Welt| CRYSTAL METH – Harte Drogen haben im Iran beängstigende Konjunktur

Drogenkonsum wird im Iran hart bestraft. Doch das schreckt viele nicht mehr ab. Die Zahl der Abhängigen steigt. Bereits 2,2 der 80 Millionen Iraner sollen süchtig sein – vor allem nach Crystal Meth.

Ghasal Toluian ist Psychologin und arbeitet in einem Bergdorf nordwestlich von Teheran. In einem Therapiecamp behandelt sie Dutzende Crystal-Meth-Abhängige. Viele ihrer Patienten seien Studenten, die mithilfe der Wachmacher die Examen zur Universitätszulassung bestehen wollten, sagt Toluian. Andere griffen zu den Aufputschern, weil sie bis zur Erschöpfung in zwei oder drei Jobs arbeiteten, um über die Runden zu kommen.

Obwohl auf viele Drogendelikte die Todesstrafe steht, explodieren im Iran Herstellung und Konsum harter Drogen. Nach Angaben der Drogenbekämpfungs- und Gesundheitsbehörden sind mehr als 2,2 Millionen von 80 Millionen Bürgern des Landes abhängig von illegalen Drogen, darunter 1,3 Millionen in gemeldeten Behandlungsprogrammen. Die Zahlen steigen demnach jährlich, obwohl gegen verurteilte Schmuggler häufiger die Todesstrafe verhängt wird: Neun von zehn Exekutionen entfallen inzwischen auf Drogendelikte.

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Veröffentlicht am 14. Februar 2015 in Drogen, Iran und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Welt| CRYSTAL METH – Harte Drogen haben im Iran beängstigende Konjunktur.

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