Deutschland ist kein Flüchtlingsmagnet

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Die europäische Anti-Schleuser-Operation „Mos Maiorum“ hat 2014 untersucht, woher irreguläre Einwanderer kommen und wohin sie wollen. Die Ergebnisse widersprechen der These, das großzügige deutsche Asylsystem lade Menschen dazu ein, ihre Heimat für ein besseres Leben in Deutschland zu verlassen. Der Bericht zeigt: Die überwiegende Mehrheit der Menschen hat kein bestimmtes Ziel innerhalb von Europa. Die meisten wollen menschenunwürdigen Lebensbedingungen entfliehen.

In der politischen Debatte über den Umgang mit Flüchtlingen hatte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) vor Kurzem erklärt, die Bundesrepublik könne nicht „das Sozialamt der Welt“ sein. Dahinter steckt die weit verbreitete Vermutung, dass viele Asylbewerber ihr Land mit dem Ziel verlassen, vom deutschen Sozialsystem zu profitieren. Die implizite Folgerung: Wäre die Bundesrepublik nicht so großzügig gegenüber Flüchtlingen, würden sie nicht kommen.

Es ist sehr schwierig, die genauen Hintergründe zu erforschen, warum Menschen ihre Heimat verlassen. Sozialwissenschaftler sprechen in diesem Zusammenhang von sogenannten Push- und Pull-Faktoren – also Umständen, die dazu führen, dass Menschen aus einem bestimmten Land ausreisen beziehungsweise in ein bestimmtes Land einwandern wollen. Der kürzlich veröffentlichte EU-Bericht der europäischen Polizei-Operation „Mos Maiorum“ (zu Deutsch: Sitte der Vorfahren) bietet dennoch einige Einblicke in die Reisepläne von Migranten, die in die EU einwandern.

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Veröffentlicht am 2. März 2015 in Asyl, Deutschland, Einwanderungsland und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Deutschland ist kein Flüchtlingsmagnet.

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