Kurier| Khamenei: Der kranke Mann und die Bombe

Ayatollah Ali Khamenei

Ayatollah Ali Khamenei – Foto: AP/Uncredited

In Teheran ringt man um die Macht – mit oder ohne atomare Geheimpläne.

Selten war der Revolutionsführer so deutlich wie zum persischen Neujahr vor wenigen Tagen. Alle Iraner, verkündete Ali Khamenei, sollten sich hinter Präsident Rohani und dessen Verhandler im Atomstreit stellen. Ein Atomabkommen sei notwendig, vor allem aus einem Grund: „Die Sanktionen gegen Iran müssen danach sofort aufgehoben werden.“

Der 74-Jährige macht damit deutlich, worum es ihm und dem innersten Kreis der Macht in Teheran geht: Die über Jahre mehr und mehr verschärften Sanktionen der UNO, aber auch einzelner Staaten wie den USA, haben die iranische Wirtschaft inzwischen schwer geschädigt. Dazu kommen der dramatisch gefallene Ölpreis und eine anhaltende Trockenheit im Land. Man steckt in einer tiefen wirtschaftlichen Krise und die trifft inzwischen nicht nur die normale Bevölkerung, sondern auch die politische Elite: Das heißt auch Khamenei selbst. Immerhin soll das von einem seiner Söhne geleitete Firmenimperium der Familie etwa 90 Milliarden US-Dollar wert sein.

Krebs im Endstadium?

Für Khamenei wird die Zeit knapp. Dass er seit Jahren an Prostatakrebs erkrankt ist, hat die Führung in Teheran sogar offiziell gemacht. Dass er vor Kurzem neuerlich für längere Zeit ins Spital musste, machte nicht nur die Mächtigen im Iran merklich nervös. Plötzlich kursierten Gerüchte, der Revolutionsführer sei bereits tot – schafften es bald sogar in westliche und israelische Medien.

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Veröffentlicht am 1. April 2015 in Ali Khamenei, Iran, Ruhani, Yasdi und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Kurier| Khamenei: Der kranke Mann und die Bombe.

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