Welt| Was haben die Deutschen nur gegen Flüchtlinge?

Deutschland zieht Flüchtlinge und Einwanderer an. Die Wirtschaft ist über potenzielle Fachkräfte entzückt, die Bundesregierung reformiert das starre Asylrecht. Doch im Volk wächst die Fremdenangst.

Von seinem neuen Azubi ist Björn Wecker, Leiter eines Penny-Markts in der Münchner Innenstadt, ganz begeistert. „Ein absoluter Zugewinn für unsere Firma“, schwärmt Wecker über den neuen Mann in seinem Team.

Jeden Tag fährt der 25-jährige Lehrling klaglos 60 Kilometer in die Stadt hinein und abends wieder hinaus. Motivierte Auszubildende sind in Deutschland Mangelware, allein in Bayern bleiben 10.000 Stellen unbesetzt. Und während sich manche Auszubildende mit „Warenwälzung, Frischekontrolle und Preisauszeichnung“ nicht immer ganz leichttun, fällt Weckers Urteil über die Fähigkeiten des Lehrlings geradezu euphorisch aus: „Super! Wenn wir von der Sorte noch mehr bekommen würden, das wäre toll.“

Weckers Wunsch könnte bald in Erfüllung gehen. Denn Hunderttausende potenzieller neuer Mitarbeiter haben sich bereits auf den Weg gemacht. Das neue Mitglied der Penny-Familie heißt Mohammed Rahmati und stammt aus Afghanistan. Nur einer von vielen Menschen, die Kriegs- und Krisengebiete unter großen Strapazen verlassen, um ihr Glück in Deutschland zu suchen.

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Veröffentlicht am 8. Dezember 2014 in Deutschland, Flüchtlinge, Integration und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Welt| Was haben die Deutschen nur gegen Flüchtlinge?.

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