FR| Iran – Der Geschmack von Freiheit

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Frauen sind im Iran gesetzlich zum Hidschab, der islamisch begründeten Verhüllung, verpflichtet.  Foto: Hannah Weiner

Im Iran, wo Gotteslästerung mit dem Tod bestraft werden kann, Frauen wegen westlicher Kleidung Auspeitschung droht und das Wort Allahs Gesetz ist, hat sich die Elite kleine Oasen der Selbstbestimmung erkauft.

Feucht-schwerer Nebel hängt über der kleinen Stadt Shahrake D., die sich aus der Dämmerung erhebt. Der vollständige Name des Ortes im Norden Irans muss geheim bleiben. „Das wäre sonst für uns alle zu gefährlich“, sagt Iman schon zum dritten Mal in die Stille des Autos hinein. Seit einer Woche begleitet der 31-Jährige uns, drei deutsche Touristinnen, durch sein Heimatland Iran. Eine Überraschung warte hier, hatte er versprochen, bevor wir in der Hauptstadt Teheran losgefahren sind.

Der Iran ist ein von Mullahs beherrschtes Land. Frauen sind hier gesetzlich zum Hidschab, der islamisch begründeten Verhüllung, verpflichtet. „Geht lieber kein Risiko ein“, hat Iman immer wieder betont. Auch Touristinnen sollten sich bedeckt und im Hintergrund halten, denn schon Rauchen in der Öffentlichkeit gilt manchmal als Provokation. Verstöße gegen diese Regeln können hoch bestraft und Frauen im schlimmsten Fall ausgepeitscht werden, wenn sie sich freizügig kleiden oder unsittlich verhalten. Daran haben wir uns die vergangenen acht Tage ausnahmslos gehalten. „Ihr dürft eure Kopftücher jetzt abnehmen“, sagt Iman auf einmal. Wir sind in Shahrake D. angekommen.

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Veröffentlicht am 14. Februar 2015 in Iran und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für FR| Iran – Der Geschmack von Freiheit.

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