Deutschland| 22.075 Asy­lan­trä­ge im No­vem­ber 2014

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Im September 2014 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 19.043 Asylanträge gestellt, 38,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat September 2013.

Im November 2014 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 22.075 Asylanträge gestellt, 56,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat November 2013.

Entschieden hat das Bundesamt im November 2014 über die Anträge von 14.473 Personen. 4.503 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (31,1 Prozent aller Asylentscheidungen).

Zudem erhielten 122 Personen (0,8 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 183 Personen (1,3 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Die Zahlen im Einzelnen:

I. Aktueller Monat

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im November 2014 22.075 Personen Asyl beantragt, davon 18.748 als Erstanträge und 3.327 als Folgeanträge. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjah-resmonat um 7.928 Personen (56,0 Prozent) gestiegen und gegenüber dem Vormonat um 796 Personen (3,7 Prozent) gestiegen.

Hauptherkunftsländer im November 2014 waren:

Zum Vergleich: September

2014

Oktober 2014 November 2014
 1. Syrien 4.305 5.065 4.225
 2. Serbien 2.511 3.122 3.570
 3. Kosovo 616 1.196 1.622
 4. Eritrea 1.651 1.456 1.227
 5. Bosnien-Herzegowina 836 969 951
 6. Mazedonien 819 950 926
 7. Albanien 389 621 899
 8. Afghanistan 888 847 798
 9. Irak 698 720 798
10. Ukraine 348 574 605

Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern imNovember 2014:

Asylanträge Erstanträge Folgeanträge
Gesamt 22.075 18.748 3.327
davon:
Syrien 5.225 5.101 124
Serbien 3.570 2.080 1.490
Kosovo 1.622 1.306 316
Eritrea 1.227 1.224 3
Bosnien-Herzegowina 951 563 388
Mazedonien 926 599 327
Albanien 899 857 42
Afghanistan 798 764 34
Irak 798 643 155
Ukraine 605 598 7

Die Zahl der Asylerstanträge im November 2014 (18.748) stieg damit gegenüber dem Vorjahresmonat (12.130 Erstanträge) um 54,6 Prozent und gegenüber dem Vormonat (18.415 Erstanträge) um 1,8 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Serbien und Kosovo.

Die Zahl der Asylfolgeanträge im November 2014 (3.327) stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat (2.017) um 64,9 Prozent und gegenüber dem Vormonat (2.864) um 16,2 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien.

Im November 2014 hat das Bundesamt über die Anträge von 14.473 Personen (Vorjahresmonat: 9.972, Vormonat: 13.015) entschieden. 4.503 Personen (31,1 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 262 Personen (1,8 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 4.241 Personen (29,3 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Im November 2014 erhielten 122 Personen (0,8 Prozent) nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.

Darüber hinaus hat das Bundesamt im November 2014 bei 183 Personen (1,3 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 5.421 Personen (37,5 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 4.244 Personen (29,3 Prozent).

II. Laufendes Jahr 2014

In der Zeit von Januar bis November 2014 haben insgesamt 181.453 Personen in Deutschland Asyl beantragt, darunter 155.427 als Erstanträge und 26.026 als Folgeanträge. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (115.576 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 65.877 Personen (57,0 Prozent).

Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis November 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren:

Jan-Nov 2013 Jan-Nov 2014
 1. Syrien 11.768 35.729
 2. Serbien 15.548 23.731
 3. Eritrea 2.950 12.467
 4. Afghanistan 7.521 8.808
 5. Irak 3.870 8.547
 6. Mazedonien 8.628 8.197
 7. Bosnien-Herzegowina 4.331 7.695
 8. Albanien 1.005 7.172
 9. Kosovo 3.952 6.980
10. Somalia 3.458 5.320

Die Erst- und Folgeanträge verteilten sich bei den Hauptherkunftsländern von Januar bis November 2014 wie folgt:

Asylanträge Erstanträge Folgeanträge
Gesamt 181.453 155.427 26.026
davon:
Syrien 35.729 34.144 1.585
Serbien 23.731 15.282 8.449
Eritrea 12.467 12.420 47
Afghanistan 8.808 8.292 516
Irak 8.547 4.754 3.793
Mazedonien 8.197 5.229 2.968
Bosnien-Herzegowina 7.695 5.260 2.435
Albanien 7.172 6.977 195
Kosovo 6.980 5.464 1.516
Somalia 5.320 5.177 143

Die Zahl der Asylerstanträge im bisherigen Jahr 2014 (155.427) stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (99.989 Erstanträge) um 55,4 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Serbien und Eritrea. Die Zahl der Asylfolgeanträge in den ersten elf Monaten 2014 (26.026) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (15.587) um 67,0 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Irak und Mazedonien.

Von Januar bis November 2014 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 113.636 Entscheidungen (Vorjahr: 74.952) getroffen. Insgesamt 26.842 Personen (23,6 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 1.919 Personen (1,7 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 24.923 Personen (21,9 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Weitere 5.092 Personen (4,5 Prozent) erhielten subsidiären Schutz nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis November 2014 bei 1.879 Personen (1,7 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 38.306 Personen (33,7 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren und Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 41.517 Personen (36,5 Prozent).

Ende November 2014 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 163.244, davon 145.528 als Erstanträge und 17.716 als Folgeanträge (Vormonat: 154.074 anhängige Verfahren, davon 137.562 Erst- und 16.512 Folgeanträge; zum 30. November 2013 90.398 anhängige Verfahren, davon 82.640 Erst- und 7.758 Folgeanträge).

Veröffentlicht am 8. Dezember 2014 in Asyl, Asylbewerberleistungsgesetz, Asylrecht, Deutschland, Flüchtlinge und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Deutschland| 22.075 Asy­lan­trä­ge im No­vem­ber 2014.

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