Archiv für den Tag 21. Januar 2015

Diese Frau bricht die Scharia in einer Moschee

Was Frauen, die in der iranischen Öffentlichkeit singen, blühen kann, haben wir zuletzt bei der Aktion der #happyiranians gesehen. Die Moralpolizei achtet stets drauf, dass die vorgesehenen Gesetze, die den gesellschaftlichen Verfall verhindern sollen, eingehalten werden. Frauen ist es nicht erlaubt, öffentlich zu singen. Also nicht solo, im Chor oder als Background geht schon. Und das wahnsinnige, das bei mir am ganzen Körper Gänsehaut auslöst, ist, dass diese Lady nicht nur in der Öffentlichkeit singt, sondern auch noch in einer Moschee. Die Reaktion des Aufsehers vor Ort war wohl ziemlich lässig. Er hat wohl abgewartet bis sie fertig war mit dem Gesang, um sie darauf hinzuweisen, dass das Singen für Frauen in der Moschee verboten ist. Sie wiederum fragte, ob sie es ein letztes Mal probieren dürfte und er erwiderte mit einem Augenzwinkern “Aber ein letztes Mal”.

Quelle:  – Blogrebellen

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Ein Restaurant aus Salz – Innovative Architektur aus Iran

Salz ist eins der wichtigsten Gewürze und gehört in jede Küche. Wer schon mal eine Nasendusche verwendet hat, weiß, dass dies ohne Salz nicht geht und früher als ich mir die Knie noch oft aufgeschlagen hatte, sagten meine Eltern, dass das Baden in Salzwasser die Wundheilung fördere. Ja es hat gebrannt, aber es war erträglich. Worauf ich hinaus will ist, dass es noch einen gesundheitlichen Aspekt gibt. Die Architekten der Emtiaz Groupe haben diese beiden Eigenschaften von Salz vereint und ein Restaurant in Shiraz, im Süden Irans, entworfen.
Das Salzvorkommen in dieser Region ist besonders hoch. Natürliche Salzbergwerke und Salzseen boten die optimale Rohstoffversorgung für dieses Projekt. In Form von Pulver, Felsen und kompakte Schichten kamen zum Einsatz und ermöglichten das gestalten der besonderen, einer Höhle ähnelnden Form.
Schlüsselfunktion: Durch die durchlässigen Salzkristalle filtert das Gebäude die Luftverschmutzung von außen und lässt saubere Luft nach innen durchdringen.

salt-restaurant-iran7 Lies den Rest dieses Beitrags

Bildungsprogramm von DVV International in Afghanistan gefährdet

Das Bildungsprogramm von DVV International in Afghanistan mit über 180.000 Teilnehmenden jährlich ist aufgrund geplanter drastischer Kürzungen der öffentlichen Fördermittel in Gefahr.

Das Institut für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, DVV International, unterhält in Zusammenarbeit mit seiner afghanischen Partnerorganisation ANAFAE (Afghan National Association for Adult Education) in Afghanistan 21 Bildungszentren und bildet jährlich über 180.000 junge Leute weiter. Mit dem so erworbenen Wissen steigen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt und sie werden befähigt, einen wichtigen Beitrag zum Wirtschaftswachstum und für die Zukunft ihrer Familien zu leisten. Darüber hinaus nahmen seit 2003 über 21.000 Erwachsene an Alphabetisierungsprogrammen teil, davon über 80 Prozent Frauen. Seit 2010 wurden zudem über 1.200 afghanische Lehrkräfte fort¬gebildet, um eine hohe Qualität der Bildungsangebote nachhaltig zu gewährleisten.

Anfangs nur durch das Auswärtige Amt gefördert, ist seit 2010 das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) der größte Geber für das Afghanistanprogramm von DVV International. Ab 2015 wird DVV International allerdings der Zugang zu den Sondermitteln der Bundesregierung für den Wiederaufbau und die Stabilisierung Afghanistans verwehrt. Obwohl zunächst aus einem anderen Förder¬topf des BMZ noch Mittel in gleichbleibender Höhe fließen werden, nehmen diese ab 2016 so stark ab, dass jährliche Finanzierungslücken von einer Million und mehr entstehen.

Der Leiter von DVV International, Dr. Anton Markmiller, bemerkt kritisch, dass eine solche Förderpraxis im Widerspruch zur Aussage der Bundesregierung stehe, der zivile Aufbau in Afghanistan besitze eine noch höhere Priorität als die weitere militärische oder polizeiliche Kooperation. „Die geplanten Einschnitte in der Finanzierung eines bewährten und von einem einheimischen Träger durchgeführten Programms der Erwachsenenbildung kann nicht als qualifizierte Aufbauarbeit in Afghanistan bezeichnet werden“, so Markmiller. „Afghanistan wird nach Abbau der Bildungsinitiativen weitere ´verlorene Generationen` zu verzeichnen haben, was nach aller Erfahrung nicht nur in Frustration, sondern auch in Radikalisierung münden wird.“

Einschnitte werden bereits 2015 im Bereich der Alphabetisierung und der beruflichen Bildung spürbar. Das nach Absprachen mit dem deutschen Geldgeber begonnene neue Projekt eines zweijährigen Berufsbildungszentrums im formalen Bildungssektor musste kurz vor Beginn des ersten Programmdurchlaufs wieder gestoppt werden.

Durch diese sachlich nicht zu begründende Unterfinanzierung des Programms ab 2016 wird das Vertrauen der Partnerorganisation in das deutsche Engagement, aber auch das der staatlichen Partner und Zielgruppen in Afghanistan in DVV International nachhaltig gestört. Ohne dieses Vertrauen wird die Weiterführung des erfolgreichen Programms erheblich er-schwert. Auch die Erreichung einer größeren finanziellen Unabhängigkeit der afghanischen Partnerorganisation im Sinne eines „Afghan Ownership“ wird durch derart kurzfristige Entscheidungen nur noch sehr schwer möglich sein.

Das BMZ spricht in seiner Länderstrategie zu Afghanistan für 2014 bis 2017 von einem geplanten Ausbau der Zusammenarbeit mit der deutschen und afghanischen Zivilgesellschaft. Tatsächlich werden jedoch weit unter 10 Prozent der Afghanistan-Sondermittel für Aktivitäten deutscher zivilgesellschaftlicher Organisationen und ihrer afghanischen Partner eingesetzt. DVV International fordert, hier dringend Abhilfe zu schaffen, um die Wirkungen des bisherigen zivilgesellschaftlichen Engagements nicht aufs Spiel zu setzen!

DVV International ist das Institut für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes e.V. (DVV). Der DVV vertritt die Interessen der rund 930 Volkshochschulen und ihrer Landesverbände, den größten Weiterbildungsanbietern in Deutschland. Als führende Fachorganisation im Bereich Erwachsenenbildung und Entwicklungszusammenarbeit setzt sich DVV International seit mehr als 45 Jahren für Lebenslanges Lernen ein. Das Institut arbeitet mit mehr als 200 Partnern in über 35 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Europas.

Quelle: bildungsklick.de - macht Bildung zum Thema

mdr| Asylverfahren | Bundesländer entscheiden unterschiedlich

Ob ein Asylantrag positiv oder negativ beschieden wird, darüber entscheiden die Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Die 24 Außenstellen in den Bundesländern arbeiten alle nach bundeseinheitlichen Regeln. Und dennoch stehen die Chancen für Menschen aus ein und derselben Herkunftsnation in den Bundesländern ganz verschieden.

von Elisabeth Ihme, MDR INFO

Asylbewerber warten auf einem Flur

Ist es Glückssache, ob der Antrag eines Asyl-Bewerbers positiv entschieden wird? Immerhin werden die Bewerber zentral auf die Bundesländer verteilt. Und die Chancen auf einen positiven Bescheid sind von Land zu Land sehr unterschiedlich. Blicken wir exemplarisch auf die Anträge von afghanischen Asylbewerbern. Bernd Mesovic von der Menschenrechtsorganisation Pro Asyl nennt Zahlen von 2014: „Das ist ja verwunderlich, weil es geht um die Interpretation von Bundesgesetzen. Wir haben etwa das Land Brandenburg in dem etwa 57 Prozent aller Verfahren von afghanischen Antragstellern negativ entschieden werden. Und auf der anderen Seite ein Bundesland wie Thüringen, in dem die Außenstellen nur in etwa 19 Prozent der entschiedenen Fälle den Asylbewerber aus Afghanistan ablehnen.“

Unterschiedliche Asylbewerber

In einem ähnlich niedrigen Bereich lag die Ablehnungsquote 2014 in Sachsen und in Sachsen-Anhalt. Hingegen in Schleswig-Holstein und Hamburg war sie mehr als doppelt so hoch. Manfred Schmidt, Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, erklärt die Unterschiede so: „Es kann sein, dass wir unterschiedliche Asylbewerber haben. Bei pakistanischen Asylbewerbern hängt es stark davon ab, ob die einer bestimmten Ethnie, einer bestimmten Religionsgemeinschaft, wie der Ahmadiyya, angehören.“ Und bei irakischen Flüchtlingen sei die Chance von Menschen aus dem umkämpften Süden größer als für solche aus dem etwas ruhigeren Norden.

Grüne fordern weniger Spielraum

Das die mehr oder weniger chancenreichen Flüchtlinge in verschiedenen Bundesländern leben, hält Luise Amtsberg, Bundestagsabgeordnete der Grünen, für abwegig: „Wir haben ja teilweise Ablehnungen von über 40 Prozent und in einem anderen Bundesland nur 20 bei bestimmten Nationalitäten. Ich glaube, dass es einen Spielraum gibt. Vielleicht müsste man darüber nachdenken im Interesse des Asylsuchenden, diesen Spielraum enger zu fassen.“ Auch Bernd Mesovic von Pro Asyl meint, die Erfolgschancen sollten eigentlich deutschlandweit einheitlich sein. Er vermutet, dass sich ein restriktiveres Vorgehen gegenüber bestimmten Nationalitäten bei Mitarbeitern des Bundesamtes einschleifen könnte.

Sind die Behörden überlastet?

Auch Überlastung könnte eine Rolle spielen. Mesovic: „Hier habe ich den Eindruck, dass durch die große Zahl von Asylanträgen, die beim Bundesamt hängen, ich glaub, der Rückstand ist inzwischen nah bei 170.000 unbearbeiteten Asylanträgen, in vieler Hinsicht mit heißer Nadel genäht wird.“ Bundesamts-Präsident Schmidt weist das von sich. Die Mitarbeiter des Bundesamtes würden regelmäßig geschult. Zudem würden ihre Entscheidungen regelmäßig überprüft: „Es ist nicht aus der Statistik einfach abzulesen, dass die Entscheidungspraxis im Bundesamt, dass es willkürliche Entschidungen sind. Weil wir werden im Falle von  ablehnenden Entscheidungen gerichtlich überprüft. Wir haben eine Quote vor den Verwaltungsgerichten, wo wir bestätigt werden bei 86 bis 90 Prozent.“

Genauere Überprüfung notwendig

Menschenrechtler Mesovic fordert, Entscheidungen über Asylanträge müssten im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge genauer überprüft werden. Am besten nach dem 4-Augen-Prinzip. Die Behörde müsse dafür sorgen, dass die Entscheidungen über Asylanträge in allen Bundesländern tatsächlich nach den gleichen Kritierien erfolgt.

Ein somalischer Flüchtling hält eine Aufenthaltsgestattung in den Händen.

AsylverfahrenBundesländer entscheiden unterschiedlich

In Mitteldeutschland haben Asylbewerber aus Afghanistan dreimal bessere Chancen anerkannt zu werden als etwa in Brandenburg. Woher kommt das? [Audio]

Quelle: MDR

Deutschland| MIGRATIONSBERICHT 2013 – Mehr Zuwanderer

Deutschland ist für Zuwanderer attraktiv. Ihre Zahl ist von 1,08 Millionen im Jahr 2012 auf 1,23 Millionen im Jahr 2013 gestiegen. So hohe Zahlen gab es zuletzt 1993. Das zeigt der Migrationsbericht 2013, den das Bundeskabinett beschlossen hat.

FußgängerzoneDeutschland wird vielfältiger.Foto: Thomas Koehler/photothek.net

Von den 80,6 Millionen Menschen in der Bundesrepublik haben dem Bericht zufolge inzwischen knapp 16 Millionen ausländische Wurzeln. Mehr als drei Viertel der Zuwanderer kommen aus einem anderen europäischen Staat. Auch bei den Fortzügen war das europäische Ausland zu 77 Prozent das Ziel. Rund 60 Prozent dieser Menschen zogen in EU-Länder.

Die meisten Zuwanderer kommen aus Europa

Die meisten Zuwanderer kamen aus Polen (190 000), gefolgt von Rumänen (139 000), und deutschen Staatsangehörigen. (118 000). Aus Bulgarien kamen rund 61 000 Menschen. Die meisten Fortziehenden waren ebenfalls Deutsche (140 000), Polen (119 000), Rumänen (87 000) und Bulgaren (39 000).

Die Zahl der Fortzüge aus Deutschland ist laut Migrationsbericht von 2012 bis 2013 um zwölf Prozent auf 800 000 gestiegen (Vorjahr: 712 000). Das ergibt einen „Wanderungsgewinn“ von rund 430 000 Menschen (Vorjahr 370 000) – der höchste seit 1993.

Der Migrationsbericht ist eine zahlenmäßige Darstellung des Migrationsgeschehens in Deutschland. Als statistische Auflistung enthält er keine politischen Wertungen. Der Bericht der Bundesregierung soll eine Grundlage für die Entscheidungsfindung von Politik und Verwaltung im Bereich der Migrationspolitik schaffen. Am 8. Juni 2000 hatte der Deutsche Bundestag die Bundesregierung aufgefordert, jährlich einen Migrationsbericht vorzulegen, der einen umfassenden Überblick über die jährliche Entwicklung der Zu- und Abwanderunggibt. Der Migrationsbericht wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erstellt und vom Bundesinnenminister dem Kabinett vorgelegt.

Hochqualifizierte, Fachkräfte und Studierende

Nachdem die Zuwanderung von Fachkräften und Hochqualifizierten aus Nicht-EU-Staaten von 2009 bis 2012 kontinuierlich gestiegen war (16 000 im Jahr 2009 auf 27 000 im Jahr 2012), gibt es 2013 einen Rückgang (24 000). Die Fachkräftezuwanderung im Jahr 2013 stagnierte etwa auf Vorjahresniveau.
Mit einer Blauen Karte-EU kamen 2013 4651 Personen nach Deutschland. Im Vorjahr waren es noch 2190.301 000 Ausländer haben im Wintersemester 2013/2014 an deutschen Hochschulen studiert, davon waren 77 000 Studienanfänger.

Mehr Asylbewerber

Von 1990 bis Ende 2013 gab es in Deutschland 2,584 Millionen Asylbewerber. Seit 2007 steigen die Asylantragszahlen wieder an. Im Jahr 2013 ist die Zahl der Erstanträge mit 109 580 Personen gegenüber dem Vorjahr um knapp 70 Prozent angestiegen (2012: 64 539 Asylerstanträge).

Im Jahr 2013 stammten rund 39 Prozent aller Antragsteller aus Europa (2012: 34,9 Prozent) gegenüber fast 39 Prozent aus Asien (2012: 51,1 Prozent). Angestiegen gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil der Asylbewerber aus Afrika. Dieser betrug im Jahr 2013 20,5 Prozent (2012: 12,9 Prozent).

Junge Migranten

Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland sind deutlich jünger als der Durchschnitt der Bundesbürger. So waren im Jahr 2013 fast 67 Prozent der Personen mit Migrationshintergrund jünger als 45 Jahre. Das gilt nur für rund 44 Prozent der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund.

 

Migrationsbericht 2013

Deckblatt des Migrationsberichts des Bundesamtes für Migraton und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung

Quelle: Bundespresseamt

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