Archiv für den Tag 4. Dezember 2014

StN| „Das Geld für Sprachkurse reicht nicht“

Stuttgart – Herr Becker, warum sollten wir Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt bringen, solange es hierzulande noch 2,7 Millionen Arbeitslose gibt?
Becker: In Regionen wie Baden-Württemberg oder Bayern haben wir heute schon Fachkräfteengpässe. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung müssen wir zusehen, woher künftig unsere Arbeitskräfte kommen. Dabei verfolgen wir eine Doppelstrategie. Einerseits versuchen wir sämtliches Potenzial in Deutschland zu aktivieren und in den Arbeitsmarkt zu bringen. Das allein wird aber nicht reichen. Der zweite Teil der Doppelstrategie ist daher die ­Zuwanderung. Dazu gehört, Flüchtlinge so schnell wie möglich fit für den deutschen Arbeitsmarkt zu machen.
Darum haben Sie 2013 das Projekt „Early Intervention – Jeder Mensch hat Potenzial“ gestartet mit dem Ziel, Flüchtlinge während der Wartefrist für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Wie viele der Menschen aus dem Projekt haben bereits einen Job gefunden?
Becker: Seit 2013 haben 400 Flüchtlinge das Programm durchlaufen. Rund 15 von ihnen haben einen Job gefunden.
Rauch: In Baden-Württemberg führen wir das Projekt in Freiburg durch. Von insgesamt 70 Flüchtlingen sind inzwischen sechs Menschen in Arbeit.
Ist das Ergebnis für Sie enttäuschend?
Becker: Nein. Das Programm ist ja erst angelaufen, und bis die Teilnehmer einen Job aufnehmen dürfen, dauert es bei vielen noch eine Zeit. Hinzu kommt, dass es uns in dem Pilotprojekt hauptsächlich darum ging, erste Erfahrungen zu sammeln, um das Programm längerfristig ausbauen zu können. Neben Deutschkursen umfasst unser Programm ein Anerkennungsverfahren, bei dem wir die berufliche Bildung der Flüchtlinge unter die Lupe nehmen und sie nachqualifizieren. Ein Erfolg ist auch, dass die Asylbewerber durch unser Programm einen strukturierten Tagesablauf bekommen. Sie arbeiten 30 Stunden in der Woche – zunächst im Sprachkurs, später in der Berufsqualifizierung.

Afghanistan Hilfe| Projekte – Hilfe zur Selbsthilfe der Schweizer Afghanistan Hilfe /Empfehlung

Vreni Frauenfelder, die Gründerin der Afghanistanhilfe Schaffhausen, besuchte Afghanistan erstmals im Jahr 1975. Sie war von der Gastfreundschaft und der Grosszügigkeit der Afghaninnen und Afghanen so sehr beeindruckt, dass sie das Land und ihre Menschen seither nicht mehr losgelassen haben. Selbst der Einmarsch der sowjetischen Armee Ende 1979 liess sie nicht davon abhalten, das Land in ihren Ferien immer wieder zu bereisen.

Mitte der achtziger Jahre traf Vreni Frauenfelder die afghanische Ärztin Sima Samar in einem Flüchtlingslager in Quetta (Pakistan). Zwischen den beiden Frauen entstand eine tiefe Freundschaft, welche bis heute anhält. Sima Samar setzte sich für die vielen afghanischen Flüchtlinge ein, welche durch den Krieg nach Pakistan geflohen sind. Vreni Frauenfelder entschloss sich Sima Samar zu unterstützen und reist seither mindestens einmal jährlich nach Afghanistan, um der notleidenden Bevölkerung zu helfen.

1988 gründete Vreni Frauenfelder mit vier Mitstreiterinnen und Mitstreitern die Afghanistanhilfe. In enger Zusammenarbeit mit der Shuhada Organization von Sima Samar realisiert die Afghanistanhilfe seither zahlreiche Hilfsprojekte in den Bereichen Infrastruktur, Bildung, Gesundheit und Nothilfe. Durch Spendengelder aus der Schweiz wurden und werden in verschiedenen Provinzen Afghanistans Kliniken, Schul-, Waisen- und Frauenhäuser gebaut und betrieben. Abgelegene Dörfer konnten mit sauberem Trinkwasser erschlossen und die notleidende Bevölkerung mit Lebensmittelverteilungen unterstützt werden. Auch die Verteilung von Tieren (insbesondere Schafe) zur Selbsthilfe an arme Bauern ist eines von vielen Hilfsprojekten der Afghanistanhilfe, welche gezielt und nachhaltig das Leben der armen Bevölkerung verbessert.

Nebst unserer Partnerorganisation Shuhada, welche insbesondere unsere zahlreichen Projekte in Zentralafghanistan (Hazarajat) betreut, betreibt die Afghanistanhilfe auch Hilfsprojekte in den paschtunischen Stammesgebieten im Süden des Landes mit der Aryub Development and Welfare Group (ADWG). In enger Zusammenarbeit mit diesen beiden Projektpartnern realisiert und betreibt die Afghanistanhilfe ihre Hilfsprojekte mit einem Jahresbudget zwischen Fr. 600’000.- und Fr. 800’000.-.

Verein

Die Afghanistanhilfe Schaffhausen wurde als Verein am 28. April 1988 von Vreni Frauenfelder und vier weiteren Mitstreiterinnen und Mitstreiter gegründet. Alle Mitglieder der Afghanistanhilfe engagieren sich ausschliesslich ehrenamtlich – daher in unbezahlter Arbeit – für die Projekte. Die Afghanistanhilfe verfolgt ausschliesslich gemeinnützige Zwecke. Dadurch können Zuwendungen und Spenden für die Afghanistanhilfe von der Steuer in Abzug gebracht werden. Die Afghanistanhilfe wird durch einen achtköpfigen Vorstand geführt und von zwei Revisoren und etlichen Supporterinnen und Supporter unterstützt.

Kontakt

Ehrenpräsidentin

Vreni Frauenfelder
Rosenbergstrasse 51
8212 Neuhausen am Rheinfall

Telefon+41 52 672 23 85
Fax+41 52 672 23 85

Präsident

Michael Kunz
Munotstrasse 23
8200 Schaffhausen

Telefon+41 76 338 56 57

Bank-Details

Postfinance (Schweiz)

Konto-Nr.82-2787-6
IBANCH64 0900 0000 8200 2787 6
BICPOFICHBEXXX
BLZ9000

Volksbank Hochrhein (Deutschland)

Konto-Nr.18168 02
IBANDE98 6849 2200 0001 8168 02
BICGENODE61WT1
BLZ684 922 00

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Afghanistan says 760,000 refugees risk deportation from Iran

A group of Afghan migrant workers enter Afghan territory after leaving Iran at the Islam Qala border in Herat province November 5, 2012.   REUTERS/Mohammad Shoib

A group of Afghan migrant workers enter Afghan territory after leaving Iran at the Islam Qala border in Herat province November 5, 2012.

CREDIT: REUTERS/MOHAMMAD SHOIB

Afghanistan will send a delegation to Iran to ask the government to extend temporary visas to allow 760,000 Afghan refugees who have no documents and risk deportation to stay on for at least a year, an Afghan government spokesman said on Wednesday.

There are almost 1 million registered Afghan refugees in Iran, according to the United Nations, most of whom arrived before 2001 when U.S.-led troops toppled the hard-line Taliban Islamist regime.

But those who arrived afterwards are required to have their permits assessed on an individual basis, making it harder for them to obtain the paperwork needed to be officially registered, according to the United Nation’s refugee agency.

„The delegation will request the Iranian government to extend the visas for at least one more year,“ said the Afghan chief executive’s deputy spokesman, Javid Faisal.

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