Deutschland| Termine ab 1.Dezember 2014

1.Dezember

Pressekonferenz in Berlin: Forscher und Städtetags-Präsident analysieren Debatte um „Armutsmigration“

Mehrere Studien zeigen: Negative Stereotype über Sinti und Roma sind weit verbreitet. Für sein Buch „Nirgendwo erwünscht“ hat der Schweizer Experte Max Matter öffentliche Debatten zu „Armutsmigration“ und Roma kritisch unter die Lupe genommen. Bei der Vorstellung um 10.30 Uhr im Haus der Bundespressekonferenz werden auch der Präsident des Deutschen Städtetags Ulrich Maly und der Migrationsforscher Klaus J. Bade Stellung beziehen. Veranstalter: Rat für Migration.

1.Dezember

Pressebriefing in Berlin: Vorstellung des „OECD-Migrationsausblicks 2014“

Was sind aktuelle Entwicklungen bei der Migration nach Deutschland? Die „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ (OECD) stellt bei einem Pressebriefing den „Migrationsausblick 2014“ mit besonderem Fokus auf Deutschland vor. Termin: 11.30 Uhr, Schumannstr. 10, 10117 Berlin. Weitere Informationen auf Nachfrage per E-Mail.

1.Dezember

1. Integrationsgipfel der aktuellen Bundesregierung mit Schwerpunkt Ausbildung

Von 2006 bis 2012 lud die Bundesregierung zum sogenannten Integrationsgipfel ein, um allgemeine Fragen und Herausforderungen im Einwanderungsland Deutschland mit Migrantenvertretern zu diskutieren. Ergebnis war 2012 der „Nationale Aktionsplan Integration“. Die Große Koalition hat beschlossen, den Integrationsgipfel weiterzuführen und diesmal mit thematischen Schwerpunkten zu arbeiten. Thema des diesjährigen Gipfels, der ab 12.30 Uhr tagt, ist die Ausbildungssituation von Jugendlichen aus Einwandererfamilien. Zahlen und Fakten zum Thema finden Sie in unserer neuen Rubrik „Ausbildung„.

1.Dezember

Pressekonferenz in Mainz: Ergebnisse des Modellprojekts „Vielfalt in der Polizei“

Laut einer Recherche des MEDIENDIENSTES sind Menschen mit Migrationshintergrund bei der Polizei deutlich unterrepräsentiert. Um das zu ändern, haben das „Institut zur Förderung von Bildung und Integration“, das Polizeipräsidium Mainz und das Integrationsministerium Rheinland-Pfalz vor zwei Jahren das Projekt „Vielfalt in der Polizei“ ins Leben gerufen. Ihre Ergebnisse stellen sie am Montag um 12 Uhr auf einer Pressekonferenz vor.

2. DEZEMBER

Europäischer Gerichtshof: Urteil zu Homosexualität als Anerkennungsgrund für Asyl

Vor einem Jahr hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden: Homosexuelle Flüchtlinge, denen in ihrem Herkunftsland aufgrund ihrer sexuellen Orientierung eine Haftstrafe droht, haben in der EU ein Recht auf Asyl. Unklar ist bislang, auf welche Mittel die Staaten zurückgreifen dürfen, um die Glaubwürdigkeit der Antragsteller zu überprüfen. Am Dienstag wird der EuGH hierzu sein Urteil verkünden.

2. DEZEMBER

Pressegespräch von ProAsyl in Berlin: Über anstehende Entscheidungen in Sachen Flüchtlingspolitik

In den kommenden Wochen werden sowohl die EU-Innenminister als auch die Innenminister von Bund und Ländern zusammentreffen, um über die Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen zu beraten. Pro Asyl lädt am Dienstag zu einemPressegespräch ein, um über die anstehenden Entscheidungen zu informieren. Zeitgleich wird Bundesinnenminister Thomas de Maizière den EU-Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft, Dimitris Avramopoulos, zu einem Gespräch in Berlin empfangen.

3. DEZEMBER

Präsentation von Studie zu Bevölkerungseinstellungen gegenüber Muslimen in Berlin

Was versteht die Bevölkerung unter „Deutschsein“ und was denkt sie in diesem Zusammenhang über Muslime? Das „Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung“ der Hu-Berlin hat für die repräsentative Studie „Deutschland postmigrantisch“ über 8.000 Menschen in ganz Deutschland zu ihrem Verständnis von nationaler Identität befragt. Am Mittwoch stellt das Team um die Soziologin Naika Foroutan seine Ergebnisse auf einer Pressekonferenz vor. Als Gast wird auch Staatsministerin Aydan Özoğuz erwartet.

3. DEZEMBER

Diskussion in Berlin: Wie kann der Radikalisierung von Jugendlichen vorgebeugt werden?

Wie kommt es dazu, dass sich junge Menschen radikalen Gruppen wie Hooligans oder gewaltbereiten Islamisten anschließen? Was können Politik und Zivilgesellschaft tun, um Radikalisierungsprozesse frühzeitig zu erkennen und Betroffene zu schützen? Mit diesen und weiteren Fragen setzen sich Experten am Mittwoch auf einer Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung auseinander.

4. UND 8. DEZEMBER

Veranstaltungen in Dortmund und Berlin: Unterbringung und Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen

Wie können Flüchtlinge angemessen untergebracht werden? Mit dieser Frage setzen sich in dieser Woche zwei Veranstaltungen auseinander: Auf einer Tagung des „Bundesverbands für Wohnen und Stadtentwicklung“ in Dortmund diskutieren Experten am Donnerstag über verschiedene Unterbringungskonzepte in Nordrhein-Westfalen. Am Montag darauf lädt das „Deutsche Institut für Menschenrechte“ zu einer Veranstaltung in Berlin ein, die neben der Unterbringung auch das Thema Gesundheitsversorgung aufgreifen wird.

5. DEZEMBER

Mediendienst-Expertengespräch: Bevölkerungseinstellungen gegenüber Minderheiten

2014 wurden ungewöhnlich viele Studien vorgelegt, die die Einstellungen der Bevölkerung gegenüber Minderheiten wie Muslime, Roma, Asylbewerber, usw. repräsentativ untersucht haben. Dabei fällt auf, dass nahezu identische Fragen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen können. Warum ist das so und welche Ergebnisse haben die Wissenschaftler überrascht? Der MEDIENDIENST lädt Journalisten am Freitag um 10 Uhr in Berlin zu einem Gespräch mit den Autoren der Studien ein, um darüber zu diskutieren. Weitere Informationen

5. DEZEMBER

Oberlandesgericht Frankfurt: Erstes Urteil zu Syrien-Rückkehrer

Mitte September begann vor dem Oberlandesgericht Frankfurt der erste Prozess gegen einen Deutschen, der sich der Terror-Organisation „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien angeschlossen haben soll. Am Freitag um 10 Uhr will das Gericht sein Urteil verkünden. Adresse: Zeil 42, 60313 Frankfurt am Main. Weitere Informationen auf Nachfrage per E-Mail.

6. DEZEMBER

Veranstaltung in Berlin: Wie können Medien diskriminierungsfrei über Muslime berichten?

Im Oktober veröffentlichte das Focus-Magazin eine Titelgeschichte über den Islam unter dem Titel: „Ein Glaube zum Fürchten“. Debatten über den Islam und Muslime sind immer wieder durch Stereotype und Vorurteile geprägt. Im Rahmen ihres Projekts „Wenn Bilder meine Sprache wären“ hat die „Türkische Gemeinde in Deutschland“ (TGD) mit Jugendlichen, Journalisten und Wissenschaftlern Alternativen für einen diskriminierungsfreien Sprachgebrauch erarbeitet. Ihre Ergebnisse stellt sie am Samstag auf der Abschlussveranstaltung des Projekts in Berlin vor. Unter anderem wird auch ein Journalist vom Focus-Team dabei sein.

Veröffentlicht am 1. Dezember 2014 in Deutschland, Integration, Migration und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Deutschland| Termine ab 1.Dezember 2014.

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