Iran – im Land der Gegensätze

Der Iran ist auf dem Weg, sich wieder zu öffnen – Präsident Rohani will den Staat für Touristen attraktiver machen. Wer von der Zehn-Millionen-Metropole Teheran durch karge Landschaften gen Süden fährt, dem kommt Isfahan wie eine Fata Morgana vor.

Teheran. Die Sonne steht senkrecht am Himmel. Zwei Dutzend Gärtner befeuchten die ausgedörrten Grünflächen. In der Luft vermengt sich der trockene Geruch von Staub mit dem frischen Dunst, der von der weitläufigen Parkanlage emporsteigt. Ein feuchter Schleier legt sich über den von der Mittagssonne aufgeheizten Imam-Platz in Isfahan. Am südlichen Rand ragen die 42 Meter hohen Minarette der prächtigen Imam-Moschee in den Himmel. Dahinter erhebt sich die mächtige Zwiebelkuppel. Tausende Kacheln mit floralen Ornamenten tauchen das Gotteshaus in intensive Farben aus Türkisblau und Sonnengelb. Vor den schattigen Arkaden fahren Kutschen. Das Hufgeklapper der Pferde bildet einen eigentümlichen Rhythmus mit dem an- und abschwellenden Stimmengewirr der Menschen. Familien picknicken auf der Wiese, Kinder fahren Rad in den Pfützen der ausgetrockneten Springbrunnen, junge Männer trinken Tee und spielen Backgammon.

Wer von der Zehn-Millionen-Metropole Teheran durch karge Landschaften gen Süden fährt, dem kommt Isfahan wie eine Fata Morgana vor. Inmitten der Salzwüste schmiegt sich die einst wichtigste Handelsstadt Persiens mit ihren blühenden Gärten zwischen die wuchtigen Gipfel des Zagros-Gebirges. Der Meidan-e Emam, wie der Platz offiziell heißt, gehört zu den größten öffentlichen Plätzen der Welt und zählt neben 16 weiteren Stätten im Iran zum Weltkulturerbe.

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Veröffentlicht am 14. Februar 2015 in Iran und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Iran – im Land der Gegensätze.

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