Flüchtlinge: Hilfe scheitert an Gesetz Vergeblich bemüht sich der Walheimer Klaus Lorenz um Arbeit für eine Asylbewerberin

Wer sich in Deutschland integrieren will, der schafft das auch. Wirklich? Das Beispiel der Flüchtlingsfamilie Esmaeili spricht eine andere Sprache. Bisher vergeblich hat der Walheimer Klaus Lorenz eine Arbeitsstelle für sie gesucht.

Wenn Klaus Lorenz an die Behördengänge denkt, an die vergeblichen Gespräche und Schreiben an Abgeordnete, an die gesetzlichen und bürokratischen Hürden, die er zu überwinden versucht hat, „dann rollen sich mir die Fußnägel auf“. Vor allem deshalb, weil der Einsatz des kirchlich engagierten Rentners für eine dreiköpfige Flüchtlingsfamilie aus dem Iran bisher vergeblich war. Denn trotz Arbeitserlaubnis, trotz eines Arbeitsvertrages und trotz ihres Arbeitswillens – mit der Integration seines Schützlings in das Arbeitsleben will es nicht vorangehen.

Sein Schützling, das ist die 35-jährige Mojgan Esmaeili, die vor zwei Jahren gemeinsam mit ihrem 43 Jahre alten Mann Hamid aus dem Iran geflohen ist. Das Paar aus Teheran bekam Schwierigkeiten mit den iranischen Behörden und mit Nachbarn, nachdem Mojgan und ihr Mann zum Christentum konvertiert waren. Seit einem Jahr leben sie in Walheim, wo ihre neun Jahre alte Tochter Sharzad in die Schule geht. Arbeiten möchten sie, als Christen in Deutschland leben und sich integrieren, so gut es geht, erzählen sie in ihrem leidlichen Deutsch, dass sie sich in Sprachkursen angeeignet haben. „Wenn wir dürfen, machen wir alles für Deutschland“, sagt Hamid Esmaeili, ein studierter Heizungs- und Klimatechniker und Religionswissenschaftler. Eine Wohnung haben sie bei Elisabeth Sick gefunden, die Lorenz bei seinen Bemühungen um das Paar und ihre Tochter hilft. Ihre Überzeugung bis dahin: „Wenn wir bei der Integration Hilfestellung leisten, dann sollte sie gelingen.“

Doch wenn das nur so einfach wäre. Während Hamid, trotz Sprachkurs und deutschem Führerschein, noch immer ohne Beschäftigung ist, hilft Mojgan, die Persisch studiert hat und in einer Bank in Teheran als Sekretärin beschäftigt war, seit acht Monaten ehrenamtlich im Robert-Breuning-Stift in Besigheim aus. Acht Mal pro im Monat arbeitet sie in der Küche, deckt bei den Mahlzeiten auf und spricht mit den Bewohnern, um die Sprache weiter zu lernen und um Beziehungen aufzubauen, sagt Klaus Lorenz. Das macht sie gut, bestätigt Michaela Sowoidnich, die Leiterin des Heims: „Sie ist sehr kontaktfreudig. Die Bewohner mögen sie.“

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Veröffentlicht am 29. Dezember 2014 in Asyl, Deutschland, Flüchtlinge, Integration, Iran und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Flüchtlinge: Hilfe scheitert an Gesetz Vergeblich bemüht sich der Walheimer Klaus Lorenz um Arbeit für eine Asylbewerberin.

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