Afghanistan Hilfe| Projekte – Hilfe zur Selbsthilfe der Schweizer Afghanistan Hilfe /Empfehlung

Vreni Frauenfelder, die Gründerin der Afghanistanhilfe Schaffhausen, besuchte Afghanistan erstmals im Jahr 1975. Sie war von der Gastfreundschaft und der Grosszügigkeit der Afghaninnen und Afghanen so sehr beeindruckt, dass sie das Land und ihre Menschen seither nicht mehr losgelassen haben. Selbst der Einmarsch der sowjetischen Armee Ende 1979 liess sie nicht davon abhalten, das Land in ihren Ferien immer wieder zu bereisen.

Mitte der achtziger Jahre traf Vreni Frauenfelder die afghanische Ärztin Sima Samar in einem Flüchtlingslager in Quetta (Pakistan). Zwischen den beiden Frauen entstand eine tiefe Freundschaft, welche bis heute anhält. Sima Samar setzte sich für die vielen afghanischen Flüchtlinge ein, welche durch den Krieg nach Pakistan geflohen sind. Vreni Frauenfelder entschloss sich Sima Samar zu unterstützen und reist seither mindestens einmal jährlich nach Afghanistan, um der notleidenden Bevölkerung zu helfen.

1988 gründete Vreni Frauenfelder mit vier Mitstreiterinnen und Mitstreitern die Afghanistanhilfe. In enger Zusammenarbeit mit der Shuhada Organization von Sima Samar realisiert die Afghanistanhilfe seither zahlreiche Hilfsprojekte in den Bereichen Infrastruktur, Bildung, Gesundheit und Nothilfe. Durch Spendengelder aus der Schweiz wurden und werden in verschiedenen Provinzen Afghanistans Kliniken, Schul-, Waisen- und Frauenhäuser gebaut und betrieben. Abgelegene Dörfer konnten mit sauberem Trinkwasser erschlossen und die notleidende Bevölkerung mit Lebensmittelverteilungen unterstützt werden. Auch die Verteilung von Tieren (insbesondere Schafe) zur Selbsthilfe an arme Bauern ist eines von vielen Hilfsprojekten der Afghanistanhilfe, welche gezielt und nachhaltig das Leben der armen Bevölkerung verbessert.

Nebst unserer Partnerorganisation Shuhada, welche insbesondere unsere zahlreichen Projekte in Zentralafghanistan (Hazarajat) betreut, betreibt die Afghanistanhilfe auch Hilfsprojekte in den paschtunischen Stammesgebieten im Süden des Landes mit der Aryub Development and Welfare Group (ADWG). In enger Zusammenarbeit mit diesen beiden Projektpartnern realisiert und betreibt die Afghanistanhilfe ihre Hilfsprojekte mit einem Jahresbudget zwischen Fr. 600’000.- und Fr. 800’000.-.

Verein

Die Afghanistanhilfe Schaffhausen wurde als Verein am 28. April 1988 von Vreni Frauenfelder und vier weiteren Mitstreiterinnen und Mitstreiter gegründet. Alle Mitglieder der Afghanistanhilfe engagieren sich ausschliesslich ehrenamtlich – daher in unbezahlter Arbeit – für die Projekte. Die Afghanistanhilfe verfolgt ausschliesslich gemeinnützige Zwecke. Dadurch können Zuwendungen und Spenden für die Afghanistanhilfe von der Steuer in Abzug gebracht werden. Die Afghanistanhilfe wird durch einen achtköpfigen Vorstand geführt und von zwei Revisoren und etlichen Supporterinnen und Supporter unterstützt.

Kontakt

Ehrenpräsidentin

Vreni Frauenfelder
Rosenbergstrasse 51
8212 Neuhausen am Rheinfall

Telefon+41 52 672 23 85
Fax+41 52 672 23 85

Präsident

Michael Kunz
Munotstrasse 23
8200 Schaffhausen

Telefon+41 76 338 56 57

Bank-Details

Postfinance (Schweiz)

Konto-Nr.82-2787-6
IBANCH64 0900 0000 8200 2787 6
BICPOFICHBEXXX
BLZ9000

Volksbank Hochrhein (Deutschland)

Konto-Nr.18168 02
IBANDE98 6849 2200 0001 8168 02
BICGENODE61WT1
BLZ684 922 00

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Clean Water (Khanjar & Khulinkash / Bamyan)

Die beiden Orte Khanjar und Khulinkash liegen abgelegen in der Nähe von Bamyan-Center im Baba-Gebirge. Sie sind nebst ihrer Lage insbesondere in den Wintermonaten durch den starken Schneefall von der Umwelt abgeschnitten und auf sich alleine gestellt. Die Bewohnerinnen und Bewohner beider Orte müssen dadurch einen weiten Weg auf sich nehmen, um an sauberes Trinkwasser für sich und ihre Tiere zu gelangen. Die Statistik der behandelten Krankheiten aus der nächstgelegenen Klinik zeigt eine hohe Anzahl Erkrankungen aufgrund des verschmutzten Wassers in diesen beiden Dörfern auf.

Die Shuhada hat in Zusammenarbeit mit den Dorfältesten von Khanjar und Khulinkash ein Projekt ausgearbeitet, um die sechs Dörfer in diesen beiden Ortschaften mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Hierfür wurde eine Quelle angezapft und das Quellwasser durch ein 3.3 Km langes Pipeline-Netz in die Dörfer geführt. In den Dörfern wurden total 22 Brunnen gebaut, damit die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner sauberes Trinkwasser für sich und ihre Tiere beziehen können. Beim Projektbesuch im Frühjahr 2013 wurde das Wasserprojekt mit den Projektverantwortlichen der Shuhada Organization besichtigt. Hierbei wurde auch das Gespräch mit den Dorfbewohnern gesucht, welche sich bei den AHS-Vertretern für die Finanzierung des Projekts bedankten. Die Kosten des Wasserprojekts von rund USD 63’500 wurden vollumfänglich von der Jubiläumsstiftung der Georg Fischer AG übernommen.

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Ghorab Health Sub Center & Livestock (Ghorab / Bamyan)

Im Jahr 2012 haben AHS-Vertreter zusammen mit Mitarbeitern der Shuhada Organization das Dorf Ghorab (Provinz Bamyan) besucht. Noch nie war eine Hilfsorganisation in diesem Tal unweit der Provinzhauptstadt Bamyan tätig. Auch die Regierung kümmert sich nicht um die Dörfer rund um Ghorab, so dass die Menschen ausser einer kleinen Schule (erste bis dritte Klasse) nichts besitzen und auf sich alleine gestellt sind. Die Einwohner von Ghorab und den umliegenden Dörfern leben von der Landwirtschaft und der Viehzucht.

Die Armut in diesen Dörfern hat selbst die AHS-Vertreter und die Shuhada-Mitarbeiter überrascht und bestürzt. Aufgrund der mangelnden Gesundheitsversorgung kommt es besonders bei Geburten immer wieder zu Todesfällen. In den Wintermonaten sind Ghorab und die umliegenden Dörfer aufgrund des starken Schneefalls von der Umwelt und daher von einer Gesundheitsversorgung abgeschnitten. Im Gespräch mit den Dorfältesten wurde die dringende Bitte geäussert, in Ghorab eine Gesundheitseinrichtung einzurichten, um für die Einwohner von Ghorab und den umliegenden Dörfern eine Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Die Klinik könnte in 15 Dörfern, welche in drei Tälern gelegen sind, rund 628 Familien versorgen. Aufgrund der dringenden Notwendigkeit dieses Vorhabens und um weitere Todesfälle zu verhindern wurde zusammen mit dem Projektpartner entschieden, sich in einem bestehenden Gebäude einzumieten und ein sog. Health Sub Center einzurichten. Das Gebäude wurde von den Dorfbewohnern zur Verfügung gestellt. Die Klinik besitzt einen Behandlungs- und Geburtenraum und bietet die dringend benötigte Hilfe allen Bewohnern von Ghorab und den umliegenden Dörfern an. Die jährlichen Betriebskosten der Klinik von rund USD 16’500 werden von der AHS übernommen. Die Einrichtung der Klinik wurde von der Stiftung Nord-Süd finanziert. Nebst der Einrichtung der Gesundheitseinrichtung wurden den ärmsten Bauernfamilien 60 Schafe und über 100 Hühner verteilt. Die beschenkten Bauernfamilien waren sehr dankbar, als sie beim Projektbesuch im Frühjahr 2013 die versprochenen Tiere bekommen haben. Die Familien profitieren durch die Gewinnung von Eiern, Milch, Käse, Fleisch und Wolle. Die Frauen und Männer werden durch einen Lehrer im Umgang mit den Tieren unterrichtet und lernen zugleich lesen und schreiben. Drei Jahre lang müssen die beschenkten Familien jährlich ein Jungtier einer anderen hilfsbedürftigen Familie abtreten. Dadurch wird nachhaltig das ganze Dorf mit Schafen versorgt und die Frauen und Männer entsprechend geschult. Zusätzlich zum Jungtier wird ein Kilogramm Wolle eingefordert, welche zu Teppichen verarbeitet wird. Durch den Erlös der verkauften Teppiche werden Schulen mit Stühlen und Bänken ausgestattet. Das Projekt kostete rund USD 13‘000 und wurde vollumfänglich von der Parawega Stiftung finanziert.

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Shuhada Province Hospital (Jaghori / Ghazni)

1988 wurde mit dem Bau des Spitals in Jaghori unter der Leitung der Shuhada und mit Hilfe von Norwegen begonnen. Geplant war, dass das Spital in zwei Jahren fertig gestellt ist. Durch mehrfache Zerstörung des Baus und Plünderung des Materials durch die Taliban wurde das Spital aber erst 1994 fertig gestellt.

Das Spital umfasst mehr als 50 Krankenbetten und beschäftig 46 Mitarbeiter. Jährlich werden im Spital über 37’000 Patienten behandelt, rund 3’000 Schutzimpfungen, über 1’300 Geburten und rund 700 Operationen durchgeführt. Die Gesundheitseinrichtung ist das modernste und am besten ausgerüstete Spital im zentralen Hochland von Afghanistan. Das Shuhada Hospital besitzt Operations-Einrichtungen, ein Laboratorium und bietet präventive und therapeutische Interventionen für Mütter mit ihren Kindern an (Schutzimpfungen und Familienplanung). Die AHS unterstützte das Spital bisher mit jährlich rund USD 60’000. Da das afghanische Gesundheitsministerium seine finanzielle Unterstützung für das Spital zurückzog und das Spital schliessen wollte, hat sich die AHS im Juni 2011 bereit erklärt, für die jährlichen Betriebskosten von über USD 230’000 aufzukommen. Damit können die gute Gesundheitsversorgung für die Menschen in den verschiedenen Hazara-Provinzen und die Arbeitsplätze im Shuhada Hospital erhalten sowie das Inventar sichergestellt werden. Die Vertreterinnen und Vertreter der AHS konnten sich bei ihrem Besuch des Spitals im Frühjahr 2013 erneut ein Bild von der guten Qualität der Gesundheitseinrichtung machen. Sie alle waren sehr beeindruckt, wie professionell und mit wie viel Einsatz sich das medizinische Personal mit ihren zum Teil dürftigen Hilfsmitteln um die Patienten sorgen. Die AHS-Vertreter überbrachten der Spitalleitung medizinisches Material, welches vom Kantonsspital Schaffhausen gespendet wurde. Die Ärzte freuten sich sehr über dieses wertvolle Geschenk aus der Schweiz. Die AHS-Vertreter konnten während ihres Besuchs im Spital einer Operation beiwohnen, bei welcher bereits die neuen Operationszangen aus Schaffhausen zum Einsatz kamen. Die AHS ist durch ihre Besuche im Spital in Jaghori von dessen Notwendigkeit überzeugt und hofft auch im nächsten Jahr genügend Spendengelder sammeln zu können, damit der Betrieb des Spitals sichergestellt werden kann.

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Kamety Basic Health Center & Clean Water (Kamety / Bamyan)

Die Gesundheitsklinik in Kamety in der Provinz Bamyan wurde von der AHS mit der Unterstützung unserer Partnerorganisation Shuhada im Jahr 2010 gebaut und mit entsprechendem Inventar und den benötigten Medikamenten ausgerüstet. Der Bau der Klinik kostete rund USD 75’000. Das Gebäude beinhaltet einen Behandlungsraum, einen Raum für Geburten, einen Raum zur Aufbewahrung von Medikamenten, einen Warteraum, eine Toilette und ein Zimmer für die Klinikwachen. Dem Arzt und seiner Frau, die als Hebamme in der Klinik tätig ist, stehen ein kleines Wohnzimmer und eine Küche in der Klinik zur Verfügung.

Der Bau der Klinik wurde nötig, da Kamety und die um-liegenden Dörfer in den Wintermonaten durch starken Schneefall von der Umwelt abgeschnitten sind und die Bewohnerinnen und Bewohner in der Region nicht in der Lage sind, das grössere Spital in der Provinzhauptstadt Bamyan zu besuchen. Die häufigsten Krankheiten betreffen die Atemwege (auch Tuberkulose) und den Verdauungstrakt. Oft müssen aber auch Verunfallte und kleinere Verletzungen versorgt werden. Seitdem die Klinik in Betrieb ist und insbesondere durch verschiedene Vorsorgemassnahmen und die gute Gesundheitserziehung konnten die Krankheitsfälle und die Sterblichkeitsrate von Neugeborenen erheblich gesenkt werden. Dies ist ein gutes Zeichen für die Qualität der angebotenen medizinischen Behandlungen. Die Klinik bietet unter anderem folgende Gesundheitsdienstleistungen an: Durchführung von Geburten, Schutzimpfungen, Routine-Behandlungen, Reproduktions-Untersuchungen, Familienplanungen und die Ausgabe von Medikamenten. Im Durchschnitt besuchen monatlich rund 250 Patientinnen und Patienten die Klinik in Kamety, darunter auch etliche Frauen und Kinder aus der Region. Die Anzahl der Patientinnen und Patienten hat zwar seit dem letztem Jahr etwas abgenommen, dies ist aber insbesondere auf die gute Gesundheitsversorgung und das realisierte Wasserprojekt in der Region zu erklären. Der Betrieb der Klinik kostet jährlich rund USD 14’500. Die Kosten werden vollumfänglich von der AHS getragen. Im Jahr 2012 ist ein Projekt für die Trinkwasserversorgung des Dorfes Kamety realisiert worden. Dies wurde notwendig, da viele Bewohnerinnen und Bewohner vom verschmutzten und mineralhaltigen Wasser aus dem Bergfluss krank werden. Die Afghanistanhilfe Schaffhausen hat daher entschieden, in Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation Shuhada Organization ein Projekt zu realisieren, um die Bewohnerinnen und Bewohner von Kamety mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Hierfür wird Quellwasser durch eine Filteranlage und Pipelines in einen Wassertank gepumpt, welcher in der Mitte des Dorfes installiert wird. Die Kosten für die Trinkwassererschliessung beliefen sich auf rund USD 8‘000. Beim Projektbesuch der Klinik im Frühjahr 2013 konnten sich die Vertreterinnen und Vertreter der AHS und der Shuhada von der guten Arbeit der Klinik erneut überzeugen. Im Gespräch mit dem Klinikarzt wurde der Wunsch geäussert, einen kleinen Anbau mit einem Schlafzimmer, einer Küche und einem Aufenthaltsraum zu erstellen, so dass den zum Teil von weither gereisten Patientinnen und Patienten eine Übernachtungsmöglichkeit angeboten werden kann. Insbesondere bei Geburten können so die Frauen über Nacht in einem geschützten und beheizten Raum im Klinikgelände bleiben. Durch diese Übernachtungsmöglichkeit kann den Bewohnern von Kamety und den umliegenden Dörfern eine 24-Stunden Behandlungsmöglichkeit geboten werden. Das Projekt wurde von der Shuhada ausgearbeitet und ist mit Realisierungskosten von rund USD 12’000 budgetiert worden. Die AHS versucht die entsprechende Finanzierung des Projekts sicherzustellen.

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Golistan Health Sub Center & Livestock (Golistan / Bamyan)

Die AHS betreibt seit 2011 in Golistan ein Health Sub Center (die kleinste Form einer Gesundheitseinrichtung in Afghanistan). Hierbei wurde eine kleine Klinik in einem bestehenden Gebäude eingerichtet und medizinisch geschultes Personal eingestellt. Die Einrichtung der Klinik wurde notwendig, weil viele Menschen – insbesondere Frauen und Kinder – durch Infektionserkrankungen und ganz allgemein durch die fehlende Gesundheitsversorgung in der Region erkrankt und verstorben sind. Die Klinik behandelt monatlich rund 220 Patientinnen und Patienten.

Von der Gesundheitseinrichtung profitieren nicht nur die rund 1’000 Einwohnerinnen und Einwohner von Golistan sondern auch die umliegenden Dörfer. Das medizinische Personal der Gesundheitseinrichtung leistet auch Präventionsarbeit, indem sie die Dorfbewohner für mehr Hygienebewusstsein sensibilisiert, um Infektionen und anderen Krankheiten vorzubeugen. Nebst den gesundheitsspezifischen Schulungen sind in Golistan Lese- und Schreibkurse durchgeführt worden, um die Alphabetisierung voranzutreiben. Zudem wurde den Bewohnern Wissen in den Themen Demokratie, Menschen- und Frauenrechte vermittelt. Die Kosten für die Einrichtung der Klinik betrugen rund USD 10’500. Der Betrieb der Gesundheitseinrichtung kostet die AHS jährlich rund USD 15’800. Im Herbst 2011 unterstützte die AHS zehn armen Familien in Golistan mit je vier Schafen (zwei Schafe und zwei Lämmer) zur Selbstversorgung (total 40 Schafe). Die Familien profitieren durch die Gewinnung von Milch, Käse, Fleisch und Wolle. Die Frauen und Männer werden durch einen Lehrer im Umgang mit den Tieren unterrichtet und lernen zugleich lesen und schreiben. Drei Jahre lang müssen die beschenkten Familien jährlich ein Jungtier einer anderen hilfsbedürftigen Familie abtreten. Dadurch wird nachhaltig das ganze Dorf mit Schafen zur Selbstversorgung versorgt und die Frauen und Männer entsprechend geschult. Zusätzlich zum Jungtier wird ein Kilogramm Wolle eingefordert, welches zu Teppichen verarbeitet wird. Durch den Erlös der verkauften Teppiche werden Schulen mit Stühlen und Bänken ausgestattet. Das Projekt kostete rund USD 14‘000 und wurde vollumfänglich von der Afghanistanhilfe Schaffhausen finanziert und von ihrer Partnerorganisation Shuhada Organization realisiert.

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Girls & Boys Orphanage in Kart-e Solh (Bamyan)

Das Waisenhaus in Kart-e Solh wurde im Jahr 2004 von unserer Partnerorganisation Shuhada mit der finanziellen Unterstützung der AHS gebaut. Aktuell leben rund 65 Waisenkinder in der Einrichtung. Viele Kinder haben ihre Eltern im Krieg verloren und mussten in ihrem jungen Leben bereits schreckliche Dinge erleben. Zudem leben im Waisenhaus auch Halbwaisen, welche ihre Mutter oder ihren Vater durch eine mangelhafte Gesundheitsversorgung verloren haben.

In der vorbildlichen Obhut ihrer Betreuerinnen und Betreuer kommen die Voll- und Halbwaisen zur Ruhe, können Freundschaften schliessen und finden Rat, wenn sie mit irgendwelchen Schwierigkeiten konfrontiert sind. Sobald die Kinder sieben Jahre alt sind, können sie die angrenzende Schule in Kart-e Solh besuchen, welche ebenfalls von der AHS betrieben wird. Zusätzlich zum normalen Schulunterricht werden die Kinder vom Lehr- und Betreuungspersonal in den Bereichen Sport, Theater, Anthropologie, Malen, Kochen, Strickarbeiten und Englisch unterrichtet. Sie haben zudem die Möglichkeit, Computerkurse zu besuchen. Einige Waisenkinder engagieren sich auch bei der lokalen Radiostation und lernen dort, eine Radiosendung zu moderieren. Für die Kosten von rund USD 70’000 für den Betrieb des Waisenhauses kommen die AHS und Frau Dr. Sima Samar auf. Die Kinder bleiben solange in der Obhut des Waisenhauses, bis sie die Universitätsreife erreicht haben. Danach sind die Jugendlichen in der Lage, auf eigenen Beinen zu stehen.

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Kart-e Solh Basic Health Center (Bamyan)

Die Kart-e Solh Basic Health Center in Bamyan wurde im Jahr 2005 mit der finanziellen Unterstützung der AHS in Zusam-menarbeit mit der Shuhada geplant und erstellt. Die Klinik behandelt monatlich rund 320 Patientinnen und Patienten aus drei umliegenden Dörfern. Nebst der ambulanten Behandlung besitzt die Klinik eine Geburtenabteilung und führt auch Familienberatungen durch. In diesen Programmen werden Frauen und Männer über Themen wie Sexualität (Verhütung, Vorsorge von Geschlechtskrankheiten, etc.) informiert und werdende Eltern im Umgang mit ihren Kindern unterstützt. Die jährlichen Betriebskosten der Klinik betragen rund USD 11’000.

Die Klinik steht unweit von Bamyan-Center in der Siedlung Kart-e Solh, welche im Jahr 2001 von der AHS erstellt worden ist. In den 80 Häusern leben Hazara-Familien, welche obdachlos geworden sind. Aufgrund der Zerstörung der berühmten Buddha-Statuen durch die Taliban mussten die Familien ihre Höhlen verlassen, welche um die Statuen angeordnet sind. Zusätzlich zu den 80 Häusern wurde von der AHS und der Shuhada Organization eine Schule, ein Waisenhaus und ein Frauen-Zentrum gebaut und das Dorf mit sauberem Trinkwasser erschlossen.

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Kart-e Solh Primary School (Bamyan)

Die Kart-e Solh School in Bamyan wurde im Jahr 2005 mit der finanziellen Unterstützung der AHS in Zusammenarbeit mit der Shuhada geplant und erstellt. Gegenwärtig werden in Kart-e Solh über 1’500 Mädchen und Knaben von der ersten bis zehnten Klasse in neun Schulzimmern unterrichtet. Die AHS beschäftigt in der Kart-e Solh School 41 Lehrerinnen und Lehrer. Die Schule besitzt ein kleines Chemie-Labor und eine Bibliothek, welche von den Schülerinnen und Schülern selbst verwaltet wird. Alle Schulzimmer wurden im vorletzten Jahr mit Tischen und Stühlen ausgestattet, so dass die Schulkinder nicht mehr auf dem Boden sitzen müssen.

Die Kart-e Solh School grenzt direkt an das Waisenhaus von Kart-e Solh an, welches ebenfalls von der AHS betrieben und finanziert wird. Viele der Waisenkinder haben so Zugang zur nahegelegenen Bildungseinrichtung. Für die jährlichen Betriebskosten von über USD 28’000 kommt vollumfänglich die AHS auf.

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Kart-e Solh Women Training Center (Bamyan)

Das Kart-e Solh Women Training Center wurde von der AHS in Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation Shuhada gebaut. Im Frauenhaus treffen sich Frauen aus der Region Bamyan, um Webarbeiten und Stickereien herzustellen und Alphabetisierungs-Kurse zu besuchen. Die Frauen werden in der Handarbeit unterrichtet, um Stickereien und Webereien anzufertigen, welche sie dann auf dem nahegelegenen Basar verkaufen können. Dadurch tragen die Frauen einen wichtigen finanziellen Teil zum Lebensunterhalt ihrer Familien bei.

Nebst dem finanziellen Aspekt ist das Women Training Center aber auch ein wichtiger Treffpunkt für die Frauen in Kart-e Solh, um Neuigkeiten auszutauschen und sich in verschiedenen Bereichen gegenseitig zu unterstützen.

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Sayad Abad High School (Bamyan)

Die Girls and Boys Sayad Abad High School in Bamyan-Center ist in den Jahren 2002/2003 mit der finanziellen Unterstützung der AHS erstellt worden. Die Schule ist ursprünglich mit 22 Schulzimmern für rund 1’000 Kinder gebaut worden. Gegenwärtig werden jedoch über 2’500 Schülerinnen und Schüler in der Sayad Abad High School unterrichtet.

Weil die Kapazität in den bestehenden Schulgebäuden für die steigende Zahl an Schülerinnen und Schülern nicht mehr ausreichte, baute die AHS im Jahr 2011 ein neues Schulgebäude mit sechs weiteren Schulzimmern. Ferner richtete die AHS eine Bibliothek und ein Laboratorium ein. Das Laboratorium wurde gewünscht, da viele Mädchen nach Abschluss der Sayad Abad High School Medizin studieren und sich deshalb bereits vorgängig in Chemie und Physik schulen möchten. Dadurch erhöht sich ihre Chance, an den Universitäten aufgenommen zu werden. Durch den Anbau des Schulgebäudes mussten aus hygienischen Gründen auch die Toilettenanlagen auf dem Schulgebäude totalsaniert werden. Im Vordergrund stand dabei die Umlegung des Toilettenabflusses, welcher sich im erweiterten Schulhof befand. Ausserdem wurden die Toilettenkabinen saniert und mit fliessendem Wasser erschlossen. Des Weiteren erfüllte die AHS den vielgehegten Wunsch der Schulleitung, die Schulgebäude mit einer neuen Ummauerung zu schützen. Die Sayad Abad High School wurde dem Bildungsministerium unterstellt, welche auch für die Betriebskosten der Schule aufkommt. Die AHS unterstützt zusammen mit der Shuhada Organization die Schule bei Ausbauten und Renovationen.

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Girls Orphanage in Sange-e-Masha (Jaghori / Ghazni)

Das Waisenhaus für Mädchen in der Provinz Ghazni (Distrikt Jaghori) beherbergt gegenwärtig 43 Waisenkinder. Die Mädchen besuchen ab dem siebten Altersjahr bis zur Universitätsreife eine nahegelegene Schule, welche von der AHS mitfinanziert wurde. Die Mädchen besuchen zusätzlich zum Schulunterricht zahlreiche Weiterbildungskurse direkt im Waisenhaus. Dadurch sind die jungen Frauen gut gerüstet, wenn sie das Waisenhaus verlassen und auf eigenen Beinen stehen müssen. Für die Betriebskosten des Mädchen-Waisenhauses von rund USD 53’500 kommt vollumfänglich die AHS auf.

Beim Besuch des Mädchen-Waisenhauses wurde die Bitte geäussert, die Wasserversorgung zu erneuern und zu erweitern. Durch die Installation eines Wassertanks können die sanitären Einrichtungen und die Küche mit sauberem Wasser erschlossen werden. Sauberes Wasser ist vielerorts noch immer eine Mangelware in Afghanistan. Durch verschmutztes Wasser werden immer wieder Menschen – ins-besondere Kinder – krank und müssen medizinisch behandelt werden. Durch die Erneuerung und Erweiterung der Wasserversorgung könnten die zu betreuenden Kinder mit sauberem Trinkwasser versorgt und so Krankheiten vorgebeugt werden. Zudem wünschten sich die Heimleiter eine Erhöhung der Mauer um das Waisenhaus und die Erneuerung des maroden Eingangstores. Dieses Bedürfnis entstand insbesondere durch den Bau eines Regierungsgebäudes direkt neben dem Waisenhaus. Da die Mauer zu wenig hoch ist fühlten sich die Mädchen von den Regierungsbeamten beobachtet und können dadurch nicht mehr frei ihren Freizeitaktivitäten nachgehen. Leider ist die Ausübung von verschiedenen Sportaktivitäten für Mädchen in Afghanistan noch immer nicht geduldet. Daher ist die Erhöhung der Ummauerung von Waisenhäusern und Schulen ein oft genannter Wunsch – insbesondere der Mädchen und Frauen. Durch die Erhöhung der Mauer und die Erneuerung des Eingangstores kann den Mädchen wieder eine unbeobachtete Umgebung geboten werden, in welcher sie unbekümmert ihren Freizeitaktivitäten nachgehen können. Das beschriebene Projekt wurde mit Kosten von rund USD 10‘000 budgetiert und Ende 2013 realisiert.

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Boys Orphanage in Sange-e-Masha (Jaghori / Ghazni)

Das Waisenhaus für Jungen in der Provinz Ghazni (Distrikt Jaghori) beherbergt gegenwärtig 60 Waisenkinder. Die Jungen besuchen ab dem siebten Altersjahr bis zur Universitätsreife eine nahegelegene Schule. Die Jungen besuchen zusätzlich zum Schulunterricht zahlreiche Weiterbildungskurse direkt im Waisenhaus. Dadurch sind die jungen Männer gut gerüstet, wenn sie das Waisenhaus verlassen und auf eigenen Beinen stehen müssen.

Neben dem Waisenhaus befindet sich ein grosses Fussballfeld, welches oft von den Waisenkindern für Sportaktivitäten benutzt wird. Für die Kosten von rund USD 65’500 für den Betrieb des Jungen-Waisenhauses in Jaghori kommt vollumfänglich die AHS auf.

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Lese- und Schreibkurse, Erlernen von Schneiderei-Kompetenzen und Hühnerzucht (Bamyan)

In Zusammenarbeit mit der Shuhada führte die AHS im Jahr 2012 im Women Training Center Lese- und Schreibkurse, die Vermittlung von Schneiderei-Kompetenzen und Kurse zur Hühnerzucht für rund 30 Frauen und Mädchen durch. Nach Abschluss des Kurses wurden an die Kursbesucherinnen je 15 Hühner abgegeben.

Die Kursteilnehmerinnen können durch die Haltung der Hühner Eier zum Eigengebrauch gewinnen und auf dem Basar in Bamyan verkaufen, um einen Teil ihres Lebensunterhaltes zu finanzieren. Die Frauen mussten für die erhaltenen Hühner ein geeignetes Gehege erstellen und sind für die Haltung der Tiere verantwortlich. Ein Tierarzt der Shuhada kontrollierte etliche Male die artgerechte Tierhaltung und stand den Frauen bei Fragen helfend zur Seite. Die Projektkosten von über USD 21’000 wurden vollumfänglich von der DEAR Foundationübernommen.

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Livestock (Sari Qul / Bamyan)

Im Herbst 2011 unterstützte die AHS 20 armen Familien in Sari Qul mit je 4 Schafen (2 Schafe und 2 Lämmer) zur Selbstversorgung (total 80 Schafe). Die Familien profitieren durch die Gewinnung von Milch, Käse, Fleisch und Wolle. Die Schafe werden vor der Übergabe von einem Tierarzt untersucht und die Frauen und Männer werden durch einen Lehrer im Umgang mit den Tieren unterrichtet. Gleichzeitig lernen sie lesen und schreiben.

Drei Jahre lang müssen die beschenkten Familien jährlich ein Jungtier einer anderen hilfsbedürftigen Familie abtreten. Dadurch wird nachhaltig das ganze Dorf durch Schafe zur Selbstversorgung unterstützt und die Frauen und Männer entsprechend geschult. Zusätzlich zum Jungtier wird ein Kilogramm Wolle eingefordert, welches zu Teppichen verarbeitet wird. Durch den Erlös der verkauften Teppiche werden Schulen mit Stühlen und Bänken unterstützt, welche keine entsprechende Infrastruktur verfügen. Das Projekt kostet rund USD 26‘800 und wird vollumfänglich von der Afghanistanhilfe Schaffhausen finanziert und von ihrer Partnerorganisation Shuhada Organization realisiert.

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Veterinary-Center (Bamyan)

Viele Menschen im zentralafghanischen Hochland und speziell jene in den abgelegenen Dörfern leben von der traditionellen Landwirtschaft und der Tierhaltung. So tragen in den Dörfern nebst der Bewirtschaftung der Ackerfelder auch die Haltung von Nutztieren wie Kühe, Schafe und Hühner zum Lebensunterhalt der ansässigen Bauern bei. Die Frauen und Männer produzieren aus der gewonnenen Milch Käse und Joghurt. Die Wolle und das Fleisch dienen der Selbstversorgung oder werden zum Verkauf auf dem Basar in den Städten angeboten.

In den abgelegenen Dörfern werden die Tiere auf traditionelle Art und Weise gehalten. Die Bauern sind im Umgang mit ihren Tieren auf sich alleine gestellt – ohne medizinische Unterstützung. Dadurch produzieren die Tiere nicht immer die gewünschte Menge an Eiern, Milch und Fleisch und sterben an Krankheiten oder aufgrund einer unsachgerechten Tierhaltung. Die AHS verteilte schon einige Male in Zusammenarbeit mit der Shuhada Schafe an arme Bauern-Familien. Die Familien profitieren durch die Gewinnung von Milch, Käse, Fleisch und Wolle. Die Frauen und Männer werden durch einen Lehrer im Umgang mit den Tieren unterrichtet und erlernen zugleich das Lesen und Schreiben. Drei Jahre lang müssen die beschenkten Familien jährlich ein Jungtier einer anderen hilfsbedürftigen Familie abtreten. Dadurch wird nachhaltig das ganze Dorf mit Schafen versorgt. Zusätzlich zum Jungtier wird ein Kilogramm Wolle eingefordert, welches zu Teppichen verarbeitet wird. Mit dem Erlös der verkauften Teppiche werden Schulen mit Stühlen und Bänken ausgestattet. Da nicht alle Bauern-Familien von diesem Programm profitieren können, hat sich die AHS dazu entschlossen, ein Veterinärzentrum in Bamyan aufzubauen, in welchem Bauern in der Tierhaltung professionell unterrichtet werden. Das Programm beinhaltet die Schulung im Bereich der Haltung und Pflege ihrer Tiere, um eine effiziente und professionelle Tierhaltung zu betreiben. Ausserdem werden die Bauern im Umgang mit medizinischen Hilfsmitteln unterrichtet, um Krankheiten ihrer Tiere vorzubeugen. Die Kosten für den Aufbau des Veterinärzentrums und dessen Betrieb für ein Jahr beliefen sich auf USD 20’000, welche durch Spendengelder der AHS finanziert werden konnten.

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Livestock & Literacy Course (Aqrabat / Bamyan)

Im 2010 unterstützte die AHS 30 armen Familien in Aqrabat mit je vier Schafen (zwei Schafe und zwei Lämmer) zur Selbstversorgung (total 120 Schafe). Die Familien profitieren durch die Gewinnung von Milch, Käse, Fleisch und Wolle. Die Frauen und Männer werden durch einen Lehrer im Umgang mit den Tieren unterrichtet und lernen zugleich lesen und schreiben.

Drei Jahre lang müssen die beschenkten Familien jährlich ein Jungtier einer anderen hilfsbedürftigen Familie abtreten. Dadurch wird nachhaltig das ganze Dorf mit Schafen zur Selbstversorgung versorgt und die Frauen und Männer entsprechend geschult. Zusätzlich zum Jungtier wird ein Kilogramm Wolle eingefordert, welches zu Teppichen verarbeitet wird. Durch den Erlös der verkauften Teppiche werden Schulen mit Stühlen und Bänken ausgestattet. Zusätzlich zum Tierbestand wurden die Bewohnerinnen und Bewohner von Aqrabat ein Jahr lang von einem Lehrer im Lesen und Schreiben unterrichtet. Nebst den Lese- und Schreibfähigkeiten sind den Kursbesucherinnen und Kursbesucher die Grundlagen der Menschen- und Frauenrechte vermittelt worden und wurden in Themen wie Hygiene und Familienplanung sensibilisiert. Das Projekt kostete rund USD 26‘000 und wurde vollumfänglich von der Afghanistanhilfe Schaffhausen finanziert und von ihrer Partnerorganisation Shuhada Organization realisiert.

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Kart-e Solh Village (Bamyan)

Vor der Zerstörung der berühmten Buddha-Statuen in Bamyan lebten vor ihrer Zerstörung viele Familien in Höhlen, die um die Buddha-Statuen angeordnet sind. Als die Taliban die Buddha-Statuen 2001 sprengen liessen, wurden die Bewohner der Höhlen obdachlos. Viele der Höhlen waren aufgrund der Einsturzgefahr nicht mehr bewohnbar. Die Flüchtlinge mussten auf einem angrenzenden Hügel in Zelten hausen und waren Wind und dem Wetter ausgeliefert. Zudem gab es kein Wasser im Flüchtlingslager, so dass die Bewohner die steilen Wege hinunter- und hochklettern mussten, um an  Wasser zu gelangen.

Die AHS entschied aufgrund der prekären Situation der Flüchtlinge in Zusammenarbeit mit der Shuhada Organization ein Dorf mit 80 Häusern zu bauen, um den Flüchtlings-Familien ein würdiges Zuhause zu schenken. Mit dem Bau der Häuser wurde im 2002 begonnen und im Folgejahr abgeschlossen. Das Dorf unweit von Bamyan-Center entfernt bekam den Namen „Kart-e Solh“ und beinhaltete nebst den 80 Häusern eine eigene Klinik, ein Frauenhaus, eine Schule und ein Waisenhaus. Diese Projekte wurden in den Folgejahren von der AHS finanziert und von der Shuhada umgesetzt. Zusätzlich wurden Brunnen gebaut, so dass die Dorfbewohner sauberes Trinkwasser direkt im Dorf beziehen konnten. All diese Projekte werden noch immer von der AHS finanziert und von der Shuhada betrieben. Einzige Voraussetzung für den Bezug der Häuser an die neuen Bewohner war, zwei Bäume im zugewiesenen Garten zu pflanzen und das Dorf sauber zu halten. Bis heute halten sich ihre Bewohner an diese beiden Regeln.

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Veröffentlicht am 4. Dezember 2014 in Afghanistan und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Afghanistan Hilfe| Projekte – Hilfe zur Selbsthilfe der Schweizer Afghanistan Hilfe /Empfehlung.

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