Archiv für den Tag 10. Februar 2015

Deutschland| Widerrufe von Flüchtlingsanerkennung

Im vierten Quartal vergangenen Jahres sind in Deutschland insgesamt 169 Asyl- beziehungsweise Flüchtlingsanerkennungen zurückgenommen worden. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (18/3850) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/3713) hervor. Danach gab es von Oktober bis einschließlich Dezember 2014 insgesamt 4.026 Entscheidungen in Widerrufsprüfverfahren. Dabei kam es in 3.857 Fällen oder 95,8 Prozent der Entscheidungen zu keinem Widerruf.

Im gesamten Jahr 2014 wurden den Angaben zufolge insgesamt 768 Asyl- beziehungsweise Flüchtlingsanerkennungen zurückgenommen. In 15.293 Fällen oder 95,2 Prozent der insgesamt 16.061 im vergangenen Jahr getroffenen Entscheidungen in Widerrufsprüfverfahren gab es keinem Widerruf.

Quelle: Bundestag

Peinlich Deutschland!| ARM DURCH ARBEIT: Integrationskurslehrer: Jahrelang ohne Arbeitsvertrag! | MIGAZIN

ARM DURCH ARBEIT

Integrationskurslehrer: Jahrelang ohne Arbeitsvertrag!

Es ist endlich Konsens: Deutschland braucht mehr Zuwanderer. Diese sollen die deutsche Sprache beherrschen. Wie aber steht es um diejenigen, auf deren Schultern diese Aufgabe ruht, um die Deutschlehrer in Integrationskursen?

 Integrationskurslehrer: Jahrelang ohne Arbeitsvertrag!

Integrationskurs © cdsessums auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Diese Lehrer sind nach ihrem arbeitsrechtlichen Status gar keine Lehrer. Sie sind fast ausschließlich Kursleiter ohne Festanstellung. Ob bei Volkshochschulen, der Caritas oder dem Goethe-Institut: Einen regulären Arbeitsvertrag hat fast niemand, nicht einmal einen befristeten. Stattdessen gibt es Honorarverträge über jeweils einige hundert Unterrichtsstunden, was wenigen Monaten entspricht. Ein Honorarvertrag folgt dem anderen, als “Kettenverträge” über Jahre, manchmal über ein Jahrzehnt und mehr.

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Gefangenenhaltung im Iran: 2000 Frauen im Hühnerstall


Seit dem Frühjahr 2011 wurden zahlreiche weibliche Gefangene aus dem Ewin-Gefängnis in Teheran und aus dem Gefängnis von Radscha‘i-Schahr ins Qaratschak-Gefängnis von Waramin östlich von Teheran verlegt. Derzeit sind rund 2000 Frauen in diesem Gefängnis inhaftiert. Der Haftraum besteht aus einem großen, langen Lagergebäude mit Betonwänden und hohem Dach, das früher der Geflügelzucht diente. Es gibt keine separierenden Zellwände, die Gefangenen werden nicht nach ihren Straftaten gesondert untergebracht. Hitze im Sommer, Kälte im Winter. Es gibt kein warmes Wasser. Die Luft ist miserabel. Es sind viel zu wenig hygienischen Einrichtungen für Frauen da, die die Periode haben. Das Duschwasser und das Trinkwasser ist salzig. Die Entsalzungsanlage funktioniert nicht richtig, so dass die Gefangenen zum Trinken Mineralwasser kaufen müssen. Für 80 Gefangene gibt es einen kleinen Kühlschrank. Eine Gefängnisbibliothek gibt es nicht, politische Gefangene bekommen auch keine Zeitung zu sehen. Hinzu kommt, dass die Gefängniswärter Männer sind, keine Frauen. Und so fehlt es auch nicht an körperlicher Gewalt gegenüber den Gefangenen.
So wundert es nicht, dass die Gefängnisleitungen anderer Gefängnisse protestierenden Gefangenen inzwischen damit drohen, sie ins Qaratschak-Gefängnis von Waramin zu verlegen.

Source:

DidareSabz

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