Archiv für den Tag 12. Februar 2015

„Willkommensklassen“ in Berlin – Zahlen und Daten II -Kleine Anfrage

Abgeordnetenhaus B E R L I N

Drucksache 17/ 15 273
Schriftliche Anfrage

17. Wahlperiode

Schriftliche Anfrage

der Abgeordneten Stefanie Remlinger (GRÜNE)

vom 13. Januar 2015 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 14. Januar 2015) und Antwort

„Willkommensklassen“ in Berlin – Zahlen und Daten 11

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Schriftliche Anfrage wie folgt:

1. Wie viele Schülerinnen und Schüler ohne Deutschkenntnisse werden nach aktuellem Stand in tem­
porären Lemgruppen ohne Deutschkenntnisse beschult (sortiert nach Bezirk, Schulart, Schülerinnen und Schüler gesamt sowie VZE) und wie hat sich diese Zahl seit An­fang 2014 entwickelt?

Zu 1.: Zu Jahresbeginn 2014 und 2015 ist die Vertei­lung auf temporäre Lemgruppen ohne Deutschkenntnisse
wie folgt:

willkomm1

2. Wie verteilen sich die temporären Lerngruppen ohne Deutschkenntnisse auf die Schulen bzw. wie viele
temporäre Lerngruppen sind aktuell in Einrichtungen eingerichtet (sortiert nach Schule und Einrichtung)?

Zu 2.: Aktuell sind alle Lerngruppen für Neuzugänge in den Räumlichkeiten von öffentlichen Schulen einge­
richtet. Die Einrichtung erfolgt je nach Bedarf und Raum­kapazität, in der Regel bedeutet dies je eine bis drei Lern­
gruppen pro Schule.

3. Welche Kenntnisse hat der Senat über die tatsäch­liche Verweildauer von Schülerinnen und Schülern in
temporären Lerngruppen ohne Deutschkenntnisse? Wel­che Vorhaben plant der Senat, um differenziertere Infor­mationen über die tatsächliche Verweildauer der Schüle­rinnen und Schüler in temporären Lerngruppen zu erhal­ten?

Zu 3.: Zur Beantwortung wird auf die Schriftliche An­frage 17114509 verwiesen. Aus der individuellen Lerndo­
kumentation über die Schülerinnen und Schüler geht der jeweilige Eintritt in die Lerngruppe hervor.

4. Wie bewertet der Senat den Vorschlag, insbeson­dere im Grundschulbereich Klassen unterfrequent einzu­
richten, um Kapazitäten für Schülerinnen und Schüler aus temporären Lerngruppen ohne Deutschkenntnisse vorhal­ten zu können?

5. Welche Hürden würden solch einem Vorschlag im Wege stehen?

Zu 4. und 5.: Ein Vorhalten von Schulplätzen ist nicht zu rechtfertigen, da keine Prognose hinsichtlich des zu­
künftigen Bedarfs in den verschiedenen Jahrgangsstufen, Schularten und Schulstandorten gemacht werden kann.

6. Wie viele Stunden pro Woche besuchen Schüle­rinnen und Schüler eine temporäre Lerngruppe ohne
Deutschkenntnisse?

Zu 6.: Der Unterrichtsumfang von Lemgruppen für Neuzugänge ohne Deutschkenntnisse beträgt an Grund­
schulen (inkL Grundstufen) 28 Wochenstunden, an Inte­grierten Sekundarschulen 31 Wochenstunden und an
Gymnasien 31 Wochenstunden.

7. Mit wie vielen Unterrichtstunden wird eine VZE bei den temporären Lerngruppen ohne Deutschkenntnisse
gerechnet?

Zu 7.: Der Unterrichtsbedarf für Lerngruppen für Neuzugänge gehört zum Gesamtbedarf einer Schule. Eine
gesonderte Umrechnung der Stunden zu VZE existiert nicht. Eine Vollzeiteinheit wird im Förderzentrum mit 27
Stunden, in der Grundschule mit 28 Stunden und in der Integrierten Sekundarschule und im Gymnasium mit 26
Stunden berechnet.

8. Wie sind die genauen Regelungen für Schülerin­nen und Schüler, die den Schulhort besuchen und den
Flüchtlingsstatus erhalten? Können diese Schülerinnen und Schüler ohne Bedarfsprüfung am Hort teilnehmen?
Wie wird die Kostenfrage geregelt?

Zu 8.: Die Angebote der „ergänzenden Förderung und Betreuung“ stehen allen Schulkindern zur Verfügung, An
Grund-und Sonderschulen wird für Kinder in Not- und Sammelunterkünften ein Bedarf für das Modul von 13:30
bis 16:00 Uhr anerkannt. Liegen ergänzende Bedarfs­gründe vor, kann auch ein zeitlich darüber hinaus gehen­
der Bedarf für eine ergänzende Förderung und Betreuung anerkannt werden. Auch in den Ferien können die Ange­
bote der ergänzenden Förderung und Betreuung in An­spruch genommen werden.

Die ergänzende Förderung und Betreuung ist in der Regel mit einer Elternkostenbeteiligung verbunden, wel­
che sich nach dem Einkommen richtet. Entsprechend der Situation der Eltern kommt nach der Einzelfallprüfung
durch das Jugendamt die im Tageskostenbeteiligungsge­setz (TKBG) vorgesehene Härtefallregelung in Betracht.
Die Teilnahme am Mittagessen ist verbindlicher kosten­pflichtiger Bestandteil des Betreuungsvertrages. Durch
die Beantragung von Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) könnte sich der Verpflegungs anteil
auf 1€ pro Mahlzeit reduzieren.

9. Wie lauten die Regelungen für die Ferienbetreu­ung? Ist hier eine Bedarfsprüfung notwendig und wie
wird die Kostenfrage geregelt?

Zu 9. : Für Schülerinnen und Schüler in den Jahr­gangsstufen 1 bis 4 beinhalten gemäß § 4a Absatz 1
TKBG die für die Schultage gebuchten Betreuungsmodu­le zusätzlich die Zeiten der verlässlichen Halbtagsgrund­
schule. Demnach beinhaltet das Modul 13:30 bis 16:00 in den Ferien die Betreuungszeit von 7:30 bis 16:00 Uhr.
Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 6 ist eine Bedarfsprüfung nach § 5 Absatz 6 der Schülerför­
derungs- und -betreuungsverordnung (SchüFöVO) erfor­derlich. In der Regel wird im Rahmen der Einzelfallprü­
fung auf der Grundlage von § 4 Absatz 6 Nr. 3 ein Bedarf für die Ferienbetreuung anerkannt. Die Kosten für die
Ferienverträge werden wie in der Antwort zu Frage 8 dargelegt erhoben.

10. Welche speziellen Fortbildungsangebote (DaZ, in­terkulturelle Kommunikation u.ä.) stehen den Lehrkräften
der Willkommensklassen sowie den .Regellehrkräften“ zur Verfügung? Wie wurden diese bisher nachgefragt?

Zu 10.: Folgende Antwort ergänzt die Beantwortung der Schriftlichen Anfrage 17/14509:

Die Fortbildungsreihe für die Lehrkräfte der Jahrgän­ge 5 – 10 (72 Doppelstunden) hat im August 2014 mit 71
Teilnehmenden begonnen. Das Programm mit dem Schwerpunkt Alphabetisierung bei Mehrsprachigkeit für
Lehrkräfte der Jahrgänge 1 – 4 wird für das zweite Schul­halbjahr 201412015 angeboten. Beide Angebote sind
übernachgefragt und werden weiter ausgebaut. Interkultu­ralität und Umgang mit Mehrsprachigkeit sind immer
Bestandteil dieser Fortbildungen.

11. Wie viele Lehrkräfte mit Zusatzqualifikationen im Bereich DaZ, AlphabetisierungiGrundbildung arbeiten an
Berliner Schulen (Grundschulen! ISSI Gymnasium)?

Zu 11.: Die Anzahl der aktiven Lehrkräfte mit einer Zusatzqualifikation für das Fach Sprachforderung an
öffentlichen allgemeinbildenden Schulen im Schuljahr 2014/2015 (Stichtag 01.11.2014) ist wie folgt:

willkomm2

Mark Rackles
Senatsverwaltung für Bildung,
Jugend und Wissenschaft

(Eingang beim Abgeordnetenhaus am 03. Feb. 2015)

Quelle: Abgeordnetenhaus Berlin

36 years after the revolution, where is Iran now?

Students wave Iranian national flags as they rally to mark the anniversary of the Islamic Revolution in Tehran, Feb. 11, 2011. (photo by REUTERS/Raheb Homavandi)

The Iranian nation toppled the US-backed Pahlavi regime in 1979, ending virtually 2,500 years of monarchical rule, and will see nationwide rallies on Feb. 11, the anniversary of the Islamic Revolution. In the 36 years since mass protests deposed the monarchy in Iran, the country has struggled with immense challenges. After the Islamic Republic’s establishment by way of a popular referendum, Iran endured a period of chaotic instability, with various armed factions seeking to undermine the nascent government.

Amid this volatility, Iran was invaded by Saddam Hussein’s Iraq, whose army was supported by most global powers and against whose aggression Iranians of all walks of life defended their country. After the devastatingly costly war — during which hundreds of thousands of Iranians and Iraqis died, many under the barrage of Saddam’s chemical weapons — the country started the arduous process of attempting to rebuild.

Any endeavors toward a speedy recovery, however, were thrashed by increased Western sanctions, as a clear and persistent strategy of coercion was seemingly put into full-throttle against Iran. Since then, Iran’s tensions with the West have unfortunately only further escalated, and the country has faced a more or less all-out economic war waged upon it, which has been complemented by numerous covert actions in the form of assassinations and bomb attacks and even cyberattacks.

Yet, despite all of these crises, Iran has persevered. It emerged from the Iran-Iraq War without giving up an inch of its soil in spite of the all-out support given to the aggressor by the superpowers and even regional Arab countries. It also did this without resorting to the use of chemical weapons, even as it had the capability to do so, as the country is signatory to all weapons of mass destruction conventions. Iran has since managed to become one of the rare countries able to maintain its political-security independence and foster an atmosphere of socio-economic self-reliance in a nation that was once so incredibly dependent on outside powers.

Iran has made commendable strides in many areas since the 1979 Islamic Revolution. From 1980 to 2012, Iran’s Human Development Index (HDI) value — which takes into account lifespan, access to education and standard of living — increased by 67%, a rate of growth that was twice the global average. As of 2012, Iran’s HDI value sat at 0.742, which put the country into the “high human development category.” Access to electricity and piped water in rural areas, life expectancy, infant mortality and access to health care have all markedly improved. The literacy rate, which stood at 36% in 1976 and at just 25% for females, stands at 99% for males and females ages 15-24. Tertiary education has also never been so widely attainable by the Iranian population, with more than 2 million Iranian students enrolled at a university, over 60% of whom are women.

Iran has also made many advances in the sciences as well: it has indigenously mastered the nuclear cycleand ranks in the top 10 countries in stem cell and cloning research; in the top 20 nations in nanotechnology, chemistry, medicine, computer science and mathematics; is the ninth country in the world with a full space program that successfully puts satellites into orbit; and is the first manufacturer in the world of eye bio-implants. Last but not least, Iran today is self-sufficient in building submarines, helicopters, fighter jets, missiles and tanks.

To be sure, Iran has a long way to go on its road to developing a better society for all Iranians. The human rights situation undoubtedly has room for ample improvements. The country is also beset by corruption, with the vice president in the Hassan Rouhani administration even saying the corruption “of the century” occurred during the Mahmoud Ahmadinejad era. High levels of inflation, unemployment and a bloated bureaucracy have also contributed to a “brain drain,” or the emigration of many educated Iranians.

Iran’s political arena is also a scene of fierce and counterproductive factional infighting, with almost all former heads of past administrations having been accused or humiliated, and having their credibility put into question by rivals. This domestic political struggle has swallowed some of the most prominent disciples of the revolution.

However, with all of its shortcomings, the Islamic Republic of Iran remains a political reality. It has firmly entrenched roots in Iran and now garners substantial geopolitical clout throughout the Middle East. After 36 years of overcoming what many thought were insurmountable obstacles, Iran has remained a strong and stable state. This is both testimony to impressive statecraft and demonstrates the necessity of a detente among the countries in the region, the West and this power that is here to stay.

Source: AL-Monitor

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