NDRinfo| Bei Anruf Morddrohung – afghanische Ortskräfte

Gefährdete Afghanen in deutschen Diensten
Ein Feature von
Christoph Heinzle und Rebecca Gudisch

Ein Bundeswehrsoldat (l.) und ein Dolmetscher (r.) sprechen nahe Kundus im Distrikt von Char Darreh mit einem Mann. © dpa bildfunk Fotograf: Maurizio Gambarini

Etwa 1.200 Hilfsanträge hat die Bundesregierung bisher geprüft, 60 Prozent lehnte sie ab. Warum, sagt sie nicht.

Sie übersetzen bei Treffen mit Stammesältesten, fahren mit in Kampfeinsätze der Bundeswehr, bewachen Lager oder setzen Entwicklungshilfeprojekte um: Mehrere tausend Dolmetscher, Projektmanager und Fahrer hat die Bundesregierung seit 2002 in Afghanistan beschäftigt.

Seit Beginn des Bundeswehrabzuges werden lokale Mitarbeiter verstärkt bedroht, sogar angegriffen. Wer wegen seiner Arbeit für Deutschland gefährdet ist, kann sich auf Hilfe verlassen, versprach die Bundesregierung. Aber viele Afghanen werden trotz nachgewiesener Drohungen nicht in Deutschland aufgenommen. Selbst wer ausreisen darf, kämpft beim Neustart oftmals mit der Bürokratie.

Veröffentlicht am 9. Dezember 2014 in afghanische Ortskräfte, Afghanistan, Deutschland und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für NDRinfo| Bei Anruf Morddrohung – afghanische Ortskräfte.

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