischen Preis von 184 Euro kostete.

Das Abenteuer begann aber schon vor der Abreise. Denn die beantragten Visa trafen erst einen Tag vor dem Abflug ein. Doch dann ging es endlich los. Um 2 Uhr nachts landeten Alois Stiegler, Josef Krotter, Hans Meier, Robert Seitz und Erich Vogl in Teheran.

Bis zum Sonnenaufgang waren die mitgebrachten Fahrräder zusammengebaut und unter den Blicken zahlreicher Schaulustiger radelten die Oberpfälzer bei 25 Grad Wärme los zu ihrer 1000 Kilometer langen Tour. Der Straßenverkehr in und um Teheran, einer 14-Millionen-Metropole, ist unbeschreiblich dicht und eigentlich für das Radfahren nicht geeignet. Hinzu kam noch, dass Wochenende war und dann alle Teheraner das gleiche Ziel haben – nämlich über das Elbrus-Gebirge hinunter an das Kaspische Meer.

Doch schon am Beginn der Passstraße wurden die Radler von der Polizei gestoppt. Am Freitag ist der Pass für Radfahrer gesperrt, weil dieser Tag im Iran als Sonntag gilt und der individuelle Autoverkehr das Maß aller Dinge ist und keinerlei Verkehrsvorschriften unterliegt. Auf „Befehl“ der freundlichen Polizisten nahm ein Fahrer eines offenen Viehtransporters die Radler mit. Entlang eines Gebirgsbaches und durch unzählige Tunnels ging es hinauf auf den Pass in 2600 Meter Höhe.

weiterlesen

Veröffentlicht am 27. November 2014 in Iran, Radtour, Tourismus und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Mitelbayerische| 1000 Kilometer durch den Iran geradelt.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: